Wenn Menschen Angst haben...
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Wie ich schon schrieb, ich leine immer an und bleibe nett und freundlich. Aber es gibt auch manchmal Situationen, da kann ich es nicht ändern. Im Sommer waren wir auf einer Wanderung, ich saß auf einer Bank und meine angeleinten Hunde schnuffelten. Die Joggerin sah ich nicht kommen, erst als sie panisch schrie. Ich also meine Hündin vom Weg genommen und sie ins Sitz genommen, mein Rüde versteckte sich hinter mir, weil er genauso viel Angst hatte wie die Joggerin. Die schrie aber weiter " Nehmen sie die Hunde weg" Ich antwortete ihr , das sie angeleint sind. Sie "nein die waren gerade auf dem Weg, die leine ist so lang, gehen sie weg." Ja wohin, es war ein schmaler Wanderpfad, hinter uns ein steiler Berg, vor uns ein Abhang zum See runter. Am Ende habe ich meine beiden großen Hunde auf den Schoss genommen und die Frau rannte schreiend und schimpfend vorbei. Für mich gab es hier keine Lösung, egal wieviel Rücksicht ich nehmen würde. Die Frau tat mir schon leid, vorallem da in dem Gebiet viele Hunde unterwegs waren. Ich verstehe das auch, ich habe panische Angst vor Schlangen - aber was soll man tun.
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Hi,
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@Nebula: Sorry wenn ich es überlesen habe. Trägt Casanova denn ein Leuchthalsband? Oder könntest du eine Taschenlampe mitnehmen, damit die Menschen, die sich ggfs. dort aufhalten euch sehen und sich dann nicht erschrecken wenn plötzlich ein Hund bellt?
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@Nebula: Sorry wenn ich es überlesen habe. Trägt Casanova denn ein Leuchthalsband? Oder könntest du eine Taschenlampe mitnehmen, damit die Menschen, die sich ggfs. dort aufhalten euch sehen und sich dann nicht erschrecken wenn plötzlich ein Hund bellt?
ja tut er. Und ich hab ne Taschenlampe

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Also ich finde wenn ich meinen Hund an der kurzen Leine habe, ist das Rücksichtsvoll genug, ich hatte auch oft Angst vor Hunden das hat sich mit Gismo gelegt, einfach weil ich sie besser verstehe. Respekt habe ich aber trotzdem vor ihnen.
Wenn mir aber jemand entgegen kommt der seinen Hund angeleint hat, stört mich das nicht ob er pöbelt oder nicht.Nachts im Park auf einen unangeleinten Hund zu treffen fände ich natürlich nicht so prickelnd. -
ja tut er. Und ich hab ne Taschenlampe
Ich finde, dann hast du dein Notwendiges getan um euch "sichtbar" zu machen und würde für die letzte Löserunde weiterhin auf diese Wiese gehen.

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Ich hatte es hier irgendwann schon mal geschrieben: Ich wurde als Kind von einem Collie angegriffen und hatte jahrelang panische Angst vor Hunden. Es gab auch Situationen, in denen ich vor Angst in Tränen ausgebrochen bin. Das eigentliche Problem waren fremde Hunde, weil ich nicht wusste ob und wie die Hunde erzogen sind. Mir war auch völlig klar, dass ich ein irrationales Problem habe, mit dieser Erkenntnis konnte ich aber Atmung,Puls, Herzschlag und Schweißbildung nicht kontrollieren. Das hat dann oft auch eine Eigendynamik entwickelt, weil ich dadurch oft erst die Aufmerksamkeit der Hunde auf mich gezogen habe. Wenn ich für jedes "Du darfst Dir Deine Angst nicht anmerken lassen..." einen Euro bekommen hätte....
Jedenfalls war ich Menschen wie @AnnetteV unendlich dankbar für ihre Rücksichtnahme, weil alles andere mich in Todesangst versetzt hat. Leider war es nämlich nichts anderes, auch wenn natürlich nie Todesgefahr bestand. Ich hab mich auch oft bedankt und mich kurz erklärt, wenn es die Situation hergab. Aber ich kann auch nicht andauernd Fremden meine"Hundelebensgeschichte" erzählen. So gab es dann auch viele verächtliche Blicke, ausgelacht wurde ich und wieder andere haben das auf ihren Hund bezogen und persönlich genommen.
Da ich selbst rund 20 Jahre gebraucht habe, um das hinter mir zu lassen, werde ich immer Verständnis haben, wenn jemand Angst vor Hunden hat und ich werde immer versuchen darauf Rücksicht zu nehmen. Entweder ich leine meinen Hund fix an oder jemand anderes muss mit den Gefühlen die ich jahrelang hatte, an meinem Hund vorbei. Die Entscheidung fällt mir nicht schwer.
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Sehr interessantes Thema!
Gerade bei der Größe meiner Hunde kann ich voll und ganz verstehen, wenn ein Mensch Angst vor ihnen hat. Daher nehme ich meine Hunde immer an die Leine und zu mir, wenn ein fremder Mensch des Weges kommt (wie die meisten User hier ja auch
).Ich habe in recht einsamen Gebieten oder zu einsamen Stunden, wo man mit keinen Spaziergängern o.ä. mehr rechnet (in bestimmten Gebieten) auch meine Hunde frei. Mir ist es allerdings auch schon folgendes passiert:
Zu dieser Jahreszeit ist es meist schon sehr dunkel, wenn wir unsere große Runde gehen. Nun kam mir ein unbeleuchteter Jogger entgegen, ich merkte es an der Reaktion meines Rüden (stellt sich steif hin und beobachtet), dass da etwas entgegen kommt.
Meine Hündin konnte ich noch zurückrufen, mein Rüde blieb an der Seite stehen, 2-3 Meter von mir entfernt...der Jogger beschwerte sich
Da der Jogger Anstalten machte stehen zu bleiben und mich anzupöbeln bekam ich langsam Sorge. Da mein Rüde ein Lamm ist wenn die Situation unter Kontrolle ist, sucht ein Mensch aber deutlich Stress, kann er auch ganz anders
Also lief ich ganz langsam zu meinem Rüden hin und packte ihm schnell am Halsband um schlimmeres zu verhindern...zum Glück zog dieser Jogger zu dieser Zeit endlich weiter...Ich warf ihm natürlich an den Kopf, dass er sich selbst auch mal mit einem Licht austatten sollte...aber unangenehm und ärgerlich war die Situation trotzdem für mich.
Was ich damit sagen will? Wenn man das "Risiko" eben eingeht und seine Hunde im Freilauf lässt, weiß man leider nie, welche Deppen einem so entgegen kommen können. Und verhält sich dieser Mensch dann völlig falsch (greift z.B. den Hund an oder den Halter) und reagiert der Hund dann eben mit seiner gesunden Portion Schutztrieb...wer ist dann dran Schuld?
Richtig, der Hund.
Das sollte man niemals vergessen.
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Dort wo ich früher gewohnt habe tauchte Mal auf dem Feld ein Päärchen auf. Die Frau fiel beim Anblick der Hunde fast in Ohnmacht und dann ist es für mich selbstverständlich, dass ich meine Hunde ranrufe, anleine, ins Sitz schicke und passieren lasse. Auflösen tue ich mich aber nicht.
Die Dame war allerdings sehr glücklich und bedankte sich selig. Sie lief eingeharkt bei ihren Freund auf der anderen Seite.Leider musste ich, mit einem zu großen Abstand zwischen uns, sehen wie ein Hund die Frau ansprang. War ein wilder, unerzogener, aber lieber Aussi Mix. Die arme Frau. Der Besitzer war wie üblich gefühlt 10km weit weg. Einzige was ich tun konnte war laut nach dem Hund rufen, damit er zu mir kommt und die Frau nicht mehr belästigt. Die arme.
Vor kurzem kam der Freund meiner besten Freundin (mit ihr XD) zum ersten Mal zu mir. Ich besitze 2 große Hunde und habe direkt gesagt, vor dem Besuch, dass ich meine Hunde nicht aussperre. Für die Freundin war es Ok, die kannte die Hunde von klein auf. Hat auch nen gutes Wort bei ihrem Freund eingelegt. Zur Begrüßung habe ich beide Hunde erst Mal angebunden und dann beide vorsichtig an der Leine zum Freund geführt, nachdem dieser sein Ok gegeben hatte.
Im Endeffekt hat dieser beide Hunde komplett ignoriert und die Hunde hatten nicht mehr für ihn übrig wie ein kurzes Schnuffeln und der Versuch ihm ein Ball zum Werfen hinzulegen. Kein Erfolg, kein Ding. Hab die Hunde weggerufen, wenn sie in seiner Nähe rumspaziert sind, kein Ding. Zum Abschied hat er meinem Älteren kurz den Kopf getätschelt. ^^ -
Warum bricht es manchen Leuten einen Zacken aus der Krone, bei Hundesicht zu rufen: "Bitte halten Sie die Leine kurz, ich habe Angst vor Hunden!"?
Tut doch gar nicht not, wenn man seine Hunde im direkten Umfeld und unter Kontrolle hat.
aber wenn die Leinenreichweite es zulässt und meine Stimmung sowieso schon mies genug ist, dann darf er da gerne ins Ende der Leine reinspringen, bellen und knurren. Ich kriege ihn da auch ganz schnell wieder ruhig (Gott sei Dank reicht dafür mittlerweile ein Wort). Mag vll. ein wenig kindisch von mir sein, aber ich sehe es nicht ein, auch noch bei einer Provokation Rücksicht nehmen zu müssen und es gibt mir dann durchaus irgendwie Genugtuung zu sehen, wie sie dann wirklich Schiss kriegen.
Kindisch, den Kindern gegenüber richtig mies und Deinem Hund gegenüber unfair.....
Meine Hunde nehme ich bei Menschensicht IMMER zu mir ran, wenn ich sehe, dass jemand unsicher ist, gehe ich auch gerne mal einen Bogen.
Auf Waldwegen gehe ich immer ein / zwei Meter ins Unterholz und lasse zumindest die Roten ab sitzen. so dass auch auf den schmalen Wegen ( teilweise gerade mal einen halben Meter breit) Spaziergänger vorbei können, und sehen, dass ich sie respektiere. Damit kann man leichte Ängste schon sehr gut beschwichtigen.
Ein Zacken ist mir dabei noch nie aus der Krone gebrochen, im Gegenteil, man grüßt sehr freundlich, viele bedanken sich und sehr oft werde ich für meine gut erzogenen Hunde gelobt.

Allerdings muß ich dazu sagen, dass ich NIE irgendwo unterwegs bin wo viele Menschen Begegnungen stattfinden, wenn es 5 - 6 / Spaziergang sind ist das schon oberer Durchschnitt.
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Es ist eine Pipirunde. Das heißt 5min raus und es gibt hier bei meinen Eltern keine andere Möglichkeit, außer ich benutze das Auto wie für die große Runde am Nachmittag. Er schlägt auch an der Leine an, wie gesagt arbeiten wir dran, ich hab ihn oft an der Flexi, die man im Dunkeln nicht sieht und kann bei allem Gepäck wegen dieser einen Situation nicht noch noch ne Schleppleine mitnehmen, die man auf Grund wenig Beleuchtung auch nicht sehen würde. Wie gesagt wohne ich dort nicht und kann nicht für alle Eventualitäten alles einpacken. Da die Wiese ab vom Weg ist, und er deshalb nicht näher als 50m an die Leute rankommt die er ggf meldet macht es keinerlei Unterschied.
Also ist mein Hund der Buhmann und darf nur an der kurzen Leine laufen weil wir jmd treffen KÖNNTEN der vor ihm Angst hat?Ein Hund, der nachts anschlägt, nur weil irgend jemand vorbei geht, käme bei mir noch nicht einmal an die Flexi, sondern eine vernünftige Führleine und ins Fuss, damit ich ich eine Bellerei vermeiden, umlenken oder unterbinden kann. Gerade wenn ich da nicht wohne, verhalte ich mich mit besonderer Rücksicht und achte darauf, dass mein Hund keinen verbellt. Ich wage zu behaupten, dass es für die Passanten ähnlich unangenehm ist, von einem Hund verbellt zu werden, egal ob dieser nun 50 oder 5 Meter von ihnen entfernt ist. Im Dunkeln lässt es sich schlecht abschätzen ob der Hund überhaupt gesichert ist und nicht bellend auf einen zurennt. Da muss man noch nicht einmal gross Angst vor Hunden zu haben um in so einem Moment unsicher zu werden.
Dein Hund ist der Buhmann weil er für die Situation, in die Du ihn wirfst, nicht entsprechend vorbereitet ist und Du die Angelegenheit für ihn nicht so managst, dass sie sowohl für die Passanten, als auch für ihn stressfrei ist.
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