Was tue ich nur mit meinem Kleinhund?

  • Mir kommt da eben die Idee, einen allgemein zugänglichen Thread "Hundevereine" zu starten, in dem nach PLZ Hundevereine empfohlen werden können mit stichwortartiger Information über besondere Gruppen und evtl. Hinweisen auf "Rassen- oder Grössenbegrenzung".

    Wichtig wäre halt, dass da keine wilde Diskussion über das Für und Wider einzelner Vereine aufkommen kann, denn das Urteil, ob man da hin möchte oder nicht, sollte dem suchenden Hundehalter überlassen werden.

    Manchmal kommt man ja gar nicht auf die Idee, mal drei Orte weiter zu schauen....

    Gruss
    Gudrun

  • Super, dass hier einfach auf einen Wink hin das Thema geschlossen wurde, während ich einen längeren Beitrag geschrieben hab, und nun isser weg :(

    Deshalb nur kurz:
    Ich hatte wohl mit meinem ersten Verein sofort Glück. Da ist alles wunderbar und der Hund blüht auf und fühlt sich soooo wohl. Jeder respektiert jeden, groß und klein, alt und jung, krank und gesund.... Alles rennt zusammen und nie passiert etwas. Das ist aber nur eine Besuchshundegruppe (mit Trainings in UO, Gehorsam und "Geduld"), nicht mal in einem Hundeverein, sondern eine Wohlfahrtsorganisation, der wir angeschlossen sind.

    Nun bin ich paar mal im Hundeverein gewesen, um da ein bisschen in den Hundesport reinzuschnuppern und ich bin überhaupt nicht zufrieden. Ich habe das Gefühl, ohne BC, Aussie oder DSH brauch ich eigentlich gar nicht erst auf den Platz gehen. Mein Hund ist mit 28cm mit Abstand der kleinste und mir ist schon mehrmals die Hutschnur geplatzt, was da alles schief läuft.
    Ich weiß noch nicht, ob wir da bleiben. Wahrscheinlich suche ich nochmal einen neuen Hundeverein und als Kontrast eine Hundeschule.

  • Ich denke nicht, das es eine Frage der Hundegröße ist!

    Ich habe das Gefühl, ohne BC, Aussie oder DSH brauch ich eigentlich gar nicht erst auf den Platz gehen.

    Mit Menschen, die so eine Einstellung haben, würde ich auch nicht klar kommen, wenn ich den passenden Hund hätte!

  • Ich hab keinen Kleinhund. Aber in unserer Hundeschule sind ganz zu Beginn Welpen aller Rassen gemeinsam in der Welpengruppe mit Spielzeit. Es wird geschaut welche Welpen gut zusammen spielen können und Rücksicht genommen auf die kleineren Hunde. Wenn sie älter werden können die kleinen in eine Fliegengewicht-Gruppe für Junghunde wechseln.

    Bei Lina war eigentlich von Beginn an eine Zwergpudelhündin in der Gruppe mit vorwiegend großen Hunden. Bis zur Begleithundprüfung dieses Jahr. Außerdem ein Podeco Portugese (?)-mix(?) auch eher kleiner. Im Begleithundkurs waren wir Anfangs 2 Labradore, später nur noch ein Labrador, ein Riesenschnauzer und die beide "Kleinen". Außerdem der Ridgeback unserer Trainerin. In der normales Gruppe kamen noch ein Pointermix und 2 Labbis dazu.
    Das ging immer super.

  • Bei uns werden die Welpen auch in 2 Gruppen aufgeteilt. Eine ist für die Kleinen, in dieser sind aber auch immer die besonders sensiblen oder sehr jungen, und eine für die großen Rassen.
    Ich könnte mir nicht vorstellen Groß und Klein zusammen spielen zu lassen. Denke da gehen dann besonders die kleinen Rassen nur mit schlechter Erfahrung raus.
    In beiden Gruppen ist dann immer eine Trainerin die eingreift und auch erklärt warum.

    Für die Übungen an der Leine sind dann alle zusammen.

  • @QuoVadis Ich bin mir halt da so unsicher. Ich war mit meinem Hund nie in der Hundeschule, sondern bin ja direkt auf einen Hundesportplatz gegangen. Und da sind nunmal viele "Sporthunde" unterwegs. Ich bin da die einzige mit Klein- bzw Begleithund. Und die ticken nunmal anders im Training... Und ich muss ja auch anders Freifolge üben, denn mit Futterfolge krieg ich auf Dauer Rückenschmerzen und beuge mich ja auch permanent über den Hund. Solche Kleinigkeiten sind das, wo überhaupt nicht drauf eingegangen wird (oder die Leute sich dessen nicht bewusst sind).
    Faktisch gibts auf dem Platz 6 BC und Aussies, 2 Schäferhunde, 1 Labbi, 1 mittelgroßen Mix und eben uns (immer zwei Trainer).
    Na mal sehen. Wenn wir uns da nicht einfinden, geh ich halt woanders hin.
    Schade. Ich weiß ja, wie meine Kleine aufblüht, wenn alles stimmt. Dann ist sie ne Granate.

  • In der Welpenstunde war ich mit beiden Hunden nur sehr, sehr kurz. Paco war mit in der Welpengruppe in unserem damaligen Verein, da waren aber nur deutlich größere Welpen, die er ziemlich blöd fand und wo ich fast nur am Blocken war, daher haben wir uns die Welpenstunde geschenkt und ihm lieber Kontakt zu den ausgewachsenen Hunden im Verein haben lassen.

    Mit Sam waren wir bei der Welpengruppe einer Hundeschule und da waren zwar auch andere kleinere Welpen und an für sich fand ich das Training dort auch nicht so schlecht, aber das hat sich in meinen Augen trotzdem nicht wirklich für uns gelohnt.

    Ich stehe den Welpenstunden aber auch eher skeptisch gegenüber. Für Neuhundehalter mag das sehr hilfreich sein, wenn es eine gute Welpenstunde ist. Ansonsten halte ich es nicht für so sinnvoll. Von anderen Welpen lernt der Welpe nichts Vernünftiges, da halte ich mich lieber an souveränen, ausgewachsenen Hunden.

  • Die Welt da Draußen ist ja auch nicht getrennt nach Groß und Klein.

    Aus diesem Grund war es mir persönlich sehr wichtig, eine Welpengruppe zu besuchen, die eben NICHT nach Groß/Klein trennt. Henry war 10 1/2 Wochen als wir das erste Mal in die Welpengruppe gingen, die anderen Hunde waren zwischen 11 und 12 Wochen. Henry war der Kleinste und mit seinen damals ca 2,5 KG auch der Leichteste. Ansonsten in der Gruppe: doggenmixe, weiße Schäferhunde und 1 Großpudel. Tja, ein bißchen Blut und Wasser geschwitzt habe ich bei der ersten Stunde schon, aber zum Glück ist mein Hund robust und selbstbewusst und die Trainerin war einfach von Anfang an Spitzenklasse. Auch die anderen Besitzer...ich bin durch Zufall in dieser Hundeschule in meinem Heimatkaff gelandet und bin dann über ein halbes Jahr jeden Samstag zur Welpen- und später zur Junghundgruppe 90km (einfache Fahrt) gefahren. Es war auch von anfang an keine reine Spielgruppe, sondern es wurden immer auch angeleint Übungen zwischendurch gemacht.
    Ich hab hier mal Impressionen aus unserer Junghundgruppe, da ist Henry ca. 4 1/2 Monate:

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    Mein Ziel war ja, dass er mit allen Hunden, ob Groß oder Klein souverän zurecht kommt, und dieses Ziel haben wir auch erreicht.

    Ich habe auch lange Zeit Interesse gehabt, einem Verein beizutreten und dort weiter Gruppenarbeit zu machen. Unsere tolle Trainerin hat auch Jahrelang in ihrem Hundeverein Gruppen geleitet, bevor sie sich mit ihrer Hundeschule selbstständig gemacht hat. Ich habe noch nie einen Verein besucht, bin immer vorher per E-Mail herangetreten - und habe schon da nur dämliche Antworten bekommen.

    die letzten Beispiele: an der Hundewiese in Hilden ist zB ein Schäferhundverein, die haben aber ausdrücklich einen Aushang, dass dienstag und donnerstags auch Training für Hunde aller Rassen angeboten wird. Auf meine E-Mail habe ich gar keine Antwort erhalten. Von einem anderen Verein in düsseldorf bekam ich die Antwort, es würden aktuell keine "Kleinsthunde" aufgenommen werden - was ein Westie ja auch nicht ist, aber egal. Und aus dem Verein den ich hier in Münster angeschrieben habe kam zurück, dass aktuell genereller Mitgliederstopp sei. Auf meine Frage, ob man sich den Verein denn trotzdem mal anschauen könne kam dann gar keine Antwort mehr. Ich kann nicht einschätzen, ob die Reaktionen mit einem anderen Hund, zB einem BC, anders gewesen wäre, aber ich habe auch den Eindruck, dass man mit kleinerem Hund nicht ernst genommen wird, wenn man sich nach Trainings in einem Verein erkundigt. Ich würde zB wirklich gerne mal in einen Schäferhundverein reinschnuppern. Wenn da jmd in NRW (Ruhrpott/Münsterland/Bergisches Land) einen Tipp hat, gerne her damit :-)

  • Bin bisher nicht der Typ für Hundeverein oder feste Gruppen.
    Auch Hundeschule war mir persönl. zu statisch, ich wollte keine gestellten Begegnungen üben, sondern im realen Leben klarkommen. Glaube, man reagiert anders, wie auch der Hund, wenn man problematische Sachen nur "spielt".

    Jedenfalls, keine Hundeschule, kein Verein - die Erziehung fand privat statt.
    Aber ich muss sagen, dass das Forum bzw. Erfahrungsberichte einiger, extrem hilfreich waren und uns auf die richtige Bahn gelenkt haben (Z&B), und die mentale Unterstützung auch wichtig und toll war!

    Denke, ich kann sagen, dass es gut geklappt hat, denn Dex kann mittlerweile auch mit den meisten großen Hunden klarkommen (natürlich passe ich trotzdem auf und greife ggf. ein) und ist sehr viel entspannter und vorallem auch wesentlich offener.
    Mir ist wichtig, dass die Größe der Hunde einfach nicht so eine zentrale Rolle spielt bei Sichtungen oder auch direktem Kontakt, und dass die Angst/der Stress weg ist.
    Wenn ich an den Stress denke, den Dexter früher hatte, wenn bloß weit entfernt ein Hund auftauchte, und dagegen jetzt... es hat sich defintiv gelohnt, auch wenn es 7 Monate mit Rückschlägen waren.

    Kann wirklich nicht sagen, ob es in einer Hundeschule schneller gegangen wäre :ka:
    Aber mehr SocialWalks als wir hinbekommen haben, wären sicher hilfreich gewesen.

  • Ich bin mit meinem Kleinhund in 2 Vereinen. Einem Agility-Verein und einem Familienhundeverein. Davor war ich noch in einem Schäferhundverein reinschnuppern, aber da hat es mir nicht so zugesagt, aber aufgenommen hätten die mich definitiv.
    Der Familienhundeverein nimmt sowieso alles an Rassen auf. Zuerst waren wir im Kleinhundekurs, aber da Betty laut Trainerin da zu schnell unterbeschäftigt war, sind wir dann in die fortgeschrittenen Gruppe mit Hunden aller Größe. Betty ist da die Kleinste, aber wird immer wieder von der Trainerin für ihr folgsames und aufmerksames Wesen gelobt und sie sieht uns gerne Fußlaufen und betont dann immer wieder "Seht ihr? Und das ist kein Schäferhund, sondern ein Dackel und die läuft 1a Fuß, nehmt euch ein Beispiel!" :lol: Wir müssen auch öfter Übungen vorführen, die sie keinem anderen Hund außer Betty zutraut. Wobei man aber auch sagen muss, dass 1a Fußlaufen dort gar nicht trainiert wird und nicht Ziel des Kurses ist, sondern eher nur Spiel, Spaß und Beschäftigung mit ein bisschen Erziehung unter Ablenkung. Und die Trainerin hat selbst 3 Dackel und hat somit sowieso schon mal keine Vorurteile kleinen Hunden gegenüber.

    In meinem Agility-Verein gibt es noch einen Zwergpinscher, einen JRT und einen kleineren Mischling. Wir sind nur ein kleiner Verein mit höchstens 10 Hunden. Aber Agility wird ja eh von Hunden aller Größe gemacht, sodass Größe da auch keine Rolle spielt. Bisher kann ich also nicht behaupten, dass ich als Kleinhundebesitzer in Vereinen nicht ernstgenommen werde.

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