• Ich glaube sie meint, es knallt, weil der Hund dann hinfliegt.


    Aber... also es ist jedem selbstüberlassen...
    Aber ich traue meinem Hund schon zu, ab einem gewissen Alter Löcher selbst zu umgehen.
    Und der Hund überträgt das mit den Löchern ja nicht automatisch auf andere Hunde. Also dass er da auch den Schutz bei dir findet/braucht.

    Also... für mich wäre das ja auch keine Bindungsstärkung, wenn mir jemand immer von weitem sagt, ob da gleich ein Bordstein kommt, von dem ich runterfallen könnte (ja fallen :D :P)


    Aber gut, wenn das dir persönlich eine Sicherheit gibt, dann ist das so :)

  • Also wenn ich da noch etwas verbessern möchte, sollte ich eurer Meinung nach einfach Lilli einmal genau beobachten und noch mehr auf ihre Bedürfnisse eingehen?

    Ich denke, Du machst Dir zuviele Gedanken und alles hört sich so theoretisch an, angelesen, aber die Praxis ist anders. Man sollte als HH mehr auf seinen Bauch hören und auch so entscheiden.


    Stärken eigentlich Sportarten wie Longieren, Obedience, Agility, Dummytraining, Treibball, Dogdance und was es sonst noch alles gibt auch die Bindung/Beziehung?

    Jede gemeinsame Arbeit, gemeinsames Spiel oder Sport baut Bindung auf.


    Wenn ich mit ihr Gassi gehe und wir schon auf dem Rückweg sind, treffen wir manchmal Freunde. Lilli will dann noch mit den spielen und will mit den Menschen reden. Also gehen wir noch ein Stück mit denen... Denkt Lilli dann, dass sie entschieden hat, dass wir da mitgehen und wenn ja, förder ich dann unerwünschtes Verhalten (Dass sie Hunden und nicht mir hinterher läuft, weil sie denkt, dass ich sowieso hinterher komme)??

    Ganz ehrlich, solche Gedanken habe ich mir noch nie gemacht und ich glaube auch nicht, dass Dein Hund mit dem, was Du schreibst, die Weltherrschaft übernehmen will.


    Zitat von Ophelia30

    Die Bindung zwischen mir und dem Hund ist Liebe. Und die ist nicht entstanden durch ein großartiges Programm und gemeinsam balancieren, sondern durch gemeinsam Filme gucken und sich dabei n Camembert teilen*g*.

    Besser kann man es nicht ausdrücken.
    Bindung entsteht, wenn der Hund Dich liebt, Du ihn liebst, er Dir vertraut, Du ihm vertraust.

    Wir haben Faro erst 4 Monate und ich wage zu behaupten, dass er eine tolle Bindung zu mir hat.


    Zitat von LilliLovely

    Warum ich sie warne? Damit sie weiß, dass sie mir vertrauen kann und das ich z.B. diesen fremden Hund auch gesehen habe und sie gegebenenfalls auch vor ihm beschützen könnte. Als Signal z.B. vor tiefen Gräben habe ich "Vorsicht" und sie hat gelernt, dass es knallt, wenn sie dann nicht aufpasst und dass es sich lohnt auf mich zu hören.

    Ganz ehrlich, ich finde Dein Verhalten übertrieben....ist nicht böse gemeint und Du meinst es auch gut, aber lass' doch den Hund auch mal HUnd sein.

    Das mit dem Graben und dem KNall verstehe ich wohl nicht


  • Ganz ehrlich, ich finde Dein Verhalten übertrieben....ist nicht böse gemeint und Du meinst es auch gut, aber lass' doch den Hund auch mal HUnd sein.

    Wahre Worte!!! und pack deinen Hund nicht so zu mit irgendwelchen Terminen. Da Training, dort Training, beim Spaziergang noch Training...

    Ein Hund darf auch Fehler haben.... Du funktionierst auch nicht 100%... Gib deinem Hund Phasen, wo er nicht im gehorsam stehen muss ;)

  • mein Hund ist noch nie in irgendwelche Löcher gefallen, obwohls viele davon gibt auf der wiese hier...finde den Gedanken, den Hund zu warnen süß, aber nötig wohl eher nicht.

  • Ok danke für eure Antworten!

    Dass es "knallt", bedeutet in dem Fall, dass es sich lohnt nun kurz zu warten und zu gucken, was ich nun vorschlagen würde, was sie als nächstes tun sollte. Ich sage auch nicht ständig "Vorsicht", aber manchmal ist sie ein echter Tollpatsch. Letztens wollte sie an einer ihr bekannten Stelle ein bisschen durch´s Wasser laufen, es war aber gerade Hochwasser und ich sagte "Vorsicht", sie wartete und ich kam ans Wasser und zeigte ihr, dass es zu tief zum Stehen war. Als sie das bemerkt hatte, entschied sie sich dafür, doch an Land zu bleiben und auf dem Rückweg blieb sie stehen und guckte mich fragend an. Sie traute sich nicht hinunter, wollte aber gerne. Also hob ich sie vorsichtig ins Wasser und sie konnte schwimmen. Außerdem rast sie in letzter Zeit öfter mal in Zäune rein und seit ich sie warne, klappt es besser.

    Also ich werde mich jetzt einfach weniger nach irgendwelchen anderen Menschen richten, sondern einfach machen wozu Lilli und ich gerade Lust haben und kuscheln oder toben, wenn wir gerade Lust haben. Und wenn nicht, dann eben nicht :D

    Danke nochmal

  • Was macht ihr um die Bindung zu stärken? Einige HH meinen, dass man erst eine gute Bindung haben kann, wenn der Hund schon 5 Jahre bei einem lebt... Was meint ihr dazu???


    Einfach gemeinsam leben, authentisch sein, sich nicht bei jedem Furz Gedanken machen, ob das nun Bindungsförderlich oder eher -behindernd war oder ob die Erziehung drunter leiden könnte.

    Einfach den Hund Hund sein lassen (und kapieren, dass es bei Lebewesen die 100% NIEMALS geben kann) und selber Mensch bleiben.

    Sich selber auch Fehler zugestehen (bei Menschen funktioniert das mit den 100% nämlich auch nicht ;) ), nicht jeden Quark analysieren und planen.

  • nochmal eine Anmerkung hierzu.Hunde haben in der Regel deutlich schnellere Reflexe als Menschen. Warum also sollte ich nen Hund vor einem Graben/Loch warnen? Davon ab: wenn ich mit meinem Hund da unterwegs bin, wo es Gräben gibt, läuft der eh ein paar Meter Voraus. Bis ich den Graben/das Loch gesichtet habe, hat der Hund das schon lange erkannt. Und selbst wenn er mal irgendwo stolpert - ja mei, der hat 4 Beine!


    Ich würde das "Vorsicht" komplett weglassen und dem Hund so zeigen, dass ich ihn nicht für einen totalen Idioten halte, sondern ihm zutraue, in seiner natürlichen Umwelt zurecht zu kommen.

    Bindung hat was mit (gegenseitigem) Vertrauen zu tun.....

  • ch würde das "Vorsicht" komplett weglassen und dem Hund so zeigen, dass ich ihn nicht für einen totalen Idioten halte, sondern ihm zutraue, in seiner natürlichen Umwelt zurecht zu kommen.

    Bindung hat was mit (gegenseitigem) Vertrauen zu tun.....

    Ich würde dem Hund sogar die Erfahrung "gönnen", in einen Graben oder tiefes Wasser zu laufen :D

    Denn wie heißt es so schön: "Versuch macht kluch(g)".

  • Bei Kindern (m)ein Thema...


    Ich bekomme sogleich Gänsehaut. Ich arbeite oft mit Bindungsgestörten Menschen und auch Müttern....puhhhh.....

    Man kann viel noch über Kognitionen nachholen.

    Ich erkenne am Kinderweinen die Bindungsstörung der Mutter.

    Spannendes Thema, leider OT

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