Hündin kastrieren lassen bei Fremdbetreuung?

  • Zitat

    Ich habe jetzt nicht den ganzen Thread gelesen sondern beziehe mich nur auf dein Eingangspost. Ich würde nicht kastrieren lassen, die gesundheitlichen Gründe zähle ich jetzt nicht alle auf.
    Aber: Es sind gerade mal etwa 10 Tage im Jahr, an denen deine Hündin gedeckt werden kann, davon sind durchschnittlich 3 Tage Wochenende, bleiben 7 Tage im Jahr. Und dein Hund wird ja nicht schwanger wenn sie ein Rüde schief anguckt, sondern es muss ein Deckakt stattfinden. Der lässt sich verhindern in dem die Hündin angeleint ist und bleibt (und zwar sicher, z. B. noch zusätzlich an einem Geschirr) und in dem der / die Sitter eine Wasserflasche mit Loch im Deckel mit sich herum tragen, mit dem sie Notfalls einen freilaufenden Rüden abwehren können. Man sollte außerdem möglichst in Gebieten mit Leinenzwang gehen und gerne zu ungewöhnlichen Zeiten.
    Unter solchen Bedingungen ist eine Befruchtung quasi ausgeschlossen. Mir ist in den ungefär 8 Läufigkeiten die wir bisher hatten niemals eine Situation untergekommen wo ich daran gedacht hätte meine Wasserflasche benutzen zu müssen, die meisten Hunde lassen sich körperlich abwehren. Falls es DOCH mal aller Unwarscheinlichkeit zum Trotz zu einem Deckakt kommt kann man immer noch abspritzen lassen. Ich würde jedenfalls aus oben genannten Gründen + gesundheitlichen nicht kastrieren lassen.

    Sorrry, aber das kann doch kein ernstgemeinter Ratschlag sein?
    Ich hab Rüden. Und obwohl Hamilton eher vorsichtig ist und sich grade von fremden Menschen sehr leicht verscheuchen lässt würde ihn sowas im Leben nicht abhalten. Und dabei ist der nichtmal so geil auf heiße Mädels wie manch anderer Rüde.
    (Ehrlich, ich hab Rüden geführt die so geil waren das man sie nur mit wirklich hartem Einsatz an einer Hündin in den Stehtagen vorbeibekommen hat. Das würde ich im Leben keinem Sitter zumuten!)

    Es ist so schon nicht einfach einen guten Sitter zu finden.
    Einen Sitter zu finden der bereit ist die Jungfräulichkeit der Hündin mit vollem Körpereinsatz zu beschützen dürfte noch schwerer sein.
    Reden können viele, aber egal wie man ausweicht und plant, man kann je nach Gegend in der man wohnt eben nicht allen Hunden aus dem Weg gehen. Und ein Sitter ist eben nicht der Halter und ist allein dadurch nicht zu soviel bereit wie der Halter selber.

    Und egal wie flexibel man ist, eine Garantie das man freibekommt während der Läufigkeit gibts nicht. Dann ist ne Kollegin krank oder ein hochwichtiges Meeting oder der wichtigste Kunde will was und schon steht man da: Kein Urlaub, kein Sitter. Und dann? Den Hund 7-9 Stunden allein lassen?
    Es kann nunmal nicht jeder in der Mittagspause schnell nach Hause.

    Mir stellen sich da nur diese Fragen: Wie heftig ist das Abspritzen? (Risiken?)
    Wie schnell nach Deckakt muss die Spritze gesetzt werden?

    Wenn man ein gewisses Zeitfenster von 1 Tag oder mehr hat und die Spritze zwar heftig ist, aber keine unglaublichen Risiken birgt würde ich erst abwarten wie man am neuen Wohnort einen Sitter findet.
    Sollte sich garniemand finden bleibt dann eben nur die Kastration, auch wenns kein schöner Gedanke ist.


    Übrigens würde ich persönlich niemals 2 Ops gleichzeitig machen lassen, es sei denn es ist unumgänglich!
    Zahnstein entfernen oder röntgen oder sowas, okay. Aber Mandel-OP und eine Bauch-OP zusammen? Nein.
    Dann lieber das erhöhte Narkoserisiko.

  • Zitat


    Falls ich doch niemanden finden sollte, hab ich natürlich ein Problem - dann komme ich möglicherweise wirklich nicht umhin, sie kastrieren zu lassen. Das würde dann eine erneute Narkose und einen schweren Eingriff bedeuten...aber vielleicht wirklich lieber so als jetzt präventiv zu kastrieren und am Ende wäre es dann gar nicht notwendig gewesen.


    Also die Klinik, die Abby Ende Juli operiert, nutzt eine Injektionsnarkose (wobei sie zusätzlich, wenn nötig, auch von einer Gasnarkose Gebrauch machen, so wurde es mir jedenfalls am Telefon erklärt). Komme nach deinen Zeilen aber jetzt wieder ins Grübeln, würdest du denn eher von der Injektionsnarkose abraten? Es sind in zwei Wochen so wie es momentan ausschaut "nur" die Mandeln dran, die OP an sich dauert wohl nicht sehr lange.

    Naja, was heißt denn zusätzlich "wenn nötig"? :???: Wenn es schon Narkosezwischenfälle gibt? Wenn der Hund bsp. schon krampft, wie soll da ohne Gefahr von Verletzungen der Tubus eingeführt werden?

    Es kommt auch auf das Mittel an, was verwendet wird. Ich war 5 Wochen in einer Praxis, jeden Tag OP's ( 2-3 am Tag). Erstmal, liegen geblieben ist keiner :smile:

    Bei Risiko Rassen wurde immer Inhalation und Monitor gemacht. Sowie bei alten Hunden, Hunden wo es die Besitzer wollten ( kostet mehr ( Klinik Update)) und bei Medikamenten Unverträglichkeiten.

    Aber auch die Injektionsnarkosen wurden gut vertragen. Ich will dir nicht zu oder abraten :smile:

    Ich würde für Op's immer die Gasnarkose nehmen. Erkundige dich auch ruhig, was sie für Narkosemittel nehmen.

    Nicht wundern, auch bei der Gasnarkose bekommt der Hund vorher eine kleine Narkosespritze, dass er kurz weg ist, um zu intubieren und alles vorzubereiten.

    Als mein Oldi mit 14 Jahren einen großen Tumor im Oberschenkel entfernt bekam, hatten wir auch die Gasnarkose gebucht. Ich guggte beim Einschlafen ganz schön blöd, als er ne Spritze bekam :hust: peinlich peinlich :ops: Ich wusste nicht, dass das Gas erst auf dem OP Tisch zum Einsatz kommt.

  • Zum Thema Narkose: Injektionsnarkose wird immer gemacht. Anders könnte man gar keinen Tubus schieben.

    Ob bei einer MandelOP überhaupt eine Inhalationsnarkose gut mõglich ist oder der Tubus nicht im OPFeld stört ist eine Frage. Und wenn eine OP im Zeitrahmen der Injetionsnarkose idR auch abgeschlossen ist, Warum dann erst mal noch Tubus schieben, Inhalationsnarkose einleiten etc?

  • Klar, die netten kompetenten Privatpersonen, die Lust haben , eine läufige Hündin zu betreuen, gibts an jeder Ecke!
    Es ist doch nicht nur, dass man eine Trächtigkeit verhindern muss. Man muss einen Hund betreuen, der nicht von der Leine kann, und wird von fremden Rüden verfolgt...
    Hier bei uns nehmen viele Sitter nicht mal unkastrierte Rüden auf. Läufige Hündinnen wird sehr schwierig.

    Mal ehrlich - Umzug in eine fremde Stadt, dort so jemanden finden? Wird nicht leicht. Es ist doch ohnhin schwer genug Betreuung zu finden.

    Wie ist es mit alleine bleiben? Kann die Hündin das? Wäre das überhaupt ne Alternative? Jemand, der nur mit der Hündin mittags rausgeht findet sich wohl leichter als ne Ganztagsbetreuung.

    Ich kann die Überlegungen absolut verstehen. Wenn die nächste Läufigkeit nicht gerade gleich nach dem Umzug ansteht, würde ich mal sehen, was sich auftun lässt, und dann entscheiden.
    Keinesfalls würde ich zwei schwerwiegende OPs zusammen machen lassen! Denk mal an die Rekonvaleszenz der Hündin. Und das Risiko steigt auch. find ich eher komisch dass die Klinik das macht.

  • Vor einiger Zeit habe ich beim Gassigehen ein älteres Paar getroffen, körperlich eingeschränkt (der Mann war mit Krücke unterwegs ). Sie hatten eine etwa 8-jährige dicke Labbihündin dabei, die offensichtlich läufig war. Mehrere freilaufende Rüden sprangen munter um die Hündin rum, die freundlich ihren Schwanz zur Seite bog. Die beiden alten Leute waren mit der Situation völlig überfordert. Der Mann fiel sogar hin, in dem verzweifelten Versuch die Rüden abzuwehren. Ich habe dann geholfen und die 3 zu ihrem Auto geleitet. Dabei erzählten sie dann auch, dass sie die Hündin nur in der Urlaubszeit betreuen würden und nicht wirklich viel Erfahrung mit Hunden hätten.
    Die Besitzer der Hündin hätte in gern mal getroffen um denen ein paar Tackte zu erzählen...
    Ich kann mich da heute noch drüber aufregen.
    Seitdem ist mir aufgefallen dass die Hündinnen Besitzer - zumindest hier - zunehmend sorgloser werden. Läufige Hündinnen sind unangeleint auf der Hundewiese unterwegs, ja, es wird nicht mal mehr gewarnt, so dass man seinen Rüden rechtzeitig anleinen könnte. "Sie spielen ja so süss...."
    Wir sind raus aus der Nummer, mein Rüde ist kastriert. Also bräuchte mich das gar nicht stören, aber es nervt mich fürchterlich wenn jemand seiner Verantwortung nicht gerecht wird, sondern von den anderen erwartet dass die dann Rücksicht nehmen.
    Aber wehe jemand befürwortet in einem Forum die Kastration. Da wird er zerrissen!

    Um das noch mal klar zu stellen: ich finde es völlig OK seinen Hund intakt zu lassen. Aber dann habe ich auch die Verantwortung dafür dass niemand darunter leidet und kann meinen Hund im Notfall nur zu Leuten geben die damit umgehen können. Auch körperlich!

  • Zitat


    Es ist so schon nicht einfach einen guten Sitter zu finden.
    Einen Sitter zu finden der bereit ist die Jungfräulichkeit der Hündin mit vollem Körpereinsatz zu beschützen dürfte noch schwerer sein.
    Reden können viele, aber egal wie man ausweicht und plant, man kann je nach Gegend in der man wohnt eben nicht allen Hunden aus dem Weg gehen. Und ein Sitter ist eben nicht der Halter und ist allein dadurch nicht zu soviel bereit wie der Halter selber.

    Das denke ich auch. Auch braucht man in der Regel ja noch Ausweichpersonen, falls der hauptamtliche Sitter ausfällt. Mir selbst wäre es auch sehr wichtig, dass der Sitter mein Vertrauen genießt, ich ein gutes, sicheres Gefühl habe. Ehrlich gesagt würde ich nicht so gern "1B" wählen, den ich eigentlich nicht so toll finde, nur weil die Auswahl von vorneherein beschränkt ist.

  • Moin,

    mal angenommen, man findet tatsächlich jemanden, der auf eine läufige Hündin aufpasst - woher weiss man, das jemand (meist) wildfremdes auch tatsächlich und zu 100% drauf achtet, dass der Hündin kein Rüde zu nahe kommt.

    Denn wenn man sich auf andere Leute verlässt, ist man oft verlassen genug.

    Um zu vermeiden, irgendwann süsse Welpenbilder hier einzustellen, gibt es hier meiner Meinung nach bei einer Fremdbetreuung nur 2 Möglichkeiten. Entweder die Hündin kastrieren lassen oder zu jeder Läufigkeit/Stehtagen Urlaub zu nehmen.

    Ich persönlich würde nicht auf eine läufige Hündin aufpassen wollen - die Verantwortung wäre mir zu groß.

  • Wie stressig eine Hündin in den Stehtagen ist kommt doch total auf die Hündin und die Umgebung an. Meine riecht a) nicht besonders intensiv b) kommen wir hier (in der Stadt) vielleicht auf ein-zwei Hunde pro Spaziergang, wenn mans nicht drauf anlegt mehr zu treffen und c) waren die bisher auch alle immer schnell an der Leine, wenn ich was von Läufigkeit gefaselt habe.
    Da braucht man schon kein Genie an Sitter. Und wenn doch was passieren sollte muss der Sitter nur so ehrlich sein, dass ers nicht verheimlicht.

  • Zitat

    Wie stressig eine Hündin in den Stehtagen ist kommt doch total auf die Hündin und die Umgebung an. Meine riecht a) nicht besonders intensiv b) kommen wir hier (in der Stadt) vielleicht auf ein-zwei Hunde pro Spaziergang, wenn mans nicht drauf anlegt mehr zu treffen und c) waren die bisher auch alle immer schnell an der Leine, wenn ich was von Läufigkeit gefaselt habe.
    Da braucht man schon kein Genie an Sitter. Und wenn doch was passieren sollte muss der Sitter nur so ehrlich sein, dass ers nicht verheimlicht.

    Oh, und woher soll die Besitzerin das wissen? Kann ja durchaus sein das sie sich in der ersten Läufigkeit in der neuen Stadt eben nicht freinehmen kann um zu gucken wie die anderen Hundehalter so drauf sind.
    Und vorher testen? Naja... Darauf würde ich mich nicht verlassen, uninteressierte Rüden stehen nunmal besser im gehorsam als interessierte.

    Hier kannst du schon froh sein wenn die Hunde an die Leine genommen werden.
    Dann gibts aber noch die, die immer mal wieder aus ihrem Garten ausbüchsen und auch die, deren Halter so weit weg sind das man die nichtmal mit brüllen erreicht.
    Mit ner läufigen Hündin würd ich hier irre werden, da ist der einzige sichere Gassiweg nämlich einmal die Hauptstrasse runter und wieder hoch.
    (Und da wir direkt an dieser Straße wohnen kriegen wirs hautnah mit. Der Whippet dreht immer am Rad wenn da mal wieder ne heiße Dame rumspaziert ist... *seufz*)

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