Für Jeden das Passende. :)
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Hallo zusammen,
wie einige von euch sicher wissen, habe ich einen mittlerweile 13 Monate alten Labradorbuben. Er ist ein sehr temperamentvoller und aufgeweckter Kerl, der für jeden Schabernack zu haben ist. (Beispiel gefällig?) Trotzdem ist er sehr unkompliziert und ich kann ihn problemlos überall mithin nehmen. Ob zur Arbeit, ins Restaurant oder zu Familie und Freunden, Newton weiß sich zu benehmen. Natürlich haben wir auch die ein oder andere Baustelle. Mit der Leinenführigkeit klappt es noch nicht so, wie ich es gerne hätte. Außerdem entdeckt Newton seit nunmehr 4 Monaten die Welt der Hormone. Sein Verhalten gegenüber intakten Hündinnen und manchen kastrierten Rüden ist zwar schon besser geworden im Vergleich zu vor drei Monaten, aber es besteht hier zweifelsohne noch Erziehungsbedarf.
Ich gehe mit ihm seit er 10 Wochen alt ist in die Hundeschule. Von 10 bis 16 Wochen waren wir in der Welpengruppe. Dann begannen die Gruppenkurse. Erst Basiskurs, dann Aufbaukurs, nun Fortgeschrittenenkurs, der allerdings kommenden Dienstag das letzte Mal stattfindet.In der Hundeschule, die wir besuchen wird einerseits darauf geachtet, dass möglichst viel mit positiven Methoden und positiver Verstärkung gearbeitet wird. Andererseits bekommen die Hunde auch mal eine deutliche Ansage, wenn ein bestimmtes Verhalten nicht erwünscht ist. Ich habe das Konzept der Hundeschule so für meinen Alltag mit Newton übernommen: So viel wie möglich positiv arbeiten und, wenn es mal nötig ist, ganz deutlich machen, was man von einem bestimmten unerwünschten Verhalten hält. Newton ist nicht aus Zucker und er verträgt eine deutliche Ansage durchaus. Ich werde dabei nie laut und auch nicht grob. Aber eben sehr deutlich. Damit bin ich bisher sehr gut gefahren. Newton ist (soweit man das schon sagen kann) ein sehr selbstsicherer Hund geworden, der sich sehr stark am Menschen orientiert und schnell Vertrauen fasst. So weit, so gut.
Nun treffe ich im Alltag und auch hier im Forum immer wieder auf Hundehalter, bei denen es absolut verpöhnt ist, dem Hund (aus ihrer Sicht) irgendeine Form von "Gewalt" anzutun. Ich habe das Wörtchen "Gewalt" hierbei mal in Anführungszeichen gesetzt, weil für mich diese Dinge noch lange keine Form von Gewalt darstellen.
Ich mache vllt mal ein Beispiel: Ich gehe mit Newton regelmäßig ins Hundeauslaufgebiet. Am Ende des Aufenthalts dort hat er gelegentlich eher weniger Lust ins Auto zu steigen, weil er eben gerne weiter spielen möchte. Daher fällt mein Befehl "Hopp!" in seltenen Fällen auf wenig fruchtbaren Boden. Ist dem so, gibt es maximal ein zweites "Hopp!" und wenn er dann immer noch keine Anstalten macht, in den Kofferraum zu springen, gibt es eben einen Leinenimpuls, erneut mit dem Befehl "Hopp!" verbunden. Sitzt er dann in der Box, gibt es ein Lob und wenn ich gerade eines zur Hand habe, auch ein Leckerchen.
Ich schreibe Leinenimplus, weil ich genau das meine, einen Impuls. Nein, das ist kein verniedlichender Ersatzbegriff für Leinenruck, es ist etwas gänzlich Anderes. Für mich ist es ein Unterschied, ob ich heftig und abrupt an der Leine reiße, so dass es dem Hund weh tut, oder ob ich einmal kurz und vorsichtig die Leine auf Spannung bringe um dem Hund die richtige Richtung zu weisen.Im Forum hier bin ich tatsächlich schon mal für so eine Aussage ("Leinenimplus") angegangen wurden. Es wurde mir sogar unterstellt, dass ich es nur niedlich ausdrücke, um... Ja, um was damit zu erreichen? Hätte ich vllt mal fragen können. Wenn ich Leinenimpuls meine, meine ich Leinenimpuls. Und wenn ich Leinenruck gemeint hätte, scheue ich mich auch nicht, dieses Wort zu benutzen.
Natürlich kenne ich aus meinem Alltag auch viele Hundehalter, die wirklich ausschließlich mit positiven Methoden arbeiten. Allerdings muss ich sagen, dass ich es oft beobachte, dass diese Herangehensweise oft wenig effektiv ist. Erst letztens bin ich mit zwei Damen gelaufen, die sich unterhielten, was man denn am besten als Super-Super-Super-Leckerchen verwenden könnte, weil das Super-Super-Leckerchen und das Super-Leckerchen und lang davor das normale Leckerchen beim Abrufen des Hundes seine Wirkung verloren hätten. In diesen Momenten frage ich mich schon, ob es wirklich sein kann, dass man seinem Hund, mal übertrieben gesagt, ein Drei-Gänge-Menü servieren muss, nur damit er den Abruf befolgt...
Newton bekommt als Belohnung für einen befolgten Abruf einen Brocken seines stinknormalen Trockenfutters. Klappt auch. Natürlich habe ich dafür beim Training mit Schleppleine und Brustgeschirr mal an der Leine geruckt (und ja, jetzt meine ich geruckt), damit er kommt. Aber seiner Freunde, mit der er auf mich zu galoppiert, wenn ich ihn abrufe, hat das keinen Abbruch getan...So, es mein Text ist nun schon recht lang geworden und man fragt sich vermutlich auch, warum ich das schreibe... Ich schreibe es, weil ich es Leid bin, laufend in Diskussionen verwickelt zu werden, weil ich meinen Hund so erziehe, wie ich es für richtig halte und wie es mir für meinen Hund angemessen erscheint. Mehr als ein Weg führt nach Rom und wer mich und meinen Hund nicht kennt, darf sich meiner Meinung nach auch kein Urteil darüber erlauben, was meinem Hund bzw. unserer Bindung und unserem Vertrauen zueinander schadet und was nicht.
Ich würde es mir zum Beispiel NIE erlauben, jemandem der mit seinem Hund ausschließlich positiv arbeiten möchte, zu empfehlen, mal "härter durchzugreifen" um sich "mehr Respekt" zu verschaffen. Nie im Leben. Warum? Weil ich es akzeptiere, wenn jemand eine andere Einstellung zu diesem Thema hat. Jeder Hundehalter entscheidet für sich und für seinen Hund. Jeder wird wissen, was für seinen Hund das Beste ist.
Andersherum scheint es aber kein Problem für Manche zu sein, ordentlich drauf zu hauen, wenn jemand mal eine negativ besetzte Methode empfiehlt oder gar nur erwähnt. Da wird dann seitenlang drauf eingedroschen, demjenigen die Wörter im Mund rumgedreht, Aussagen anders wiedergegeben, als ursprünglich getätigt, etc pp. Solange bis derjenige keine Lust mehr hat, sich zu erklären und sich zu rechtfertigen und das Thema entabonniert.Meiner Meinung nach eignet sich das Forum hier super, um Erziehungstipps jeglicher Art für seinen Hund zu bekommen. Für mich waren auch schon sehr wertvolle Tipps dabei. Ich gebe auch gerne Tipps. Aber ich kann nur Tipps geben, die aus meinem Erfahrungsschatz stammen. Was davon für den eigenen Hund angemessen ist, sollte der Hilfesuchende alleine entscheiden können. Er kennt seinen Hund. Ich frage mich da regelmäßig (auch wenn ich nicht an der Diskussion beteiligt bin), ob es nötig ist, dass manche Tipps seitenlang diskutiert werden. Solange bis selbst der/die TS sich verabschiedet und der Thread geschlossen wird, weil es ausufert.
Gut, ich denke, der Text ist nun lang genug geworden, aber ich hoffe, dass es verständlich ist, was ich meine. Es musste einfach mal raus.
Trotzdem freue ich mich natürlich über eure Meinung und Beiträge zu diesem Thema.Liebe Grüße,
Rafaela - Vor einem Moment
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Hallo,
hast du hier Für Jeden das Passende. :) schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
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Amen.
Das wird bestimmt auch ein langer Thread.....LG, Friederike

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Amen.
Das wird bestimmt auch ein langer Thread.....LG, Friederike

Solange vernünftig diskutiert und fair miteinander umgegangen wird, habe ich kein Problem damit, wenn es eine längere Diskussion gibt. :)
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Ich Check nicht so ganz, worum es geht, also worüber diskutiert werden soll - ist mit "jedem das Seine" nicht letztlich alles gesagt?!
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Ich Check nicht so ganz, worum es geht, also worüber diskutiert werden soll - ist mit "jedem das Seine" nicht letztlich alles gesagt?!
Doch eigentlich schon. :)
Aber oft entstehen gerade dort, wo ich meinte, es wäre eigentlich alles gesagt, noch seitenlange Diskussionen. Daher der Hinweis.

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Kein schöner Threadtitel. Gefällt mir nicht. http://de.wikipedia.org/wiki/Jedem_das_Seine
Der Grund, warum über Tipps zu Strafen so viel diskutiert werden muss, ist einfach, dass man mit Strafen viel kaputt machen kann. Wird dagegen dazu geraten, sich mal in den Hund hineinzuversetzen, seine Körpersprache und Beweggründe verstehen zu lernen und sich darüber zu informieren, wie und warum er lernt und was z.B. Druck eigentlich ist
und wie der funktioniert, dann fördert man das eigenständige Denken und beschwört damit mMn weniger Beißunfälle und Gewaltspiralen herauf. -
Daher der Hinweis.
Welcher Hinweis?
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So, es mein Text ist nun schon recht lang geworden und man fragt sich vermutlich auch, warum ich das schreibe... Ich schreibe es, weil ich es Leid bin, laufend in Diskussionen verwickelt zu werden, weil ich meinen Hund so erziehe, wie ich es für richtig halte und wie es mir für meinen Hund angemessen erscheint. Mehr als ein Weg führt nach Rom und wer mich und meinen Hund nicht kennt, darf sich meiner Meinung nach auch kein Urteil darüber erlauben, was meinem Hund bzw. unserer Bindung und unserem Vertrauen zueinander schadet und was nicht.
Warum diskutierst du dann mit, wenn du es Leid bist?
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Eigentlich wäre eine solche Diskussion sehr interessant. -Wenn sie nicht im Forum stattfinden würde.
Hier wird das nie funktionieren, dafür gibt es zu viele selbsternannte Experten auf dem einen oder anderen Gebiet.
Am Besten man macht das, wovon man überzeugt ist, was nicht unter den Tatbestand der Tierquälerei fällt und verschliesst sich vor all den Dingen, die einem ein schlechtes Gewissen einreden sollen.
Das was für Mensch und Hund im Einzelfall funktioniert, sollte das sein was richtig ist. Alles andere fällt unter :“Das ist toll, aber nichts für mich und ich tue auch nichts für das ich mich schämen müsste.“ -
ja, ich wäre auch dafür, dass der Threadtitel editiert wird, wenn es geht, RafiLe!
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