Keimbelastung Barf- resistenten Bakterien

  • Ich würde davon ausgehen, dass die meisten pathogenen Bakterien weniger lange Erhitzen überstehen als Vitamine. Im Zweifel etwas B - Komplex, und D substituieren.


    Antibiotika, Hormone, Wachstumsförderer.... sind durch Kochen so schnell sicher nicht klein zu kriegen.


    Nach dem Kochen das Wasser mit verfüttern, dann gehen keine Mineralien verloren :)

  • Klar gibt es nicht nur schwarz und weiß, nur muß man eben damit leben, dass die Qualität als Gesamtpaket (also incl Belastungen) bei Billig-Produkten höher ist.


    Wie man damit umgeht, ist jedem selber überlassen :)


    Ich bin übrigens kein Vegetarier, ich esse sehr gerne mal ein Stück Fleisch oder auch eine Bolognese zu meinen Nudeln, ich habe das Glück, mir hier auf dem Land eine gute Versorgung mit Freiland-Haltungstieren aufgebaut zu haben, die kannte ich quasie alle persönlich, bevor sie in meine Truhe wanderten. Ist nicht viel teurer als "normales Fleisch, da Direktvermarktung, es ist auch kein BIO, aber ich kenne halt die Landwirte und deren Tierhaltung.



    Da kann ich nur meinen tiefsten Neid aussprechen.
    Meinen Eltern geht das auch so - ein Bauer in ihrem Dorf schlachtet demnächst eins seiner Galloways. Leider bekomme ich keinen Pansen ab, hab schon gefragt. er hat selber drei Hunde.


    Milch und Eier sind bei mir mittlerweile Bio, viele Milchprodukte auch und ich denke intensiv über eine Bio-Abokiste nach. Bio-Fleisch ist preislich nciht drin. Selbst 'normales' Fleisch nicht immer
    Aber ich ernähre mich auch insgesamt nicht besonders gesund (Gott, wie oft ich das schon geändert habe - teilweise monatelang durchgehalten. Und lande doch immer wieder bei Spaghetti mit Tomatensosse und jeder Menge Schoki...)
    Mein Hund lebt sehr viel gesünder.


    Es ist blöd, dass es keinen (für mich auffindbaren) Mittelweg gibt: Tiere, die zwar nicht bio ernährt werden und/oder das ganze Jahr Freilauf haben, aber eben auch nicht auf dem gesetzlichen Minimum an Quadratmetern dahinvegetieren müssen.


    Immerhin gibt es ein Umdenken, was ortsnahe Schlachtung angeht, so dass weniger Tier quer durch Europa gekarrt werden, nur weil in Marokko schlachten ein bisschen billiger ist.


    Und leider bekomme ich nicht das ganze Jahr über Wild. Nach der WM gab es z.B gar keins. Der Händler hat versichert, dass es tatsächlich an der WM lag: die Leute gucken Fussball und hocken nicht nachts im Wald.
    Fand ich recht bemerkenswert.


  • Es ist blöd, dass es keinen (für mich auffindbaren) Mittelweg gibt: Tiere, die zwar nicht bio ernährt werden und/oder das ganze Jahr Freilauf haben, aber eben auch nicht auf dem gesetzlichen Minimum an Quadratmetern dahinvegetieren müssen.


    Ich hab nach der erwähnung hier mal kurz die Seite überflogen: Neuland-Fleisch
    Keine Ahnung ob das vllt eine Lösung wäre und ob das ganze noch bezahlbar ist. Aber sollen anscheinend nicht bio ernährt werden, dafür artgerechter leben... Ich werde mir die Seite demnächst mal genauer ansehen

  • Hab gerade mal nachgesehen und es gibt einen Fleischer in der Nähe. Die meisten Sachen kosten 3-5 mal so viel wie beim Discounter. 3 Mal würde evt. noch gehen, wenn es dafür besser schmeckt. (Discounterfleisch schmeckt ja nach fast nix) ich probier's mal aus.
    Das Suppenhuhn ist bezahlbar und das brauche ich ja öfter.

  • Durch Erhitzen gehen die kaputt, aber gehen dann nicht viele Vitamine , wenn man die Suppe nicht mitgibt, Mineralstoffe,- Fettsäuren ... verloren?


    Gegenfrage: Isst du roh? ;)
    Ich vermute nein. Aber ich nehme mal an das du soweit gesund bist und nicht mangelernährt.
    Ergo: Solange du dein Essen und das deines Hundes nicht immer stundenlang völlig totkochst dürftet ihr beide keinen Mangel erleiden.
    (Und das Kochwasser kann man gut mitverwenden, ja)



    Dieser Skandal ist ja leider nur einer von vielen. *seufz*
    Für uns hier ist es nunmal so das wir uns das Fleisch vom Metzger nur sehr selten leisten können, der Kerl Gemüse eher als Biowaffe ansieht und ich 4 Jahre gebraucht habe ehe der mehr isst außer Erbsen mit Möhrchen. (Kein Scheiß! Der hat sein Leben lang nix anderes an Gemüse gegessen!)
    Vegetarisch kommt für uns beide nicht in Frage, Metzger ist selten drin, also bleibt nur die Supermarkttheke.
    Aber wir wissen was wir da essen. Im Gegensatz zu manch anderem da draußen die ja nach so Skandalen immer aus allen Wolken fallen.

  • Hab gerade mal nachgesehen und es gibt einen Fleischer in der Nähe. Die meisten Sachen kosten 3-5 mal so viel wie beim Discounter. 3 Mal würde evt. noch gehen, wenn es dafür besser schmeckt. (Discounterfleisch schmeckt ja nach fast nix) ich probier's mal aus.
    Das Suppenhuhn ist bezahlbar und das brauche ich ja öfter.


    Ok ich bin gespannt, vllt magst du ja mal berichten ob es sich lohnt.

  • Ich lasse mich verrückt machen.


    Es ist mir auch nicht möglich alles Fleisch für den Hund in Bio-Qualität zu beziehen.


    Meines Wissens werden auch die "Biofleisch liefernden Tiere" in konventionellen Schlachthöfen geschlachtet und könnten auch dort kontaminiert werden.


    Ich begrüße jeden Weg die Tierhaltung zu verbessern, glaube aber nicht mehr daran, dass es so viele Menschen gibt, die tatsächlich für sich und auch noch ihre Hunde und Katzen Fleisch in Bioqualität beziehen.
    In Zeiten in denen selbst Biolandwirte der ersten Stunde ihre Biozertifizierung zurückgeben, weil sie keinen Absatz für ihre Produkte finden und billigere "Bioprodukte" aus dem Ausland bevorzugt werden, glaube ich nicht an die Bereitschaft der Verbraucher für sich und die Umwelt besonders viel zu tun.


    Was die Keime angeht, regt mich besonders auf, dass wieder der Verbraucher allein Schuld sein soll.
    Meiner Meinung nach gehören keimbelastete Produkte nicht auf den Markt.
    Wenn die Billigfleischhersteller Fleisch nicht anders hproduzieren können, gibt dafür eben keinen Absatz.
    Ein Anschlag auf die freie Marktwirtschaft, ich weiß.


    LG, Friederike


  • Meiner Meinung nach gehören keimbelastete Produkte nicht auf den Markt.
    Wenn die Billigfleischhersteller Fleisch nicht anders hproduzieren können, gibt dafür eben keinen Absatz.
    Ein Anschlag auf die freie Marktwirtschaft, ich weiß.


    LG, Friederike


    Wenn alles (auch nur potentiell) belastete Fleisch (Schon das Lebenslange stehen in den eigenen Exkrementen sorgt für eine gewisse Keimbelastung...) vom Markt verschwindet (was ich sehr begrüßen würde) würden die Fleischpreise ziemlich steigen, weil DANN das Angebot tatsächlich mal zumindest mit der Nachfrage gleich ziehen würde....

  • Bio-Bauern haben z. T. eigene Schlachthäuser, meiner schlachtet in seinem nach Bedarf.
    Ansonsten: Lachs ist auch extrem mit Antibiotika belastet (und das Aquafarming im Bereich von Flussmündungen eine einzige Katastrophe für die wilden Lachse)

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!