Hündin kastrieren lassen bei Fremdbetreuung?
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Aber es geht in diesem thread ja nicht darum, Dich von den Nebenwirkungen einer Kastra zu überzeugen, sondern um das konkrete Problem der TS.
Die Nachteile eine Kastra sind wissenschaftlich nachgewiesen. Nicht zu kastrieren hat auch Nachteile. Für was man sich entscheiden ist individuell abhängig vom jeweiligen Hund, den BEsitzern und der Situation.
Ja ok, mich nervt es nur das die Leute ein wie ein Schwerverbrecher behandeln nur weil man seine Hunde kastrieren.
Ich finde aber für eine Betreuung solte der Hund kastriert sein , das Risiko ist viel zu groß( für mich) - Vor einem Moment
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Hallo,
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Verbuch es unter Dogforumspezifische Eigenheiten.
Ich hab nen kastrierten Doodle vom Vermehrer. Was glaubst Du wie oft ich auf meiner Seite des Bildschirms ne Grimasse schneide. ;-)Es gibt gute Argumente gegen einen Kastra. Dass man sich in manchen Fällen trotzdem für eine Kastra entscheidet müssen nicht alle gutheissen.
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Ich glaub, mit dem Garten wurde ich etwas missverstanden. Das war auf die generelle Situation beim Sitter bezogen, also so wie ich mir die Hundebetreuung vor Ort halt dauerhaft wünsche und vorstelle.
Speziell während der Läufigkeit muss da natürlich ein größeres Auge drauf geworfen werden, klar. Wobei Abby niemals abhauen würde, diesbezüglich mache ich mir gar keine Sorgen.Das Problem bei einer Sterilisation sehe ich darin, dass die Hündin ja dennoch ein potenzieller "Stressfaktor" für andere anwesende Hunde bleibt. Ich denke, dass die Ablehnung von läufigen Hündinnen bei gewerblichen Pensionen gar nicht mal unbedingt nur mit der Gefahr eines Deckaktes begründet wird sondern v.a. damit dass die Rüden verrückt spielen, eine andere Dynamik in die Gruppe kommt etc. Bei privaten Hundesittern könnte es möglicherweise sogar noch eher was mit der Befürchtung zu tun haben dass die Hündin Sofa und Teppich volblutet. Beides würde ja auch nach einer Sterilisation so erhalten bleiben.
Es ist schön, dass deine Hündinnen sich durch die Kastration keineswegs verändert haben. Dennoch aber muss es nicht so glimpflich ablaufen, mögliche Folgen habe ich ja in meinem ersten Post schon genannt. Die Gefahr einer Inkontinenz liegt bspw. bei 10-30 % (je nach Größe), das ist definitiv nicht wenig.
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Von Verbrechen spricht niemand. Das Risiko muss ja jeder für sich selbst abwägen und vom Tierschutzgesetz fange ich jetzt mal nicht an wie manch anderer, der die Kastration wirklich für ein Verbrechen hält.
Ich halte einfach nichts von unüberlegter Kastration, ohne sich über Vor- und Nachteile Gedanken gemacht zu haben. Viele Tierärzte sind da auch viel zu schnell dabei, bringt ja auch Geld.
Früher dachte ich auch, man müsse einen Hund pauschal kastrieren. Ich für meinen Teil bin froh, dass mich jemand aufgeklärt hat. Sonst hätte ich hier jetzt ein psychisches Wrack sitzen. :)
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Ich an Deiner Stelle würde in diesem Fall erst versuchen eine kompetente Privatbetreuung zu finden, als eine Kastra machen zu lassen, die Du eh nicht wirklich willst.Ich glaube genauso mache ich es auch. Vielleicht kann ich ihr damit die Kastra letztendlich wirklich ersparen, jedenfalls wünsche ich mir das.
ZitatViel Glück bei der Sittersuche.
Danke!

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Früher dachte ich auch, man müsse einen Hund pauschal kastrieren. Ich für meinen Teil bin froh, dass mich jemand aufgeklärt hat. Sonst hätte ich hier jetzt ein psychisches Wrack sitzen. :)
Klingt, als wären kastrierte Hündinnen generell psychische Wracks :-/
Ich kenne von wirklich zig kastrierten Hündinnen nur eine, die inkontinent ist.
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Klingt, als wären kastrierte Hündinnen generell psychische Wracks :-/
Ich kenne von wirklich zig kastrierten Hündinnen nur eine, die inkontinent ist.
So ein quatsch. Das habe ich nirgendwo geschrieben. Ich habe nicht mal eine Hündin, sondern einen Rüden. Ein Angsthund, bei dem mir dringend von Kastration abgeraten wurde, wegen möglicher Verschlimmerung. Damals wusste ich nicht einmal dass das passieren kann.Einige Jahre habe ich davon also Abstand genommen, bis er die totale Stresshummel war, weil es überall so gut roch. Jeder Hund wurde berammelt.
Weil niemand genau sagen konnte, ob das Übersprungshandlung aus allgemeinem Stress oder hypersexuelles Verhalten war, habe ich es mit dem Chip versucht. Ergebnis war ein hysterisches Wrack.
Darum:hätte ich gedankenlos kastrieren lassen, wären weder Hund noch ich unseres Lebens froh geworden.
Noch mal für alle die mir irgendeinen Blödsinn in den Mund legen wollen oder meine Meinung einfach nur falsch verstanden haben: Nicht jeder kastrierte Hund wird davon krank, nicht jeder bekommt Verhaltensstörungen. Es gibt viele Hunde, für die eine Kastration die pure Erleichterung war.
Dennoch sollte man diese Entscheidung nie leichtfertig treffen, sondern genau abwägen was für den einzelnen Hund das Beste ist.
Und auch wenn ich mich wieder in die Nesseln setze: für den Hund das Beste, bedeutet nicht unbedingt für den Halter das Bequemste.
Aber eigentlich soll das hier ja kein allgemeiner Pro/Contra Kastration Thread werden.
Ich finde gut, dass die TS sich Gedanken macht und nicht gedankenlos an ihrem Hund herum schneiden lässt. Wenn sie dennoch zur Entscheidung pro Kastration kommt, werde ich sie sicher auch nicht verurteilen.
Wie gesagt, letztendlich muss das jeder selbst entscheiden. Die Hunde können uns nicht sagen was ihnen lieber ist und manchmal ist es nicht vermeidbar.
Ich wünschte nur, mehr Hundehalter würden bei diesem Thema mal hinterfragen.
LG
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Nur weil jemand sagt, dass er ein psychisches Wrack zuhause hätte, hätte er kastrieren lassen heißt doch noch lange nciht, dass alle Kastraten zu psychischen Wracks werden.
Inkontinenz ist eben noch lange nicht alles was durch Kastration passieren kann.Mein aktuelles Beispiel aus dem Freundeskreis (da hab ich jetzt akut nur ein Rüdenbeispiel): unsicherer Rüde, Kastrationschip gesetzt - der Hund hat plötzlich alles als potentielle Gefahr gesehen, auch das, was er vorher durch Training schon gelernt hatte als ungefährlich einzuschätzen. Und das ist ein Hund, der meint Angriff ist die beste Verteidigung. Das waren ein paar unerfreuliche Monate. Hormone verändern z.B. das Selbstbewusstsein. Die Besitzerin ist heilfroh, dass sie nur den Chip setzen und keine OP hat machen lassen.
Bei Hündinnen gibt es leider keine Möglichkeit das unverbindlich auszuprobieren, deswegen sollte man sich da schon genauer Gedanken machen.
Hormone sind halt nicht nur nerviges Beiwerk, sondern die haben durchaus Funktionen, die über die Fortpflanzung hinaus gehen. -
Zitat
Nur weil jemand sagt, dass er ein psychisches Wrack zuhause hätte, hätte er kastrieren lassen heißt doch noch lange nciht, dass alle Kastraten zu psychischen Wracks werden.
Inkontinenz ist eben noch lange nicht alles was durch Kastration passieren kann.Mein aktuelles Beispiel aus dem Freundeskreis (da hab ich jetzt akut nur ein Rüdenbeispiel): unsicherer Rüde, Kastrationschip gesetzt - der Hund hat plötzlich alles als potentielle Gefahr gesehen, auch das, was er vorher durch Training schon gelernt hatte als ungefährlich einzuschätzen. Und das ist ein Hund, der meint Angriff ist die beste Verteidigung. Das waren ein paar unerfreuliche Monate. Hormone verändern z.B. das Selbstbewusstsein. Die Besitzerin ist heilfroh, dass sie nur den Chip setzen und keine OP hat machen lassen.
Bei Hündinnen gibt es leider keine Möglichkeit das unverbindlich auszuprobieren, deswegen sollte man sich da schon genauer Gedanken machen.
Hormone sind halt nicht nur nerviges Beiwerk, sondern die haben durchaus Funktionen, die über die Fortpflanzung hinaus gehen.
Danke, genau das meinte ich. Und der Hund von dem du sprichst, könnte meiner sein. :) Zum Glück hat die Wirkung nachgelassen und ich habe wieder einen halbwegs entspannten Hund. (Na ja für seine Verhältnisse aber man kann immerhin wieder mit ihm arbeiten.)LG
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Ich habe jetzt nicht den ganzen Thread gelesen sondern beziehe mich nur auf dein Eingangspost. Ich würde nicht kastrieren lassen, die gesundheitlichen Gründe zähle ich jetzt nicht alle auf.
Aber: Es sind gerade mal etwa 10 Tage im Jahr, an denen deine Hündin gedeckt werden kann, davon sind durchschnittlich 3 Tage Wochenende, bleiben 7 Tage im Jahr. Und dein Hund wird ja nicht schwanger wenn sie ein Rüde schief anguckt, sondern es muss ein Deckakt stattfinden. Der lässt sich verhindern in dem die Hündin angeleint ist und bleibt (und zwar sicher, z. B. noch zusätzlich an einem Geschirr) und in dem der / die Sitter eine Wasserflasche mit Loch im Deckel mit sich herum tragen, mit dem sie Notfalls einen freilaufenden Rüden abwehren können. Man sollte außerdem möglichst in Gebieten mit Leinenzwang gehen und gerne zu ungewöhnlichen Zeiten.
Unter solchen Bedingungen ist eine Befruchtung quasi ausgeschlossen. Mir ist in den ungefär 8 Läufigkeiten die wir bisher hatten niemals eine Situation untergekommen wo ich daran gedacht hätte meine Wasserflasche benutzen zu müssen, die meisten Hunde lassen sich körperlich abwehren. Falls es DOCH mal aller Unwarscheinlichkeit zum Trotz zu einem Deckakt kommt kann man immer noch abspritzen lassen. Ich würde jedenfalls aus oben genannten Gründen + gesundheitlichen nicht kastrieren lassen. - Vor einem Moment
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