Wer kann noch richtig loben?
-
-
Keiner (!), den ich gelesen habe, hat geschrieben, dass es ein und dasselbe ist!
Genau was du eigentlich sagst, aber das haben schon viele geschrieben auf Seite 1 und 2. Angeblich sei das nicht, worauf Noctara hinaus wollte.Es wurde aberschlicht und richtigerweise erwähnt, daß Lob, sozial motiviert oder nicht, eine Belohnung darstellt, wenn dies als Gratifikation vom Hund gesehen und danach das belohnte Verhalten verstärkt gezeigt wird.
Einzig Noctara hat eine willkürliche Eigeninterpretatin geliefert, wo sie zwischen 'materiellen Lohn' und sozial motiviertem Lob (bei ihr über Körperkontakt und sozialem Konfortverhalten) unterscheidet. Das ist ihre ureigene Sicht.
Man kann es eben im wahren Zusammenleben gar nicht voneinander trennen. Meine aufrichtige Freude wird mit den Leckerlis mitverknüpft und geben ihnen eine soziale Komponente.@Quarus
Ja, das war ich, du hast es nur viel greifbarer erklärt! Danke dafür! :) - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
Leich schreib doch nochmal...Ich habe zu Anfang geschrieben, dass ein Lob meiner Meinung nach auch immer eine Belohnung bzw. eine Bestätigung ist. Dennoch ist es nicht unbedingt das gleiche. Die Unterscheidung von TanNoz finde ich deswegen schon sehr richtig, aber dennoch finde ich dass eine Trennung dann nicht möglich ist wenn das Lob einen hohen Stellenwert hat, z.B. Anerkennung und ein gutes Gefühl vermittelt. Dann verstehe ich das durchaus auch als "emotionale" Belohnung. Oder habe ich da einen Denkfehler?

-
Man kann es eben im wahren Zusammenleben gar nicht voneinander trennen. Meine aufrichtige Freude wird mit den Leckerlis mitverknüpft und geben ihnen eine soziale Komponente.
Ganz wichtig. Das "billige" TroFu-Bröckchen guckt mein Hund nicht mit dem A.... an, wenn er es findet oder von jedem Fremden gereicht bekommt. Gebe ich es ihm im Zusammenhang mit verbalem Lob, verstärkt es durch seine subjektive Wertigkeit selbst hochkomplexe Ausbildungsinhalte.
-
Keiner (!), den ich gelesen habe, hat geschrieben, dass es ein und dasselbe ist!
Doch, am Anfang wurde das schon geschrieben. Ich habe allerdings irgendwann aufgehört zu lesen und einfach geantwortet.
eich schreib doch nochmal...Ich habe zu Anfang geschrieben, dass ein Lob meiner Meinung nach auch immer eine Belohnung bzw. eine Bestätigung ist. Dennoch ist es nicht unbedingt das gleiche. Die Unterscheidung von TanNoz finde ich deswegen schon sehr richtig, aber dennoch finde ich dass eine Trennung dann nicht möglich ist wenn das Lob einen hohen Stellenwert hat, z.B. Anerkennung und ein gutes Gefühl vermittelt. Dann verstehe ich das durchaus auch als "emotionale" Belohnung. Oder habe ich da einen Denkfehler?
Nein, so würde ich das auch sehen. Aber das hängt halt nicht von dem ab, der das Lob gibt, sondern von dem, der es empfängt. Ich als Mensch kann klar sagen, ich lobe nur verbal. Ob der Hund das auch als Belohnung empfindet entscheidet er. Meine Sheltiehündin empfindet das so. Die kann ich ohne Probleme verbal loben, streicheln oder was auch immer, jede Zuwendung ist bei ihr hoch im Kurs.
Natürlich kann ich auch eine bestimmte Art des Lobes für den Hund wertvoll machen, aber das muss gelernt werden. Und dann funktioniert das auch nur, weil der Hund das einschätzen und einordnen kann.
-
Ja, das seh ich genauso. Ein sehr komplexes und spannendes Thema. Irgendwo am Anfang hab ich einen sehr interessanten Beitrag gelesen, da muss ich nachher nochmal gucken, am Handy ist das immer so umständlich.
-
-
Hier ist es übrigens je nach Laune ganz unterschiedlich, wie ein Lob / eine Belohnung ankommt.
Es gibt Tage, da schlängelt sie sich während des spazieren gehen um mich, freut sich sichtlich, wenn sie mal geknufft wird, weil sie z.B an die Seite kam um Jogger vorbei zu lassen.
Und dann Tage, an denen sie schon von selbst auf Baumstämme hopst, weil sie zur Belohnung ein Leckerlie erwartet (und auch bekommt) - Streicheleinheiten dann eher als störend empfunden werden.
Dann dränge ich sie ihr natürlich diese auch nicht auf.Kann schon sagen, dass sie die Richtung angibt, wie generell mit ihr umgegangen wird und wie ein Lob aussieht.
Hier wäre die Frage dann eher: "wie will euer Hund richtig belohnt werden"

Ob es richtig oder falsch ist, weiß ich nicht.
Glaube aber, dass es allen gut tut, nicht nur eine Schiene zu fahren, sondern täglich zu schauen, was der Tag (und die aktuelle Befindlichkeit, Bedürfnisse) so bringen.Wie anfangs schon geschrieben, ist es schon - für alle - eine Belohnung, wenn beide sich "brav" geben.
Sie also hört, keinen Quatsch macht (aa fressen z.B) und Frauchen im gesunden Maß mit ihr umgeht. Das bedeutet für mich: so viel wie nötig und so wenig wie möglich, Kommandos aussprechen.
Und das dann auch freundlich und ausgeglichen. -
Das mag bei deinem Hund so sein, das möchte ich auch nicht infrage stellen. Bei anderen Hunden ist es anders, v.A. bei solchen, die wenig gefallen möchten oder schlecht motivierbar sind.
Für meinen Hund ist reines verbales Lob nicht belohnend, sondern eher befremdlich - ich denke sogar, dass sich das noch verstärken würde, wenn er kaum soziale Aufmerksamkeit/Zuwendung bekäme.
Über Futter und Umweltbelohnungen ist er hingegen sehr gut motivierbar, allerdings denke ich dort, dass es bei einem Entzug dieser noch intensivere Reaktionen gäbe. Da ich diese nicht brauche, nutze ich dieses Mittel jedoch nicht.Ich denke auch, dass die Belohnung stark vom Hund ausgeht und das es große Unterschiede gibt. Ich kann nicht beurteilen welche Belohnung für Hund X am Besten passt, das kann ich nur für meinen Hund. Ich kann auch nicht sagen, dass ein Hund ärmer ist, wenn er primär durch Lob und Streicheleinheiten belohnt wird. Umgekehrt auch nicht, wenn er durch Futter und Spiel motiviert wird.
@Einstein51, vielleicht habe ich mich ganz unglücklich ausgedrückt, aber ich habe nicht gemeint, daß alle Hunde, die gut auf Lob ansprechen, sozial isoliert werden. Allerdings hat der Thread deutlich gezeigt, daß viele Hunde eben Lob nicht in allen Situationen als tollen Motivator (ich sage absichltich nicht Verstärker/Belohnung) wahrnehmen.
Ja eben, es kommt auf den Hund an und auch auf die Lebensumstände. Wenn ein Hund nicht durch Lob zu motivieren ist, dann ist es Unsinn dies einzusetzen, wenn man aber merkt, dass es sehr belohnend wirkt, kann man es einsetzen.
-
Anders als viele hier sehe ich Lob und Belohnung auch nicht als ein und das selbe an.
Keiner (!), den ich gelesen habe, hat geschrieben, dass es ein und dasselbe ist!
Genau was du eigentlich sagst, aber das haben schon viele geschrieben auf Seite 1 und 2. Angeblich sei das nicht, worauf Noctara hinaus wollte.nicht ganz, siehe folgende Beiträge von Seite 1+2
mich würde interessieren, wie ihr das macht: Das Loben ohne Belohnung.
und wie nimmt es euer Hund an? Wie sieht er aus? Wieviel Zeit nehmt ihr euch? Was findet ihr dabei wichtig? Habt ihr Videos?Loben ist Belohnung und positive Verstärkung. Ob ein Hund Loben als Belohnung empfindet ist eine andere Sache und hängt für mich von der Bindung ab.
Loben=Belohnung=positive Verstärkung=Loben
Loben ohne Belohnung geht doch gar nicht.
Loben-Belohnung=0 -> Loben=Belohnung
Loben ohne Belohnung ist ja auch eigentlich Unsinn. Das Lob IST ja die Belohnung.
Lob=Belohnung
und weitere...
Mit Belohnung bezeichne ich Dinge, die außerhalb des Lobenden liegen... Dinge, die von ihm instrumentalisiert werden,um sein Lob auszudrücken.
und das war MEINE Erklärung zu MEINER Frage am Anfang...
Belohnung+Lob=positive Verstärkung
Sprich: Belohnung beinhaltet alle Verstärkungsformen ohne die Bezugsperson als wesentliches Kernelement zu involvieren (Futter, Spielzeug, andere Hunde etc.) Der Hund kann sich auch belohnen ohne Menschen... zB indem er Futter vom Tisch klaut oder jagen geht.
Lob schließt dabei in meiner Fragestellung (MEINER!!! Die Fragestellung von der ersten Seite also...) die Rolle des Lobenden ein.
Was nicht heißt, dass alle diese Unterteilung jetzt zu übernehmen haben - lediglich ICH habe diese so getroffen und daraufhin diese Frage SO formuliert.mir gehts nicht um die frage... wer belohnt NUR mit Lob... sondern wie gutes Lob ohne instrumentalisierte Motivatoren (einigen wir uns vllt auf diesen umständlichen Term? ) aussieht.
das eine schließt das andere nicht aus, denke ich.an der Stelle hab ich versucht zu erklären, wie meine Frage gemeint war, weil das mit der Unterscheidung Lob und Belohnung (beides als Form der positiven Verstärkung) scheinbar nicht allen so klar war....
Ich wollte lediglich wissen, wie das Lob von EUREN Hunden am besten angenommen wird, wenn ihr mal keine materiellen Dinge einsetzt, sondern nur eure eigene Person zur Verfügung habt... wie verhaltet ihr euch? Wie der Hund? ...das ist ja vollkommen richtig, dass alles eine Form der positiven Verstärkung ist und für die Lerntheorie sicher auch total unwichtig, aus welchem Bereich der Verstärker kommt, solange er nur das Belohnungszentrum hinreichend aktiviert....also nochmal die Ausgangsfrage: Wie lobt ihr ohne Belohnung? (und da das scheinbar wirklich schei*** formuliert war, hier nochmal eine andere Formulierung der Ausgangsfrage:)
Wie schafft ihr es euren Hund positiv zu verstärken, wenn ihr keine materiellen Hilfsmittel zur Hand habt, die ihr nutzen könnt?Ich weiß nicht, wie man sich dabei in irgendeiner Art angegriffen fühlen kann... wirklich nicht.
Weil ich schon denke, dass ausgenommen JEDER Hundehalter seinen Hund für gute Dinge auch mal "richtig dolle" lobt (so auch die Bedeutung des Wörtchens "richtig" - ich werte keine Art der Verstärkung ab, wirklich nicht!)
richtig dolle loben heißt für mich das Verhalten des Lobenden mit einzubeziehen und nicht nur von Hilfsmitteln(Futter,Leckerchen)abhängig zu machen. Richtig loben/Belohnen im Sinne einer Unterscheidung zwischen richtig und falsch gibt es nicht - das ist mir schon klar, weil es einfach viel zu individuell ist.
Mich hat einfach interessiert, wer das auch mal bewusst einsetzt und worauf er dann dabei achtet?Versteht man es jetzt irgendwie, wie das gemeint war? Ich hab das Gefühl, je mehr ich schreibe, desto mehr verstehen Andere das falsch

Diese ganzen Mutmaßungen und Unterstellungen gegenüber meiner Person, weil ich eine Frage unglücklich formuliert habe, bitte ich einfach zu unterlassen.
Das, was ihr vllt als überheblich wahrnehmt, ist einfach nur Zynismus, der sich dann irgendwann ab der dritten Seite bei mir entwickelt hat, als ich immernoch frustriert weil missverstanden wurde... Wenns so rüberkam, tut es mir Leid, ich bin die Letzte, die irgendwen wegen seiner Erziehung anklagen möchte. -
Deine Unterscheidung in Lob und Belohnung ist mir durchaus bewusst.
Aber das was du gern als Antwort möchtest erschließt sich mir einfach immer noch nicht.Geht es dir also darum, dass man dir beschreibt, in welcher Tonlage man "Oh super!" sagt und wo genau man seinen Hund anfässt, damit er es angenehm empfindet?
Oder geht es dir um die Intention dahinter? Warum man so lobt, wann man so lobt und nicht belohnt (nach deiner Definition) oder wann man das eben auch nicht macht? -
Lob ohne Leckerlie: Frauchen quietscht ein "feiiiiiin meine dicke süße Maus" gepaart mit durch den Kragen wuscheln, manchmal folgt ein fangen spielen... und danach geht's normal weiter

- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!