Bindung aufbauen?
-
-
Hey,
viele Hundebesitzer lächeln mich nur an und sagen: "Die hört doch super!", wenn ich mit Lilli Gassi gehe. Mir reicht es aber nicht, dass sie in 98% der Fälle tut, was ich möchte... Ich weiß, ziemlich perfektionistisch, aber wir wohnen an der Autobahn, direkt an der Hauptstraße und unser Gassiweg ist an Bahnschienen und dann muss es eben IMMER klappen. Ihre Erziehung ist mir sehr gut gelungen (laut Hundeschulen und Hundebesitzern) und ich bin sehr konsequent. Aber das alleine reicht ja leider nicht. Denn um Bindung aufzubauen, muss man ja vor allem Spaß haben.
Um Bindung aufzubauen und zu behalten, mache ich diese Aktivitäten und befolge diese Regeln:
-Ich warne sie z.B. vor tiefen Löchern oder anderen Hunden, wenn sie diese noch nicht bemerkt hat
-Spiele mit ihr Jagd-, Lauf- und Raufspiele
-Balanciere mit ihr gemeinsam
-Beschütze sie vor anderen Hunden, die böse sind
-Halte andere Menschen fest, wenn sie Lilli streicheln wollen, ohne mich gefragt zu haben
-Helfe ihr, wenn sie mich anguckt und nicht weiter weiß
-Laufe gemeinsam mit ihr über Wiesen
-Schicke sie mit Gesten und BlickenWahrscheinlich mache ich noch ein paar andere Sachen, die mir jetzt nicht einfallen
aber das sind die wichtigsten Sachen.Was macht ihr um die Bindung zu stärken? Einige HH meinen, dass man erst eine gute Bindung haben kann, wenn der Hund schon 5 Jahre bei einem lebt... Was meint ihr dazu???
Danke schonmal
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Bindung aufbauen?*
Dort wird jeder fündig!-
-
Hallo,
Bindung entsteht durch gemeinsames Arbeiten oder Spielen, dafür gibt es kein Schema F.-Ich warne sie z.B. vor tiefen Löchern oder anderen Hunden, wenn sie diese noch nicht bemerkt hat
auf diese Idee wäre ich wohl nie gekommen
warum tust Du das?Was macht ihr um die Bindung zu stärken? Einige HH meinen, dass man erst eine gute Bindung haben kann, wenn der Hund schon 5 Jahre bei einem lebt... Was meint ihr dazu???
Ich spiele mit den Hunden, arbeite mit ihnen, d.h. wir machen ZOS, was sehr gut für die Bindung ist.
Bindung nach 5 Jahren? Wer erzählt so etwas? -
Nunja.. 98% ist doch schon sehr viel.
Das ist kein Roboter, sondern ein Lebewesen.
Keine Ahnung, wie man an einer Bindung effektiv arbeitet.. das kommt doch einfach durch das Zusammen(er)leben.
Wenn du an bestimmten Stellen Sorge hast wegen der Autobahn, gibt es da ein total tolles und sehr zuverlässiges Hifsmittel namens "Leine"

-
Ich verstehe nicht, warum Bindung und Erziehung für die identisch sind. Meiner Erfahrung nach kann auch ein Hund, der sehr wenig Bindung zum Hundeführer oder sehr viel Bindung zu jedem Menschen hat ausgezeichnet hören, ebenso wie ein Hund, dessen Herrchen für ihn der Nabel der Welt ist, überhaupt nicht hören kann.
Wenn dein Hund wirklich zu 98% hört, gibt es meines Erachtens nichts zu verbessern, weil ein Lebewesen niemals absoluten Gehorsam zeigen wird oder kann. Eventuell ist eure Bindung auch schon das Maximum, welches ihr erreichen könnt.
-
Hallo,m
ganz ehrlich:
schreib die 100% ab.
Hunde sind Lebewesen und keine Maschinen, da kann es keine 100% geben.
Keinen gehorsam in ALLEN Situationen und Lebenslagen.selbst wenn sie 200 mal perfekt höhrt, muss das bei der 201 nicht so sein.
Aktivitäten um Bindung zu fördern machst du genug.
Wichtig ist immer auch fair zum Hund zu sein, seine Bedürfnisse zu achten, berechenbar, (in wichtigen Dingen immer gleich handelnd) zu bleiben, damit er sich auf dich verlassen kann. Wenn er dir zeigen darf was er will und wie es ihm geht.
Dass man nicht bei jedem kleinen Pups oder auch kleinere Problemen, gleich an "Dominanz!!" denkt und durch "Unterwerfungserziehung" den Hund verwirrt und ungerecht behandelt.Wie die Bindung zwischen Hund und Mensch aussieht, kann sehr sehr unterschiedlich sein.
Abhängig ist das natürlich auch vom Ugnag miteinander - aber auch vom Individuum.
Nicht jedes Mensch-Hund Team das super zusammen arbeitet, ist gleichzeitig auch "Seelenverwandt".Ist doch bei Menschen auch so - Manche Mütter haben eine stärkere Bindung zu ihrem Kind als andere. Das heißt noch lange nicht dass die Bindung der anderen schlecht wäre, sie ist nur anders.
Ich liebe meinen Hund und ich liebe meine Familie - aber Seelenverwandt - nun ja, dafür habe ich meinen Mann, meinen Lebenspartner.
Entweder diese "tiefe Bindung" ist da, oder nicht - ab einem gewissen Punkt kann man die auch nicht weiter verstärken.Ich würde auch sagen, gerade an Autobahnen oder Bahngleisen - Schleppleine ran oder andere Gassiroute suchen.
-
-
Ich habe einfach Spass mit meinem Hund. Bindung kann man nicht durch ein Programm anerziehen. Die entwickelt sich durch Vertrauen, Respekt und gemeinsam einfach Spass an der Freude zu haben. Dazu gehört für mich z.b. auch den Hund einfach mal Hund sein zu lassen und ihn nicht jede Sekunde unter Gehorsam zu stellen.
-
Ich schließe mich Labradora zu 100% an

-
Erziehung hat nix mit Bindung zu tun. Bindung kommt mit der Zeit, durch gemeinsames Erleben dun bewältigen von Situationen, immer näheres Kennenlernen.
Und an Straßen gehört ein Hund an die Leine, selbst wenn er zu 99,9% hört - er kann immer mal erschrecken oder nem Hasen nachgehen.
Also mach Dir keinen Streß!
Daß die Bindung mit der Zeit intensiver wird, das kann schon sein, klar - man bewältigt immer neue Situationen zusammen, wächst immer mehr zusammen. Eine Beziehung zwischen 2 Menschen verändert sich ja auch im Laufe der Zeit..... WArum soll das hier nicht so sein?
-
Ich sage ungern Bindung, ich nenne es Beziehung. Denn das ist es, eine Beziehung zwischen Mensch und Hund. Und die baut sich eben auch so auf, wie zwischen Paaren, Freunden, Bekannten. Man erlebt zusammen das Leben, findet heraus, was der andere mag, wie er sich verhält wenn es ihm gut geht, schlecht, ihn etwas freut der nicht gefällt. Man lernt sich kennen, freut sich gemeinsam an Aktivitäten, unternimmt gemeinsam etwas, teilt Zeit.
Das braucht Zeit, gemeinsame Zeit. Und man kann es nicht erzwingen. Und ich finde auch nur bedingt steuern.
Klar, man kann gewisse Aktivitäten, die dem Hund Freude bereiten, gemeinsam gezielt planen, aber man muss sich m.M.n. auch ganz darauf einlasen und echte Freude dabei haben und es nicht nur "der Bindnung wegen" tun. Ich spiele also nicht mit meinem Hund, nur weil ich jetzt Bindung aufbauen möchte, sondern weil ich jetzt gerade Bock drauf hab, mich zum Affen zu machen und mit der Fellnase zu toben und Blödsinn zu machen. Habe ich das nicht, mache ich es nicht. Hat der Hund keine Lust (kommt sehr selten vor) respektiere ich das.
Ich glaube auch, dem Hund das Gefühl zu geben, dass er eigene entscheidungen treffen kann und dass auf ihn und seine Bifindlichkeiten Rücksicht genommen wird, ist gut für die Beziehung....eben wie bei uns Menschen auch.Alf und ich sind Kumpels, wir helfen uns, wir passen aufeinander auf und wir teilen vor allem einfach unseren Alltag. Wir leben einfach gemeinsam und so entstand eine tolle Beziehung, die sich stetig weiter entwickelt.
Mit Krampf und WIllen schafft man da nichts, denke ich.
-
Ok... Danke für eure vielen Antworten

Also wenn ich da noch etwas verbessern möchte, sollte ich eurer Meinung nach einfach Lilli einmal genau beobachten und noch mehr auf ihre Bedürfnisse eingehen?
Stärken eigentlich Sportarten wie Longieren, Obedience, Agility, Dummytraining, Treibball, Dogdance und was es sonst noch alles gibt auch die Bindung/Beziehung?
Wenn meine Maus mal nicht aus einem Spiel abrufbar ist, hat es also nichts mit der Bindung zu tun sondern damit, dass ich in dem Moment einfach uninteressanter bin?
Das ist jetzt mal eine andere Frage:
Wenn ich mit ihr Gassi gehe und wir schon auf dem Rückweg sind, treffen wir manchmal Freunde. Lilli will dann noch mit den spielen und will mit den Menschen reden. Also gehen wir noch ein Stück mit denen... Denkt Lilli dann, dass sie entschieden hat, dass wir da mitgehen und wenn ja, förder ich dann unerwünschtes Verhalten (Dass sie Hunden und nicht mir hinterher läuft, weil sie denkt, dass ich sowieso hinterher komme)???LG
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!