Gassi mit zwei Hunden - Was mache ich falsch?

  • Aber Newtons Verhalten kann ich mir immer noch nicht erklären.


    Es kann gut sein, dass ihn das gerade auch etwas überfordert - dich zu teilen, deine Aufmerksamkeit!
    Klingt nach Übersprungshandlung, wenn er ständig Stöcke sucht und damit herumflippt.
    Auch er muss das wohl einfach noch üben bzw. Gewohnheit reinbringen. Das wird sicherlich besser, braucht halt etwas mehr Geduld.

  • Newton führte sich auf wie ein A****. An der Dreisam hat er sich fast neurotisch jedes Stöckchen geschnappt, das er finden konnte und damit eine Ehrenrunde nach der anderen gedreht. Verbieten hat nur kurzzeitig gewirkt, weil er schon bald das nächste Stöcken gefunden hatte und dann ging es weiter.

    Ich beobachtete ähnliches bei Charly, wenn eine intakte Hündin dabei ist ... wir nennen das dann "Hochzeitstanz". Er sammelt auch Zeugs ein und tanz um sie rum. Es scheint, als wollte er vor der Hundedame angeben, was für ein toller Kerl er doch ist und es nicht nötig hat, auf uns zu hören. Je besser er die Hündin kennt, desto alberner fällt das ganze aus.

    Ist Suri kastriert?

  • Ich denke, hier werden einfach Synergieeffekte wirken.

    Zwei Hunde kommen auf vielfaches mehr an Ideen, interagieren miteinander und blenden da den Mensch einfach schneller auch mal aus.

    Womöglich wollte Newton sich ein bisschen Aufmerksamkeit mit der Stöckchennummer verschaffen, da du dich ja um einen "fremden" Hund gekümmert hast.

    Der Fokus, der sonst nur auf ihm liegt, war sicherlich zeitweise mal weg. Vielleicht fand er es auch witzig, zu zweit unterwegs zu sein und wollte eigentlich mit der Hündin Spaß haben, die aber ja leider an der Leine war, weil sie andere Interessen hat.

    Zwei Hunde sind ja nicht nur doppelte Freude, sondern anfänglich auch einfach vierfach Arbeit.

    Verhalten potenziert sich einfach dann auch schnell und jeder bringt neue Ideen ein, auf die der andere vielleicht noch gar nicht gekommen ist.

  • Ich beobachtete ähnliches bei Charly, wenn eine intakte Hündin dabei ist ... wir nennen das dann "Hochzeitstanz". Er sammelt auch Zeugs ein und tanz um sie rum. Es scheint, als wollte er vor der Hundedame angeben, was für ein toller Kerl er doch ist und es nicht nötig hat, auf uns zu hören. Je besser er die Hündin kennt, desto alberner fällt das ganze aus.
    Ist Suri kastriert?

    Ja, Suri ist kastriert. ;) Bei den gefühlt bisher 20.000 gemeinsamen Spaziergängen zu viert (also mit Suris Frauchen) hat er das noch nicht gemacht. ;)

  • Willkommen in der Welt der Mehrhundehalter! Ich würde sagen, dass da mehrere Faktoren zusammen kommen:

    1. du bist nicht das Frauchen der Hunde, warum sollte sie also auf dich hören?
    2. Newton ist auch noch ein junger Hund und das ist es ganz natürlich dass er anfängt auszuprobieren, wie weit er gehen kann, wenn du mal nicht 100%ig aufmerksam bist/sein kannst.
    3. die beiden Hunde tauen nach einiger gemeinsam verbrachter Zeit auf (deshalb erst ab dem 3 Spaziergang bei dir so heftig) und es entwickelt sich eine ganz eigene Gruppendynamik.

    Genau aus den letzteren genannten Gründen gehen viele Mehrhundehalter oftmals getrennt spazieren.
    Charlie war auch super erzogen als Caja einzog, trotzdem hat er versucht/versucht immernoch zwischendurch, ob immernoch die gleichen Regeln gelten wie sonst vorher auch.
    Achja.. Und Caja lebt jetzt seit über einem Jahr hier. ;)

    Das ist ein komplett natürliches Verhalten was beide Hunde da zeigen.

  • Juno war auch mal ein paar Tage bei einer Freundin zur Betreuung, die auch einen Hund hat. Sie kannten sich, gewohnte Umgebung etc trotzdem war mir klar dass meine soweit recht gut erzogene Hündin nicht so gut auf meine Freundin hören würde wie auf mich oder in meiner Anwesenheit. Deswegen hat meine Freundin mir versprochen sie an der Schlepp zu lassen und nur im eingezäunten Gelände abzuleinen! War für alle Beteiligten besser so...

  • Es ist halt eine neue Situation, du bist plötzlich die "kompetente Führungsperson" von einem Rudel, nicht nur einem einzelnen Hund. Da testet man halt mal gerne aus, ob du dafür auch qualifiziert bist oder ob man sich jetzt mehr leisten kann. Vielleicht kannst du mit der Mäusejagerei noch nicht hunderprozentig souverän umgehen, weil du das noch nicht kennst. Das merkt auch Newton. Ich würde die Gasthündin erstmal an der Leine lassen.

  • Ich habe ja öfters mal Neles Lieblingsfreundin hier. Frauchen und ich sind befreundet und gehen eigentlich mehrmals die Woche zusammen spazieren. Gehe ich alleine mit den beiden, ist das natürlich anders, als wenn jeder Hund seinen Besitzer dabei hatte. Heißt: Nele hat anfangs gemerkt, dass ich mich nicht nur auf sie konzentriere und sich dann gerne mal zu kurzen "Jagdausflügen" verabschiedet. Hab ich verstärkt auf Nele geachtet, hat sich Lotti in Kacke gewälzt. Startet ein Hund los, rast der andere gerne mit, genauso beim Kläffen (wenn die andere was meldet, MUSS das wichtig sein). Sind ja alles Dinge, auf die man sich als Einzelhundehalter auch erstmal einstellen muss.
    Man muss die Situationen eben trainieren. Ich leine bei Spaziergängen mit den beiden lieber zu früh als zu spät an und Nele bleibt, je nach meiner und ihrer aktuellen Stimmung eben auch komplett an der Schleppleine. Genau so entspannt wie ein Spaziergang nur mit Nele alleine, sind die Spaziergänge nie, obwohl beide Hunde prima erzogen sind. Man darf die Gruppendynamik nicht unterschätzen.

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