Vergiftung mit Todesfolge

  • Ein Schlangenbiss kann auch solche Symptome auslösen, je nach Ansässigkeit kann das von Kreuzotter bis hin zur Viper in Deutschland gehen...
    Bekommt man den Biss nicht mit und ist der Hund eh schon angegriffen, kommt es zu schweren innerlichen Blutungen, Einblutungen und schlußendlich stirbt der Hund an einem multiplen Organversagen...
    Ich möchte dir noch mein Mitgefühl ausdrücken, so etwas Schreckliches wünscht man keinem. :sad2:

  • Oh mein Gott, was für ein wahr gewordener Albtraum. Beim Lesen Deiner Zeilen sind mir die Tränen nur so von den Wangen geflossen.

    Dein Thread hat mich tief emotional berührt und ich an Deiner Stelle würde auch alles daran setzen, dem Grund auf die Spur zu kommen. Habe mir überlegt, was ich in Deiner Situation machen würde. Vielleicht alle großen Tierkliniken in Deutschland per Mail anschreiben und Deine Geschichte schildern.

    Wahrscheinlich antworten die wenigsten darauf, aber es gibt vielleicht auch den ein oder anderen Arzt, der Deine Mail liest und Dir etwas dazu sagen kann. Das glaube ich ganz fest.

    Wenn nichts dabei rauskommt, wird Dir wohl nichts anderes übrig bleiben, als los zu lassen. Aber zuvor würde ich auch alles in Bewegung setzen, um die Ursache für den so qualvollen Tod Deines geliebten Hundes herauszufinden.

    Ich wünsche Dir alle Kraft der Welt.
    Herzliche Grüße aus München

  • Ich bin mir nicht sicher, ob Du wirklich 100%ige Gewissheit bekommen wirst, aber ich hab eben mal Schlangenbisse gegoogelt und was da über Hämatoxine steht passt schon zu den geschwollenen, aufgeplatzen Ohren und dem zersetzten Blut.
    Nun gab es keinen offensichtlichen Biss, aber vielleicht hatte Dein Hund eine Schlange im Mund? Es gibt auch Allergien gegen manche Gifte, die die Symptome noch mal verstärken.

    Durch die Erwärmung unseres Klimas sind Schlangen nicht mehr so super selten wie früher. Ich hab schon ein ziemlich grosses Exemplar hier in Brandenburg im Wald gesehen - die kroch durch den Garten bei der Datsche von Freunden. :-/

  • Das sind zwei winzig kleine Stellen, die man oft unter dem Fell nicht sieht... Vor allem nicht, wenn man es nicht mitbekommt/vermutet. Meistens wird in Nase , Lefzen oder Vorderbeine gebissen.
    Kreuzottern gibt es von Anfang Afrika bis in den suedlichen Polarkreis, Vipern ab Schwarzwald suedlich. Das hat nichts mit der Erwaermung zu tun, die gab's schon immer- nur leider wird man als hysterischer Spinner abgetan, wenn man darauf hinweist.

    Nicht umsonst warne ich immer wieder vor Sommerurlauben in DK und SE, da gibt es richtige KO Plagen... Und viele, sehr viele Hunde sterben dort an Schlangenbissen... Bei uns werden KO renaturiert, lt. unserer TA hat sie sommers (Bisszeit ist von Mai-Sept.) ca. 5 gebissene Hunde pro Woche, einer davon schafft es nicht...

  • Ganz lieben Dank euch allen!

    Ich hab mal nachgelesen, Schlangengift (Kreuzotter) wirkt wohl innerhalb 6-8 Stunden nach Biss, dh. dann sollten schon erste Schwellungen auftreten.

    Mein Hund hatte schleichende Symptome über 8-10 Tage, dh. 1 Woche lang Juckreiz a. Ohren/Schnautze, dann hohes Fieber/Schmerzen und wieder 3 Tage danach sind erst die Ohren angeschwollen. Der extrem Zustand als die Ohren aufgeplatzt sind ist erst 2 Wochen nach ersten Symptome eingetreten.

    dh. der Zeitraum zieht sich insgesamt über 3 Wochen, das erscheint mir für einen Schlangenbiss sehr lange?
    Kennt jemand einen vergleichbaren Fall bei dem Hunde durch Schlangenbiss nach einem so langen Zeitraum noch verstorben sind??

    wir wohnen im Landkreis Rosenheim und waren 2 Wochen vor der Katastrophe in Österreich im Hochgebirge (Sellrain auf 2000Meter) wandern. Dort könnte ich mir einen Schlangenbiss vorstellen, aber der Zeitraum ist wohl eindeutig zu lange...

  • Wirklich ein Albtraum - Du hast mein ganzes Mitgefühl.

    Mir fallen bei solchen unklaren Krankheitsverläufen immer die Impfungen ein.
    War in den letzten 3 Monaten vor der Krankheit eine Impfung?

  • Ach so, mein Hund hatte keine innerlichen Blutungen und kein Organversagen.

    Es handelte sich -lt.Angaben der TA- um Einblutungen ins Gewebe, dh. durch die Zerstörung der Blutgefässe am ganzen Körper konnte mein Hund nicht so schnell Blutplättchen nachbilden wie diese gebraucht worden wären.

    Es hat also in die Gefässe eingeblutet, nicht in die Organe. Verblutet wäre er dennoch wenn wir ihn nicht rechtzeitig eingeschläfert hätten und ich weiss nicht, ggf. waren sich die TA auch nicht wirklich sicher was/wo/warum geblutet hat.

    Ich suche nach einem Gift das in die Blutgefässe zerstört. Vaskulopahtie mit anschliessender " DIC " haben angeblich zum Tod meines Hundes geführt. Nur dass die Klinik keinen Zusammenhang mit der extremen Nekrose an Ohren/Schnautze herstellen konnte. Wie haben sie so schön gesagt- die Symptome passten alle nicht zusammen....

  • Zitat


    Ich suche nach einem Gift das in die Blutgefässe zerstört.

    Vipern (zu denen die Kreuzotter gehört) haben genau solche Gifte. Ich weiß nicht, wie lange das dauern kann, aber wenn es wirklich ein solches Gift war, liegt es sehr nahe.

  • Moin,

    Kreuzottergifte töten aber schneller, bzw. Schlangengifte überhaupt - und man kann im Blutbild sehen, das sich etwas verändert.

    Ich hab mich, grade mit Kreuzottern ein wenig auseinander gesetzt, weil wir in Schweden ja an manchen heißen Tagen recht viele herum liegen haben und ich auch schon von Nachbarn gehört habe, wie Hunde darauf reagieren und was man dann tut. Cortison ist das Heilmittel in dem Fall - alle bekannten Hunde, die damit behandelt worden sind, kamen problemlos durch. Und in erster Linie waren es die kleinen Terrier um die 6 Kg, die betroffen waren, seitdem mache ich mir um meine 25 kg Hunde nicht mehr ganz so viele Sorgen. ;)

    Möglich wäre aber auch eine Allergie auf das Gift? Ich glaube kaum, das man heraus finden wird, was es war.... Du hast mein ganzes Mitgefühl - der blanek Horror seinen geliebten Hund so sterben zu sehen. Ich fühle mit Dir.

    Sundri

  • Zitat

    Das sind zwei winzig kleine Stellen, die man oft unter dem Fell nicht sieht... Vor allem nicht, wenn man es nicht mitbekommt/vermutet. Meistens wird in Nase , Lefzen oder Vorderbeine gebissen.
    Kreuzottern gibt es von Anfang Afrika bis in den suedlichen Polarkreis, Vipern ab Schwarzwald suedlich. Das hat nichts mit der Erwaermung zu tun, die gab's schon immer- nur leider wird man als hysterischer Spinner abgetan, wenn man darauf hinweist.

    Nicht umsonst warne ich immer wieder vor Sommerurlauben in DK und SE, da gibt es richtige KO Plagen... Und viele, sehr viele Hunde sterben dort an Schlangenbissen... Bei uns werden KO renaturiert, lt. unserer TA hat sie sommers (Bisszeit ist von Mai-Sept.) ca. 5 gebissene Hunde pro Woche, einer davon schafft es nicht...


    Sorry. Wenn, dann bitte richtig:
    Vipern sind eine Schlangenfamilie, die sehr weit und auf mehreren Kontinenten verbreitet ist. Zu ihr zählt die Kreuzotter (Vipera berus). Kreuzottern leben v. a. im nördlichen Europa und in höheren Lagen (auch in Bayern) und in Asien (nicht in Afrika) und überschreiten dabei den Nord-Polarkreis (nicht den südlichen).
    Aspisvipern gibt es in Deutschland nur im Schwarzwald.

    Kreuzotter-Plagen gibt es nicht. Allerdings sind sie u. a. an der Ostseeküste,in Dänemark und Schweden sehr häufig (gerade auch in den Touri-Gebieten) - dort in den Dünen und Mooren etc. liegen ihre natürlichen Lebensräume.
    In der Lüneburger Heide werden die Hunde der Schäfer (und die Schafe selbst) regelmäßig von Kreuzottern gebissen. Todesfälle sind dabei selten. Sowohl bei Hunden als auch bei Schafen geht das dann ggf. in der Regel schnell.

    Von so einem Verlauf habe ich noch nie gehört, will es aber nicht gänzlich ausschließen (weise aber ausdrücklich auf die vielen Fehler bei der Verbreitungsangaben hin). So oder so furchtbar und mein tiefes Beileid.


    P. S. Eine Allergie käme nur in Frage, wenn der Hund vorher schon gebissen wurde. Beim Erstkontakt ist das unmöglich

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