Austausch: Halter mit (vollständig) unverträglichen Hunden

  • Yippppiiii, heute kriegt Vicky eine glatte 10! :applaus:

    Wir begegneten im Wald zuerst einem jungen Entlebucher x Border-Mix, 1.5 Jahre alt. Ich kenne Besitzerin und Hund gut.
    Wie üblich stürzte sich Vicky bellend und knurrend auf den Rüden, der sich etwas verdattert in die Schranken weisen liess. Als ich meine beiden Mädels freiliess, keiften sie den Rüden nur noch kurz an, weil er sie beschnuppern wollte, waren ansonsten viel mehr an meinen super-guten Hyper-Gutelis interessiert. Wir konnten ganz entspannt mehrere Minuten miteinander plaudern, beide Mädels standen gelangweilt herum, der Rüde verhielt sich auch ruhig.

    Kaum 200 m weiter sah ich durch die Bäume, dass der Wirt des Bergrestaurants mit seiner Neufundländer-Hündin unterwegs war. Ich wusste, dass diese Hündin die Gelassenheit in Person ist, also reagierte ich überhaupt nicht, sondern spazierte entspannt weiter, beide Mädels frei. Wir kamen näher, und ich plauderte mit dem Wirt, ohne dass es Gekeife gab. Alle Hunde standen gelangweilt herum, die Neufundländer-Hündin nahm überhaupt keine Notiz von meinen Mädels.

    So gelassen kann ich mich natürlich nicht jedem fremden Hund nähern, das geht nur bei HH, die ich kenne und ihre Hunde einschätzen kann. Aber es hat mir wieder mal bewiesen, dass die Pöbelei wirklich nur heisst "Bleib mir vom Leib, Du Cheib!" (schweizerdeutsch für "Bengel, Lausejunge, Ungeheuer")

    Es ist auch absolut zu verstehen, denn ich weiss ja nicht, wie oft meine 3kg-Hunde in ihrem Vorleben schon von grösseren Hunden über den Haufen gerannt worden waren.
    Trotzdem muss ich einen Weg finden, Vicky klar zu machen, dass sie sich nicht "vorbeugend" auf jeden entgegen kommenden Hund stürzen muss, sondern dass es genügt, einfach ruhig dran vorbei zu spazieren.

  • @Morelka

    Also Leo pöbelt wohl aus den gleichen Gründen wie deine.

    Er würde auch nie beißen, aber trotzdem würde ich ihn nie freilaufend auf Hunde zugehen lassen wenn er am bellen und pöbeln ist. Somit lernt er ja das ich ihm das erlaube ...sozusagen ihn das selbst regeln lasse....und er so mit fremden Hunden ungehen darf wie er es für richtig hält.

    Leo darf Hunde nur begrüßen wenn er ruhig und ohne bellen auf sie zu geht. Kommt nicht oft vor aber hin und wieder schon. Ansonten warte ich bis er sich beruhigt und lasse ihn dann hin und belohne für ruhiges beschnuppern.

    Aber vielleicht sehe ich das auch zu eng.....

  • Ich würde da mit Abbruchkommando arbeiten und ihr damit erklären, dass sie das zu unterlassen hat.

    Dieses nach vorne gehen ist bei den unsicheren Hunden teilweise nicht nur Taktik sondern eben auch gelerntes Verhalten was man durchbrechen muss. Das kannst du sonst (meiner Meinung nach) ewig schön Füttern. Da ist der andere Hund nämlich irgendwann nicht mehr das Problem, sondern einfach angelerntes Verhalten wird abgespult.

    Aber vielleicht sehe ich das auch zu eng.....

    Finde ich nicht, würde ich genau so machen.
    Nur wer sich benimmt kommt an sein Ziel.


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    Kurze Info in eigenr Sache - 15 Tage pöbelfrei und dann kam ein Schäfi plötzlich im dunkeln um die Hausecke geschossen um an seinem Gartenazun zu pöbeln.
    :ugly: Tja.... das war dann zu viel verlangt es nicht gleich zu tun.
    Dafür gabs dann zwei Fliegen mit einer Klappe und Schäfi wird sich in Zukunft vielleicht 2x überlegen uns am Gartenzaun doof anzumachen :pfeif: .

    Spoiler anzeigen

    Ich hab den nicht absichtlich korrigiert, aber der kannte entweder die Disc oder ein scharfes gesprochenes "Schluss" als Abbruchkommando. :ka:
    Mir ist es Recht :pfeif: ....

  • Ich wartete natürlich, bis beide ruhig waren. Die Gutelis waren nämlich viiiiel interessanter als der fremde Rüde. Erst als sie ruhig waren, liess ich sie frei,was ich aber wie gesagt, nur bei mir bekannten HH nach vorheriger Absprache tun kann. Solche Gelegenheiten gibt es leider nur selten...

    Die beiden Mädels interessierten sich dann überhaupt nicht mehr für den Rüden, nur als er sie beschnuppern wollte, gab es wieder eine Abfuhr für ihn, was ihr gutes Recht ist, finde ich.
    Er akzeptierte das sofort und damit war der Fall erledigt. "Im Prinzip" wollen die beiden gar keinen Kontakt, sondern nur ihre Ruhe haben und nicht belästigt werden.

  • Hi Leute

    Ich muß mich mal wieder melden.....hab erstmal ein paar Tage gebraucht um es sacken zu lassen.

    Ich hatte am Freitag eine für mich wirklich schreckliche Begegnung mit einem Hund und seinem Halter.

    Ich war mit beiden Hunden am Waldrand unterwegs, eigentlich ein sehr ruhiger Weg auf dem ich selten jemanden treffe. Diesmal hab ich schon von weitem gesehen das mir ein Mann mit einem großen schwarzen Hund entgegen kommt. Also bin ich anstand links zu laufen nach rechts gegangen(dort war sozusagen eine Sackgasse....der Weg führt direkt zur Fahrbahn) und wollte dort warten bis der Hund vorbei ist.

    Tja und dann kam der Mann und ich sah das er den Hund immer noch nicht angeleint hat. Er hat mich ja schon lang vorher gesehen und auch das mein Hund angeleint ist!
    Und dann startete der Hund durch und rannte direkt auf uns zu! Leo auf meinem Arm und Samu stand neben mir. Der schwarze Hund beschnupperte Samu und Leo drehte auf meinem Arm durch. Ich blockte den Hund was auch gut ging aber zu Samu ging er trotzdem da ich ihn nicht angeleint hatte.

    Ich hab zu dem Mann hingebrüllt er soll seinen Hund anleinen....meiner hat Angst ! Und da schaut mich der Idot an und zuckt nur mit den Schultern. Ich dachte ich drehe durch ! Ich wusste nicht wohin...nach hinten ging es zur Fahrbahn und nach vorne wäre ich nicht vom Hund weggekommen.

    Ich wurde dann echt gereitzt und hab geschrien was das soll (ziemlich unfreundlich). Das hat den Typ wohl nicht gefallen....er kam immer näher und wollte wissen was ich für ein Problem hat !!! Ich !!??? Ein Problem !!!Was ein Witz !! Ich hab gesagt er soll sofort seinen Hund zu sich nehmen. Er sagte einfach "NÖ"

    Die ganze Zeit Leo mega am bellen auf meinem Arm. Er sagte ich soll meinen Hund doch nicht hochnehmen, so lernt er doch nie den richtigen Umgang mit einem Hund ! Also er wollte noch mit mir diskutieren wie ich trainiere. Ich hab nur zu ihm gesagt ob´s noch geht..... Das hat ihn wohl gereitzt....er wurde noch unfreundlicher. Ich sagte ich rufe gleich die Polizei. Er sagte das würde eh nichts bringen...die machen ja auch nichts.......

    Die ganze Zeit Leo bellend auf dem Arm und der Hund um mich rum rennend.....ich war verzweifelt und wusste nicht mehr wohin. Warum er dann doch langsam endlich weiterging und ich endlich vorbei kam....ich weiß es nicht mehr.

    Ich hab ehrlich gesagt den restlichen Gassiweg weinen müssen und auch daheim noch geweint. Leider kenn ich den Mann nicht...aus unserem Ort scheint er nicht zu sein. Mein Mann hofft das wir ihn mal zusammen treffen und sich dann zur Brust nimmt.

    Ich hab richtig gemerkt das der Mann freude daran hatte mich fertig zu machen. Manche Männer brauchen das einfach sich Mächtig zu fühlen einer Frau gegenüber. Und er hat es geschafft...ich hab mich noch nie so hilflos gefühlt.

    Wahrscheinlich hat das Leos Trainingsstand auch wieder verschlechtert. Vor Hundebegegnungen hab ich zur Zeit mega Angst. Ich werde drüber weg kommen, aber das dauert......

  • Ach jeh, das tut mir leid. :fear: Das muss ja wirklich schrecklich gewesen sein, was für ein Voll-Idiot! :rotekarte:
    Hoffentlich begegnest Du ihm nie mehr. Deine Angst haben Deine Hunde natürlich auch gespürt, was sich dann wieder negativ auswirkt auf Hunde-Begegnungen.

    Ich habe Dir leider auch keinen Ratschlag, denn mit solchen Idioten muss man immer mal rechnen. Erhol Dich gut!

  • @SamuLeo

    Ah scheisse! Ich drücke dich ganz doll... :streichel:
    Solche Idioten braucht es echt nicht! Ich kann nicht verstehen, wie rücksichtslos und gemein gewisse Menschen sind.

    Ich kann dich so gut verstehen! Mir ist im Sommer bei uns so etwas ähnliches passiert, aber mehrmals mit dem gleichen Halter. Sein Hund hat nie ein Halsband/Geschirr an und Leine ist auch nicht vorhanden. Ergo, der Hund darf einfach alles, auch wenn ich mit meinen Beiden angeleint aufgetaucht bin. Den Besitzer hat es nie interessiert und seinen Hund 3x innert kurzer Zeit in uns reinballern lassen. Als ich dann echt keine Nerven mehr dafür hatte, habe ich ihn darauf hingewiesen, dass er zukünftig seinen Hund bitte bei sich behalten soll. Na ja, dann ging es los. Wurde auch wüst beschimpft, ich hätte einen asozialen Köter, es sei nicht sein Problem, wenn ich es nicht im Griff hätte, er spaziere hier seit Jahren und sein Hund sei nett, deswegen werde er auch nicht angeleint usw. Als er dann ausser Sichtweite war, brach ich damals auch zusammen und weinte nur noch. Zum Glück war Samstag und mein Freund zu Hause. Ich rief an und er kam sofort mit dem Auto zu besagtem Wald. Er machte dem Herren eine klare Ansagen, zuerst wollte er keine Einsicht haben. Dann wurde mein Freund ziemlich schroff. Plötzlich knickte er ein und meinte nur, er wollte keinen Streit usw. Seit diesem Tag hat der gute Mann immer Halsband und Leine dabei. Wenn er uns sieht, dann wird brav angeleint. Geht doch! :roll:

    Ist einfach schade, dass es solche Vorfälle gibt. Immerhin gehört der Wald nicht nur einem Hundehalter, man nimmt doch aufeinander Rücksicht. Besonders auch der Aspekt, dass wir mit unseren Leinenpöbler Zeit in das Training investieren und dann alles durch solche Vorfälle über den Haufen geworfen wird.

  • Ich les hier mal mit. Mein Hund wird aufgrund seiner Blindheit bisher auch auf völligem Abstand gehalten.
    Sobald er in die Nähe eines Hundes kommt, reißt er seinen Mund auf. Ich denke, als Schutzmechanismus. Im Tierheim hat er 2 Hunde gebissen, einer musste sogar genäht werden. Daher lasse ich ihn erstmal nicht an andere heran.

  • Hey, ich will mich hier nicht einreihen in die Mitleidsbekundugen sondern mal den Blickwinkel drauf richten, dass deine Hunde besonders dein sich auf dem Boden befindlicher trotz der Tatsache , dass du in höchster Erregung warst noch ziemlich ruhig waren. Das ist gut. Im Prinzip hast du es auch noch geschafft dem Typ die Wichtigkeit deiner Grenzen begreiflich zu machen. Das war mehr ein Konflikt zwischen den Menschen, als zwischen den Hunden. Eventuell wäre ein Selbstverteidigungskurs was für dich? Etwas womit du diese Hilflosigkeit und Angst in den Griff bekommst.

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