Der Mehrhundehalter- Laberthread.

  • Na ja, es kann immer plötzlich kommen (klar muss nicht) und unabhängig vom Alter der Hunde. Für Grisu (9 Jahre) haben wir Ende letzte Jahres und Anfang diesen Jahres rund 2000€ an TA-Kosten gehabt und nun eine Diagnose, die einschränkt und duchaus noch einiges an Folgekosten nach sich ziehen kann. Mit Smilla (2 Jahre alt!!) hatten wir dieses Jahr schon etwa 2500€ an Kosten und noch viel mehr Verlust an Nerven und Belastbarkeit, zumal wir immer noch nicht wissen, was sie hat... Ich weiß, das passiert so normalerweise nicht, ich fühle mich ja immer noch wie im falschen Film... Aber je mehr Hunde, umso größer wohl die Wahrscheinlichkeit, dass es doch mal einen erwischt...
    Ja, und Lucy hatte mit 3,5 und 4,5 Jahren je einen Kreuzbandriss, der 2. zog sich ewig hin... alles in allem auch mal 3000€.

    Ich weiß auch nicht, was wir falsch machen :ugly:

    Aber fast noch schlimmer als die Kosten sind für mich wirklich die individuellen Einschränkungen, die nervliche Belastung, dieses immer wieder Umkrempeln des Lebens, weil der Hund plötzlich zig Dinge einfach nicht mehr tun darf. Und da wird es zunehmend schwerer, auch den gesünderen noch gerecht zu werden und nie komplett die Nerven zu verlieren, zumal wenn da einen eigentlich völlig normalen und fröhlichen Junghund sitzen hat..., der aber einfach noch nicht "funktioniert", wenn die Welt sich gerade in die völlig falsche Richtung dreht.


    Ach, sorry, ich sollte hier gar nicht mitschreiben... Es ist ja nun wirklich unwahrscheinlich, dass es so kommt.

  • Doch, doch schreib mit. Ich finde das durchaus sehr hilfreich und mir tut es unsagbar leid für euch. So etwas wünscht man wirklich keinem.
    Echt ein Mist bei euch.

    Ich kann die Zukunft nicht vorhersagen, kann nicht sagen, was in 2-3 Jahren sein wird, aber Gedanken mache ich mir.

    Ich finde da jeden Beitrag hilfreich. Vor allem die kritischen.

    Lg

  • Ich habe drei und die sind gerade eine richtig gut funktionierende Gruppe. Und ich finde das im Moment eine gute Kombination. Ich hätte echt gerne gerade wieder einen Welpen, aber weiß genau, das krieg ich nicht hin. Ich bin alleine, so gesehen sind wir zu viert. Jeder weitere Hund wäre das fünfte Rad am Wagen und würde im Zweifelsfall nicht passen. Ich möchte auch irgendwie allen in ihren individuellen Bedürfnissen noch gerecht werden, aber irgendwie muss ja das Futter und so auch noch verdient werden. War jetzt zwar nicht die Frage, aber ich stelle meinen persönlichen Wunsch gerade der Realität hinten an...

    LG. Bea

  • Bei uns ist mit 3 Hunden nun auch das Maximum erreicht. Das hat aber eher was mit dem Menschenzwerg zu tun, der einfach viel Zeit in Anspruch nimmt.
    Ich möchte schon gern jeden Hund individuell fördern und das wird mit dem Kleinen momentan schon etwas schwierig.
    Finanziell läuft es bei unseren Hunden gut, sie sind größtenteils wirklich super gesund... Aber ich mag das harmonische Gespann und habe Taxi versprochen, dass Engine die letzte ist, die er "für immer" ertragen muss ;)

  • Im Ort sind gerade Terrier-Welpen inseriert, also als Aushang an verschiedenen Stellen. Alle hübsch lackschwarz, mit dezenter brauner Zeichnung und zum Knutschen niedlich (noch!). Und ich würd soooo gerne, hab hier aber zwei Hunde sitzen, die definitiv keinen Dritten brauchen, genauso wenig wie meine Nerven und meine Zeitplanung. Aber hach...süße kleine Jagdterrierwelpen....

  • Ich kenne das so gut... :ops: Für nächstes Jahr sind 1-2 Aussiewürfe, die ich wirklich spannend finde, geplant. Aber ich mag ja immer eher die rotzfrechen, kernigen Vertreter eines Wurfs und ich kann meinem ruheliebenden Senior mit seinen dann 12 Jahren nicht guten Gewissens so einen kleinen Teufel vor die Nase setzen.

    Außerdem sind meine Jungs miteinander so toll, das Gleichgewicht mag ich nicht stören, und von meinem "Auf jeden Fall genug Einzelhund-Zeit für jeden Hund einplanen und haben"-Grundsatz will ich auch nicht weg – also wird's beim Schwärmen und Bildergucken bleiben.

  • Sagen wir mal, mit fünf war es 2013 einfacher, als jetzt gerade mit den Vieren...
    Warum?
    Weil durch Sam extrem viel Management nötig ist, viel im Voraus geplant werden muss...
    Er kann halt nicht mehr Gassi gehen, aber alleine bleiben will er an manchen Tagen auch nicht.
    Auf der anderen Seite fehlt Mara ihr Stabilisator, seit Ina gestorben ist und das merkt man dann vor allem draußen.
    Die letzten Wochen hat man dann zum Teil wiederum gemerkt, wie sehr ihr Sam als Orientierung fehlt und wie wichtig es für sie ist, dass er dabei ist und dass es ihm gut geht.
    Wir machen im Prinzip alle Abstriche derzeit, geht nicht anders. Um so wichtiger ist es für mich, mir eben bewusst die Zeit für die Gesunden zu nehmen und da muss dann der Knirps manchmal eben auch durch.
    =)

    Vieles ist natürlich auch Kopfsache. Als es letztes Jahr los ging, hat ich ständig nen schlechtes Gewissen, den Knirps alleine zu lassen oder weil die anderen dann halt zurückgesteckt haben.
    Das hab ich mittlerweile nicht mehr.
    Die Situation ist so, wie sie ist, ändern kann man es nicht. Ich versuche, es allen so angenehm wie möglich zu machen.
    Fahr mehrmals die Woche die knapp 30 Kilometer zum Grundstück, so dass der Knirps eben zumindest ein bisschen rauskommt (wenn er denn mag) und die anderen können flitzen, dürfen Nasenarbeit machen usw...
    An den Tagen, wo ich viel arbeiten muss, fallen die Runden kürzer aus, aber das wäre auch bei vier gesunden Hunden der Fall...
    Das Wochenende gehört halt den Swiffern, allerdings besteht es bei mir auch in den allermeisten Fällen aus 3 Tagen. =)

    Ich hab ehrlich gesagt Schiss, was mit der Gruppe (insbesondere Erbse) passiert, wenn Sam nicht mehr ist. Er ist für alle "Ansprechpartner", Fixpunkt, Bindeglied...
    Aber das werden wir dann sehen, wenn es soweit ist.

    Mit steigender Hundezahl ist eben einfach auch die Gefahr größer, dass ein Hund krank wird..
    Wir hatten jahrelang Ruhe, dann kamen die Monate der Katastrophen, jetzt so der Opi wieder fit (abgesehen von so ein paar Zipperlein), dafür braucht der Knirps jeden Monat 100,- extra nur für Schmerzmittel, die Mädels sind - Gott sei Dank - robust.
    :gott:

    Dennoch haben "geplante" Altersabstände auch nicht vor der Situation heute "geschützt".
    Ina damals mit knapp 13, Nono ist heute 10 und man merkt ihm nix mehr an, Sam wird im 7 und es wird wohl unser letzter gemeinsamer Sommer, Mara wird 5, Hazel ist 3 geworden.

    Trotz allem will ich immer - wenn es finanziell möglich ist und der Rest des Lebens auch passt - immer bei einer Gruppe bleiben. Also mindestens 3. Aber am Besten sind 4. :D

  • Für mich stellt sich die Frage nicht, weil es der Felia wohl nicht gut tun würde. Dem Mexx wäre das ziemlich egal, der freut sich über alles. Aber Feli würde definitiv an Stress gewinnen und Entspannung verlieren. Eine zu große Gruppe ist nicht ihrs.

    Ganz abgesehen von meinen Wohnverhältnissen, Job usw, was einfach keine drei Hunde ermöglicht.

    Finanziell ist halt immer so ein Ding. Rein theoretisch kann auch ein einziger Hund sehr hohe Kosten verursachen. Klar steigt die Chance, dass einer erkrankt automatisch mit der Zahl der Hunde. Aber sowas ist dennoch immer umplanbar und schwierig zu sagen.

    @Gammur Mit deinen Wohnverhältnissen, deiner Art und deinen Hunden könnte ich mir einen vierten Hund ziemlich gut vorstellen ehrlich gesagt =)

  • Klar ist es immer unvorhersehbar, ob jetzt nen Hund krank wird...
    Aber rein rechnerisch ist es einfach Fakt, dass im Falle einer Krankheit es einfacher ist, eben nur einen Hund zu versorgen, als eben noch drei weitere mit "durchzubringen".
    =)


    Wobei es im Krankheitsfall - jetzt mal davon ausgehend, dass es was kompliziertes/nicht heilbares etc ist, ist es einfach deutlich schwieriger, den anderen dann gerecht zu werden, als wenn da nur ein weiterer Hund ist...
    Gerade wenn alle Hunde noch mal ganz unterschiedliche Bedürfnisse haben.

    Aber ich bin da auch ein ganz schlechter Ratgeber... :pfeif: Weil ich halt der Meinung bin, wer seine Hunde gut einschätzen kann, der sehr gut den passenden Hund auswählt, dem Gruppenmamagement liegt, der regeln kann, bei dem auch einfach mit mehreren Hunden Ruhe herrscht, keiner Stress schiebt etc., da macht es dann echt keinen Unterschied, ob 3 oder 4...
    =)

  • Meine Hunde waren auch nie wirklich krank.. klar mal hier und da mal ne Kleinigkeit , aber das ich jetzt sage Sie treiben mich in den Ruin? Ne

    Trotzdem bin ich gerade an einen Punkt wo ich überlege, wenn die natürliche Selektion mich zu einem 1 Hund Besitzer gemacht hat ;) (was ich natürlich hoffe noch sehr lange dauert)
    und Raley damit kein Problem hat... ich erstmal nur bei einem Hund bleibe...

    Mein leben hat sich das letzte Jahr doch so verändert.. dass ich mich mit 2 Hunden einfach eingeengt fülle.
    Und ich mein nicht mal finanziell ;) sondern das leben außen rum.

    Ich bin bekomme eh alles geplant und meist läuft es ohne Hindernisse... habe ja nun doch fast 8 Jahre Erfahrung darin.
    Aber mal einfach Spontan sich wo anschließen, nicht nachdenken müssen.. ist einfach nicht drin...
    Und ich glaube das will ich einfach mal wieder haben ;)) ...

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