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Unsicher und unglücklich

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    Hallo,


    ich bin neu hier und der Post wird wahrscheinlich etwas länger. Seid also gewarnt. :muede:


    Vor einem Jahr haben mein Mann und ich unseren ersten Hund adoptiert. Die Kleine ist eine Terrier Mischlingshündin und jetzt 3,5 Jahre alt. Sie stammt aus einer Auffangstation von Gran Canaria.
    Als wir sie kennenlernten, lebte sie hier in Deutschland seit einigen Wochen auf einer Pflegestelle. Als wir sie sahen, haben wir uns sofort verliebt. Wir waren einmal mit ihr Gassi und haben sie dann 3 Wochen später zu uns genommen.
    Wir haben beide kaum bis wenig Erfahrung mit Hunden.
    Nun zu meinen Problemen:
    Unsere Hündin ist daheim eine sehr liebe Maus. Sie bellt nicht, kann problemlos stundenweise alleine bleiben und ist lieb.
    All das ändert sich aber wenn wir mit ihr raus gehen. Sie reagiert auf andere Hunde grundsätzlich mit bellen und Terror an der Leine. Sie zerrt an der Leine und ist draussen für uns nicht ansprechbar. Sie lässt sich weder ablenken mit Spielzeug oder Leckerchen oder irgendwas. Selbst das konsequente weiterlaufen funzt nicht, weil sie sich wie ein Erdmännchen auf die Hinterbeine stellt. Ich müsste sie demnach hinter mir herziehen und würde sie verletzen. Ergo hebe ich sie hoch und trage sie weg. Ist zwar pädagogisch nicht wertvoll aber was soll ich machen?
    Morgen treffe ich den vierten Hundetrainer und hoffe, das wird nicht wieder ein Schuss in den Ofen.
    500 Euro haben wir innerhalb eines Jahres schon für Hundetrainer verbrannt und es hat nix gebracht.
    Ich habe mir das Leben mit Hund ganz anders vorgestellt. Ich stehe jetzt jeden morgen um spätestens 6:30 Uhr auf weil Madame dann langsam raus will. Nachts schlafe ich nicht mehr gut, weil ich jedesmal hell wach bin wenn ich die kleinen Pfoten auf dem Laminat höre.
    Ich weiss, ich muss dann nicht aufstehen aber es ist dann wie eine Mutter mit Säugling. Sobald das Kind (Hund) irgend nen Mucks von sich gibt ist die Mutti wach.
    Wir hatten geplant mit unserer Hündin in den Urlaub zu fahren und auch bei Freizeitgestaltungen sie oft einzubinden. Da sie sich aber draussen so schwierig verhält, nehmen wir sie kaum irgendwohin mit. Da wir sie aber auch nicht ständig alleine lassen wollen, gehen wir auch kaum noch weg.
    Nun habe ich gestern abend an ihr wieder Flohbisse entdeckt. Obwohl ich sie regelmäßig alle 3 Wochen spotte. Also wieder alle tausend Decken und Körbchen gewaschen etc. Hund gekämmt weder Floh- noch Flohkot entdeckt.
    Ich bin das alles so leid.
    Wir haben in diesem ersten Jahr schon 500 Euro beim Tierarzt gelassen. Flohbefall, 2mal Magen Darm, irgendwas draussen gefressen und Zahnsteinentfernung. Versteht mich nicht falsch, ich wusste, dass auch Kosten auf uns zukommen aber 500 Euro in 12 Monaten?
    Ich glaube wir sind zu unerfahren und sie akzeptiert, aber respektiert uns nicht. Ich habe keine Ahnung wie ich das ändern soll.
    Ich hab unseren Hund wirklich lieb aber der Gedanke, dass das noch 15 Jahre so weiter geht schafft mich total. Öfter trage ich mich mit dem Gedanken, sie wieder zurück zu geben. Dann schäme ich mich, bin missgelaunt und weiss nicht weiter. So geht der Teufelskreis immer weiter.
    Die Gassirunden werden immer kürzer weil wir hier in der Nachbarschaft schon bekannt sind als nicht sozial mit anderen Hunden. Ich schäme mich und bin genervt.
    Sorry das musste mal raus.


    LG

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  • Am Anfang hat sie aufgehört zu bellen wenn ich sie hochgenommen habe. Jetzt macht sie teilweise weiter.
    Der erste Trainer hat gesagt, wenn sie es draussen macht sollen wir nach Hause mit ihr und sie 24 Stunden ignorieren. Hilft bei unserem Hund nicht. Sie ist das ignorieren ja wahrscheinlich von früher gewohnt. Der zweite Trainer hat gesagt wir sollen sie zurückdrängen und den Blickkontakt unterbrechen. Schön in der Theorie, schlecht in der Praxis. Sie springt dann rechts und links seitlich an uns vorbei. Egal wie kurz wir sie halten.
    Der dritte Trainer hat die Hunde in seinem Training angeschrien. Da bin ich nach der ersten Zuschauerstunde abgedampft. Das war nichts für uns. Morgen geht es zur vierten Trainerin und wieder bin ich 45€ ärmer.

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  • Hey, atme mal tief durch. Verstehe gar nicht wie du den Bogen von unverträglich mit anderen Hunden zu "respektlos" dir gegenüber schlägst. Vergiss das ganz fix, Hunde wissen nix von unserem Respekt. ;)


    Mir ist nicht ganz so klar, ob und wie ihr nun trainiert habt. (Mit etwas ablenken wollen fällt für mich jetzt nicht direkt unter Training.)
    Oder was euch die Trainer geraten haben.


    Ich habe selbst eine Hündin aus dem Tierschutz, die bei Hundebegnungen nicht ganz einfach reagiert. Ein Clicker bzw. Markerwort erleichtert unser belohnungsbasiertes Training ungemein.


    Hilfreiche Links könnten vielleicht sein: http://markertraining.de/leine…n-unangenehmer-begleiter/
    http://markertraining.de/zeige…kommunikation-verbessert/
    http://markertraining.de/der-unsichere-hund/


    Hier findet man gute Trainer:
    http://chakanyuka.de/empfehlenswerte-hundeschulen/
    http://www.trainieren-statt-dominieren.de/unterstuetzer

  • Sie ist vor allen Dingen nicht unverträglich mit anderen Hunden wenn sie abgeleint ist. Wir gehen ab und an zu einer eingezäunten Hundewiese. Da gab es bis jetzt noch keine großen Probleme. Da ist mir lediglich aufgefallen, dass sie sich den Hunden teilweise merkwürdig nähert. Sie pirscht sich an wie auf der Jagd. Aber auch nicht immer.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Am Anfang hat sie aufgehört zu bellen wenn ich sie hochgenommen habe. Jetzt macht sie teilweise weiter.
    Der erste Trainer hat gesagt, wenn sie es draussen macht sollen wir nach Hause mit ihr und sie 24 Stunden ignorieren. Hilft bei unserem Hund nicht. Sie ist das ignorieren ja wahrscheinlich von früher gewohnt. Der zweite Trainer hat gesagt wir sollen sie zurückdrängen und den Blickkontakt unterbrechen. Schön in der Theorie, schlecht in der Praxis. Sie springt dann rechts und links seitlich an uns vorbei. Egal wie kurz wir sie halten.
    Der dritte Trainer hat die Hunde in seinem Training angeschrien. Da bin ich nach der ersten Zuschauerstunde abgedampft. Das war nichts für uns. Morgen geht es zur vierten Trainerin und wieder bin ich 45€ ärmer.

    Hört sich alles nicht toll an. Da hattest du wirklich Pech mit den Trainern. Ich hoffe der nächste kann dir besser helfen, ansonsten kannst du mal hier vorbeischauen : http://www.dogforum.de/index.p…8830-Zeigen-und-Benennen/

  • Tief durchatmen! :) Manchmal muss der Frust einfach raus.


    Zunächst mal:
    500€ in einem Jahr sind nicht viel. ;) Den Zahn möchte ich dir gerne zuerst ziehen, auch wenn das weh tut. Auf diese Preise kommt man (= Hundehalter) eben sehr schnell, dazu muss nicht einmal viel vorfallen. Darauf müsst ihr euch (leider) einstellen.


    Aber:
    Ich kann euren Frust verstehen!


    Ein Hund ist wie ein kleines Kind. Und wie ein kleines Kind stellt er viele Ansprüche an euch. :)


    Hat es einen bestimmten Hintergrund, dass du nachts immer aufwachst? Zerstört sie Möbelstücke oder macht sie in die Wohnung?
    In beiden Fällen, aber auch bei genereller Unruhe, würde ich dir ein gutes, solides Boxentraining empfehlen. Am besten ist auch dazu ein guter Trainer geeignet, der euch zeigt, wie es geht. :)


    Was den Leinenfrust angeht - das haben wir hier auch. Damit kämpfen sehr viele, ihr seid damit also ganz und gar nicht alleine.


    Um euren Frust und den eures Hundes zu minimieren, würde ich zunächst dazu raten auf Abstand zu gehen. Lauft einen Bogen, wechselt die Straßenseite - weicht einfach aus. Das ist nicht die Lösung des eigentlichen Problems, aber es reduziert den Frust.


    Danach kann man anfangen mit bestimmten Methoden zu arbeiten: Umdrehen, alternatives Verhalten aufbauen, zeigen und benennen ausprobieren. Je nachdem, was euch und dem Hund liegt.


    Welche Methoden habt ihr denn bis jetzt ausprobiert?
    Wann fängt der Frust an? (1m, 10m oder 50m Abstand?)


    Wie ist sie im Freilauf mit anderen Hunden?


    Was den Flohbefall angeht ... puh. damit haben wir keine Erfahrung. Dakota wird regelmäßig gewaschen (Shampoo + Dusche), hat aber auch total kurzes Fell, das ist nicht so attraktiv, fürchte ich. Aber da haben bestimmt andere noch tolle Ideen. :)


    Ah, fast vergessen:
    Warum muss sie immer um 6.30 Uhr raus?
    Arbeitsbedingt, weil es sonst nicht klappt? Oder macht sie sonst in die Wohnung?


    Ersteres ist ein Organisationsproblem und lässt sich sicher lösen, zweiteres wirft die Frage auf, ob sie vielleicht ein gesundheitliches Problem hat.


    Wenn sie einfach nur penetrant nervt, weil ihr öde ist, dann ist es eine Erziehungssache und sicher am einfachsten zu beenden. :) Mit Ignoranz & Konsequenz.

  • Ich danke euch erstmal ganz ganz herzlich für den Zuspruch. Den brauche ich momentan wirklich dringend.


    Also der Frust an der Leine fängt auch gerne schon 50 oder 70 Meter vorher an. Wenn sie den Hund sieht, schiesst sie sich auf ihn ein. Unsere Hündin findet aber auch alles andere interessant. Letzte Woche habe ich einfach mal ausprobiert, sie nur draussen zu füttern. Sie musste sich das erarbeiten mit Sitz Platz etc.
    Wir also in den Park. So 40 Meter entfernt von uns haben 2 Menschen Fahrrad fahren geübt. Das hat ausgereicht und weder ich noch Futter waren interessant. Sie hat zwar nicht gebellt etc weil sie nur Hunde und Katzen ankeift, aber weder ich noch das Futter konnten ihre Aufmerksamkeit erregen.

  • Heißt letzte Woche die ganze Woche oder nur einzelne Tage?


    Wenn sie bisher Futter Zuhause bekommen hat, aus dem Napf und ausreichend, dann könnte es sein, dass sie einfach (noch) nicht (genügend) Hunger hatte.


    Wir füttern auch viel aus der Hand, inzwischen nicht mehr vollständig, haben das aber die ersten 2 Lebensjahre gemacht. Nur aus der Hand, nur gegen Kommando und zum Großteil draußen (da aber auch für "Angucken" und jede Art der Kommunikationsaufnahme, also auch mal ein gedrehtes Ohr in unsere Richtung, wenn sie total auf etwas fixiert war). Auch heute belohnen wir Kommunikation noch, umdrehen, randkommen, umgucken, bei uns nachfragen - alles kann ein bisschen Futter geben und alles gibt auf jedenfall Lob. :)

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