Vergiftung mit Todesfolge
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wuffidreams -
11. August 2014 um 06:44
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Hallo,
Ich musste vor kurzem meinen Rüden nach 3 wöchigem Überlebenskampf (davon 2 Wochen Tierklinik unter künstlicher Ernährung sowie div. Therapieversuche wie Antibiose/Doxiciclin/Heparin/Morphium/Cortison und mehrfacher Bluttransfusionen) einschläfern lassen.
Es war der grösste Horrortrip meines Lebens, ich habe diesen Hund über alles geliebt und niemand konnte ihm helfen. Ich weiss noch nicht mal welche Form der Vergiftung es sein könnte (Rattengift ausgeschlossen, ebenso alle Mittelmeer/Zeckenerkrankungen/viruellen/bakteriellen Infektionen/Tumor)
Da den Ärzten in der Tierklinik eine derartige Verlaufsform offenbar noch nie untergekommen ist, möchte ich versuchen auf diesem Weg ggf. einen vergleichbaren Fall zu finden damit ich endlich weiss warum mein Hund so unendlich viel erleiden und sterben musste.
Die Symptome begannen eher schleichend und wurden von Tag zu Tag schlimmer :
Juckende Schnautze/Ohrläppchen
Schmatzen
plötzliches hohes Fieber (trotz Novalgin), sehr starke Schmerzen am ganzen Körper (Morphium!!)
Verweigerung jeglicher Nahrungsaufnahme
extremes Anschwellen beider Ohrläppchen (auf Faustgrösse!)
Anschwellen der Lefzen
Lefzen/Maul/Nase blutend aufgeplatzt
Aufplatzen beider Ohrläppchen (innen/aussen stark blutend-tropfend!! /vereitert/Haut löste sich ab wie bei Lepra), Juckreiz durch nichts zu stoppen
Abmagerung von 29kg auf 23kg (trotz künstlicher Ernährung)
starkes Anschwellen der Beine
starke Einblutungen ins Gewebe (Bauch/Pfoten blutig)
Optischer Zustand verherrend, Hund zuletzt völlig kraftlosDiagnose: Verdacht auf Vaskulopathie ungeklärten Ursprungs, gestörte Blutgerinnung, keine Blutbildung der roten Blutkörpcherchen mehr nach div. Bluttransfusionen
Auslöser: unbekannt
Ich musste meinen Hund nach 3 Wochen Überlebenskampf in der Tierklinik einschläfern lassen.
Da Vaskulopathie/Vaskulitis in der Gewebehistologie nicht nach gewiesen werden konnte, muss ich von einer Verdachtsdiagnose ausgehen bzw. vermute dass die Ärzte es so benennen weil sie bis zuletzt nicht wussten was meinem Hund fehlt. Mittelmeerkrankheiten, Infektionskrankheiten /bakt.Infektionen wurden mehrfach getestet und ausgeschlossen, ebenso Leishmaniose da mein Rüde immer schon einen Kontakttiter hatte der jedoch nie Probleme machte.
Mein Verdacht: Kontaktvergiftung tierischen/pflanzlichen Ursprungs oder hochkonzentriertes chemisches Gift das er ggf. nur in geringer Menge aufgenommen hat, welches jedoch die Blutgefässe zersetzt hat. Es muss irgendetwas sein was zu einer totalen Zerstörung der Blutgefässe geführt hat und die Blutgerinnung zum Erliegen gebracht hat. (trotz Medikation)
Irgendetwas womit er beim beschnuppern mit Schnautze & Ohrläppchen in Berührung gekommen sein muss oder was er aufgeleckt haben könnte..
Wer von euch hat ähnliches erlebt oder gehört ?? z.B. Vergiftung durch Prozessionsspinner, giftigen Spinnen oder Pflanzen o.ä. bei welcher ein Hund an den Folgen verstorben ist ?? ... mir hilft wirklich jeder Hinweis !! Sonstige Kontaktgifte wie Pestizide o.ä. ??
Wer hat ggf. Erfahrungen mit erythema Multiforme, Toxischer Epidermisnekrose, Epitelnekrosse oder Dematomyositis ??
In der Klinik wurde mir gesagt dass ein Gift nach wenigen Tagen aus dem Körper ausgeschieden und ein Nachweis unmöglich ist sofern man nicht weiss wonach man sucht.
Ich bin wirklich total verzweifelt, mein Hund war gerademal 6 Jahre jung und vor wenigen Wochen noch quietschfidel !!!!!! Ich musste ihn begraben und habe keine Ahnung was da passiert ist.
Bin für jeden Tipp, für jeden auch nur kleinen Hinweis unendlich dankbar.
Liebe Grüsse Claudia - Vor einem Moment
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Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Das tut mir sehr leid für dich!!!
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Was ein Horror
Ich kann dir leider nicht weiterhelfen. -
Mein Beileid

War da nicht mal diese Krankheit, die von Schweinen und Wildschweinen übertragen wird? Ich meine, die Symptome fingen genauso an...
http://www.jaegermagazin.de/artikel_archiv…D=4381&class=68
Die meinte ich.
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Hallo Claudia,
das tut mir so leid. Das ist ja furchtbar.
Wirklich was wissen tue ich nicht, aber ich finde, dass einige der Symptome sich nach Aujeszky Virus anhören. Aber ich glaube, das geht schneller.
Wäre es denn rein theoretisch möglich gewesen, dass er mit Ausscheidungen von Wildschweinen in Kontakt gekommen sein könnte?Vielleicht kann dir ja noch jemand besser helfen und dir zumindest die Frage nach dem "wie" beantworten.
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Zitat
Mein Beileid

War da nicht mal diese Krankheit, die von Schweinen und Wildschweinen übertragen wird? Ich meine, die Symptome fingen genauso an...
http://www.jaegermagazin.de/artikel_archiv…D=4381&class=68
Die meinte ich.
Das ist das Aujeszky Virus. Aber die war nicht mal, die ist immer noch....
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Aujeszky passt aus meiner Sicht nicht wirklich zu den Symptomen und zum Verlauf.
Ich kann nachvollziehen, dass du wissen möchtest, woran dein Hund gestorben ist, aber ich fürchte, du suchst die Nadel im Heuhaufen....
Mein Beileid zu deinem Verlust! -
Oh Gott, das ist ja wirklich schrecklich, mir tut es leid, was ihr durchgemacht habt.
Leider kann ich dir nicht helfen aber was mir so eingefallen ist: hat dein Hund vielleicht vorher irgendwelche Floh-/Wurmmittel bekommen? Ich denke da an den MDR1 Defekt, war dein Rüde auch ein Colliemix?LG Ute
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Das tut mir unendlich Leid, nicht nur für dich, sondern auch für den Hund, der, nach vielen Behandlungen und schmerzhaften Tagen dann doch sterben musste.
Leider kann ich dir, wie viele andere hier auch, nicht helfen.
Ich hoffe aber das du über die Zeit darüber hinweg kommst und dir vielleicht ein neuen Tiergefährten anschaffst. -
Oh je, mein Beileid!

Kann es eine Kontaktvergiftung mit dem Riesen-Bärenklau gewesen sein? Bei Wiki steht unter anderem dazu: "Unter Umständen können Reaktionen auch wenige Tage später durch dann auf die betroffene Haut einstrahlendes Sonnenlicht ausgelöst werden."
Es ist sicher schwer, jetzt im Nachgang noch eine Erklärung zu finden, wenn schon die Ärzte es innerhalb der drei Wochen nicht geschafft haben. Ich würde vermuten, dass er schon im Vorfeld eine Disposition bzgl. seiner Blutgerinnung gehabt hat, bisher nur keine Probleme aufgetaucht sind und die Vergiftung "das Fass zum Überlaufen" gebracht hat. Das mit der verminderten Blutgerinnung kenne ich jedenfalls von meinem Rüden, bei ihm scheint es genetisch bedingt zu sein, macht uns im Alltag aber keine Probleme.
LG
das Krümelmonster - Vor einem Moment
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