Ist das schon Mobbing oder bin ich zu empfindlich?

  • Gestern bin ich mit meinem Hund zum zweiten Mal in den Gruppenunterricht in einer Hundeschule. Beim ersten Mal war dort eine kleine Gruppe von 6 Hunden. Gestern waren es doppelt so viele Hunde (vielleicht weil das Wetter schöner war). Ich komme an, eine Meute Hunde stürzt sich mir und meinem Hund entgegen. Daraufhin leine ich meinen Hund ab. Vier Hunde, allen voran eine große, kräftige Labbihündin, stürzen sich sofort auf meinen Hund. Mein Hund liegt auf dem Rücken und zieht den Schwanz ein, die Hunde stehen über ihr und drücken sie zu Boden. Die Hundebesitzer und die Trainerinnen stehen rum, rauchen und ratschen. Ich frage eine der Trainerinnen, wie ich meinem Hund in dieser Situation am besten helfen kann, sie sagt, Besitzer sollen gar nichts machen, das machen die Trainer wenn es zu schlimm wird. Inzwischen hat sich das Knäuel Hunde aufgelöst und mein Hund rennt so schnell sie kann vor der sie hetzenden Meute davon, bis diese sie wieder eingeholt hat und zu Boden drückt. Diese Situation wiederholt sich noch mehrmals, keiner greift ein, die Trainerinnen und Hundebesitzer stehen da und ratschen. Irgendwann wird die Anweisung gegeben, die Hunde abzurufen, ich habe Schwierigkeiten, da mein Hund immer noch auf der Flucht vor der schwarzen Labbihündin ist, bekomme sie aber irgendwann zu fassen, auch der Besitzer der schwarzen Labbihündin sammelt seinen Hund ein. Außer mir findet keiner die Situation tragisch, ich solle nicht so empfindlich sein, alles ganz normal. Bin ich wirklich empfindlich? Ist es normal, dass Hunde in der Gruppe so spielen? So wie gestern habe ich meinen Hund beim Spiel mit anderen Hunden noch nicht erlebt Bisher ist sie mit allen Hunden gut ausgekommen, Spiele in einer Gruppe von Hunden empfand ich immer als ausgeglichen. Mein Hund ist eine einjährige ehemalige Straßenhündin aus Rumänien.

  • Da gibts nur einen wirklichen Tipp:

    Diese Hundeschule nie wieder betreten!
    Das geht ja man gar nicht. :rotekarte:

    Ich hoffe, dein Hund hat aus dieser Situation nichts mitgenommen.
    Hast du Freunde/Bekannte mit sozialverträglichen, souveränen Hunden?
    Dann triff dich mit denen, damit dein Hund wieder positive Hundebegegnungen erfährt.

  • Ich find das Verhalten der Hundeschule unmöglich.

    Es gehört sich einfach nicht, dass da schon Hunde laufen während noch gar nicht alle da sind.

    Eine vernünftige Hundeschule nimmt die Leute einzeln in Empfang, alle Hunde bleiben an der Leine und verteilen sich auf dem Platz. Es gibt keinen Kontakt an der Leine und nichts. Denn genaus das müssen junge Hunde als allererstes lernen - dass eben NICHTS passiert, auch wenn andere Hunde anwesend sind.
    Dann vielleicht kurze Begrüßung, womöglich sogar eine erste Übung und erst dann, wenn die Hunde ruhig sind, gibt es "Spiel" zur Belohnung. Und während des Freispiels wird das Verhalten der Hunde beoachtet und sonst nichts.

    Quatschen und vor allem auch rauchen kann man zuhause, das gehört nicht auf den Hundeplatz.

    Aus meiner Sicht wäre die Trainerin in der Pflicht gewesen, sich um einzelne Hunde zu kümmern und gerade in so einem Verhalten einzugreifen und nicht erst wenn einer schreit oder sich welche beißen.

    So eine Hundeschule würde ich an Deiner Stelle meiden, da gibt es mit Sicherheit bessere Konzepte.

  • Meine Güte, was für eine Hundeschule :flucht:
    Ich würde dort ebenfalls nie wieder hingehen.

    Ich frage eine der Trainerinnen, wie ich meinem Hund in dieser Situation am besten helfen kann, sie sagt, Besitzer sollen gar nichts machen, das machen die Trainer wenn es zu schlimm wird.

    Wäre nur neugierig, was passieren muss, damit die Trainer dann mal eingreifen :headbash:

  • Durch genau solche Situationen lernt ein Hund irgendwann, dass Angriff die beste Verteidigung ist, oder es passiert das Gegenteil, dass er immer ängstlicher wird.

    Aus genau diesem Grund besuche ich mit meiner jetzigen Hündin keine Hundeschule, da das hier bei sämtlichen Hundeschulen genau so abläuft.
    Mein letzter Dackel hat durch dieses unkontrollierte "Spielen" (wie es die ach so tollen Trainer nennen) nur mit der Zeit gelernt, dass er sofort auf Angriff übergehen muss, wenn sich ihm ein Hund zu schnell nähert.

    Die paar Kommandos, die ich im Alltag brauche hab ich ihr selbst zuhause (und im Alltag) gelernt und spielen darf sie kontrolliert mit anderen Hunden (die von der Spielweise her zu ihr passen und sie nicht niederwalzen oder sogar verletzen könnten), wenn wir Gassigehen und einen anderen Hund treffen der passt.

  • Ich würde da nicht mehr hingehen. Meine Hündin hat so auch gelernt sich zu verteidigen und die Trainerin fand das auch noch gut. Labbis bellt sie bis heute an, die Verknüpfung ist einfach zu negativ.

  • Mich würde man in der Hundeschule nicht wiedersehen. Solche Situationen gab es nie in der Hundeschule in der ich mit Balou und Mogli war.

    Ich empfinde das als Mobbing und würde den Besuch dieser Huschu meinen Hunden nicht antun.

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