Hund kann in Stadtwohnung nicht glücklich sein!

  • Zitat


    Genau solche Viertel kenne ich nämlich auch. Und das wäre 1. für mich absolut nichts und 2. könnte ich meine Hündin nach einer Woche wohl in die Klapse bringen. :ugly:

    Das Leben in der Innenstadt ist schon stressiger, das muss man einfach mal sagen und die Anforderungen an den Hund sind enorm. ICH wollte das keinem Hund zumuten.

    Wenn ich wieder ein gescheites Handy habe, mache ich mal ein Video davon wie sie munter den Bürgersteig entlang tänzelt =)
    Sie hat sich dran gewöhnt und kennt es nicht anders. Es gibt natürlich schon Menschenmengen, die mir und damit auch ihr zu viel sind und wo ich die Lütte dann auf den Arm nehme. Aber so lange ich dabei bin, ist für die Maus eigentlich immer alles paletti.
    Alleine im Auto bleiben findet sie viel schlimmer - denn das ist sie nicht gewöhnt.

    Es kommt aber natürlich immer auch auf den Hund. Starker Schutztrieb, sehr niedrige Reizschwelle, deprivierte Herkunft - es gibt viele gute Gründe einem Hund ein Stadtleben nicht zuzumuten.

  • Es kommt eben extrem auf den Hund an. Es geht einfach nicht mit jedem Hund. Sicher gibt es Hunde, denen sowas nichts ausmacht - einer davon liegt gerade neben mir und döst. ;)
    Hunde mit eher schwachem Nervenkostüm, Hunde die schnell auf Bewegungsreize reagieren, Hunde die mit Stress schlecht umgehen können, die mit ihrer Umwelt ein Problem haben, usw. gehören für mich nicht in die Stadt.

    Da braucht es mMn einfach einen Hund mit innerer Ruhe, Gelassenheit und Menschenfreundlichkeit. Aber ich habe noch nicht mit Hund in der Stadt gelebt - mag es mir aber auch mit den aktuellen Hunden nicht vorstellen.

  • Yoshi hat es nicht mit fremden Menschen die sie anfassen wollen. Allerdings hält sich das ja in Grenzen.
    In den öffentlichen fährt sie Problemlos mit, wenn es voll wird sitzt sie zwischen meinen Füßen und ich muss aufpassen dass sie sich nicht hinlegt.
    Das geht dann sogar so weit dass sie sich auf fremde Füße mit drauf legt. :headbash:
    Menschenmengen mögen wir beide nicht. Allerdings wohnen wir so, dass der richtige Trubel nicht direkt vor der Haustür beginnt.
    Für Yoshi wäre es nix jemanden täglich ins Getümmel zu begleiten.
    Für mich auch nicht, und wir leben denke ich sehr gut damit. :D

  • [quote="Sanshinemaus"]Ich würde sagen, du solltest dir da keinen Kopf machen. Ich bin auf dem Land aufgewachsen (deutlich ländlicher gehts fast nicht mehr) und habe für mich selbst die gegenteilige Erfahrung gemacht: Die Landhunde bei uns waren meist entweder Hofhunde ganz ohne Auslauf oder ein zusätzliches Familaccessoir zur Komplettierung des Dorfidylls der Familie mit zwei Kindern. Die Hunde wurden dementsprechend kaum erzogen (da die Eltern viel zu sehr damit beschäftigt waren, ihre Kinder zu ihren Hobbys zu fahren) und konnten dementsprechend auf den wenigen Spaziergängen nicht von der Leine trotz all der vielen Wiesen und Wälder drumherum. Da nützt auch der kleine Garten nichts, in dem sie dann laufen durften. Da hat ein Hund mit einem Besitzer, der seinem Hund vernünftige Auslastung bietet, in der Stadt es m.M.n deutlich besser.
    Allerdings würde ich natürlich aus meinen Erfahrungen nicht auf alle Hundehalter in Dörfern und Städten schließen. Das wäre Unsinn. Aber genauso Unsinn war es somit meiner Meinung nach von deiner Bekannten so eine generalisierte Aussage zu treffen - vor allem da sie dich und dein Auslastungsprogramm doch wohl kennen sollte. Ich lebe mit Byron in der Stadt. Wir haben für kleinere Runden und Spaziergänge trotzdem direkt nebenan viele Parks und Grünflächen. Für größere Schnüffelgänge, fahre ich ein wenig weiter raus in den Wald oder angrenzende Wiesenwege und dann passt das auch. Das ist jeden Tag 100-mal mehr Bewegung und Beschäftigung als z.B. unser Familienhund hatte, der außer Gartenauslauf alleine dann jeden Tag drei angeleinte Runden - ohne Hundekontakt, da selten ein Hund im Dorf von der Leine durfte - hatte.[/quD

    Da kann ich mich voll und ganz anschließen.

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    Yoshi hat es nicht mit fremden Menschen die sie anfassen wollen. Allerdings hält sich das ja in Grenzen.
    In den öffentlichen fährt sie Problemlos mit, wenn es voll wird sitzt sie zwischen meinen Füßen und ich muss aufpassen dass sie sich nicht hinlegt.
    Das geht dann sogar so weit dass sie sich auf fremde Füße mit drauf legt. :headbash:
    Menschenmengen mögen wir beide nicht. Allerdings wohnen wir so, dass der richtige Trubel nicht direkt vor der Haustür beginnt.
    Für Yoshi wäre es nix jemanden täglich ins Getümmel zu begleiten.
    Für mich auch nicht, und wir leben denke ich sehr gut damit.
    :D

    EXAKT so sieht es bei uns auch aus. Weder ich noch Hund stehen voll auf Menschen(mengen), weshalb ich auch froh bin, in ner "Randstadt" zu leben - hier kommts einem oft vor wie aufm Dorf und trotzdem ne gute Anbindung an die nächsten Großstädte, wenns mal nötig ist. Ich brauch z.B. 30 Minuten mit dem Bus zur Uni - würde ich in der Innenstadt wohnen, wären es wohl nur 10 Minuten aber da zu wohnen..näää weder für mich noch für Shira so pralle.
    Wir sind das aber auch beide nicht gewohnt, sind eher "Kleinstadteier" - zum Großstadtfan werden wir wohl aus Gewohnheit beide nichtmehr.
    In den Öffentlichen fährt sie auch problemlos mit, wobei ich da (uns beiden zuliebe) die Rush-Hour meide. Ich bekomm da selbst schon fast ne Menschenphobie und Platzangst.

  • Ich denke schon, das Hunde aufgrund ihrer Natur mehr zu einem ländlichen Leben passen. Vertreter der Gesellschaftshunderassen nehme ich da mal raus. Aber vieles hängt einfach von der Gewohnheit ab. Stadthunde werden sicher ein zufriedenes, angenehmes Leben führen (hängt ja auch vom Halter ab). Wobei ich aber auch der Meinung bin, das ein Stadthund auf dem Land glücklich wird, ein Landhund aber in der Stadt eher nicht.

  • Pauschal zu sagen, dass ein Hund in der Stadt nicht glücklich ist, halte ich doch für sehr daneben. Ich denke es ist von Rasse (Mix) zu Rasse und von Hund zu Hund unterschiedlich.

    Unsere damalige Familienhündin (Unbekannter Misxhling) ist erst so richtig aufgeblüht, als sie auf dem Riesen Grundstück von meinem Dad ihre eigenen Wege gehen konnte. Ihr Lieblingsplatz war das Stück Wiese neben der Einfahrt, dort konnte sie alles beobachten, aber auch schnell ins Haus, wenn sie wollte.
    Für unsere Frieda jetzt (Großpudel) wäre das nix. Sie liebt unsere Nähe und legt sich höchstens draußen hin, wenns ihr zu warm ist.

    Ach ja, wir leben in einer 56.000 Einwohner Stadt.

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    Ich denke schon, das Hunde aufgrund ihrer Natur mehr zu einem ländlichen Leben passen. Vertreter der Gesellschaftshunderassen nehme ich da mal raus. Aber vieles hängt einfach von der Gewohnheit ab. Stadthunde werden sicher ein zufriedenes, angenehmes Leben führen (hängt ja auch vom Halter ab). Wobei ich aber auch der Meinung bin, das ein Stadthund auf dem Land glücklich wird, ein Landhund aber in der Stadt eher nicht.

    Das denke ich auch. Ist aber bei Menschen, meiner Meinung nach, auch nicht anders. Ich durfte letztens eine Seminararbeit über den Einfluss der Großstädte auf das Denken und Verhalten der Menschen (+ das "Eingewöhnen" in Großstädte) schreiben, da waren schon interessante Informationen dabei aus verschiedenen Quellen (Soziologie, Psychologie...). Klar kann man da nicht alle über einen Kamm scheren, aber allgemein scheint es so zu sein, dass für das Zurechtfinden mit der enormen Informations- und Eindrucks-Flut in Großstädten eine enorme Anpassung und auch "Abstumpfung" nötig ist, die sich erst über die Zeit entwickelt und auch eine gewisse Belastbarkeit verlangt.
    Die "Rückkehr" in ruhigere Gebiete hingegen ist deutlich schneller und einfacher.

  • Zitat

    Ich habe vorher ländlich gewohnt und wohne jetzt in der Innenstadt und ich finde: In der Stadt ist es sogar besser. Nicht, weil der Hund es so toll findet, im Cafè mit mir zu sitzen (was sie tatsächlich interessant findet, weil sie so viele Leute streicheln wollen), sondern weil ich mich morgens, der Hundesitter (meine Mutter) mittags und ich mich nochmal Abends ins Auto setze und mit Vicky in eins der vielen umliegenden Waldgebiete fahre. Wenn ich nämlich schon im Auto sitze, ist es mir egal, ob ich fünf oder zwanzig Minzten fahre. So kriegt Vicky nicht immer nur die gleiche Strecke (war damals bei unserem Haus so, dass wir direkt am Feldweg gewohnt haben) mit, sondern ich hab die Auswahl zwischen Feld, Wald, Wiese oder Seeen.
    Meine Wohnung ist 58m2 klein und sie frequentiert das Sofa und das Bett, manchmal ihr Körbchen und das wars.

    Allerdings muss man das auch managen.
    Hier leben natürlich ganz viele Hunde, die gerade mal den Stadtpark kennen und das wars dann schon. So sollte Hundehaltung vielleicht wirklich nicht aussehen, aber generell macht es keinen Unterschied, wenn Du Dich mit Deinem Hund beschäftigst.
    Ob ich einen HSH in der Stadt halten würde, weiß ich nicht, ich denke mal eher nicht. Aber selbst bei einer Dogge hätte ich da keine Bedenken. Der Hund braucht Auslauf und Beschäftigung ABER er braucht auch Ruhezeiten und die finden in der Wohnung statt.

    So haben wir es auch gehalten, als wir in der Innenstadt gelebt haben. Wir sind halt mehrmals am Tag raus aus der Stadt gefahren. Das muss man mögen. Dauerhaft möchte ich es nicht.

    Ein HSH gehört meiner Meinung nach nicht in eine Stadtwohnung.

    Wir haben nun seit 10 Jahren eine Pendelklappe für die Hunde eingebaut und die zahlreichen Hunde, die in der Zeit bei uns lebten, haben den freien Zugang zum Garten sehr geschätzt, wenngleich nicht jeder ein "Gartenhund" war :-)

  • Bandit ist in der Pampa geboren, auf dem Land gross geworden, lebte danach in einer Grossstadt in der City und ist heute ebenfalls Stadthund , allerdings mit Garten und viel Grün drumrum.

    Egal wo wir gewohnt haben, hatte er täglich Freilauf und alles, was Hund zum Glücklichsein braucht.

    Man kanns nicht pauschalisieren! Ich habe viele sehr glücklich wirkende Stadthunde kennen gelernt.

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