Wer kann noch richtig loben?
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bitte zitiere die Textstelle. Ich behaupte das nämlich nirgendwo.
Da muss man nur die Überschrift anschauen.
Du hast eine ziemlich arrogante Art zu diskutieren. Nein, so möchte ich es nicht nennen. Du gehst nämlich auf, das, was andere sagen, gar nicht ein. Und das wäre bei einer Diskussion der Fall.
Du schreibst wertende Aussagen und behauptest danach, Du würdest das nicht tun. Das ist schon ziemlich überheblich.
Dann machst Du sachlich falsche Aussagen. Das ist Dir aber auch herzlich egal. Wenn Du drauf aufmerksam gemacht wirst, reagierst Du einfach nicht drauf.
Und Du beklagst Dich, dass die "Diskussion" nicht funktioniert? Nunja ...
Viele Grüße
Corinna - Vor einem Moment
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Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Ich bin mit meinen verqueren Ansichten dann jetzt mal ner Freundin mit ihrem Problem mit Hund im echten Leben helfen (dabei will ich mit ihr über markersignale und Lerntheorien besprechen... hat erstaunlich wenig von wildlife-romantik
) während ihr mich hier ruhig weiter theoretisch bewusst missverstehen könnt...@flying-paws ich kam garnicht richtig dazu, die für mich hilfreichen Beiträge zu kommentieren, weil da so viele Beiträge dazwischen sind, die irgendwas da raus lesen, was nie geschrieben wurde, dass ich erstmal die völlig falsche Richtung aufhalten wollte. Aber da einer vermutet und der nächste diese Fehlvermutung zu meinen Absichten wieder aufgreift und weiterspinnt, entstanden hier die wildesten Konstrukte, während ich auf Arbeit und mit den Hunden unterwegs war...
ich hab aber ein gefällt mir drunter gesetzt.Der Thread kann gerne geschlossen werden, außer Missverständnissen, auf denen trotz Erklärungen weiter rumgeritten wird, kommt leider nicht mehr viel rum.
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Was ist denn richtig loben? Ich habe jetzt nicht alles gelesen, schreibe einfach nur mal meine Gedanken dazu auf. Ich habe drei Hunde, völlig unterschiedlich, Hudson lobe ich ganz dezent, weil er bei Lob oft überdreht, June lobe ich enthusiastisch und Reeba belohne ich durch Freiheit, laufen lassen und abstand. Leckerlies und Spielzeug zieht bei Hudson, leckerlies noch bei June, reebas Belohnungen sind schwieriger.
Ich sehe das ganz individuell. Was ich persönlich nicht mag, wenn ich zum Futter oder Spielzeugautomaten werde, wen das nicht stört und Hund und Besitzer kommen klar, dann passt das doch auch. Jeder Hund ist individuell und jeder Mensch ebenso. Genauso wie das Hunde-Mensch-Team.
Ich werte nicht. Wobei ich einen Unterschied mache zwischen loben und bestechen. Zudem lobe ich auch nur dann, wenn es ehrliches Lob ist. Kommt mein Hund von einem Jagdausflug zurück, ich bin selbstverständlich not amused, dann lobe ich nicht. Die Hunde nehmen meinen Ärger eh wahr, egal ob ich mich versuche zu verstellen oder nicht.
Was richtig loben ist, kann ich somit nicht sagen. Gibt es falsch loben überhaupt? Und wer bestimmt das? Hauptsache ist doch es funktioniert für meine Hunde und mich, oder?
Lg
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Ich versuche es nochmal mit einer Differentierung, da es ja scheinbar immernoch Missverständnisse gibt.
Für MICH sind Belohnungen an materielle Dinge geknüpft - das impliziert schon der Wortstamm... LOHN, beLOHNen, LOHN erhalten für etwas, was man tut. Für mich ist eine BELOHNUNG ganz eng an die Erwartungshaltung des Hundes geknüpft... der Hund tut es, weil er dafür einen Lohn erhält, etwas Fassbares-Begreifbares. Das ist einfach, das geht schnell und das hat was Vorhersehbares Mechanisches.[...]
Das hat weder was mit "ich straf den Hund nur oder entziehe ihm die Aufmerksamkeit, damit ihm das plötzlich wichtiger wird" zu tun... erstaunlicherweise gibt es Menschen, die nur durch Körpersprache und Ausstrahlung ihre Hunde in den Bann ziehen können. Das ist aber leider nix fassbares, nix Mechanisches, nix was sich (bisher) mit Studien belegen lässt... das ist es, was mich interessiert

Auch fand ich es interessant, dass einige geschrieben haben, sie würden gerne wieder viel intuitiver mit dem Hund umgehen...mir ging es vor einiger Zeit genauso, weshalb mir das Thema auch sehr am Herzen liegt. Ich versuche gerade wieder zu lernen, empathischer an das Thema ranzugehen, weil ich auch lange sehr verkopft war und mich mit diesen mechanischen Umgangsformen, die überall heruntergepredigt werden- aber irgendwann nicht wohl gefühlt habe...
Diese theoretisch basierte und verkopfte Art lese ich in einigen Beiträgen heraus und bei denen denke ich mir: "Das war nicht das, worauf ich hinauswollte"
Nein, mir gehts nicht um Belohnungen im lerntheoretischen Sinne... wenn ich diese meine, rede ich bewusst von "Verstärkung" (P- und R+)
Wenn jemand also bessere Termini für das hat, was ich meine, dann immer her damit
[...]
aber den Hund mit deiner ganzen Ausstrahlung so fesseln, dass dem Hund das Zergel total egal ist, kannst du das? Das ist es meiner Meinung nach, was den Unterschied ausmacht zwischen Lob und Belohnung... und ich möchte an dieser Stelle nichts als besser oder schlechter werten - für mich sind beide Wege gleichberechtigt, aber... ANDERS
Zusammen mit deinem Eingangsposting ergibt sich da schon ein gewisses Bild.Ich behaupte jeder kann dieses soziale Loben und fast jeder tut es, zumindest unbewusst. Dein willkürliches Unterscheiden gräbt nur Gräben, wo keine sein müssten.
Noch was anderes:
wer denkt denn so pauschal? Ich spreche vom Prinzip des Lockens, nicht vom sinnvollen Einsatz operanter Verstärkung.
...ich verstehe deinen Gedankensprung zum ignorieren ehrlich gesagt auch garnicht. Magst du mir erklären, wie du dann zu der Schlussfolgerung kommst, dass man den Hund für Wohlverhalten ignorieren sollte?die Gefahr bei solchen "materiellen hochwertigen Brlohnungen" ist einfach da, nein da hast du recht... das muss nicht nur auf Leckerlies bescjränkt sein, das kann auch genausogut das Lieblingsspielzeug oder das wieder in den Freilauf schicken sein, was die Nachhaltigkeit eher zum negativen beeinflusst, wenn man den fehler macht, die Belohnungen fälschlicherweise zu instrumentalisieren.
Genau das passiert aber auch bei "sozialem Lob". Als ob nicht genau das auch Erwartungshaltungen hervorrufen könnte...?
Edit
Ich sehe gerade, daß ich mir das Raussuchen hätte sparen können, weil du die Diskussion abbrichst. Danke auch... -
Richtig loben und richtig belohnen... Was das ist bestimmt einzig und allein der Hund.
Ich belohne viel mit Leckerli und Clicker. Da ich aber auch ein Mensch bin und keine Leckerlimaschine agiere ich dabei mit meinem Hund.
Er bekommt Leckerlie und gleichzeitig soziale Aufmerksamkeit.Ehrliches stimmliches Lob gibt's hier auch. Warum auch nicht. Für Ylvie auch mal in Kombination mit Spielen oder Leckerli. Für Lina ist Spielen eher so mittelmäßig, also bei ihr ohne Spielen.
Körperkontakt mögen beide draußen nicht so gerne. Wenn ich wirklich arbeite mit ihr lässt Lina sich nur sehr, sehr ungern anfassen als "Lob". Sie würde das ertragen, aber es wäre keine Vestärkung für sie. Eher ein notwendiges "übel". Ylvie mag das auch nicht so gerne.
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...ja was sind wir alle dumm...Unwissend oder zu beschränkt um zu verstehen um was es geht. Völlige Zeitverschwendung zu versuchen so eine online Diskussion zu starten, war ja klar. Blöd dass man nicht bestimmen kann wie sich eine Diskussion entwickelt und wenns einem nicht passt kann der Thread ja geschlossen werden. Das ich da von dieser Seite noch was von mangelnder Wertschätzung lese...was für ein Witz.

Vielleicht sollte man sich vor Allem selbst mal in Wertschätzung gegenüber anderen Meinungen versuchen und sich auf Diskussionen einlassen anstatt andere User hier so von oben herab zu behandeln. Es wird nicht verstanden was gemeint wird, worum es geht. Das liegt natürlich entweder am beschränkten Geist oder daran dass man es nicht verstehen will. Schon mal daran gedacht, dass es einfach nicht verständlich formuliert wurde? Das dass eigene Geschreibsel nicht sehr differenziert ist? Oder andere halt einfach eine andere Meinung dazu haben? Aber eine andere Meinung ist ja anscheinend automatisch die falsche. Kein wunder dass Diskussionen nicht funktionieren. Ich bin hier raus und lobe meinen Hund weiter richtig, nämlich so wie es für IHN richtig ist.
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Vor allem ist es nicht nur relativ uneindeutig formuliert, es ist total willkürlich definiert. Begriffe werden einfach subjektiv uminterpretiert und die Hinweise, daß es so ist, die waren berechtigt...
Schade finde ich, daß auf die Argumente gar nicht eingegangen wurden, warum diese Trennung sowieso nicht so einfach möglich ist - außer vielleicht im Labor.

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Mit Sozialkontakt zu locken und zu loben bedeutet ja auch es an anderer Stelle zurück zu halten. Kleine Momente der "Einzelhaft" Macht man so etwas bei Menschen dann nennt man das auch Folter.
Die Dosis macht das Gift. Ein massives Vorenthalten ist genauso wenig sinnvoll, wie das uneingeschränkte Bereitstellen von Sozialkontakt.
Hunde, die uneingeschränkt auf Sozialpartner zugreifen können, sind nicht weniger gestresst als die, die zu wenig davon bekommen. Über die Auswirkungen von ungeregeltem Kontakt kann man hier im Forum immer eindrücklich lesen. Hunde, die nicht allein bleiben können, Hunde, die in Anwesenheit ihrer Menschen schlecht zur Ruhe kommen, Hunde, die ihre Besitzer bewachen ...
Hunde untereinander praktizieren das so übrigens auch nicht und, wenn sie es so tun (weil sie rassebedingt sich den Sozialpartner nicht aggressiv von der Pelle halten können), dann wachsen da oft auch Probleme heraus, die für die Hunde alles andere als unstressig sind.
Das zufriedene Leben ist voller ausgewogener Mittelwege.
Viele Grüße
Corinna -
Die Gewährung von Sozialkontakt als einzige Form der Belohnung war viele Jahre bei der Gebrauchshundausbildung sehr weit verbreitet.
Nach dem Most'schen Grundsatz "Keine Strafe ist Lob genug!" wurden die Hunde 23 h/Tag isoliert im Zwinger gehalten, um bei der Ausbildung durch die kurzzeitige Gewährung von Sozialkontakt die höchste Motivation und Arbeitsbereitschaft zu erzielen, die selbst bei harten Korrekturen aufrechterhalten wurde. "Ausgehundert" ist die korrekte Wortwahl dafür, jemand hat es schon so beschrieben (Waheela?). Ein noch so kurzes Lob konnte diesen Hunden geradezu Ausflippen verursachen. Das lag aber ganz sicher nicht an der Ausstrahlung der Hundeführer.
Zum Glück hat sich dieser Ansatz als dem "Belohnungssystem" weit unterlegen herausgestellt.
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Anders als viele hier sehe ich Lob und Belohnung auch nicht als ein und das selbe an. Das sind im engeren Sinn einfach zwei verschiedene Dinge. Ein Lob kann eine Belohnung sein, muss es aber nicht. Wenn mein Chef mir sagt, "gut gemacht", dann ist das ein Lob. Wenn ich aber eine Prämie erwartet habe, dann ist das keine Belohnung für mich. Was eine Belohnung ist, entscheide ich. Wenn mir dagegen ein Vorbild sagt, gut gemacht, dann hat das einen ganz anderen Stellenwert. Und genau da ist der Punkt. Auch beim Hund kann ich nur bedingt vorgeben, was für ihn jetzt tatsächlich eine Belohnung ist. Loben kann ich wie ein Weltmeister, ob ihn das motiviert hängt davon ab, was er als Belohnung empfindet.
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