American Akita - wirklich so schlimm?

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    Ich denke, wenn du tief in dich gehst und dich fragst, ob du wirklich ein Alpha (nicht im Sinne von Dominanz, sondern von Führungsqualitäten) bist hätte der Am. Akita einen Grund, sich an dir zu orientieren. Wenn du diese natürliche Ausstrahlung nicht hast, würde ich mich nach einer anderen Rasse umsehen.
    Gerne wird er die Arbeit nicht machen.

  • Danke euch allen für eure Erfahrungen!
    Denn Rassebeschreibungen lesen ist ganz informativ, aber Erfahrungen von euch berichtet kriegen ist viel viel hilfreicher!
    Ich hatte es schon befürchtet/geahnt, aber nun ist es klar: KEIN American Akita für mich!
    Das schlagende Argument dabei für mich war, dass es dem (gut erzogenen, braven, treuen) Akita trotz allem wesensfremd wäre, viele kleine Menschen gern haben zu sollen.
    Nein, einen Job kann auch "Hund" nur auf Dauer gut machen, wenn er selbst Freude daran hat.
    Werde also weiterüberlegen…..
    Danke an euch!

  • Hi,
    bei der Beschreibung, was ihr mit dem Hund machen wollt, kam mir tatsächlich ausnahmsweise sofort Samojede in den Sinn.
    Menschenfreundlichkeit ist im Rassestandard festgelegt, das Teddyaussehen in Verbindung mit dem weissen Fell ist für die meisten Leute anziehend und Canicross ist eine DER Sportarten für die Rasse!
    LG von Julie

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  • Ich weiß nicht, wie das mit den amerikanischen Akitas ist. Bei vielen japanischen ist mir aufgefallen, dass sie schon im jüngsten Welpenalter extremes ressourcenverteidigendes Verhalten zeigen, ohne viel zu warnen (Augen werden kurz größer und happs)


    Die Eskalationsleiter kann trotz sehr nettem Training sehr kurz sein.

  • Ich kann keine eigene Erfahrung mit American Akitas vorweisen, erinnere mich aber an eine nach Rassen aufgeteilte Beißstatistik aus den USA. Darin wurden verschiedenen Kategorien aufgeführt wie Agression gegen Hunde, fremde Menschen, die eigenen Besitzer. Der American Akita hielt durchweg Spitzenplätze in den Top Ten.



    Dagmar & Cara

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Der Akita hat ein breites und feines Reportoire an Ausdrucksverhalten, keine Frage. Allerdings kommt es beim Gegenüber vielleicht nicht an, da dieses “handfester” spricht als der ursprüngliche Akita. Hinzu kommt, dass er – vermenschlicht gesprochen – zu stolz ist, um einer Konfrontation aus dem Weg zu gehen.
    Nein, er ist kein “aggressiver” Hund, der andere unterbuttern will. Fühlt er sich aber herausgefordert, lehnt er diese Herausforderung nur selten ab.

    (Link ist hoffentlich richtig drin)



    Ich finde das ist bei den Schlittenhunden sehr ähnlich, die denken, sie haben schon sehr deutlich gesprochen und schnappen dann schnell mal ab, wenns zu viel wird und der andere Hund das ansonsten nicht versteht. Meine Schlittehunde haben sich immer mit japanischen Hunden gut arrangiert, aber so hundefreundlich wie die meinen waren die nie.

  • Wir hatten mal Gäste beim Training, die mit ihrem American Akita Rettungshundearbeit machen wollten. Gut, die Rasse wäre nun wirklich nicht meine erste Wahl.... der Hund war ganz nett.... aber der Halter :mute:
    Hat eigentlich jeden Satz mit "Der American Akita macht dies nicht/ ist so und so/ muss man so und so anpacken/ Blabla" angefangen. Furchtbar. Es war nicht sein Max (oder wie er hieß) sondern nur "der American Akita".
    Ganz stolz war er, als er erzählt hat, wie gut sich sein Sohn (im Grundschulalter) gegen den Hund durchsetzen kann - auch körperlich. Ich hoffe sehr, dass das nicht böse ausgeht. Mal sehen, bald steht wieder ein gemeinsames Training an.



    Will sagen: Da wundern mich Spitzenplätze in Beißstatistiken gar nicht....

  • Wir hatten auch einen American Akita in der Hundeschul-Gruppe. Von Welpe bis ca. 2 war ich mit dem Hund und seinen Leuten zusammen in der Gruppe, dann hab ich irgendwann gewechselt und der Akita blieb in der Gruppe.


    Der Hund war als Welpe super nett. Ziemlich eigensinnig und etwas speziell, aber verträglich. Je älter er wurde, desto schwieriger wurde er. Er läuft immer an der Schleppleine und in der Hundeschule war er für Gruppen mit Freilauf bzw. Arbeit ohne Leine nicht mehr tragbar irgendwann. Wenn ihm was nicht gepasst hat, hat der nicht lange gefackelt und das geklärt.
    Inzwischen sind die Besitzer nur noch im Einzeltraining. Die Besitzer geben sich von Anfang an ganz viel Mühe und haben ihn nach besten Wissen sozialisiert und erzogen, aber er ist nicht einfach.


    Im Nachbarort gibt es eine Akita Zucht.
    Der Züchter ist auch nicht ganz sauber im Kopf meiner Meinung nach.
    Einer der Rüden hat vor einem Jahr ungefähr ein Mädchen gebissen, weil sie die Hündin streicheln wollte. Die Halterin war dabei und die Szene ist schon öfters völlig problemlos gelaufen . Das Mädel hat auch immer gefragt und ist vorsichtig hin und wusste, dass es den Rüden nicht anfassen darf. Tja, diesmal war der Rüde der Meinung, die Hündin gehört auch nicht angefasst.


    Kann man jetzt drüber streiten ob es sein muss, ein Kind so nah an einen Hund ran zu lassen von dem man weiß, dass er nicht so ganz ohne ist. Hätte ich wohl nicht gemacht.

  • Ich hatte 1 1/2 Jahre Tür an Tür mit einem Ami gewohnt und ganz ehrlich? Das ist der erste Hund vor dem ich so richtig Schieß hatte.
    Seine Besitzer waren junge Alternative, ganz nette Leute, aber für diese Art von Hund mehr als ungeeignet.
    Als ich in die Wohnung zog war der Gute noch nicht wirklich erwachsen. Sind ja auch Spätentwickler. Anfangs konnten noch Beide mit ihm runter gehen, aber zum Ende hin ging das wirklich nur noch bei ihm, sie konnte ihn nicht halten und war total überfordert. Hangelte sich von Laterne zu Laterne. Und das er sich nicht losriss war mehr Glück als wirklich können (oder das Können bezog sich auf die Wickeltechnik um die Laterne)
    Unterhaltungen waren nicht mehr möglich, weil er entweder auf unsere Hunde wollte und ohne Hund keinen in der Nähe duldete. Grad bei ihr, er hatte noch etwas mehr Spielraum. Wobei das meist mehr wie Wrestling aussah als kontrolliertes Sichern.
    Jedes Rausgehen mit den Hunden war ein Spießrutenlauf, das wir uns nicht übern Weg laufen.


    Und ich bin mir sicher, die absolute Steigerung kam erst nach unserem Umzug. Das entwickelte sich grad erst zu einem Desaster :dagegen:

  • Unsere American Akita Hündin hatte kein Schutzverhalten und Wachtrieb. Es wurde sich über jeden gefreut, der zur Türe rein kam. Stürmische Begrüßungen waren ihr Ding. Draußen war sie zu Fremden eher ängstlich als in irgendeiner Form aggressiv. Ich denke nicht, dass sie je geschnappt hätte. So soll der American Akita übrigens auch sein, er soll eine sehr hohe Reizschwelle haben und sehr gehemmt sein, Menschen zu beißen! Es sei denn sein Herrchen/Frauchen wird bedroht, der Akita wie American Akita sieht es als natürliche Aufgabe seine Leute zu schützen.
    Mit anderen Hunden dagegen war unsere Hündin schon etwas schwieriger. Man braucht etwas Zeit bis man einigermaßen verstanden hat, was beim American Akita jetzt Sache ist. Die Signale sind fein, man erkennt es irgendwann dann schon an einem veränderten Blick. Wer sich mit ihr angelegt hatte, hat den Kürzeren gezogen. Ausnahmslos.

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