Ist das schon Mobbing oder bin ich zu empfindlich?

  • Dein Hund konnte diese Situation nicht alleine klären, es klingt ja schon wie eine Hetzjagd von den anderen Hunden.
    Wenn mein Hund nicht mehr in der Lage ist, etwas alleine zu klären, kläre ich es ! Gebe ihr Hilfe, Sicherheit, Schutz und Unterstützung. Sie weiß es und würde bei so etwas nicht weg laufen, sondern zu mir rennen.

    Diese Hundeschule fördert in keinem Fall die Erziehung, Sozialisierung, Verhalten und das Zusammenspiel zwischen Hunden :rotekarte: Meide diese Schule umgehend und sofort !

  • Nein, das ist nicht normal, und nicht jede Hundeschule ist so! Ich würde auch sofort diese "Schule" sausen lassen, geh da bloß nicht mehr hin und tu das Deinem Hund an.

    Mal abgesehn von dem sozialem Schaden, den er da bekommen kann, kann er ja gar nicht lernen, wenn er da in solche Streß und Angstituationen kommt.

    Rausgeschmissenes Geld ist hier noch der best case.

    Ich denke eine gute Schule ist gold wert, aber eine schlechte kann einen großen Schaden anrichten.

    Dafür geht man ja in eine Schule, um zu lernen, wie man mit solchen Situationen umgehn kann, und sie nicht einfach "laufen" lässt.

    Ich kenne solche Situationen von Hundwiesen und Dog Parks, aber nicht von Hundeschulen. Hatte wohl immer Glück mit meinen.

    Meine Trainer ist zB recht Anti Hundwiesen und Dog Parks,und sieht die sehr kritisch, genau aus diesem Grund.

  • Danke für eure Antworten. Dann bin ich also doch nicht überempfindlich. Ich hatte schon begonnen an mir zu zweifeln, denn für mich war das eine eindeutige Mobbingaktion, während die Trainerinnen, die ich danach noch mal auf die Situation ansprach meinten, das wäre doch alles ganz harmlos gewesen und beim eigenen Hund würden viele Leute etwas empfindlich reagieren. Nun ja – jetzt bin ich wieder auf der Suche nach einer Hundeschule, dorthin gehe ich nicht mehr. Hoffentlich verzeiht mir mein Wuff, dass ich sie in diese Situation gebracht habe und ihr nicht helfen konnte. Ich habe ein ganz schlechtes Gewissen meinem Hund gegenüber.

  • Das schlechte Gewissen haben irgendwie immer die Falschen. Du hast nach deinem besten Wissen und Gewissen gehandelt, Du konntest ja nicht riechen daß es dort so abläuft, und ich verstehe daß man erstmal perplex ist und zweifelt, wenn alle um einem rum so tun als sei gar nichts bei.
    Dein Wuff wird es dir sicher verzeihen :smile:
    Ich finde 12 Hunde auch viel zu viel für einen Gruppenkurs. Ich kenne es mit maximal 6 Mensch Hundteams, und es läuft alles sehr strukturiert ab, daß nirgens eine Atmopshäre der Hektik oder Anspannung entsteht (wie hier schon erwähnt, die Hund ekommen angeleint auf den Platz, Kontakt gibts da erstmal keinen, am besten mit etwas Abstand usw). Die Aufmerksamkeit gilt 100% den Hunden und nicht einem Kafekränzchen, und rauchen während die Hunde spielen geht ja mal gar nicht (sag ich, die selbst mal ab und an eine qualmt).

    Eine Freispielsituation wird dazu genutzt, die Körpersprache der Hunde zu deuten und erklären, was da abgeht grade, und die Besitzer anzuleiten, wie sie einschreiten können/sollen, wenns für irgendwen unangenehm wird.

    So lernt man auch was, vom rumstehn, tratschen und rauchen lernt keiner was :dagegen:

    Schau Dir die Schulen am besten vorher mal an, sprech mit den Trainern und klopfe ab, wie gearbeitet wird, was die Philosophie ist und guck Dir vorab mal ein Training an. Dann hat man mehr Eindruck, ob einem das dort zusagt. Viel Glück bei der Suche

  • Um zu vermeiden, dass man den eigenen Hund in solche Situationen bringt, ist es ratsam, sich eine Stunde erst mal ohne Hund anzusehen und vorab ein ausführliches Gespräch mit dem Trainer zu führen oder im besten Fall, den Hund kurz alleine dem Trainer vorzustellen.
    Dann kann der Trainer sehen, in welche Gruppe der Hund überhaupt passt, ob Gruppe grundsätzlich das richtige ist und man kann darüber sprechen, was man von so einem Kurs erwartet bzw. weswegen man dahin gehen möchte.

    Wenn Du also das nächste Mal Dir eine Hundeschule anguckst - lass Deinen Hund zuhause oder im Auto und bitte den Trainer um ein kurzes persönliches Gespräch, um solche Dinge vorher abzuklären.

    Grundsätzlich fänd ich immer eine Hundeschule besser, die die Gruppen so zusammen stellt, dass die Hunde zusammen passen und dass gerade am Anfang der Stunde kein Freispiel stattfindet, sondern die Hunde erst mal ruhiges Verhalten lernen.

  • Tipps für den nächsten Besuch:

    - frage vorher ob die Hunde da alle zum Spielen frei gelassen werden
    - gehe ohne Hund zur ersten Stunde
    - schau dir das mit Hund erstmal von draußen an
    - kommst du trotzdem in eine blöde Situation, dann höre auf dein Bauchgefühl und hilf deinem Hund da raus, auch wenn du verständnislose Blicke erntest
    - verlange nicht zu viel von deinem Hund (z.B. in der ersten Stunde gleich alles mitmachen)
    - schau ob der Trainer einen Blick für Individuen hat und die Übungen daran anpasst
    - lass dich zu nix zwingen (geht leider schneller als man meint)

    Viel Erfolg bei der Suche! :gut:

  • Das ist keine Hundeschule, das ist eine Katastrophe!

    Ich habe schon viele chaotische Hundeschulen gesehen und frage mich wirklich warum Menschen für so etwas sooo viel Geld ausgeben. Hör auf Dein Bauchgefühl, damit lagst Du ja richtig.

    Wir haben uns lieber einen Verein gesucht. Ist viel billiger, es gibt viele Trainer und man kann sich alles in Ruhe erst mal angucken und auf sich wirken lassen, egal ob mit oder ohne Hund.

  • Bei uns in der Welpenspielstunde und späteren Junghundegruppe war Freilauf mit Spielen auch erlaubt. Allerdings wurden lästige Hunde und Verfolger von der Trainerin höchstpersönlich geschnappt, wenn der Besitzer das nicht hin bekam. Es waren meist mehrere Trainer anwesend, die die Gruppe nicht aus den Augen ließen. Zwei erwachsene Trainerhunde waren darauf trainiert, Störenfriede zu stellen und von ihrem "Mobbing" abzuhalten. Sehr praktisch, wenn die Übungen später auf dem freien Feld stattfanden.

    Den Belästiger zu stoppen und gegebenenfalls anzuleinen, wenn er sich nicht gibt, sollte selbstverständlich sein. Genau so wie das Gespräch mit den Haltern. Sie sind in der Pflicht darauf zu achten, dass ihr Hund keinem anderen Angst macht. Das müssen sie eben auch außerhalb der Gruppe üben, damit er lernt, dass dieses Verhalten nicht erwünscht ist.

    Ängstliche und sehr kleine Hunde wurden aussortiert und bekamen eine eigene Gruppe, bis sie sicherer waren.

  • Bei uns in der Welpenspielstunde und späteren Junghundegruppe war Freilauf mit Spielen auch erlaubt. Allerdings wurden lästige Hunde und Verfolger von der Trainerin höchstpersönlich geschnappt, wenn der Besitzer das nicht hin bekam. Es waren meist mehrere Trainer anwesend, die die Gruppe nicht aus den Augen ließen. Zwei erwachsene Trainerhunde waren darauf trainiert, Störenfriede zu stellen und von ihrem "Mobbing" abzuhalten. Sehr praktisch, wenn die Übungen später auf dem freien Feld stattfanden.

    Den Belästiger zu stoppen und gegebenenfalls anzuleinen, wenn er sich nicht gibt, sollte selbstverständlich sein. Genau so wie das Gespräch mit den Haltern. Sie sind in der Pflicht darauf zu achten, dass ihr Hund keinem anderen Angst macht. Das müssen sie eben auch außerhalb der Gruppe üben, damit er lernt, dass dieses Verhalten nicht erwünscht ist.

    So sollte das auch laufen und das kommt dem nah, wie meine Trainerkollegin und ich unsere Gruppen gestalten. Wir haben gute Erfahrung damit gemacht, mobbende Hunde aus dem Spiel zu nehmen und unsere Althunde mitlaufen zu lassen. Da bekommt die Gruppe eine andere Dynamik, es wird direkt ruhiger und die Jungspunde lernen, lieber kleinere Brötchen zu backen, als angenehm aufzufallen. So machen wir das grundsätzlich, wenn sehr kleine oder unsichere Hunde dabei sind. Wenn zB meine Hündin mitläuft, traut sich keiner, die zu mobben. Das Spielen bei den Junghunden reduzieren wir deutlich, weil wir ein Verein sind und die Hunde auf die Arbeit auf dem Platz vorbereiten möchten. In dem Alter können die schon gut lernen, dass man sich dort konzentrieren soll. Wir lassen sie dann lieber mit dem Halter spielen.

    Da hast du vermutlich Geld bezahlt dafür, dass dein Hund eine richtig besch***ene Erfahrung gemacht hat. Ich finde es hart, dass sich sowas echt trotz §11 noch Trainer nennen darf.

    Der 11er ist ja überall anders ausgelegt und unterschiedlich streng. Er ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber irgendwie keine Sicherheit. Gerade bei Hundeschulen gibt es immer noch viele Pappnasen, wie ich finde. Ich finde es halt auch immer super schlimm für die HH, wenn sie viel viel Geld dafür ausgeben, dass sie das Falsche lernen oder sich ihre Hunde nen richtigen Knall holen.

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