Unsere Junghunde...der alltägliche Wahnsinn Teil VI

  • Oh Dankeschön seid ihr, die dieses Geschirr habt, zufrieden damit?

    Ja, sehr. Das ist schon sein zweites von diesem Modell. Bei Felix leben Geschirre nie länger als 3 Monate. Aber dieses ist sehr stabil, gut anzupassen und scheinbar auch bequem. Man muss es aber über den Kopf ziehen.

  • 100 Punkte mit 3 goldenen Sternchen für das Terriertierchen heute!

    Passend zum Jagdthema hier - er durfte heute offline im Wald laufen und es gab keine Sekunde, wo ich nicht wirklich maximales Vertrauen zum Hund gehabt hätte. Hätte ich so vor einem halben Jahr (er ist 2 Jahre und 5 Monate alt) sicher noch nicht gesagt.

    2 Dinge hat er mir angezeigt, einmal Losung von einem Wildtier (ich vermute Hirsch) und diesen kleinen Kerl:

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    Dessen Glück war, dass er so still da saß, ansonsten wäre das wohl nicht bei der Anzeige geblieben.

    Aber es macht unglaublichen Spaß, gemeinsam durch die Gegend zu laufen.

    Ich setzte auch schon seit Beginn an darauf, Anschauen und Anzeigen zu belohnen. Futter steht hier sehr hoch im Kurs, das ist natürlich ganz praktisch. Gern auch geworfen, so dass er erlaubt kurz "hetzen" darf.

    Er lief allerdings auch seit er so 5, 6 Monate alt ist, verdammt viel (gefühlt: immer) an der Schleppe und hat dadurch einen recht kleinen Radius von vielleicht 20 Metern, bevor er in der Regel Blickkontakt aufnimmt oder, wenn er hinter mir ist, aufschließt.

    Das leider nicht nur wegen des Jagens im wildreichem Gebiet, sondern bislang auch dort, wo recht viel Hundekontakt zu erwarten war, da er ja auch so ein "100 Meter entfernt läuft ein Hund, da muss ich hin"-Kandidat war - oder nach Hundekontakt gerne auch mal 3 km mit dem anderen Hund-Halter-Gespannt mitgerannt ist.

    Und mittlerweile kann er tatsächlich Kontakt aufnehmen, kurz schnüffeln, spielen, etc. - und dann ganz locker bei mir bleiben oder mit mir weitergehen. Ich hab heute mal versucht, auf Video festzuhalten, dass weiter vorne Hund und Halterin laufen und mein Tier ansprechbar ist und auf den Rückruf hört - das wäre vor nicht allzulanger Zeit nicht gegangen:

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    :smile:

    Also, es wird so langsam...

  • @Samita einfach mit leckerlis lassen sich jagdbegeisterte Hunde bestimmt nicht abhalten ... aber ehrlich jetzt wieviele Jäger, deren Hunde ja nur auf Kommando jagen sollen, haben ihre Hunde ohne Starkzwang ausgebildet (ja es gibt sie, aber die sind in der minderzahlt und mal eben in nem Monat ist die Geschichte nicht gegessen) ...
    Ich bin jetzt mal frech und behaupte, dass die einzige Strafe (wenn man denn jetzt nur über diese schiene gehen wollte) die Tarek vom hetzen abhalten würde, ein echt heftiger Stromstoss sein müsste, wenn das dann überhaupt langfristig halten würde ...Das das weder rechtlich noch für mich moralisch gesehen in Ordnung geht, muss man dann eben andere Wege gehen ... und ja ich habe es zuerst über diese schiene versucht (also ohne tele, ne , ich red jetzt von strafen) ... und ich bin echt nicht zimperlich wenn ich was abgestellt haben möchte ... lieber einmal knackig und das thema hat sich erledigt (auch wenn ich das nur bei ganz wenigen sachen so mache, ich arbeite sonst gerne mit positiver verstärkung und co) ... im sozialen bereich lässt er sich da auch super ansprechen ... aber das jagen ist dann wieder ne ganz andere Hausnumme, zumindest bei Tarek...
    Impulskontrolle an künstlicher beute ist übrigens kein problem, von klein auf trainiert ... er jagt auch keine radfahrer und co ... er unterscheidet da schon stark und er weiss was lebendige beute ist und was nicht ... einmal ne erfolgreiche hatz auf nen graureiher und alles war ab dem tag anders ...

    Ich trainiere weder nur mit leckerlis noch ohne begrenzung ... ich versuch einen mittelweg zu gehen, verständnis für seine Leidenschaft zu haben, aber für uns beide einen für den Alltag tauglichen Kompromiss zu finden unsere Zusammen arbeit zu fördern , resp auch seine Kooperationsbereitschaft zu fördern ...
    Dazu gehört eine saubere leinenführigkeit, orientierung zu mir, radiustraining, vorstehen fördern, gemeinsames beobachten von wild, abbruchsignal, etc etc ... so viele bausteine die ineinander greifen ... seh komplex aber auch sehr spannend ...

    Den grössten fortschritt haben wir in dem moment gemacht wo cih sein jagdvehalten nicht mehr nur als totaler Horror angesehen habe, sondern es als einen teil von ihm akzeptiert habe und als Möglichkeit daraus zu lernen :-)

  • Bin von unserem Spaziergang heute etwas zwiegespalten. Hatte eine Freundin mit 7nd wir waren in einem Wald unterwegs. An einer Stelle hatten wir uns vergangen. Kamen wohin wo offenbar viele Fährten waren. Robin ist total abgedreht. Er war so drüber von den Gerüchen er konnte nicht mehr. Hecheln und große Augen und Kopf überall hindrehen ... Total gestresst. Ich habe ihn dann nicht mehr mit der Schnauze auf den Boden gelassen. Selbst konnte er sie praktisch nicht wegnehmen. Gleichzeitig versuchte er immer wieder sich hinzusetzen wenn ich kurz stehen blieb. Das sah gar nicht spaßig aus und er tat mir ziemlich leid. Wir haben zugesehen dass wir von da schnell wieder wegkommen. :dagegen: Nächstes mal trage ich ihn da weg.

    Im normalen Wegegebiet war er wieder wie immer. Aufgeregt interessiert aber ansprechbar. Auch da hat ihn viel abgelenkt aber ich konnte sehen dass er von sich aus versuchte den Regeln und Kommandos zu folgen und die Leine nicht zu spannen. Gelang ihm nicht immer aber das kooperieren wollen hat mich irre gefreut. :dafuer:

  • ja stimmt das Jäger oft mit unlauteren Mitteln arbeiten hatte ich verdrängt :verzweifelt:
    aber ich hatte ja geschrieben wie ich es mache und bei uns klappt das super. Für Erwachsene Hunde gibt es wie gesagt auch eine erfolgreiche Methode bei der man den Hund wegschickt quasi natürlich an der Schlepp aber es geht. Wenn der Hund mal weg war und wieder kommt verknüpft er auch falsch wenn man dann schimpft. Das Jagen ist da gar nicht mehr präsent und er denkt er bekommt den Anschiss fürs kommen, am besten also neutral verhalten.
    Ich kenne sehr viele vizsla die alle kontrollierbar am wild sind die sind unsere großen Vorbilder mal sehen obs klappt

  • Morgen ziehen wir um, bisher hat Timi SUUUPER durchgehalten und sich ans Kisten aufbauen und packen gewöhnt. :applaus:

    Beim Gardinen abnehmen ist er heut aber völlig am Rad gedreht. Frauchen auf der Leiter und dann klappert alles noch so komisch? Fand er überhaupt nicht witzig und wollte das ich da schnell runter komme. :tropf:

    Bin gespannt wie das die ersten Tage sich einlebt und die 4 Stunden Fahrt übersteht. Plan ist die ersten Tage dann wirklich gar nichts zu machen außer ankommen und erste Pipi-Route zu finden.

  • Jaja, der Jagdtrieb...ich hab's auch erst mit verbieten probiert, Willi wurde dadurch nur immer aufgeregter draußen. Jetzt arbeiten wir schon seit längerem an der Kooperation - also anzeigen, umorientieren etc. - das klappt viel besser. Er läuft allerdings auch viel an der 10m Schlepp. Ich lasse sie mittlerweile meist schleifen, hab aber auch langsam den Blick dafür, wann die Impulskontrolle zur Neige geht und halt dann wieder fest.

    Wir arbeiten also viel über positive Bestärkung + Sicherung, + generell Impulskontrolle und RUHE. Denke aber auch, jedes Team muss da seinen Weg finden - die Hunde sind verschieden, die Halter auch. Ich komm mit positiv besser zurecht (ist ja nicht nur Leckerli, zB Buddeln auf Signal kommt hier total super an als Belohnung). Sachen werfen ginge eh nicht, bin ganz schlecht im Zielen xD ob das dann vor, neben, auf, hinter dem Hund landet, ist Zufall.

    Gerade waren wir eine Woche bei meiner Mutter auf dem Land - das war super, wir haben ruhig Tiere beobachten können mit Kühen, Pferden, Rehen, Kaninchen, Ziegen, Schafen, Reihern, ...

    Ob wir jemals ohne Leine im Wald laufen können, bezweifel ich allerdings :hust:

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