Reden oder Handzeichen?

  • Hallo liebe Leute :)

    Seit einiger Zeit denke ich schon drüber nach, sehe es vor allem bei Anderen und überlege wie ich es damals selber getan habe - mit dem Hund zu sprechen oder Handzeichen geben. (für Kommandos)

    Beispiel:
    Meine Mutter quatscht ihre Hunde, nett ausgedrückt, ins Fell. :pfeif:
    Ich bin da mehr der Typ, der konsequent aufzeigt was ich verlange. Nicht das HH's die mit ihrem Hund reden, nicht konsequent wären - nicht falsch verstehen! ;)

    Aber Hunde können das Gerede ja gar nicht verstehen und somit gehen die Informationen verloren, was nun verlangt wurde. Wenn ich mit ihren Hunden kommuniziere, dann still und mit meiner Körpersprache. Es geht, aber meine Mutter kann es nicht, weil die Gewohnheit durchkommt mit ihnen zu sprechen, wie mit Menschen. :verzweifelt:

    Wie seht ihr das? Und vor allem, wie handhabt ihr das?

    Natürlich rede ich auch mit den Hunden, aber nicht, wenn ich Kommandos aufzeige bzw sie etwas tun sollen.

    Liebe Grüße :)

  • Meine können Beides!
    Manchmal kann oder will man nicht reden, und manchmal sieht der Hund die Handzeichen nicht, weil er entweder gerade nicht schaut oder etwas die Sicht verdeckt!
    Und bei meinem 17jährigem Pudel habe ich gemerkt, als er taub wurde, das er dann mit Sichtzeichen doch noch die Freiheit von Offlinegängen genießen konnte, weil er eben auch Beides gelernt hatte.

  • Ich nutze beides, ich laber Paco aber auch keinen Knopf ans Ohr ;)

    Oftmals habe ich schon gemerkt, das mein Hund besser auf Handzeichen reagiert als auf verbale Kommandos und dementsprechend versuche ich es umzusetzen. Allerdings versucht mein Hund mich auch ganz gern mal zu ignorieren, da bringen dann Handzeichen nichts. =)

  • Das ist eine sehr interessante Frage und ich bin mal auf weitere Antworten gespannt.

    Meine Hunde können BEIDES! Sie reagieren sowohl auf Sicht- als auch Hörzeichen. Und bei mir hat sich das schon ausgezahlt. Bobby hatte nämlich eine beidseitige Ohrenendzündung und war über Wochen taub. Da war ich froh, über Sichtzeichen mit ihm kommunizieren zu können.

    Das mit dem Quasseln kenne ich nur zu gut. Ich habe 4 Jahre lang eine Gruppe in der Unterordnung trainiert. Da waren auch einige bei, die nur geredet haben. Da hab ich dann ab und zu mal "nur zeigen Stunden" gemacht. Für einige Leute echt hart und es hatte etwa 20 Minuten gedauert, dann waren die Hunde aber SEHR aufmerksam.

    Ideal ist eine Mischung aus beiden, denke ich.

    MAn muss auch beachten, dass Hunde auf Entfernung nicht so gut sehen. Deshalb nutze ich da sehr oft verbale Kommandos. Direkt bei mir eher Sichtzeichen oder auch mal eine Kombination aus beiden (je nachdem was gerade verlangt wird).

  • Meine Hunde lernen beides.

    Die Hörzeichen brauchen wir für die BH und es gibt Situationen im Freilauf zB da sieht der Hund das Sichtzeichen nicht.
    Anderer Seits möchte ich in Situationen, wie im Restaurant nicht groß mit dem Hund reden.

    Ich denke wenn der Hund beides kann ist man für alle Eventualitäten gewappnet.

  • Bandit kann beides, ich hab ihm bewusst nur verbale Signale beigebracht, da ich mit zwei kleinen Kindern oft die Hände voll hatte und das dann einfach praktisch war/ ist.

    Und mit dem Quasseln... Wenn ich was von ihm will, sprech ich ihn vorher an. Entweder mit Namen oder mit Schnalzen, dann weiss er ja, dass er gemeint ist, von daher schadet das restliche " Quasseln " nicht :D

  • Meine Dobermannhündin lief so gut wie nur über Handzeichen,außer sie war halt außer Sicht.Selbst auf Finger schnipsen kam sie,sofort zu mir.
    Sie hatte es mir aber auch sehr einfach gemacht,da sie mich quasi immer im Auge hatte um auf "Befehle" zu warten.
    Ich fand es sehr praktisch,weil ich sie dirigieren konnte und unseren Doggenmischling verbal anders schicken konnte bzw. andere Übungen machen ließ.
    Ihn hätte das voll aus dem Konzept gebracht,der kleine Dussel.

    Bei den Pinschies werde ich das auch versuchen,inwieweit es klappen wird,werden wir sehen.

  • Ja gut, wenn die Sicht nicht gegeben ist oder ähnliches, DANN ist es natürlich bisschen unpraktisch mit den Handzeichen - das ist wohl wahr. :D

    Aber ich verstehe die HH nicht, die wirklich davon überzeugt sind, dass ihr Hund sie verstehen. Denn bei den Kommandos ist ja nur EIN Wort ausschlaggebend und nicht 2 Sätze :verzweifelt:
    Ich hoffe, ihr wisst was ich meine.

    Meine Mama zB möchte mit den Hunden raus, erstens merken die das selber, zweitens quasselt sie sich einen ab :pfeif: :hust:
    Einer ihre Hunde ist auch sehr nervös. Total fixiert und dominiert die anderen Beiden.
    Ich würde mich ja bereit erklären mit ihr zu trainieren, aber HH fühlen sich da immer bisschen vor den Kopf gehauen :mute: Würde mir aber nicht anders gehen, was die Erziehung bzw allgemein meinen Hund betrifft

  • Ich persönlich nutze lieber verbale Kommandos, aber die Hunde kennen auch die Handzeichen. Ich kanns so spontan auch nicht begründen, warum ich es so mache. Irgendwie passt es so intuitiv einfach besser.
    Wenn ich mit beiden Hunden unterwegs bin, ist es auch einfacher finde ich zb an der Straße einmal ''Sitz'' sagen und beide Sitzen. Mit Handzeichen muss ich von beiden den Blickkontakt haben, das ist mir meistens zu nervig.
    Was mich aber stört, ist dass manche bei gesprochenen Befehlen direkt in einen ''Kommando-Ton'' verfallen, um das auch so autoritär wie möglich rüberkommen zu lassen. Ich finde, dass ein Hund auch auf ganz normal gesprochene Kommandos reagieren sollte. Etwas deutlicher kann man ja immernoch werden, wenns mal nicht sofort geht.

  • Ich verwende auch beides im Alltag, bzw. Handzeichen weniger, eher Körpersprache an sich. Körpersprache und Handzeichen haben aber den entscheidenden Nachteil, dass der Hund nach einem schauen muss. Wenn er gerade was interessantes gesehen hat und hinlaufen will, bringt es mir wenig, dass ich meinen Hund allein mit meinem Blick zurückrufen kann. Er wird mich nämlich im entscheidenden Moment nicht anschauen und das Kommando gar nicht wahrnehmen. ;) Dann braucht man auch ein Hörzeichen. Oder für Kommandos auf Entfernung, da Hunde statische Dinge auf weite Strecken schlecht sehen.

    Beim Rückruf und Abbruchsignal finde ich, kann man nicht auf ein Hörzeichen verzichten. Höchstens bei extrem aufmerksamen Hunden, die eh permanent ein Auge auf den Halter haben. Für Dinge wie Tricks, Sitz, Platz... verwende ich sehr gerne Handzeichen, weil es da die o.g. Probleme nicht gibt, zumindest bei mir nicht, weil ich sie nicht auf Distanz oder unter großer Ablenkung forder. Da reichen Sichtzeichen völlig aus.

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