Hundebiss (eure Meinung)

  • Warum auch immer der Hund gebissen hat: Ein Hund, der mit Kindern arbeitet, muß in der Lage sein, auch wesentlich größere Belastungen wegzustecken, als hier geschehen. Bedrängen, Rempeln, ungeschicktes Anfassen, Anstarren, Fellzupfen, Rennen, Toben, Lärmen, all das darf kein Grund zum Schnappen oder Beißen sein. Wenn diese Voraussetzung nicht gegeben ist, ist der Hund für einen solchen Einsatz eben nicht geeignet.

    Die Zirkusleute haben ein Interesse daran, die Beißvorfälle herunterzuspielen, das ist komplett verantwortungslos, aber nachvollziehbar.
    Mich wundert allerdings die überaus träge Reaktion der Schule, auch der gebissenen Lehrerin. Da wird erst lang überlegt, ob man die Hundenummer eventuell aus dem Programm nimmt? :???:
    Das muß ja wohl die erste und sofortige Konsequenz sein, um nicht weitere Menschen zu gefährden.

    Dagmar & Cara

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    Warum auch immer der Hund gebissen hat: Ein Hund, der mit Kindern arbeitet, muß in der Lage sein, auch wesentlich größere Belastungen wegzustecken, als hier geschehen. Bedrängen, Rempeln, ungeschicktes Anfassen, Anstarren, Fellzupfen, Rennen, Toben, Lärmen, all das darf kein Grund zum Schnappen oder Beißen sein. Wenn diese Voraussetzung nicht gegeben ist, ist der Hund für einen solchen Einsatz eben nicht geeignet.


    Ich finde nicht, dass ein Hund sowas wegstecken können muss. Soweit muss es erst gar nicht kommen. Ich denke mal, Kinder, die schon zur Schule gehen, können das schon verstehen, wenn es Ihnen vernünftig erklärt wird, wie man mit Hunden (oder Tieren im Allgemeinen) umgeht.

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    Ich finde nicht, dass ein Hund sowas wegstecken können muss. Soweit muss es erst gar nicht kommen. Ich denke mal, Kinder, die schon zur Schule gehen, können das schon verstehen, wenn es Ihnen vernünftig erklärt wird, wie man mit Hunden (oder Tieren im Allgemeinen) umgeht.

    Sehe ich ebenso, zumal die Kinder nicht mit dem Hund allein sind und von den Aufsichtspersonen erwartet werden kann, dass sie "wesentlich größere Belastungen" verhindern. Kinder in der 2. Klasse sollten ja wohl lernen können, dass ein Hund ein Lebewesen ist, das entsprechend respektvoll zu behandeln und auf das Rücksicht zu nehmen ist.

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    Sehe ich ebenso, zumal die Kinder nicht mit dem Hund allein sind und von den Aufsichtspersonen erwartet werden kann, dass sie "wesentlich größere Belastungen" verhindern. Kinder in der 2. Klasse sollten ja wohl lernen können, dass ein Hund ein Lebewesen ist, das entsprechend respektvoll zu behandeln und auf das Rücksicht zu nehmen ist.

    Ich arbeite selbst mit Kindern in diesem Alter, teilweise auch zusammen mit meinem Hund. Und ich würde nie die Hand dafür ins Feuer legen, dass die Kinder doch mal "Verbotenes" tun, und das, obwohl ich sehr klar im Aufstellen der Umgangsregeln bin. Deswegen bin ich auch der Meinung, dass ein Hund in dieser Arbeit das abkönnen muss. Auch sollte er so klar in seiner Kommunikation sein, dass man die Situation rechtzeitig entschärfen kann. Beides scheint hier nicht gegeben zu sein.

  • Ähmm :mute:
    Also wenn sich das wirklich so oder so ähnlich zugetragen hat: Ich bin selber Lehrerin und mein Hund ist als Schulhund im Einsatz.... was ich da lesen musste ist meiner Meinung nach sowas von unseriös (seitens der Schule und v.a. seitens des Zirkus) - den Hund hätte ich, wenn er mich als Lehrerin auch noch gezwickt hätte, aber "aus dem Verkehr ziehen lassen".
    Ich muss mich auf meinen Hund quasi 100% verlassen können (auch wenn das in der Praxis natürlich so im Prinzip nicht erreichbar ist) - aber wenn ich meinen Hund nicht so gut kennen/einschätzen könnte, er nicht sehr menschenbezogen/freundlich wäre und er nicht so eine solide Grunderziehung (diverse Jagdprüfungen) genossen hätte, dann wäre er jetzt wohl nicht mit an der Schule. Zudem lasse ich die Kinder keine Sekunde mit dem Hund allein -wie es auch schon geschrieben wurde: Kinder halten sich nicht zwangsläufig an vereinbarte Verhaltensregeln. Zudem ist er nur zu beschränkten Zeiten im Einsatz - zu viel kann auch schnell eine Überforderung für den Hund werden, dann zwickt er vielleicht auch (aus Stress).
    Und im Übrigen: Unser Hund ist ein Langhaarweimaraner, also ein Klassiker, was Beschützerinstikt bzw. Schutz/Wachtrieb betrifft - das finde ich vom Zirkusdirektor geradezu eine lächerliche Ausrede, da den Beschützerinstikt vorzuschieben. Unser Hund ist so erzogen bw. sozialisiert worden, das er zwar das Grundstück bewacht (das sitzt ja nun mal drin :smile: ), sich aber sonst über jeden Kontakt freut und auch in meiner Klasse immer gerne zu den Schülern geht, um sich streicheln zu lassen (den Kontakt auch sucht) und er hat noch nie überhaupt annähernd seinen Beschützerinstikt "raushängen" lassen. VG Kirsten (mit Fenya :roll: )

  • Wenn ich sage, ein Hund der mit Kindern arbeitet, muß bestimmte Belastungen wegstecken können, ohne sich mit den Zähnen zu wehren, so habe ich nicht gemeint, daß er solchen Belastungen ausgesetzt werden sollte oder dürfte. Es versteht sich von selbst, daß der Hundehalter immer ein Auge auf das Geschehen hat, die Kinder anleitet und notfalls rechtzeitig eingreift. So sollte es bei jedem seriösen pädagogisch/sozialen Einsatz von Hunden jedenfalls sein.
    Aber in einer Kindergruppe geht es oft lebhaft zu, Kinder verhalten sich spontan und vergessen auch schon mal vorher vereinbarte Regeln. Alle erwähnten Situationen können daher schon mal vorkommmen, auch wenn von Seiten des Hundeführers alles getan wird, um sie auszuschließen.

    Ich bin mit meiner Kleinpudelhündin bei den 'Helfern auf 4 Pfoten' wir besuchen also Schulen, Kindergärten und andere Einrichtungen und zeigen den Kindern, wie man sich gegenüber Hunden richtig verhält und natürlich auch, wieviel Freude der Umgang mit Hunden macht. Kein Mensch-Hund Team geht in den Einsatz mit Kindern, ohne den Eingangstest gemacht zu haben. Dort werden Situationen wie oben beschrieben getestet. Der Hund muß keineswegs alles passiv erdulden, er darf sich entziehen, aber Schnappen und Beißen ist selbstverständlich tabu. Der Hund soll Freude am Umgang mit Menschern zeigen und auch nach Belastungssituationen wieder gerne Kontakt aufnehmen. Getestet wird natürlich ebenso der Hundeführer, er oder sie soll den Hund unterstützen, seine Körpersprache lesen und seine Belastungsgrenzen erkennen.

    Da meine Hündin die Voraussetzungen erfüllt, ist es überhaupt kein Problem, fremde Kinder mit ihr Tricks ausführen zu lassen, zb Sprung durch den Reifen, wobei ein Kind den Reifen hält, ein anderes den Hund lockt. Cara ist mit Freude dabei. Als Hilfsmittel erlaube ich aber nur Leckerli und Spielzeug, kein Kind bekommt das 'Machtmittel' Leine in die Hand. Die Möglichkeit, sich zu entziehen, ist für mich ein wichtiger Punkt, um Stress beim Hund gar nicht erst aufkommen zu lassen.

    Dagmar & Cara

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    Mich hat schon ein winziges Loch, kaum sichtbar und kaum durch die Haut durch einen Katzenbiss ins Krankenhaus befördert, und ich hatte echt noch Glück dass man mir nicht die Hand aufschneiden musste.

    Ist zwar völlig oT aber trotzdem eine kleine Anmerkung.

    Katzenbisse sind bzgl Infektionsgefahr sehr viel gefährlicher als Hundebisse. Nur weil Katzenzähne idR nicht so viel "Fleischschaden" verursachen, heisst das nicht, dass man sie auf die leichte Schulter nehmen darf. Denn aufgrund der Größe und Form der Zähne schliessen sich Katzenbisse rasch. Was dazu führt, dass sie oft nicht richtig "ausbluten", sprich Infektiöses Material, das mit dem Zahn in die Wunde kommt, nicht ausgewaschen wird.

    Zum eigentlichen Posting sage ich mal besser nichts. So was ist ein NoGo.
    Ich würde hier zum einen die Schulleitung zur Rede stellen. Zum anderen das Ganze auch den Schulbehörden melden. Zumindest hoffe ich, dass derartige Schulzirkus-Unternehmen eine Zulassung brauchen und nicht einfach drauflos wurschteln dürfen. Das sollte zumindest dann bei den Behörden aktenkundig sein von wegen Auflagen usw.
    Sonst geschieht das in einer anderen Schule genau so wieder.

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