Wer kann noch richtig loben?
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Hallo,
ich lobe meine Hunde mit der Stimme oft, manchmal reicht das, aber ich gebe auch sehr viele Leckerlis draußen.
Knuddeln oder anfassen funktioniert bei uns überhaupt nicht. Wenn ich zum Beispiel Sammy bei Hundesichtung durch anfassen loben wollte, würde er durch die Bück-Bewegung schon weghüpfen und ich hätte ihn "an den Hund verloren" und er würde mir stiften gehen. Da lobe ich lieber den Blickkontakt und werfe Futter. Wenn der Hund weit weg ist, reicht es auch mit der Stimme.
Da meine Hunde keinen will-to-please haben und eh nur das machen worauf sie Lust haben, muss ich eben füttern wenn ich etwas beibringen will. Wenn ich etwas unspektakuläres positiv markieren will, reicht auch ein "super".
Ich glaube bei kleinen Hunden ist anfassen einfach blöd, weil man so aufpassen muss sich nicht über sie zu beugen. - Vor einem Moment
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sondern wie gutes Lob ohne instrumentalisierte Motivatoren (einigen wir uns vllt auf diesen umständlichen Term? ) aussieht.
OK - das heisst also, dass Du Futterbelohnung nicht ausschliesst. Denn Futter ist NIEMALS instrumentalisierter Motivator.Futter ist DER primäre Movtivator schlechthin. Auf jeden Fall stärker als Sozialkontakt.
Warum bitte sollte ein Hund sich zu komplexen Verhaltensweisen bewegen lassen, die evtl. noch völlig gegen seine Natur sind, rein auf die Stimme eines Menschen hin?
Sind wir Gott?
RICHTIG loben bedeutet, dass der Hund das Lob als solches empfindet. Dabei ist es völlig egal, WAS als Lob/Bestätigung empfunden wird.
Ich habe auch nicht immer Leckerlies dabei - dann muss es halt auch mal mit Stimme gehen, wenn Hund sich von einer Wildfährte hat abrufen lassen. Aber da ist auch immer noch die erlernte Komponente "wenn Frauchen in hohen Tönen quietscht und kreischt, dann kann das bedeuten, dass da Futter kommt.Viel Futter".
Erlernte Komponente, die sich sehr schnell abflachen würde, wenn mein Hund wüsste, dass nach so einem stimmlichen "Lob" nie mehr Futter käme. -
Was sind das für Hundetypen, die such damit führen lassen?
Boxer zum Beispiel.
Oder andere Hunde, die (auf ihre Art) sehr menschbezogen sind. -
Ich befürchte, es hat noch immer keiner so richtig verstanden, worauf ich gern den Fokus legen würde... das ist etwas frustrierend.

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Ich befürchte, es hat noch immer keiner so richtig verstanden, worauf ich gern den Fokus legen würde... das ist etwas frustrierend.

Doch, ich habe es verstanden, auch wenn ich mich (noch) nicht dazu geäußert habe, aber ich würde das mit der "Nachhaltigkeit" halt gerne verstehen, bevor ich ggf. meine Meinung/Erfahrung äußere...
Oder anders ausgedrückt, wenn wir das gleiche Verständnis von Nachhaltigkeit haben, dann lobe ich aus eben diesem Grund nicht nur mit Stimme, Gefühlsausdruck und zum Beispiel Berührung, weil es eben nicht so nachhaltig ist, wie Belohnung mit Spielie oder Leckerchen...
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so ähnlich sehe ich es auch bei Hunden... verbal loben ist nicht verbal loben. Manches ist authentisch und kommt beim Hund an... wieder anderes verbales Lob wird einfach nur hingenommen.
Bei meinem Hund kommt alles an. So differenziert wird das nicht gesehen.
fröhliches, quietschendes hohes Loben oder Rennen oder rumspringen kommt nicht sooo nachhaltig bei den Hunden an. Tiefe, leise, ruhige Stimme ist besser und senkt die Aufregung.
Ja, das ist besser.
Und zwar deswegen, glaube ich, weil ich manchmal Spielzeugbelohnungen anwende. Das hat den Nachteil, dass mein Hund, wenn er von meinem Lob total begeistert ist ("hurraa, Frauchen hat mich gelobt, juchuuu"), noch eins draufsetzen will und meint, dafür müsste es doch jetzt mindestens noch ein Stöckchen geben. Und schon werden Stöckchen aufgesammelt. Ich merke daran, dass das Lob zu überschwänglich war. -
Ich bin mir, zugegebener Maßen, noch immer nicht sicher, ob ich den Sinn des Themas und die Fragestellung wirklich verstanden habe - das wird tatsächlich nicht so ganz deutlich.
Aber ich versuche es dennoch mal.Ich belohne viel auch über Futter, Spiel, Rennen dürfen, Buddeln, what ever.
Aber bei bestimmten Sachen, die meist für die Hunde keine große Anforderung darstellen, vermeide ich externe Belohnungen, weil ich durch diese keine Aufregung hereinbringen will (z.B. bei der Leinenführigkeit, beim "Box-Kommando", etc. ) - da "muss" dann halt auch ein "Prima" und Köpftätscheln als Lob reichen.
Das können ganz unterschiedliche Sachen sein. Ein ruhiges "Gut gemacht, prima" sorgt bei meinen Hunden durchaus schon für positive Gefühle. Ansonsten gibts noch die Möglichkeit mal nett am Kopf oder Ohr zu kraulen. Und für Brix gibts z.B. nicht größeres, als wie eine Katze an den Beinen langschubbeln zu dürfen.
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Persönlichkeit statt Leckerli?
Ist doch mindestens genauso en vogue wie Clickern.
Ich lobe zu 80% stimmlich. Ich denke aber eher, dass es bei meinem Hund als eine Art Feedback ankommt.
Was du machst ist gut, mach weiter so und irgendwann gibts n Keks.
Gerade draußen ist alles wichtiger als meine Zuwendung. -
Mir fällt es schwer zwischen Lob und Belohnung zu unterscheiden. Für mich ist verbales und körperliches Lob auch eine Belohnung (Belohnung = etwas, was ich bekomme, weil ich eine bestimmte Sache in den Augen meines Gegenübers richtig gemacht habe).
Mir ist auch nicht ganz klar, warum du Futterbelohnung "instrumentalisierte Motivatoren" nennst. Zumindest nicht, wenn du gleichzeitig behauptest, dass verbales Lob nicht instrumentalisierend ist. Das nutze ich dann doch genauso für meine Zwecke?!
Und wenn es nur darum geht, dass der Hund spüren soll, dass ich mich ehrlich freue: Das kann er doch auch bei einem ausgelassenen Spiel?Ein ruhiges verbales/körperliches Lob hat natürlich Vorteile. Gerade wenn das Erregungslevel vorher hoch war (z.B. Wildsichtung) ist es oft sicher gut den Hund runter zu holen. Genauso gut kann aber auch Futter oder gerade ein aktivierendes Spiel gut sein. Werten würde ich da nicht.
Ich kann auch keine Rangordnung der Nachhaltigkeit feststellen: es gibt Sachen, die ich AUSSCHLIESSLICH verbal belohnt habe und die sitzen genauso fest, wie Dinge, die ich nur mit Futter belohnt habe. Wobei ich glaube ich noch nie ohne Körperkontakt oder verbal loben Leckerlies verteilt habe. Das gehört für mich zusammen. Oder ist Nachhaltigkeit anders gemeint?Ich hab hier mit meinem Dante (Colliemix) einen Hund, der sich nichts aus Futter macht. Draußen frisst er eigentlich nichts, Futter wird eh überbewertet und fällt damit als Lob weg. Spiele findet er auch nur so semi-spannend, abgesehen von seiner Frisbee und die ist im Alltag unpraktisch. Ich belohne also ausschließlich über Aufmerksamkeit, verbales Lob und Körperkontakt. Er ist ein sehr unsicherer Hund, hat früher massiv schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht und hängt sehr an mir. Letzteres zeitweise wörtlich zu nehmen. Er sucht oft meinen Blick und nimmt z.B. auch Blickkontakt als belohnende Bestätigung. Besonders liebt er es, wenn ich ihm kräftig die Ohren kraule und die Nase streichle und dabei beruhigend auf ihn einspreche. Wortlaut ist egal, Tonfall ist entscheidend. Meistens sage ich Dinge wie "Hast du toll gemacht. Klasse. Guter Junge" oder so. Die Fußballergebnisse vom Wochenende würden es aber wohl auch tun. Ich merke, dass das Lob ankommt, weil er sich erstens entspannt und zweitens verändert sich seine Körperhaltung. Er wirkt gefestigter, sicherer, hat den Kopf wieder oben. Er brauch immer wieder viel Bestätigung im Alltag, stellt dafür aber auch nie ein Kommando in Frage. Ist einfach sein Charakter, der sicher auch stark durch seine schlechten Erfahrungen geprägt wurde.
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Ich versteh in der Tat nicht genau was du meinst...

Ein Lob ist für mich immer auch Belohnung/ Bestätigung, was soll es denn sonst sein? Was ich noch unterscheiden könnte: Ich belohne meist mit Futter, einen Spiel oder stimmlich, durch streicheln etc. Ein Lob erfolgt eher durch Berührung, Stimme, Kontakt. Trotzdem sehe ich ein Lob auch als Belohnung bzw. Bestätigung und umgekehrt.

Stimme und Körpereinsatz beim loben sind doch auch "Instrumente"? Keine Dinge die komplett "außerhalb des Lobenden liegen" aber doch trotzdem Mittel/ Instrument für das Lob?
Allein den Threadtitel finde ich nicht gut gewählt und ich finde er klingt im Kontext des EP sogar recht überheblich... Wer bestimmt denn ob ich MEINEN Hund "richtig" lobe? Das Lob was für deine Hunde das "richtige" ist, muss für meinen noch lange nicht den gleichen Stellenwert haben.
Was für den Hund die größte Belohnung ist, entscheide ja nicht ich sondern der Hund. Warum sollte ich dem Hund, für den Futter das absolute Nonplusultra ist nicht mit Futter belohnen?Ich glaube schon, dass Kontakt, soziale Interaktion, Ansprache die Beziehung zwischen Hund und Mensch nachhaltig stärkt und für die Bindung unerlässlich ist, aber das sind ja Dinge die MEIN Hund nicht als "Belohnung" für erwünschtes Verhalten bekommt sondern das ist Teil unseres Miteinanders.
- Vor einem Moment
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