Wer kann noch richtig loben?
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Lob ist doch eine Belohnung und eine Belohnung ist Lob ... jedenfalls für mich.
Was Lob oder und Belohnung ist hängt doch vom Hund und von der Situation ab. Meinen Rüden kann man super über Streicheleinheiten belohnen, das ist sein höchstes Glück. Meine Hündin würde mir zumindest im Arbeitsmodus einen Vogel zeigen wenn ich sie streichele, da tut ein Leckerlie bessere Dienste. Bei ihr darf ich auch nicht zu sehr stimmlich loben, entweder überdreht sie oder bricht ihr Verhalten ab. Mein Rüde ist super durch Stimme zu motivieren. Was aber beide lieben, wenn wir uns nach einer längeren Trainingseinheit (Belohnung mit Leckerlies) einfach freuen, eine kleine Party mit hüpfen und springen oder auch mal ganz leise glücklich sein und kuscheln.
Wobei mir ehrlicherweise auch manchmal auffällt das es gerade im Alltag viel leichter ist fix ein Leckerlie zu geben, hinterher denke ich oft das ein wenig mehr Emotion besser wäre. Ich arbeite dran :) - Vor einem Moment
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In einer Ära der Hundeerziehung, wo man ständig über positive Verstärkung und Belohnungen ließt... top 20 Listen zur Belohnung erstellt werden und manch Hundehalter nicht mehr ohne Leckerliebeutel und Lieblingsspielzeug mit dem Hund den gemeinsamen Gassigang antritt...
wo sind die Leute, die den Hund ganz allein durch positive Ansprache und sozialer Anerkennung motivieren können?mich würde interessieren, wie ihr das macht: Das Loben ohne Belohnung.
und wie nimmt es euer Hund an? Wie sieht er aus? Wieviel Zeit nehmt ihr euch? Was findet ihr dabei wichtig? Habt ihr Videos?Obwohl ich eine top 20 Liste habe und in der Regel mit Keksen bewaffnet bin, kann ich durchaus "klassisch/langweilig" loben.
Allerdings auch nur, weil zumindest der eine Hund das mega witzig findet wenn ich eine freu Party veranstalte. Ansonsten lobe ich sehr viel ganz normal über Stimme. Ich habe ein Video auf dem man es ganz gut sieht, leider ist mir das mit Youtube gerade zu nervig. Rider zeigt dabei einen Trick, nämlich von alleine in die Dusche zu hüpfen. Wenn er drin ist, folgt mein verbales Lob mit freudiger Stimme. Man sieht am ganzen Hund, dass er das gerade toll findet und ihm das als Lob "reicht".Aaaaaaber: das funktioniert halt auch nur, weil meine Hunde das toll finden und eh von der Marke "freu-Hund" sind.
Und trotzdem gehe ich "bewaffnet" aus dem Haus. Warum? 1. meine Hunde und ich haben Spaß an Belohnung durch Futter/Spiel/Umwelt/whatever. 2. warum sollte ich mir das Leben schwerer machen als es ist? Futter, Spiel und Co. "zieht" halt bei den meisten Hunden einfach mehr.

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Bei meinen ersten beiden Hunden habe ich weder Leckerli noch "Spieli" eingesetz, wir haben mit- (und für-)einander gelebt, es gab sicher (vor allem bei der Jagdleidenschaft meiner ersten Hündin) auch andere Ansätz im Nachhinein, aber irgendwie haben wir das damals über Kommunikation, Gestik und Mimik und ganz einfach durch gegenseitiges Vertrauen hin bekommen.
Mit der 3. Hündin kam die Hundeschule und die Kenntniserweiterung, dass man alles mögliche "bestätigen" muß. Hat sich bei mir auch soo fest gesetzt, zumal meine Hunde sehr "dauerhungrig"
sind und sich gerne "belohnen" lassen.Ganz ehrlich: Ich persönlich würde lieber wieder zu dem mehr "miteinander" von dem "Ich konditioniere und Du folgst" zurück... Weiß nur nicht mehr so genau, wie das damals so selbstverständlich ging....
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Ich glaube meiner Hündin geht ein Lob am Allerwärtesten vorbei, kann man ja nicht essen.
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irgendwie scheinst du das Wort Lob nicht wirklich zu verstehen.
Du schreibst zwar das Lob vieles sein kann und dass du dich hier auf soziales Lob beschränken willst aber was genau verstehst du unter sozialem Lob?
Meine Hunde lernen das neben Futter, Beute und dem Spiel mit mir auch ein Brustklopfer ein geniales Lob ist aber das ist auftrainiert weil ich in Prüfungen nicht anders loben darf. es kommt immer in Verbindung mit den anderen Arten zu Loben und irgendwann ist das so positiv besetzte dass es auch alleine genügt um den Hund in diesem Moment glücklich zu machen. Es versteht sich von selbst dass man das auch immer wieder neu aufladen muss damit es funktioniert. Das hat nichts aber auch gar nichts mit sozialem Verhalten oder sozialem Lob zu tun. Genauso ist es doch mit einer Geste, einem Lächeln, einem Wort, es wurde mal aufgeladen und kann dann genutzt werden. Aber es ist immer noch stinknormales Lob dass mit auf die Liste kann. Dann gibt es noch selbsbelohnendes Verhalten. Verhalten das einfach glücklich macht. Für sehr viele Hunde ist es Jagen für Sporthunde kann dass so manche Übung im Prüfungsablauf sein weil die so extrem positiv besetzt ist dass alleine die Arfüllung dieser Aufgabe schon ein Lob ist. Andiamo liebt es zum Beispiel auf Pylonen zu hopsen da braucht er nicht gelobt für werden da alleine diese Handlung für ihn eine Belohnung bedeutet.
Vielleicht kannst du deinen Begriff von sozialem Lob mal etwas differenzierter beschreiben.
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OK - das heisst also, dass Du Futterbelohnung nicht ausschliesst. Denn Futter ist NIEMALS instrumentalisierter Motivator.
Futter ist DER primäre Movtivator schlechthin. Auf jeden Fall stärker als Sozialkontakt.
Warum bitte sollte ein Hund sich zu komplexen Verhaltensweisen bewegen lassen, die evtl. noch völlig gegen seine Natur sind, rein auf die Stimme eines Menschen hin?
Sind wir Gott?
Glaub ich gar nicht. Sicher, wenn mein Hund halb vorm verhungern steht, aber ansonsten ist für ihn das Miteinander sehr wichtig. Das hat er aber meistens gratis, deswegen ist das Leckerli schon sehr besonders. Dennoch merke ich, dass ein überschwängliches Lob sehr motivierend auf ihn wirkt.
Deswegen ist der Mensch nicht Gott, aber für den Hund sind wir eine wichtige Ressource. Wir erfüllen oft seine sozialen Bedürfnisse und sein Bedürfnis nach Sicherheit.Ich denke oft, dass ich viel zu viel mit Leckerli lobe, wenn der Hund eventuell in der Situation etwas anderes braucht.
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Ist hier ganz unterschiedlich.
Unterwegs habe ich meistens ein paar Brocken Hundefutter in der Tasche. Damit kann ich für den Terrier Hundekontakte "schmackhaft" machen. Wenn es da mal eng wird auf dem Bürgersteig mit unbekanntem Hund, dann fordert er statt zu pöbeln. Funktioniert super!
Wenn ich die Brocken vergessen habe (oder auch einfach nur so), gibt es Lob und Streicheleinheiten. Werden auch gerne genommen. Aber Futter ist für den Terrier wichtiger als Kontakt (Hund mit Menschenproblemen).
Ganz allgemein finde ich es gut, viel mit dem Hund zu reden. Zu loben, zu zeigen/erklären, selbst positiv in Situationen reinzugehen.
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bsp von mir. Ich hab mit meinen Hunden, die eigentlich nicht für will to please bekannt sind, eine ganz eigene Art des Lobens entwickelt. Da funktioniert nicht jede Berührung. Zb kommt es bei meinen Hunden ganz gut, wenn ich sie ganz eng zu mir rufe und dann ganz langsam die gesamte Flabke ausstreiche, mit etwas festem Druck und eher tiefer, leiser Stimme.
als Reaktion kommt vom Rüden meist ein Jauler, schwanzwedeln und Gesicht lecken - oder er kneift die Augen zusammen und dreht seinen Körper in mich rein ... die Hündin rutscht dann meist näher, wenn ich aufhöre. Dann weiß ich, das Lob kam wirklich an.das kostet aber Zeit und geht nur, wenn ich selbst innerlich ausgeglichen bin
Möchtest du "Lob" unabhängig von "Belohnung" betrachten od. verwendest du hier Lob und Belohnung synonym?
Vielleicht handelt es sich hier wirklich um ein Verständnisproblem meinerseits, aber so wie ich es sehe ist eine Belohnung eine positive Reaktion auf ein gezeigtes Verhalten, die der Hund möglichst zeitnah (im Idealfall zeitgleich) mit seinem Verhalten erfährt - ein Lob ist aber nach meinem Empfinden doch ebenfalls nichts anderes als eine Reaktion auf ein vorher gezeigtes Verhalten - bezogen auf MITMENSCHEN allerdings erweiterbar auf Verhalten in der Vergangenheit und evtl. Verhalten insgesamt.
Das oben beschriebene mache ich mit meinem Hund auch täglich, häufig auch Kontaktliegen, wenn ich nach dem "Draussensein" auf dem Boden sitze und lese ....aber NICHT draussen, weil es da für ihn keine Belohnung wäre, sondern lästig (also situationsabhängig womöglich eher "Strafe" als Belohnung
). Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich mich auch draussen womöglich anders bewege und verhalte. Pausen mache ich nicht sooo häufig, sodass es unterwegs zu den von dir beschriebenen Handlungen nicht kommt. Ich laufe/spaziere, spiele mit ihm, arbeite mit ihm, unterhalte mich ab und an mit Leuten od. sitze mal ganz selten rum (da ist die Belohnung aber eher, meine Kopfbewegung die das Weitergehen signalisiert
).
Wenn ich mit ihm nach Hause komme funktioniert das, was du oben beschreibst mit einer ähnlichen Reaktion meines Hundes. Wenn ich ihn streichel schmiegt er sich an, zeigt, dass es ihm gut tut - ist aber eben Umgebungsabhängig.
Dass meine Mimik und meine Gestik - im Zusammensein mit meinem Hund - immer mit meinen inneren Gefühlen übereinstimmt, darauf achte ich sehr, weil ich davon überzeugt bin, dass es mich berechenbarer macht - das ist aber womöglich ein anderes Thema
.
Trifft das irgendwie ...od. kannst du es noch genauer definieren?Tschüss und viele Grüße
RalfP.S.: ach du meine Güte ....ich hab so lange überlegt, da war schon eine ganze Seite dazugekommen

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irgendwie scheinst du das Wort Lob nicht wirklich zu verstehen.
Im Gegenteil, fast alle hier scheinen nicht mehr zu wissen was das Wort "Lob" bedeutet.
Loben tut man nur durch Stimme und/oder Körpersprache. Es ist eine Art der Belohnung, ja. Aber alles andere in Sachen Belohnung ist kein Lob, sondern nur jeweilige Belohnung.Ich hab Hunde denen Futter draußen lange schnuppe war. Spielzeuge sind völlig ungeeignet als Belohnung für die 2.
Also lobe ich natürlich sehr viel, auch wenn ich inzwischen auch die Futterbelohnung verwende, seit sie sich entschieden haben das Leckerlies auch ganz nett sind.
Videos hab ich keine, ich lobe immer situationsangepasst. Oft brauchen die Jungs nen Ansporn, darum quietsche ich meist herum. Aber auch ruhiges Lob gibts, eben wie es grade am besten passt.
Wildes Durchkraulen nimmt grad Arren gerne, Hamilton ist mehr der "Jaja, tätscheln jetzt. Danke, reicht!" Typ und generell schwieriger, für ihn ist das alles nicht so wichtig. -
mich würde interessieren, wie ihr das macht: Das Loben ohne Belohnung.
Ganz spontan nur nach Lesen des Eingangsposts: GAR NICHT!
Denn wenn mein Lob den Hund motivieren kann, dann ist das Lob die Belohnung!
Wenn der Hund das Lob doof findet, wird er sich dadurch kaum motivieren lassen. Das wäre dann Loben ohne Belohnung. Für mich sinnfrei, da es keinen Effekt hat. Wenn der Hund das Lob schätzt, also als Belohnung empfindet, entspricht es nicht mehr den seltsamen Anforderungen des Eingangsposts.
Nun dürft ihr mich steinigen, weil ich spontan geantwortet habe, ohne alles zu lesen. In den ersten Antworten wurde erstaunlicherweise nichts zu der Widersprüchlichkeit der Eingangsfrage vermerkt, aber vielleicht ja auf den folgenden 5 Seiten, die ich nun nachlesen werde. Bitte also um entschuldigung, falls ich da ein totes Pferd reite!

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