Junkieverhalten!! Wieso zum Henker soll das normal sein??
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Ich scheine ja irgendwie an einem ganz seltsamen Ort zu wohnen, aber obwohl ich nicht irgendwo am Kaff sitze, macht hier kaum jemand mehr als die Runde um den Block oder im Zweifel durch den Wiesengrund. Die Mähr von den Haufen an Leuten die den ganzen Tag dem Hund nach springen halte ich eher für einen Forengemachten Wunschtraum...
Dementsprechend führen die Viecher sich auch auf.
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Hi,
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@bordy: Oh, hier laufen sie schon rum. Es gibt fast nur die Extreme "Wir bleiben auf dem Teerweg damit wir nicht schmutzig werden" oder eben "Sitz. Fuß. Richtungswechsel. Ablage. Fuß!"
Die treffe ich halt selten, weil ich zu anderen Zeiten unterwegs bin. Und dazu sind sie eben auch 3, 4 mal die Woche auf irgendwelchen Hundeplätzen für Stunden und fahren am Wochenende eben täglich raus für andere Gassistrecken.
Du glaubst garnicht wie oft meine armen Hunde schon bedauert wurden weil sie immer nur das gleiche sehen und überhaupt. Auch die ernstgemeinte Frage ob ich die 2 mit Tabletten ruhigstelle kam schon... -
es gibt genügend gesammelte daten über die aktivitäten von hunden welche zwar in menschlicher umgebung leben, jedoch keinen halter haben. diese hunde kommen genau wie im haus gehaltene hunde schnell an fressen.
man hat herausgefunden dass hunde meistens schlafen, 19-22 stunden, einmal pro tag das revier abschreiten, einige minuten mit anderen hunden interagieren. dann ist aber auch schon schluss. es wird viel faul im schatten herumgelungert.
viele heutige hunde leben leider mit einem ständig hohen cortisolspiegel, weil sie derart gefordert werden und kaum abstellen können. ich würde liebend gerne einmal im morgenurin eines solchen "karrierehundes" den cortisolwert messen. da wären so einige erstaunt.
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@bordy: Oh, hier laufen sie schon rum. Es gibt fast nur die Extreme "Wir bleiben auf dem Teerweg damit wir nicht schmutzig werden" oder eben "Sitz. Fuß. Richtungswechsel. Ablage. Fuß!"
Die treffe ich halt selten, weil ich zu anderen Zeiten unterwegs bin. Und dazu sind sie eben auch 3, 4 mal die Woche auf irgendwelchen Hundeplätzen für Stunden und fahren am Wochenende eben täglich raus für andere Gassistrecken.
Du glaubst garnicht wie oft meine armen Hunde schon bedauert wurden weil sie immer nur das gleiche sehen und überhaupt. Auch die ernstgemeinte Frage ob ich die 2 mit Tabletten ruhigstelle kam schon...Fände ich persönlich im Vergleich zu der Anarchie ala "geh den Nerven, dann kann ich quatschen und wenn wir heim gehen bist du endlich still" ja ganz nett. Ich sollte wohl wirklich umziehen.
So muss ich halt an den Wochenenden raus fahren zu anderen Strecken um in Ruhe spazieren zu gehen... (und 4 Mal die Woche auf den Hundeplatz. Plus X. )
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Ich möchte dem zustimmen, ich treffe immer mehr Leute die ihren Hund auslasten wollen und die, ohne Sinn und Verstand, kein Mittelmaß finden - ich behaupte glatt, es fehlt ihnen an gesundem Menschenverstand - und die ihrem Hund Programme zumuten, die viele Hunde nicht mehr stemmen können. Da hat Aeoleon recht.
Schönstes Beispiel im Thread "Wer hat eine Idee" - da ging es um den Dalmatiner meiner Tochter. Völlig hochgepuscht, überpowert, ein Nervenbündel - ein Junkie..... vier Wochen hab ich gebraucht um den auf normales Maß zu bekommen und meine Tochter brachte ihn in zwei Tagen wieder von der Rolle.
Luacs etwa, der ist momentan absolut zufrieden, Haus neu, Gegend neu, Menschen neu - Kaninchen auf den Wegen - der ist alle - wenn wir daheim sind. Unterordnung würde ihn schon völlig überfordern. Also gebe ich ihm die Zeit, er wird mir zeigen, wenn er mehr braucht.
Es gibt ja noch etwas zwischen tödlicher Langeweile und Überforderung, der persönliche Weg für jedes Gespann..... die Anforderungen die ein Hund aufgrund seines Wesens an einen stellt.
Ich hab einen Jagdhund aus Arbeitslinie geführt, das Wichtigste für ihn war Ruhe zu lernen. Abliegen im Revier, draußen..... entspannen. Ja, er durfte arbeiten, er hat viel gearbeitet, drei Tage in der Woche waren wir unterwegs, Jägerschaft, Junghundegruppe - dies und das - aber auch er hatte Spaziergänge auf denen er einfach frei haben durfte. Da konnte er einfach mal die Seele baumeln lassen und Hund sein. Klingt albern, aber ich glaub er brauchte es. Er war Zeit Lebens ausgeglichen und zufrieden. Er hatte gelernt, es gibt Arbeitssequenzen und die waren manchmal echt hart, und Ruhezeiten - etwa zur Brut- und Setzzeit.
Meine Ausbilder sagten damals schon, lieber fünf Mal am Tag drei Minuten arbeiten und dann mit positiver Übung abschließen, als einmal ne halbe Stunde. Und denken sie daran, ihr Hund ist nicht doof, wenn`s dreimal gut geklappt hat, sollte man aufhören, sonst langweilt er sich und macht Murks. Tun sie einfach mal drei Tage gar nichts..... dsa wird allen gut tun.
Und Ruhe halten, kommt heute viel zu oft, viel zu kurz. Bei vielen.
Sundri
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wir haben anfangs mit unserem angsthund auch den fehler gemacht ihn ganz normal auszulasten, das ergebnis war ein nervöses, hibbeliges hundchen. aber noch da haben uns alle geraten: wenn der so nervös ist, ihr müsst unbedingt ins agility, oder treibball, oder obedience, ja und schwimmt er, apportiert er den dummy? ect.
ich höre das so oft, unser aussie ist ein totales energiebündel, der schläft fast nie, deshalb gehen wir jetzt noch eine stunde raus mit ihm....
man geht mit seinen kindern auch nicht täglich ins disneyworld, die werden sonst zu nervenbündel...
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Naja, es gibt aber auch viele Studien, in denen sich viel Bewegung und Beschäftigung für den Hund positiv auf Verhaltensprobleme und Trennungsangst ausgewirkt hat.
Zitatmoderate exercise enhances noradrenergic activity in the brain and increases levels of serotonin (a hormone linked with decreased levels of stress and increased feelings of well-being), Lindsay concludes that these findings are “of considerable importance with respect to the use of exercise for the management of stress-related behavior problems.”
ZitatWithin the brain’s neuroeconomy, serotonin plays an important modulatory role over stress and the control of undesirable impulsive behavior. Promising evidence in support of a functional link between serotonin production and exercise has been reported by Dey and his associates (1992), who demonstrated a significant alteration of central serotonergic activity in rats exposed to chronic exercise.
ZitatThe aforementioned studies support the hypothesis that exercise, especially daily and long-term exercise, has potentially beneficial effects on the neuroeconomy of the dog...
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ja, es gibt auch studien dass arbeitshunde, welche im normalen rahmen arbeiten, weniger stereotypien entwickeln, und natürlich wirkt sich bewegung hormonell beruhigend auf den hund aus.
ich finde es geht um ein individuelles, dem hund angepasstes tagesprogramm- für einige hunde sind 3 mal 20 minuten zu viel, für andere reichen 3 mal eine stunde fast nicht aus.
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Ich habe ja nun quasi zwei Arbeitsrassen in einer.
“Programm“ hat er keins. Wir gehen 1x täglich durchs Revier und da ist er einfach Hund, ab und zu darf er gefundene Knochen aportieren und mitnehmen. Völlig unspektakulär und langweilig. Das scheint sein Labradorwesen aber zu besänftigen. Zuhause schläft oder döst er und im Garten macht er seinen “Minijob“, der Beauceron kommt da auch durch und er meldet brav Passanten.
Alles das ist in unseren normalen Alltag integriert und Hundeplatz kennen wir nur vom Hörensagen.
Ihm scheint das zu reichen, er wirkt weder über- noch unterfordert.
Ich finde diesen “Rassetypisches Auslasten Hype“ total überspannt.
Jeder scheint sich ständig Sorgen zu machen, dass der eigene Hund an Langweile stirbt, wenn er nicht mindestens drei Stunden am Tag artgerecht ausgepowert wird (körperlich und geistig natürlich).
Wo bleibt denn da der Spass? Auch mal einfach gepflegtes langweilen ist für einen Hund was Gutes. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Hunde gleich zu psychotischen Wracks werden, wenn sie mal zwei Wochen nichts anderes tun als Hund zu sein.
Und immer die gleichen Strecken ist zwar für den Menschen langweilig und Öde, aber Hunde mögen es “ihr Revier“ abzulaufen und zu erschnuppern wer sich da sonst noch so rumtreibt. Sie markieren, beobachten und registrieren jede kleine Veränderung. Das ist ihr “Job“, wenn man so will. Spricht ja nichts dagegen, den Hund auch anderweitig zu fordern, wenn er Spass dran hat, aber ob er nun eine 7 Tage Arbeitswoche braucht? -
Ich hab nix gegen Auslastung und Hundesport, also falls das so rüberkam, ne ne! Ich bin aber der Meinung jeder Hund sollte seinen Neigungen entsprechend behandelt werden und eben das kommt oft zu kurz.
Denn dieser extreme Hype und das "Herabsehen" auf reines Spazierengehen ist doch auch kein guter Weg.
Zwischen "Ja, geh mal laufen, ich warte hier am Auto auf dich" und "Fuß, Ablage, Exerzieren, 4x Hundeplatz sonst isser unentspannt!" liegt die Mitte.@bordy Du wärst aber doch die Erste die das einschränkt wenn du sehen würdest das es deinem Hund damit nicht gut geht.
Ein Sporthund ist ein Sporthund, der wurde langsam trainiert und leistet nun eben was. So wie die Menschen die 3mal die Woche ins Fitnesstudio gehen. Da muss eine Linie drin sein und das ist auch okay so.Aber auch ein Sporthund braucht doch nicht 4x die Woche Hundeplatz + bei wirklich jedem Gassigang mindestens 10 Minuten Unterordnung + 2mal täglich ein wenig Apportieren + zuhause noch Kopfarbeit nur um glücklich zu sein. Neben dem Begleiten ins Büro und in die Stadt, natürlich.
Das ist doch ein Mammutprogramm!
Das kann doch nicht das Maß aller Hunde sein?Und das am WE mal woanders hinfahren ist auch okay, aber dieses fast schon bessesene "Abwechslung, der Hund braucht Abwechslung!" ist falsch. Darum gehts mir, ich dacht ich hätte das deutlich gemacht.
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