Junkieverhalten!! Wieso zum Henker soll das normal sein??
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solange die hunde die bücher nicht selbst lesen müssen ist das doch ok :)
viele menschen scheinen aber zu vergessen dass zb. an einem grashalm schnüffeln eine ganz wunderbare geistige auslastung für den hund ist- für jeden. können die aber nicht weil entweder gejoggt oder fahrradgefahren wird.
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Hallo,
hast du hier Junkieverhalten!! Wieso zum Henker soll das normal sein?? schon mal geschaut ?*
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Ich finde aber dieses “Übertun“ ist der Gesellschaft geschuldet.
Heutzutage muss man ja in jede Welpenschule, Junghundekurs 1-15 usw., ein gutes Dutzend Bücher auswendig kennen und jeder schreit nach artgerechter Auslastung. Da wird das Mass recht schnell überschritten ohne das man es merkt.Es gibt sicher das EINE sowie das ANDERE Extrem. wäre schön, wenn immer das richtige Maß gefunden würde.
Bücher kann man nie genug lesen, man muß nur nicht denken, dass man alles eins zu eins umsetzen müßte.
Das richtige Bauchgefühl ist sicher der beste Berater. -
@Lajoz,
ich meine aber nicht das normale Tragen oder apportieren, ich einen, sehr freudig apportierenden Jagdhund gehabt - dessen Verhalten war gaaaaanz weit von dem entfernt, über das wir hier schreiben.
Ich bin mir auch sicher, dass Du das wohl unterscheidest und weißt.
Normales Tragen würde ein Hund unterbrechen, wenn es etwas Anderes zu tun gäbe, das Hunde schätzen. Ein Hund der nur noch den Ball zwischen den Zähnen hat und nicht mehr schnuppert bevor er sein Geschäftchen macht, ist eingeschränkt. Der nur noch knurrt wenn andere ihm entgegen kommen? Oder ihnen aus dem Weg geht? Der einfach nur tumb neben seinem Menschen her läuft und den Ball hütet wie ein Küken? Das sehe ich durchaus sehr kritisch.
Mein eigener Hund etwa, muss immer an der Leine gehen und es gibt immer Sequenzen, in denen er schnuppern darf, scharren und sonst was, wenn schon Leine - dann wird das auch "sein" Spaziergang. Aber in der Stadt etwa oder auf sehr kurzen Wegen, kann es durchaus mal sein, das er kurz und knapp gehen muss. Ich bleib nun nicht stunden stehen, damit er Mäuse fangen kann, aber stramm neben mir bleiben, ist nicht nötig.
Sundri
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Ich habe einen Balljunkie, einen Aussie.... Die hab ich allerdings schon so aus dem Tierschutz bekommen. Zu Beginn dachten wir, das wäre "nur" mangelnde Impulskontrolle und es hat eine Weile gedauert, bis wir verstanden haben, dass es ausreicht, dass der Hund einen fliegenden Ball sieht und sie zerlegt die nächsten drei Tage die Wohnung, wenn wir sie aus den Augen lassen.
Das Weib bewegt sich ohne Leine maximal 50 m von mir weg, dann dreht sie sich um und schaut wo ich bin. Fliegt allerdings 800 oder 900 m weit weg ein Ball, ist der Hund weg und kommt auch nicht wieder (ein paar Male hab ich Pebbles hinterhergeschickt um MIR den fremben Ball zu bringen, damit ich Ronja einfangen kann). Rückruf funktioniert ansonsten erstklassik, inklusive bei Wildsichtung.
Im Juni haben wir das Plüschhuhn drei Jahre, seit bestimmt 2 Jahren und 9 Monaten, hat sie uns nichts mehr werfen sehen und meiden Orte, wo das passieren könnte wie die Pest. Passiert es aber trotz allem ist alles wie früher, vielleicht ist sie inzwischen "schon" nach 2 Tagen wieder fast normal (die Tage sind aber immer noch Horror für uns alle).
Interessant ist bei ihr, dass ihr der Ball selbst vollkommen egal ist, ihr Kick kommt einzig und allein davon, dass das Ding fliegt.
Die Folge ist, dass ich meinen Fernseher in kleine Stücke schlagen will, wenn der Rütter Bällchenschmeißen empfiehlt

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coppinger beschreibt in einem seiner bücher einen seiner bc's, dem musste er vor dem supermarkt nur einen ball hinlegen, dieser wurde dann 15 minuten fixiert. das hat aber überhaupt nichts mit geistesgestört zu tun sondern ist eben ein hypertrophiertes, vom menschen so gewolltes verhalten.
es geht ja aber darum, daß sich so ein Verhalten völlig verselbständigt hat, wenn der Hund den ganzen Tag Bällchen glotzt. Er eben keine Verhaltensalternativen mehr kennt, auf dieses Verhalten fixiert ist. Das Verhalten an sich ist ja nicht falsch vom Hund, klar ist es natürliches Verhalten. -
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Ich habe einen Balljunkie, einen Aussie.... Die hab ich allerdings schon so aus dem Tierschutz bekommen. Zu Beginn dachten wir, das wäre "nur" mangelnde Impulskontrolle und es hat eine Weile gedauert, bis wir verstanden haben, dass es ausreicht, dass der Hund einen fliegenden Ball sieht und sie zerlegt die nächsten drei Tage die Wohnung, wenn wir sie aus den Augen lassen.
Das Weib bewegt sich ohne Leine maximal 50 m von mir weg, dann dreht sie sich um und schaut wo ich bin. Fliegt allerdings 800 oder 900 m weit weg ein Ball, ist der Hund weg und kommt auch nicht wieder (ein paar Male hab ich Pebbles hinterhergeschickt um MIR den fremben Ball zu bringen, damit ich Ronja einfangen kann). Rückruf funktioniert ansonsten erstklassik, inklusive bei Wildsichtung.
Im Juni haben wir das Plüschhuhn drei Jahre, seit bestimmt 2 Jahren und 9 Monaten, hat sie uns nichts mehr werfen sehen und meiden Orte, wo das passieren könnte wie die Pest. Passiert es aber trotz allem ist alles wie früher, vielleicht ist sie inzwischen "schon" nach 2 Tagen wieder fast normal (die Tage sind aber immer noch Horror für uns alle).
Interessant ist bei ihr, dass ihr der Ball selbst vollkommen egal ist, ihr Kick kommt einzig und allein davon, dass das Ding fliegt.
Die Folge ist, dass ich meinen Fernseher in kleine Stücke schlagen will, wenn der Rütter Bällchenschmeißen empfiehlt

Das mit den Rückfällen kennt meine Freundin auch. Besonders begeistert war sie, als ihr Mann am Anfang immer noch “heimlich“ Stöckchen geworfen hat, wenn er mal mit dem Hund raus ist. Begründet hat er das mit :“Wieso, das ist doch kein Ball.“ Es hat etwas gedauert bis er gerafft hat, das das für den Hund keinen Unterschied macht.
Ihr Hund würde heute sofort wieder in alte Verhaltensweisen fallen, wenn ein Ball ins Spiel käme. -
seit bestimmt 2 Jahren und 9 Monaten, hat sie uns nichts mehr werfen sehen und meiden Orte, wo das passieren könnte wie die Pest. Passiert es aber trotz allem ist alles wie früher, vielleicht ist sie inzwischen "schon" nach 2 Tagen wieder fast normal (die Tage sind aber immer noch Horror für uns alle).
Vermeiden heisst nicht bewältigen.
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Lustig, ich hab erst vor ein paar Tagen einen Artikel passend zu dem Thema gelesen: http://hundemagazin.ch/suechtig-auf-spiel/
Diesen Thread hab ich noch nicht durchgelesen, also sorry falls die Seite schon irgendwo gepostet wurde :)
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Na ja, wir wissen alle, das Süchtige ihr ganzes Leben lang den Suchtstoff meiden müssen - als Mensch, als denkender und bewusster Mensch kann ich das wollen und bewältigen, ich kann mich dem mit meinem Verstand nähern und mich entscheiden, was ich will. Ebean auch, nein, ich betrinke (was auch immer) mich nicht, weil ich um die Folgen weiß und weil ich das nicht will.
Aber, so gern ich Hunde habe - DAS können sie nicht. Sie können eine Sucht nicht bewältigen, sie würden es nicht tun und nicht wollen; deshalb müssen wir als Halter eingreifen und eben damit leben, das wir sie ihr Leben lang im Auge haben müssen und ihnen helfen. Da hilft nur Vermeiden, meiner Ansicht nach.
Sundri
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Vermeiden heisst nicht bewältigen.
stimmt schon, aber bei selbstbelohnendem verhalten kann man trotzdem die kette verhalten - belohnung unterbrechen, das gilt auch bei selbstbelohnendem verhalten!
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