Bindung aufbauen?
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Ganz ehrlich: ich würde dem Hund deutlich mehr Freiheit geben. Freiheit, auch mal seine eigenen Fehler machen zu können, wie z.B. in einen Zaun reinbrettern.
So, wie Du es handhabst, lernt sie keine "Bindung", sondern sie lernt, auf Dich zu achten, anstatt auf ihre Umgebung. Und zwar AUSSCHLIESSLICH auf Dich. Das ist in meinen Augen keine gesunde Beziehung sondern ein durch ständiges Gängelband herbeigeführtes Abhängigkeitsverhältnis. Kurz Der Hund wird dumm (in Bezug auf seine Umwelt) gehalten, damit er den Menschen extrem braucht. Der Hund wird unfähig, eigene Entscheidungen zu treffen.Danke.
Dazu fällt mir nur "erlernte Hilflosigkeit" ein.
Und das ist alles andere als gut für einen Hund.
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Hallo,
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@ stefanie : Nein, mir geht es nicht darum, dass der Hund gewarnt wird, wenn er wo reinläuft, sondern dass die ständige Orientierung und Hilfesuchendes Verhalten des Hundes als erstrebenswert gesehen wird (so wie ich das verstanden habe).
Einstein war auch sehr tollpatschig, da konnte ich ihn gar nicht sooft warnen. Der Grund war, weil er den Großteil seines Lebens im Zwinger verbrachte. Er hat aber gelernt, wie er Unfälle vermeiden konnte (selbständig).
Wenn der Hund der TE immer in Gefahr ist sich etwas zu brechen, wenn er unterwegs ist, stimmt entweder gesundheitlich etwas nicht mit ihm oder er hat eben nicht gelernt, dass er selbst auf seine Umgebung achten soll, weil das Frauchen eh immer warnt.
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Einstein: ich meinte auch nicht Dich, sondern vor allem die Worte von "Cattlefan". Wie gesagt, vom Ansatz teil ich das auch, aber für mich klang das Eingangsposting anders, als hier weiter ausgeführt wurde, als ob viel mehr Spaß und Leichtigkeit in der Beziehung der beiden herrscht und kein unbewußt oder bewußt herbeigeführtes Schaffen eines Abhängigkeitsverhältnisses, damit sich der Hund auf seinen Menschen ausschließlich fixiert.
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Zum Eingangspost: 98% sind doch super. Ich bin da bei vielen anderen hier: 100% ist doch nicht wirklich möglich. Ein Hund ist ein Lebewesen. Oder kennst du Menschen, die immer und überall 100% funktionieren? Also ich kenn da weder Hund noch Mensch...
Selbst der verstorbene Hund unseres Trainers, der extrem gut ausgebildet und mit Sicherheit zu 99% jedes Kommando befolgte, hat eben auch mal nicht gefolgt (Mantrailing im Möbelhaus zur Übung, Hund wurde wie 100 Mam zuvor abgelegt, Trainer erklärt uns was, da seine ja eh im Platz bleibt, bis ein anderes Kommando folgt und was macht die Lady? Hüpft ins Bällebad).
Rocky hat zum Beispiel eine super Bindung zu mir, orientiert sich viel an mir und kommt in Situationen, in denen er unsicher ist zu mir. Wird er von einem Hund oder Mensch bedrängt, blocke ich das Gegenüber, hat er vor etwas Angst (zB. ein Mähwerk hier in der Wiese, das da sonst nicht steht), geh ich mit ihm dorthin, und zeige, dass das ungefährlich ist (so habe ich das mit meiner extrem ängstlichen Stute übrigens auch gemacht - zeigen hat Wunder gewirkt), etc. Ansonsten darf er aber Hund sein und seine eigenen erfahrungen machen. Als junger Hund kam er mal gegen nen Elektrozaun. So what? Er hat so gelernt, dass Zäune eben dazu da sind, Abstand zu halten.
Ich finde, mit einem (jungen) Hund ist es doch nicht anders wie mit einem Kind. Wir wurden von den Müttern auch gewarnt, dass die Herdplatte heiß ist. Geglaubt hab ichs, als ich das erste Mal drauf gelangt hab. Ich denk, bei Hunden ist es nicht viel anders. Auch die brauchen Erfahrungen, um zu lernen -
Aber dennoch, wenn der Hund wirklich manches übersieht, finde ich eine kleine Warnung besser, als das er sich die Haxen bricht, wenn er in ein Loch stolpert (so abwegig ist das ja gar nicht).
Nun, aber wenn nun du auch das Loch nicht siehst und der Hund nicht gelernt hat, wie man am Besten reagiert, wenn man in ein Loch tritt, dann hast du evtl. einen Hund mit gebrochenen Haxen, hat er aber gelernt, wie er sich in einer solchen Situation zu bewegen hat (also "trittsicher" ist), ist die Wahrscheinlichkeit, dass er recht unbeschadet aus der Situation kommt deutlich höher.
Z.B. auf der Wiese hier ums Eck, da wird zwar das Gras gemäht aber liegen gelassen. Ergebnis: Löcher, Rinnen, Furchen sind schlecht bis nicht erkennbar (und davon an die Wiese einige) - da könnte ich den Hund nicht mal warnen, wenn ich das wollte - ist aber die einzige nähere Wiese, die wir hier haben auf der die Hunde toben können - also lassen wir sie dort laufen und lernen mit unebenen Untergrund umzugehen (bzw. würde ich sie auch auf dieser Wiese laufen lassen, selbst wenn wir hier auch andere Wiesen hätten).
Gerade im Hinblick auf die Rasse meines Hundes bin ich sogar sehr froh diese Wiese zu haben! Sie wird meiner Jin eine Menge Trittsicherheit lehren, die Jin später, wenn sie richtig schnell ist, sicher wird gut gebrauchen können
lg
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Nun, aber wenn nun du auch das Loch nicht siehst und der Hund nicht gelernt hat, wie man am Besten reagiert, wenn man in ein Loch tritt, dann hast du evtl. einen Hund mit gebrochenen Haxen, hat er aber gelernt, wie er sich in einer solchen Situation zu bewegen hat (also "trittsicher" ist), ist die Wahrscheinlichkeit, dass er recht unbeschadet aus der Situation kommt deutlich höher.
Das hinkt doch. Also wenn der Hund nicht mit dem Loch dann umzugehen weiß, dann wäre er ja wirklich zu blöd, die Füße zu setzen. Es geht doch hier darum vor nicht bemerkten Löchern zu warnen und nicht den Hund drüber zu tragen. Die TE empfindet das als bindungsschaffend, als Zeichen, daß scih der Hudn auf sie verlassen kann. Hier wirkt es ausschließlich als beschränkend gesehen, was ich einseitig finde.
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aber wenn der Hund nicht zu blöd wäre, seine Füße zu setzen, dann bräuchte man ihn doch auch nicht vor den Löchern warnen?

lg
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Mir wär lieb, es wäre umgekehrt, meine Hunde würden mich vor Löchern warnen.
Sie sind noch nie in eins gestolpert, ich schon.
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zum Thema fremde Hunde: ich warne meine Hündin da auch vor, nein, sie bemerkt die anderen Hunde meistens nicht vor mir, erschrickt sich dann und pöbelt.
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ich warne auch mal vor Hunden, die von hinten kommen und die meine Hündin nicht bemerkt. Erschrickt sie sich, zuckt sie kurz und ich habe das hinterher am Rücken gemerkt. Das finde ich auch ganz normal, genauso, wie ich vor Fahrrädern von hinten warne. Seitdem mal eins in Emma gefahren ist, erschrickt sie sich, wenn eins dicht von hinten unbemerkt vorbeigerast kommt, wenn ich es vorher ankündige, ist sie entspannt. Das passiert aber alles so selten, das sich solche Situationen ergeben, das sich mein Hund dadurch eher in Sicherheit wiegen darf, als entmündigt fühlen.
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