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Rudeldynamik bei Fremdhundkontakten: was besser machen?

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    Hier hört man ja in der Regel: meine Hunde haben gar nichts zu regeln! Dass Hunde, die zusammen leben, füreinander eintreten (wie auch immer man das ausdrücken will), ist dagegen ja nicht so unverbreitet. Was lasst ihr regeln? Und wie genau baut ihr mit euerm Rudel mit unterschiedlichen Hunden "euern Weg" auf?


    Wir hatten vor ein paar Tagen so eine Situation, über die ich immer noch nachdenke: Feldweg, der auf einem kurzen Stück eine ruhige Wohnstraße ist, früh am Morgen. Alle meine Hunde frei. Von hinten hörte ich sich näherndes Bellen, hab aus Reflex Grisu am Halsband gegriffen, dann umgesehen: großer Mischling rannte knurrend und bellend auf uns zu, rufendes Frauchen kam aus der Haustür (kann passieren, die hat so früh sicher nicht mit Spaziergängern gerechnet). Jedenfalls ist Grisu ja so: du willst Ärger, du kriegst Ärger, vor allem, wenn Lucy oder Smilla "Unwohlsein" signalisieren. Lucy hält sich von Krawallschachteln fern, vor allem, wenn die groß sind und sie selbst etwas abbekommen könnte ;) . Smilla stand da nur verunsichert. Der fremde Hund wurde langsamer, ging zu Smilla und dann knurrend drauf. Ich dachte nur: warum der einzige, der sich nicht wehren kann und brüllte hey!! Grisu knurrend am Halsband und Lucy zum ersten Mal in ihrem Leben grollend auf einen großen auf Krawall gebürsteten Hund zugestürmt :o0: . Der gab denn auch Fersengeld und Lucy noch 10 Meter hinterher, dann abgedreht als wär nie was gewesen... Der Fremdhund schien dankbar, wieder bei Frauchen zu sein...


    Lange Rede kurzer Sinn: ich war Lucy echt dankbar, zumal die nie vor hatte, sich tatsächlich zu prügeln. Ich weiß aber theoretisch, dass ich das alles regeln sollte, aber mit ich-fress-dich-Grisu am Halsband und hilfe-ich-werde-gefressen-Smilla 2 Meter weiter... Smilla hat noch nie schlechte Erfahrungen gemacht, die unterwirft sich dann, aber weiß ich, ob das den Fremdhund interessiert?

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  • Zitat von "Lucy_Lou"

    Smilla stand da nur verunsichert. Der fremde Hund wurde langsamer, ging zu Smilla und dann knurrend drauf. Ich dachte nur: warum der einzige, der sich nicht wehren kann und brüllte hey!!


    Genau darum, da hat er sich getraut und sich genau den Hund ausgewählt wo keine Gegenwehr zu erwarten
    war. Total blöd für Smilla aber leider nicht selten.


    Du hättest gar nichts anderes machen können ohne eine ernsthafte Auseinandersetzung zu riskieren.

    Sabine mit Sandro, Yorkshire-Terrier, geb. Juli 2008
    und Bungee, Biewer-Yorkshire-Terrier, geb. 2009

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  • Du hättest nichts anders oder besser machen können. Doofe Situation. Ich vermeide fremdhundekontakt sogut wie immer. Meine june und auch junghund Reeba finden fremdhunde nur doof. Hudson wird nur dann ungemütlich, wenn einer seiner Mädels was passiert. Im Moment habe ich noch reebas Schwester da und jetzt habe ich drei Weiber die mit fremdhunden einfach nicht können. Ich wüsste auch nicht was ich in so einer Situation tun würde! Wahrscheinlich june festhalten (die meint es ernst) und versuchen den Hund zu vertreiben, bevor hudson seine Mädels bedroht sieht. Aber mit ganzem Rudel unterwegs, sind die Möglichkeiten begrenzt!


    Lg
    Gammur

  • Wenn ich bei solchen Gelegenheiten noch die Zeit habe, formiere ich mich mit allen Hunden. Eddie oft untern Arm geklemmt, weil der ja sonst so haltlos ist und meist auch das begehrte Opfer. Ein Collie links und ein Collie rechts und dann bilden wir quasi eine Mauer und ich schick den Pöbler sehr böse weg. Das macht Eindruck.


    Wenn das zeitlich nicht mehr hinhaut, dann schick ich meist Finlay zum Abfangen. Weil der ist souverän, je nach Lage gut deeskalierend oder auch durchgreifend und notfalls halt der Größere und von viel Fell am ehesten geschützt.


    Wenn Eddie mit ist, kann ich anders nicht blocken. Den hab ich ja am Bauchgurt.

    Grüße von Ellen und
    Eddie - Spanier - *1/2007
    Geordy - KHC - *12.02.09
    Finlay - Rough Collie -.*08.12.09
    Bilder
    °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
    Pondi *23/11/96 +12/06/09
    Maxe *01/05/96 +13/10/09

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich hab ja nur zwei :pfeif: , aber auch hier gibts je nachdem Dynamiken, die recht...sagen wir...interessant sind. Bandit darf ja meist frei laufen, weil er deeskaliert und beeindruckt. Anton bleibt meist erstmal bei mir.


    Ich finds eh besser, wenn Fremdhunde nicht von zwei Hunden gleichzeitig kontaktiert werden. Ist ja für die meisten überfordernd.


    Kommt uns einer dumm, greift Bandit ein, v.a. wenn Anton bedrängt wird. Das find ich nicht schlimm. Wird Anton zu wild greift er auch hier ein und regelt.


    Mittlerweile weiss ich recht genau, mit welchen Hunden es " geht " und welche wir eher meiden :D

    Melanie mit Bandit & Anton
    und Mücke im Herzen



    BX und Labbi

  • Sara, Du hättest gar nicht anders handeln können. Wie denn?


    Solche Situationen sind immer Scheiße und ich kenne das auch.
    Dago wird oft gemobbt, er ist einfach zu gutmütig, lässt sich alles gefallen und wenn ich nicht schnell genug bin, agiert Atti. Es ist wie es ist .....

  • Unser "Dorfsheriff" (Herderhündin) musste lernen, dass man erst auf Freigabe eingreifen darf. Der Rüde agiert von sich aus weniger impulsiv als das Streifentier, daher die Freigabenregelung.


    Für mich eine ziemlich lustige Situation, die ein paar Jahre her ist:


    Tibethündin war generell unsicher und wir "trafen" eine jungen DSH, der ziemlich unkontrolliert durch die Gegend lief. Mit dabei zwei junge Frauen, die ihn weder kontrolieren konnten noch in der Nähe waren.


    DSH bollert ran, Herder darf vertreiben und kommt danach stolz wie Oskar zurück um Lob abzuholen. Das Ganze wiederholt sich ungelogen an die 10 x. Ich war aber fair und habe den HH vorher zugerufen, dass es toll wäre, wenn sie ihren Jungspund bei sich behielten (meine saßen im Fuß bei mir), aber bis auf ein (!) halbherziges Rufen kam nichts. Nach dem ersten ungewollten Kontakt mit der Dampfwalze rief ich ihnen zu, wenn sie nicht dafür sorgen, dass der Hund uns nicht belästigt, mache ich es.


    Die kleine Natter hatte Spaß und durfte den DSH etwas rupfen, aber ich lasse mir nicht die kleine Hündin traumatisieren, nur weil zwei Dummbratzen rücksichtslos sind.


    Während dieser Situation stand der Malirüde vor der kleinen Hündin und mir (sie saß relativ entspannt hinter mir).
    Die beiden hatten sich echt gut organisiert :hobbyhorse:


    Wir haben ihn dann eine Stunde später nochmal getroffen - er hat nicht im Traum daran gedacht in unsere Nähe zu kommen :D


    Fazit: Eingreifen ja, aber je nach Hundetyp mit Freigabe oder halt intuitiv.

  • Ok, danke euch =) . Auf der einen Seite beruhigt mich das, auf der anderen Seite hatte ich wohl auf den ultimativen Tipp gehofft :lol: . Ist ja noch sehr neu für mich die Situation, mir um meinen Hund Sorgen machen zu müssen im Ernstfall... Dabei ist Smilla wirklich ein Schätzchen, belästigt niemanden und ist nur nett, die macht es mir nicht zusätzlich schwer, in dem Moment. Also rein von ihrem Verhalten her. Sie hat da auch nichts negatives mitgenommen, denke ich, ist immer noch nett und höflich wie vor dem Vorfall auch.

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