Kommandos sofort ausführen?

  • Ich bin ja der festen Überzeugung, das es immer ein paar Sekunden dauert, bis das Kommando vom Ohr ins Gehirn meines Hundes gelangt ist. :lol: Er scheint erst immer darüber nachdenken zu müssen und führt es dann eigentlich super aus... :headbash:

    Sofort ist im Umgang mit meinem Hund gestrichen :ka:

  • Zitat

    Wenn´s aber immer der gleiche Satz ist, ist das Kommando einfach ein bisschen länger?
    Wenn das Kommando in wechselnden Sätzen "versteckt" wird, dann muss Hund filtern. Las sich aber nicht so.

    Die Diskrepanz ist jedoch, dass das "Hier" sofort ausgeführt wird....... Es gibt Hunde, die mit ganzen Sätzen etwas anfangen können, manche aber nur schwer. Ich spreche z. B. immer wieder mit meinem Hund, wenn ich ihn kraule, oder einfach so. Klar reagiert er, freut sich etc. Aber, für ihn bedeutet "Frauchen schnattert, ich muss nichts tun, außer lieb schauen" Ein klares Kommando hingegen, muss er nicht rausfiltrieren aus meinen "Geschwafel", sondern es ist kurz und knapp, eben ein Kommando. Kein Kaffeekränzchen :headbash: Soll es jeder machen, wie er möchte, aber, mich würde es persönlich nicht zufrieden stellen, wenn mein Hund erst einige Sekunden später auf mich reagiert..... bei meinem Hund wüsste ich, dass ich etwas falsch mache, wenn es so wäre. Gibt vielleicht auch andere Hunde, bei denen die zeitverzögerte Reaktion aufgrund ihres Gemühtes etc. normal ist..... damit habe ich noch keine Erfahrung gemacht....bekomme nur öfter mit, wenn andere Hundehalter mit ihrem Hund in ganzen Sätzen sprechen, der Hund halt anders reagiert, als wenn das Kommando knapp ausfällt....

  • Nona bekommt überaus selten von mir Kommandos,weil sie läuft
    einfach mit und ist kein Problemhund.
    Sag ich aber eben diese besagten Kommandos ist das so wie ich oben
    beschriebn habe.

    Sie muß seltens S I T Z machen, weil ich wegen einer Blasenentzündung oder
    Gebärmutterentzündung Angst habe das sie sich das holt.
    Lieber lasse ich sie stehen,aber das macht sie auch von selbst,ohne
    Kommando.

    Vllcht gehört sie ja auch zu der HR die sich das ein bißchen überlegen
    müssen,bevor sie ein Kommando ausführen?
    Nona ist ein Shi-Tzu Pegingnesemix.

  • Zitat

    Was bedeutet für dich denn Kommando? Ein Kommando ist doch keine Bitte, sondern ein Befehl.
    Ich gebe ein Kommando, weil mein Hund etwas tun/lassen soll, weil es gerade benötigt wird. Und da will ich nicht, dass der Hund 10 Sekunden überlegt, sondern tut, was ich sage! Das ist Gehorsam und den finde ich bei Familienhunden genauso wichtig, wie bei Jagdhunden oder sonst was. Kann über Leben und Tod entscheiden.

    Nein das nennt man dann Roboter... ein Hund ist ein Lebewesen und kein roboter. Sie tut ja auch was ich sage und wenn sie dabei spaß hat ist das doch noch viel besser.
    Mein Hund darf sich erlauben mal länger zu brauchen um sich hinzusetzen. Sie sitzt auch bei regen z.B nicht richtig das ist für mich auch vollkommen ok.

    Bei anderen Hunden oder in einem Rudel klappt alles noch besser. Ich denke sie will dann zeigen was sie kann. Sie hört bei Spaziergängen mit anderen Hundehaltern perfekt.

    Aber wenn wir es einfach so trainieren braucht sie eben bisschen länger (keine 5min aber 5sec.)

  • Sorry für den abgebrochenen Beitrag von vorhin, ich habe aufs falsche Knöpfchen gedrückt und konnte weder ändern noch löschen. Deshalb jetzt noch einmal, was ich sagen wollte:


    Ich denke, das ist auch eine Frage des gezielten Trainings. Wenn du Wert darauf legst, daß der Hund schnell reagiert, kannst du das üben, indem du zB nur noch schnellere Ausführung belohnst. Das ist im Hundesport erwünscht, aber im Alltag nicht nötig, wenn der Hund das Kommando ansonsten sicher ausführt. Das einzige Kommando, bei dem du selbst Wert auf Schnelligkeit legst, der Rückruf, klappt ja gut.

    Bei der Wahl deiner Hörzeichen fällt mir auf, daß die sich schon sehr ähnlich sind. Nona leg dich hin - Nona setz dich hin - das klingt bis auf wenige Buchstaben völlig gleich, da kann es schon sein, daß sie zögert, weil sie Verständnisschwierigkeiten hat. Hörzeichen, die sich deutlich unterscheiden, helfen dem Hund sehr.
    Meiner Hündin hat zB es geholfen, daß ich 'Siiitz' hell und hoch sage, und 'Plotz' dumpf und mit O statt A, denn vorher hatte sie Probleme, diese beiden ähnlichen Worte zu unterscheiden. Und aus ganzen gleichen Sätzen die kleinsten Unterschiede herauszulesen ist noch schwieriger.

    Bei mir ist es so, daß ich im Hundesport eine schnelle Ausführung erwarte und auch trainiere, im Alltag darf es aber lockerer zugehen. ZB das kurze Kommando 'Platz' im Sport, im Alltag heißt es dann 'Mach mal Pause' wenn sie sich hinlegen soll, und dafür darf sie sich Zeit lassen.

    Ansonsten: wenn du mit dem Verhalten deiner Hündin zufreiden bist, lass dir keine Probleme einreden, die du nicht hast! ;)

    Dagmar & Cara

  • Zitat


    Vllcht gehört sie ja auch zu der HR die sich das ein bißchen überlegen
    müssen,bevor sie ein Kommando ausführen?
    Nona ist ein Shi-Tzu Pegingnesemix.

    Möglich, ich behaupte immer "Das muss erst eine Runde im Pekinesenköpfle drehen" ;)
    Aber eher bei neuen Sachen. "Sitz" macht Nana sofort (vermutlich weil sie in der Stellung das erwartete Leckerli ohne Genickstarre am Besten sieht ;) ), "Platz" muss erst besagte Runde drehen, ist aber auch noch ziemlich neu, "Hier", naja, mal sofort, mal muss man erst zu ende schnüffeln und evtl.. noch einen Leserbrief schreiben. Ich bin aber auch manchmal ein bisschen lasch, muss ich zugeben.

    Probier´s doch einfach ob "Sitz" besser/schneller klappt als "Nona setz dich bitte".

  • Zitat

    Nein das nennt man dann Roboter... ein Hund ist ein Lebewesen und kein roboter. Sie tut ja auch was ich sage und wenn sie dabei spaß hat ist das doch noch viel besser.


    Nein, das hat mit Roboter nichts zu tun. Auch nicht, mit dem Spaß an der Sache. Ein Hund kann auch fröhlich ins Platz fliegen. Aber ich kann es mir nicht erlauben, dass mein Hund lang überlegt, was er tut.

    Natürlich gibt es individuelle Unterschiede unter den Hunden, mein Terrier ist auch nicht so flott wie der Schäferhund, aber als "sinnfrei" muss man das schnelle ausführen von Kommandos doch trotzdem nicht bezeichnen. Ich will, dass meine Hunde sofort (im Bereich des Möglichen) reagieren. Sonst kann ich mir das Kommando auch sparen.

  • Ich habe Kommandos, die sofort ausgeführt werden müssen und welche, bei denen sie sich Zeit lassen können.

    Ein Platz muss bei meinen Hunden z.B. sofort ausgeführt werden und das kann dem Hund (oder einem anderen Hund) das Leben retten. Wegen mir können Leute nun meinen, ich hätte Maschinen die keinen Spaß hätten. Mir recht wumpe.

  • Zitat

    Nein das nennt man dann Roboter... ein Hund ist ein Lebewesen und kein roboter. Sie tut ja auch was ich sage und wenn sie dabei spaß hat ist das doch noch viel besser.
    Mein Hund darf sich erlauben mal länger zu brauchen um sich hinzusetzen. Sie sitzt auch bei regen z.B nicht richtig das ist für mich auch vollkommen ok.

    Bei anderen Hunden oder in einem Rudel klappt alles noch besser. Ich denke sie will dann zeigen was sie kann. Sie hört bei Spaziergängen mit anderen Hundehaltern perfekt.

    Aber wenn wir es einfach so trainieren braucht sie eben bisschen länger (keine 5min aber 5sec.)

    Den Vergleich mit dem Roboter, hach, wie ich ihn liebe :headbash: Wenn mein Vater mich fragt, ob ich ihm das Salz reichen könnte, überlege ich auch nicht lange, sondern tu es einfach. Bin ich deshalb ein Roboter?

    Kommandos sind nicht dafür da, den Hund unterzubuttern, sondern sie dienen der sicheren Führung des Hundes. Sie sollten einfach täglich/oder oft geübt werden, dass es in einem Ernstfall, wenn man das Kommando wirklich braucht, auch funktioniert. Wie in meinem Beispiel "Stop, wenn ein Radfahrer kommt" Die nehmen nämlich keine Rücksicht darauf, ob ein Hund ihren Weg kreuzt. Die fahren einfach zu. Und, ja, da MUSS das Kommando einfach sitzen. Das hat nichts mit Roboter zu tun ;)

    Ich gebe keine Kommandos, um zu ZEIGEN, wie TOLL ich meinen Hund doch dressiert habe. Und ich gebe Kommandos zu 90 % auch nur, wenn sie einfach erforderlich sind (Wildsichtung, nicht zu anderen Hunden hinrennen, kurz warten, weil Radfahrer kommt etc) Die anderen 10 Prozent, ja, die sind Übung für den "Ernstfall". Mein Hund ist schon deshalb kein Roboter, weil er einfach ALLES freudig macht. Er hat Spaß dabei, er bekommt Zuwendung und Bestätigung. Die bekommt er auch mal so, wenn ich mit ihm einfach rumblödle, und er nichts machen muss, außer den Spinner raushängen lassen. Ich habe ein Kommando nie als einen "Befehl" gesehen, sondern immer als ein Spiel. Ich differenziere z. B. nicht, ob mein Hund "Sitz" macht, oder sich beim "Päääng" flach seitlich auf den Boden rollt. Er hat an Beiden Kommandos die gleiche Freude.

    Eine Freundin hat eine einjährige Dänische Dogge. Diese ist eher gemächlich/gemütlich. Von dieser Freundin bekomme ich immer wieder zu hören, dass mein Hund zwar sehr gut erzogen ist, aber dass sie es einfach als "zu viel" sieht. Da blicke ich gerne auf meinen Hund runter, der mich förmlich anbitzt mit dem Gedanken "Uiiii feiiiiiiiiin!!! Was machen wir jetzt? Was stellen wir an? Wollen wir toben? DARF ich bitte, bitte, bitte" Und dann blicke ich auf "Snoop", die Dogge, "Was? Aufstehen? Ach, Mann! Na gut.....Was? Ein anderer Hund? Mama, ich will Heim. Was soll ich tun? Ach ist das alles anstrengend..."

    Klar, denkt die Freundin, dass ich zu viel Mache, oder meinem Hund zu viel abverlange ;) Sie steckt ja auch nicht in meiner Haut und lebt nicht mit einem Hund zusammen, der lernen WILL, der tun WILL, der ACTION haben will. Ich nutze die Auffassungsgabe und den Willen meines Hundes für seinen Gehorsam (was kein "pööööses" Wort ist, es wird immer nur so ausgelegt: Gehorsamkeit = Roboter und das ist Schwachsinn), um ihn nicht nur körperlich, sondern auch geistig auslasten zu können. Er ist pfiffig und WILL. Und er KANN. UND er hat Freude dabei, genauso wie ich :gut:

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