Welpenspielstunden fördern später Aggressionen beim Hund?
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Huhu zusammen,
mir wurde so eben per Gesichtsbuch ein Beitrag der Organisation "Vistadogs" (http://www.vistadogs.de/) verlinkt, der mich sehr nachdenklich gemacht hat.
Ich kopiere selbigen mal hier hinein, Copyright by vistadogs e.v. und auch einzusehen auf deren Homepage:
http://www.vistadogs.de/2-uncategorise…fuer-ihren-hundEdit: Text gelöscht. Auch bei Quellenangabe bitte nur auszugsweise zitieren.
---> Artikel Ende. Ich versuche gerade, mir da selber eine Meinung drüber zu bilden, mich würden aber viel eher auch Meinungen vom Forum interessieren, da unter besagtem Artikel hauptsächlich Leute in Form von übertriebenem Zuspruch und Lobgesängen kommentieren.
Falls es hierzu schon eine gefestigte, allgemeine Meinung gibt, die mir entgangen sein sollte, tut es mir leid
Bin gespannt auf eure Meinungen.
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Hi,
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Hmm, also ich würde das so nicht unterschreiben. Was mir als erstes aufgefallen ist: Die Sache mit der Leinenführigkeit: hat absolut nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun, also mit Agressionen, aber wie dem auch sei, das hat nichts mit der Welpenspielstunde zu tun. Ein Welpe der sich auf egal was freut zieht dorthin. Ein Besitzer der das in der Welpenschule zulässtlässt das auch in anderen Situationen zu, das ist eine Sache des Besitzers. In meiner Welpenschule z.b. ist uns immer gesagt worde wir sollen uns von anfang an nicht irgendwo hinziehen lassen sondern (zb mit Futter) dafür sorgen dass der Welpe bei uns geht ohne zu ziehen.
Und zum Rest des Artikels: Ein Hund ist kein Wolf und lebt auch nicht wie einer. Ein Wolf muss sich nicht mit fremden Wölfen auseinandersetzen, ein Hund schon. Der Autor schreibt, ein Welpe lernt in der Spielgruppe sich mit fremden Hunden auseinander zu setzen. Das ist richtig und das muss ein Welpe auch lernen, denn in unserer Welt leben nunmal viele Hund und man kann sich nicht immer aus dem Weg gehen. Wenn sich fremde Wölfe begegnen gehen sie nicht einfach aneinander vorbei und gut ists, sondern die sorgen vorsorglich mit Geheule und Markieren dafür dass man sich gar nicht erst begegnet und wenn man sich doch begegnet, dannw wirds brenzlig.
Hunde können sich aufgrund der Haltungsbedingungen nicht so weit ausweichen, sie müssen LERNEN mit fremden Hunden klar zu kommen. Das heißt nicht dass sie mit fremden Hunden spielen können müssen, aber sie müssen lernen damit umzugehen wenn ihnen ein fremder Hund begegnet.
Eine Aussage die ich auch nicht richtig finde ist, dass die Welpen von Anfang an nur Kräfte messen. Das würd ich so auch nicht sagen. Ich bin auch vorsichtig mit dem Wort spielen bei Hunden, aber Welpen spielen schon. Die liegen oft einfach in der Wiese und machen Maulspiele, erkunden alles. finden ihr Körpergefühl, lernen eine gewisse Beishemmung beim Spielen, das ganze hat aber doch noch lange nichts mit Kraft und Macht zu tun...?Abschließend möchte ich sagen: Natürlich kann man mit einer schlechten Welpenspielgruppe viiiel falsch machen. Aber es gibt gute Welpenspielgruppen und ich finde das wichtig. In einer guten Welpenspielgruppe sind nicht zu viele Welpen, es wird genau beobachtet und im Fall eingegriffen. So dass die schüchternen erst mal lernen, dass ihnen nichts passiert (Frauchen passt auf) und so dann an Selbstvertrauen gewinnen können, und dass die stürmischen temperamentvollen lernen auf welche Zeichen von ihrem gegenüber sie reagieren müssen. Bei uns gabs eine Auszeit wenn jemand gemobbt wurde. Meiner begann mit dem mobben als er langsam zu alt wurde für die Welpengruppe, dann wurde er beim kleinsten Anzeichen wortlos rausgenommen. Das hat er schnell verstanden. sehr wichtig in einer guten Welpengruppe ist auch, dass sie vom Alter her sehr nahe zusammen liegen.
Ich hoffe ich hab halbwegs alles gesagt :) Das wär dann meine Meinung dazu
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Ich halte den Artikel für eine unhaltbare, grobe Pauschalisierung, abgeleitet aus Halbwahrheiten und dem Beispiel von völlig unfachmännisch geleiteten Welpenspielstunden. Ich habe hervorragende Erfahrungen mit sorgsam geleiteten (!) Welpenstunden gemacht, etwas Besseres hätte man den Welpen gar nicht tun können. Fremde Hunde spielen nicht? Mag sein, nur, sich kennenlernen geht recht schnell, und gut gezogene Welpen sind sehr aufgeschlossen - Hunde sind keine Wölfe!
Was mir aber bei meinem letzten Welpen aufgefallen ist: im Gegensatz zu früher sind nun breitere Hundeschichten in den Welpenstunden vertreten. Waren es früher fast nur wesensfeste Welpen vom Züchter, ist es nun ein buntgemischter Haufen aller Grössen und verschiedenster Herkunft. Darunter auch viele recht unsichere Welpen aus defizitärer Aufzucht und/oder dubiosem Erbgut. Und mit denen wird es schon anspruchsvoller, wenn alle Welpen optimal betreut werden sollen. Gerade diese Welpen haben aber viel nachzuholen punkto Sozialisation, und ob das mit Zufallsbegegnungen unter der wohlmeinenden, aber häufig unwissenden Aufsicht ihrer unerfahrenen Besitzer besser gelingt, wage ich zu bezweifeln.
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Das ist natürlich reichlich plakativ und reißerisch geschrieben, ich kann auch nicht beurteilen ob es den erwachsenen nun tatsächlicher agressiver gegenüber Artgenossen macht.
Aber ... der gesunde Menschenverstand sagt einem doch, dass tatsächlich 95% dieser Welpenstunden der totale Mist sind.
Ich hab mir das einmal mit meinem Welpen angetan und dann sofort entschieden, dass mein Hund dieses unkontrollierte Gejage und Gemobbe nicht gebrauchen kann. Sie ist in unserem kleinen Rudel (3 Hunde) aufgewachsen und hatte dadurch genug Hundekontakte und Spielpartner.
Heute ist sie 3 und spielt nicht mit fremden Hunden, muss sie aber auch nicht, ich empfinde das als völlig normales Verhalten für einen erwachsenen Hund. Sie kommt aber ansonsten mit allen anderen Hunden gut klar.Leider gibt es ja immer noch viele HH, die glauben ihr erwachsener Hund bräuchte 'Spielpartner' um glücklich zu sein, deshalb existieren überhaupt diese sogenannten Hundewiesen.
Dort lässt man dann alte, junge und Hunde egal welcher Rasse und Gewichtsklasse auf einander los und findet das total toll und lustig, weil der eigene Wauzi ja so viel Spaß hat und endlich seine Sozialkontakte ausleben kann.Ich würde unsere da im Leben nicht mitmischen lassen, um solche Flächen machen wir einen großen Bogen.
Es gibt bessere Möglichkeiten seinem Hund Sozialkontakte zu ermöglichen.
Und Welpen brauchen so ein Szenario erst recht nicht. -
Hallo,
na da wurde ja schon einiges in den Artikeln vor mir gesagt, dem ich mich wirklich gerne anschließe.
Überhaupt fällt bei mir üblicherweise dann die Klappe, wenn ich merke, dass "Fachleute" Wölfe nicht von Hunden unterscheiden können ..und das kommt ja im zitierten Bericht gut rüber. Diese Sache mit dem "Rudelführer" ....
Der Vergleich Wolf und Hund hinkt vollkommen und damit kippt die ganze Story. Natürlich gibt es "schädliche" Welpenspielgruppen. Aber eine Gruppe, die mir vermitteln möchte, dass ICH ein Hund - womöglich noch ein Wolf sein soll (und dann auch noch gleich ein Anführer
) - die würde ich auf jeden Fall meiden.
Wenn ich mich mit meinem Hund auf eine Ebene begebe, dann allenfalls zum Spielen - im Ernstfall würde er mir auf SEINER Ebene ganz schnell MEINE Grenzen aufzeigen! Also lasse ich lieber den Menschen raushängen - DAS kann ich wenigstens...
Eine sorgsam geleitete Welpenspielstunde findet schon statt BEVOR der Übungsplatz betreten wird ...und dort würde dem HF vermittelt, dass sein Hund KEINEN Kontakt zu angeleinten Hunden (auch wenn sie ja noch soooo klein und süüüüß sind) aufnimmt UND er den Hund nicht ziehend zum Ziel kommen lassen darf.
Eigentlich belegt er nur, dass man sich "seine" Hundeschule gut auswählen sollte. Sollte der Verfasser allerdings eine Hundeschule haben (und so scheint es ja zu sein) würde ich diese ebenfalls meiden.Ansonsten..... :coffee2:
Tschüss und viele Grüße
Ralf -
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Habe jetzt nicht den ganzen Artikel gelesen, kann aber absolut bestätigen, dass Welpenspielstunden mit das schlimmste sind, was man im Sinne "Sozialisierung" tun kann..
Ich kann es niemanden empfehlen und war auch mit keinem meiner Hunde je in einer Welpenspielstunde. Sie sind super sozialisiert (durch die erwachsenen Hunde im Züchterhaushalt und die Geschwister bis zur 8. Woche) und reagieren völlig neutral auf andere Hunde.)
Aber:
Es wird einem heute überall gesagt, man müsse dort hingehen und der heutige Hundehalter liebt diese Kaffeekränzchen- Mentalität auch viel zu sehr, als das sich da was ändern wird.
Meine Standardfrage bei Hunden mit unerwünschtem Verhalten gegenüber Artgenossen, kann immer mit "Ja wir waren in der Welpenspielstunde" beantwortet werde.Und bevor jetzt wieder viele aufschreien. Ich sage nicht, dass jedem jedem Hund automatisch schadet. Aber doch einem großen Teil. Und brauchen tut es kein Hund/Welpe.
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Ich habe hier ein 10-Wochen altes Baby und bin mir nicht sicher ob ich mit ihr in eine Welpenspielstunde gehe. Ich denke eher nicht. Die Einzige die ich sehr gut finde ist ziemlich weit weg und Geräte wie Tunnel und Co haben wir auf dem Hundeplatz auch.
Hier leben noch zwei Hunde, ein 9-monatiger BC, der ein super Spielpartner ist und eine kleine Zicke.
Draußen hat der Zwerg keine Probleme mit anderen Hunden, egal ob groß oder klein. Der Züchter hat super vorgearbeitet. Auf dem Hundeplatz, 2x in der Woche, sind nur erwachsene Hunde aller Größen. Irgendwer spielt immer. Wenn ein Anranzer kommt macht sie gut Wetter oder verkrümelt sich.
Das ist eigentlich alles was ich will.
Auf kleinen Spaziergängen zeigt sie absolut keine Angst, egal ob Gitterroste, lauter Verkehr oder Menschenansammlungen. Sie ist sehr forsch dabei und neugierig. Silvester war entspannt, keine Angst vor lauten Geräuschen.
Ich denke ich lass es, aber die Bedingungen die wir bieten sind auch nicht übel. Hätte ich einen Welpen und ansonsten keine Möglichkeit, würde ich eine Welpengruppe besuchen. Leider ist es nicht einfach eine zu finden wo auch kompetente Menschen diese leiten. Es kann theoretisch schon viel falsch laufen.Gruß Terrortöle
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Im Grunde genommen ist die Kernaussage nicht ganz falsch - wenn man das auf schlecht geführte Welpenstunden überträgt. Die Argumente selbst finde aber sehr überspitzt dargestellt.
Pauschalisieren kann man sicher nicht, aber auch ich bin der Meinung, dass der Großteil der Welpenstundenangebote nicht besonders dolle ist. Je nach Hundetypus kann man da sicher viel falsch machen.
Eine gute Welpenstunde sieht für mich so aus, dass maximal 4 Welpen ähnlichen Alters zusammen kommen und dass mindestens ein erwachsener sozio-positiver Hund mit dabei ist (besser sogar mehrere).
Anfange würde ich eine WS immer damit, dass die Hunde NICHT sofort los rennen dürfen, sondern erst mal beim Besitzer bleiben, die sich alle auf dem Platz verteilen und Leinenkontakte untereinander vermeiden. Also erst mal sollen die Welpen Ruhe halten lernen in Anwesenheit anderer Hunde und erst dann darf "gespielt" werden. Das "Spiel" sollte kontrolliert sein und individuell Rücksicht genommen werden. Also wird ein schüchterner Hund auch mal beschützt und ein etwas forscherer Typ auch mal ausgebremst.
Zwischendurch kleine Erklärungen für die Menschen, kleine Übungen, Fragen beantworten.Auf zu viele Reize würde ich persönlich immer verzichten wollen, das Leben draußen bietet für unsere Hunde mehr als genug, das sie verarbeiten müssen. Ich würde eher Augenmerk darauf legen, dass der Mensch lernt, mit seinem Hund neue Dinge zu erfahren. Das kann man sicher an ganz einfachen Übungen wie "über eine Plane" laufen vermitteln. Man erklärt dem Menschen das Verhalten des Hundes und vermittelt, wie man diese Übung gemeinsam und mit Ruhe und Geduld vermittelt.
Für mich gehören klassische Dressurübungen a la Sitz, Platz Fuß in keine Welpenstunde. Vielmehr würde es mir darum gehen, den Leuten zu vermitteln, wie sie ihren Hund an die Umwelt anpassen. Ein Abbruchsignal wie Nein oder einen guten Rückruf stünde bei mir daher eher am Anfang als ein Sitz.
Was ich aber genauso sehe, ist, dass schlecht geführte Welpengruppen, wo bis zu 30 Hunde unkontrolliert einfach drauf los laufen dürfen, mit Sicherheit zu problematischem Verhalten führen kann und das nicht ohne Grund heute jeder zweit Hund leinenaggressiv ist. Diese Dinge so wie Mobbing und das Recht des Stärkeren resultieren häufig aus dem Umgang der Hunde im Welpenalter. Dürftig ist auch die Aufklärung der Halter, wie man sich mit seinem Hund in der Öffentlichkeit verhalten sollte.
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Ich bin zu dem Artikel geteilter Meinung. Das mit der Leine am Anfang, sorry aber ich finde das ist totaler Quatsch. Der Hund zieht nicht nur wegen der Welpenspielstunde, er zieht am Anfang bei vielen Sachen wo er gerne hin möchte. Man muss ihm nur zeigen dass das falsch ist, schon sehe ich da kein Problem mehr. Ich verstehe den Zusammenhang dieser Argumentation gar nicht, weil das rein gar nicht mit der eigentlichen Welpenspielstunde zu tun hat.
Ich finde es auch seltsam, dass der Hund mit dem Wolf verglichen wird. Ein Hund ist KEIN Wolf, und verhält sich auch anders.
Die Kernaussage des Artikels trifft auch nur dann zu, wenn man wirklich in eine unprofessionellen Welpenschule geht. Sonst finde ich es persönlich gut, wenn der Welpe andere Welpen in seinem Alter treffen kann und in seiner Größe. Ich finde es besser, de Umgang so zu lernen, als wenn plötzlich auf der Straße eine riesige ausgewachsene Dogge vor einem steht und "doch nur spielen" will ... -
Zitat
Habe jetzt nicht den ganzen Artikel gelesen, kann aber absolut bestätigen, dass Welpenspielstunden mit das schlimmste sind, was man im Sinne "Sozialisierung" tun kann..
Ich kann es niemanden empfehlen und war auch mit keinem meiner Hunde je in einer Welpenspielstunde. Sie sind super sozialisiert (durch die erwachsenen Hunde im Züchterhaushalt und die Geschwister bis zur 8. Woche) und reagieren völlig neutral auf andere Hunde.)
Aber:
Es wird einem heute überall gesagt, man müsse dort hingehen und der heutige Hundehalter liebt diese Kaffeekränzchen- Mentalität auch viel zu sehr, als das sich da was ändern wird.
Meine Standardfrage bei Hunden mit unerwünschtem Verhalten gegenüber Artgenossen, kann immer mit "Ja wir waren in der Welpenspielstunde" beantwortet werde.Und bevor jetzt wieder viele aufschreien. Ich sage nicht, dass jedem jedem Hund automatisch schadet. Aber doch einem großen Teil. Und brauchen tut es kein Hund/Welpe.

Es kommt halt drauf an , die einen denken das ein Hund spielt
und die anderen Wissen das dem halt nicht so ist .
Für mich gesehen schaden , diese Welpenspielstunden oder wie sie
sonst noch genannt oder tituliert werden , dem Hund .
Für Hundeschulen lohnt es sich mit Sicherheit .LG .
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