Reden oder Handzeichen?

  • Ich quassel meine Mädels auch ziemlich zu, also hab ich mit den hörzeichen auch Sichtzeichen aufgebaut. Zusätzlich nehme ich englische Kommandos, weil ich die selbst im gequassel anders betone und von daher können die beiden die Kommandos gut rausfiltern.
    Allerdings können beide mittlerweile auch Zeitangaben relativ gut händeln. Wenn ich mit bestimmten Leuten telefoniere und sage: 'dann bis nachher', fängt Perdi regelmäßig an auszuflippen und zur Tür zu gehen um ja nicht zu spät zu kommen. Erklär ich ihr dann: 'Dicke, wir haben noch 1 1/2 Stunden Zeit', dann legt sie sich wieder hin, murrt kurz und schläft noch ne Runde. Ich brauch dann auch nicht auf die Uhr schauen, weil sie spätestens nach 80 Minuten aufsteht, zur Tür geht und sehr auffordernd guckend wieder zu mir kommt. Sowas funktioniert bei ihr aber nur mit exakten Zeitangaben.... 'nachher' versteht sie nicht.
    Und wenn ihr etwas nicht passt gibt sie auch Bescheid bzw. Wiederworte... das liegt aber wohl an meinem vollgequassel, was sie auch immer wieder mit den unterschiedlichsten Brummtönen oder anderen Tönen kommentiert.
    dafür reagieren beide aber auch sehr gut nur auf Handzeichen.

  • Zitat

    Außer natürlich beim Rückrufpfiff Aber armewedelnd dastehen animiert Milo auch zu mir zu kommen


    Das geht :D
    Setzt natürlich voraus, dass der Hund zu mir schaut. Ich breite die Arme aus ( ohne Wedeln ) und er kommt angesprintet :D
    Ich find das genial, das nonverbal zu machen :gut:

  • Zitat

    Ich nutze beides, ich laber Paco aber auch keinen Knopf ans Ohr ;)

    Oftmals habe ich schon gemerkt, das mein Hund besser auf Handzeichen reagiert als auf verbale Kommandos und dementsprechend versuche ich es umzusetzen.

    Kann ich so unterschreiben!
    Sie kann beides aber meist geht Zeichen besser als Wort.
    Bei mir Ausschlag gebend, dass ich immer dieses Bild vor Augen hatte, von Hundehaltern die ihrem Hund hinterher brüllen müssen und am Ende bringts trotzdem nichts. Oder deren Hunde Kommandos nur ausführen wenn man sie schon fast schreit.
    Das wollte ich auf keinen Fall. (obwohl es am anfang schon schwer ist nicht lauter zu werden wenn etwas nicht klappt, aber der Hund machts ja nicht weil er taub ist ;) )
    Mittlerweile hab ich mir sogar angewöhnt leiser zu werden wenn sie nicht auf anhieb hört. Heißt nicht laut = sie meint es ernst, sondern leise = sie meint es ernst. Funktioniert wunderbar, meistens. :gut:

  • Zitat


    Ich habe meinen Mann letztens gebeten, die Terassentür zu zu machen, weil es gezogen hat. Er hat mich irgendwie nicht gehört und ich bin dann selbst ins Wohnzimmer gegangen, mit den Worten: "Schahaaatz, machst Du bitte die Tür zu?" Mein Hund rennt an mir vorbei zur Balkontür und macht "Tür zu" :lol: Mein Hund ist eindeutig besser erzogen, als mein Mann......

    Genial! Deshalb haben wir bei unserer das wort "close" benutzt, weil genau diese Situation vor meinem geistigen Auge schon ab lief as ich überlegte ihr "Tür zu" bei zu bringen. Und mit meinem Freund rede ich ja kein English.
    (auch hier ist der Hund besser erzogen wie der Mann... was haben wir nur Falsch gemacht?? Vll sollten wir da auch mit Sichtzeichen arbeiten... :headbash: )

  • Ich hab erst Handzeichen aufgebaut, dann kamen die verbalen Kommandos hinzu. Und ich benutze beides so wie es grad passt. Hund hört auf beides recht gut, sofern sie sich nicht wieder taub und blind stellt.

    Ansonsten Versuch ich sie nicht zuzuquasseln, vor allem nicht beim Training. Irgendwann meinte aber meine Trainerin "so, und die Übung machste jetzt bitte mal ohne reden." :D

  • Shira kann die meisten Kommandos sowohl verbal als auch per Handzeichen.
    Ich persönlich benutze die verbale Variante einfach lieber, 1. weil ich damit schneller bin, 2. weils auch ankommt wenn sie mich nicht den ganzen Tag anglotzt.
    Ist wohl Geschmacksache.

    Ich gebe mir allerdings mühe, nicht zu viel unsinnig mit ihr zu reden. Ich neige nunmal zum viel reden :D manchmal mache ich absichtlich fast-stumme Spaziergänge bei denen es nur bei absoluter Notwendigkeit verbale Kommandos gibt und ansonsten stille und Körpersprache.
    Den Hund totquatschen ist wirklich unsinnig und kontraproduktiv, verbale Kommunikation sinnvoll Nutzen finde ich zumindest für mich und meinen Hund super :)

  • Zitat

    Genial! Deshalb haben wir bei unserer das wort "close" benutzt, weil genau diese Situation vor meinem geistigen Auge schon ab lief as ich überlegte ihr "Tür zu" bei zu bringen. Und mit meinem Freund rede ich ja kein English.
    (auch hier ist der Hund besser erzogen wie der Mann... was haben wir nur Falsch gemacht?? Vll sollten wir da auch mit Sichtzeichen arbeiten... :headbash: )


    Ja, "Liebesentzug" und "Böser Blick" ist anscheinend nicht die richtige Methode einen Mann zu erziehen :lol: Sollten wir als "Sichtzeichen" den Stinkefinger konditionieren? Bei richtigem Verhalten gibts dann nen Schweinebraten oder ein Bierchen???? Keine Ahnung.........

  • Mein Hund kann teilweise auch beides. Ich denke es kann sehr nützlich sein, wenn der Hund beides kann, falls er mal taub oder blind wird. Oder einfach zur Beschäftigung um dem Hund neues beizubringen :D

  • Zitat

    Ja, "Liebesentzug" und "Böser Blick" ist anscheinend nicht die richtige Methode einen Mann zu erziehen :lol: Sollten wir als "Sichtzeichen" den Stinkefinger konditionieren? Bei richtigem Verhalten gibts dann nen Schweinebraten oder ein Bierchen???? Keine Ahnung.........

    :lachtot: :lachtot:

  • Hallo,

    ich benutze auch beides! Handzeichen halte ich aus mehreren Gründen für unerlässlich. Die Hörleistung könnte beim Hund im Alter abnehmen - auch Taubheit ist ja nicht ausgeschlossen. Und so sitzen schon mal wenigstens die passenden Sichtzeichen ;) . Wenn ich Übungen mache und mich in größerer Distanz zum Hund befinde kann ich ihn auch aus 50 -100 m noch ins Platz od. Sitz schicken und muss nicht rumschreien (würde ich mich auch komisch bei fühlen!). Desweiteren habe ich ebenfalls das Gefühl, dass er wesentlich besser auf Körpersprache reagiert als auf gesprochene Wörter. Ist aber auch logisch, weil eben die Kommunikation normalerweise klarer ist wenn man ein Zeichen anstatt eines Wortes, dass ja auch immer in unterschiedlicher Betonung ausgesprochen wird (von störenden Nebengeräuschen ganz zu schweigen) ...und kommt m.M. nach auch seiner natürlichen Kommunikation näher. Wenn ich länger im Wald unterwegs bin, dann ist er mal ein Stück vor mir mal hinter mir. An Kreuzungen und Abzweigungen neigt er viel mehr dazu nach meinem Signal zu schauen, wenn ich vorher nicht allzuviel mit ihm spreche - er wirkt aufmerksamer je länger wir unterwegs sind.
    Akustische Signale gebe ich wenn er vorläuft und ich ihn z.B. stoppen muss. Oft auch wenn er zu mir gerannt kommt ...um ihn anzufeuern (allerdings habe ich auch da bemerkt, dass er auf meine hochgerissenen Arme hin seinen Spurt zu mir noch mal beschleunigt :smile: ). Ab und zu benutze ich ein "Hey!", um kleinere Verfehlungen zu ermahnen bzw. verbal Aufmerksamkeit einzufordern - nicht seinen Namen (den nur dann wenn etwas positives folgt)!
    Sobald ich ihn maßregeln muss stelle ich mein Sprechen allerdings in aller Regel ein. Dann benutze ich ausschließlich Körpersprache od. mache allenfalls mahnende Geräusche.
    Zuhause erzähle ich ihm schon mal (wenn er denn wach ist), dass gleich Frauchen kommt und ich jetzt die Kaffeemaschine anmache oder sage:" Sooo mein Junge, ich setze mich mal hier neben dein Körbchen und lese ein bißchen die Pizza-Hunde vom Bloch ....mein lieber Schwan, du hast heute ganz schön Mundgeruch, ich hätte dir die Sprotten nicht geben sollen..." ....und solche Sachen halt. Meist dreht er den Kopf hin und her ...guckt aber sehr interessiert ....ich glaube der versteht jedes Wort :lachtot:

    Tschüss und viele Grüße
    Ralf

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