Hund aus Erziehungsgründen in kleine Box sperren

  • Du hast einen Papillon, das ist ein Begleithund! Im wahrsten Sinne des Wortes!

    Das ist weder Unsicherheit, noch Kontrolle, sondern einfach das Wesen eines Hundes der schon in höfischen Zeiten gezüchtet wurde um seine Besitzer zu wärmen und zu erfreuen, die Hunde wurden herumgetragen und lebten teilweise in den Kleidern der Damen.

    Leider ist viel zu wenig Leuten klar das die Kategorie "Begleithunde" wirklich zum Großteil aus Hunden besteht die engsten Kontakt mit ihren Besitzern brauchen.

  • Ich habe eben noch gelesen, dass die Trainer meinten er solle so zur Ruhe kommen.
    In Amerika ist 'crate training' weit verbreitet, hier in Deutschland nicht weil es je nach Aufenthaltsdauer gegen das Tierschutzgesetz verstößt.
    Die Box als Ruheort zum runterkommen ist ein Training das man lange und systematisch machen muss. (keine Ahnung wie, ich hab das mit dem 'Gewöhnen an die Box' leider versäumt und jetzt geht mein Hund freiwillig in keine Höhle/Box mehr sondern legt sich einfach irgendwo zum Pennen hin)
    Mit Bestrafung weil der Hund nicht folgt oder nicht hinterherlaufen soll hat das aber nichts zu tun.

    Es klingt schon als müsse Dein Hund noch lernen zur Ruhe zu kommen. Auch das ist ein langer Prozess. Ein Anfang ist es in der Wohnung nicht zu spielen und auch alle Spielzeuge bis auf eins oder einen Kauknochen wegzuräumen. Und dann wird der Hund eben weitgehend ignoriert. Soll er rumlaufen, irgendwann wird's ihm schon zu blöd und er wird sich hinlegen und ne Runde schlafen.

  • Zitat


    .....ich habe ihn auch schon mal längere Zeit angebunden.
    Beim in-die-Box-sperren ist mir nicht wohl und ich sehe den Sinn nicht so.


    Und wo ist der Sinn beim Anbinden?
    Ist doch dasselbe in grün!
    Im Gegenteil, beim Anbinden kann er sich verheddern, im schlimmsten Fall strangulieren!

  • Die Box nicht "weil er nervt", das hast du falsch gelesen oder ich unklar
    formuliert.

    Die Box, weil er mir ständig hinterläuft und er nicht zur Ruhe kommt. Draußen
    ist er außerordentlich agil. Extrem. Ich freue mich darüber, aber ich möchte
    ihn nicht über Gebühr aufdrehen.
    Er ist wirklich außerordentlich agil und munter.

    So ganz Hundeanfänger bin ich nicht, ich hatte in meiner Jugend einen, da lief
    alles bestens, er konnte alles, was man heute als BH-Prüfung ansieht und noch
    besser. Ich habe meinem heutigen auch schon viele seltene Tricks beigebracht, da staunen
    sogar die Trainer.
    Ich mache mir ein bisschen Gedanken wegen seiner enormen Agilitität, er liebt es zu
    toben als ob er fliegt, einfach nur so, ohne dass er jagt oder so, und ich frage mich ob es für ihn nicht
    schöner wäre, wenn er chillen könnte, wenn ich mal in eine andere Etage gehe.

  • Zitat

    Mir haben 3 ganz gute Trainer erzählt, Boxentraining ist gut.

    "Bleib" kann er, er wartet im Auto, ich kann ihn alleine lassen und
    ich habe ihn auch schon mal längere Zeit angebunden.
    Beim in-die-Box-sperren ist mir nicht wohl und ich sehe den Sinn nicht so.

    "Ganz gut" ist ja wohl relativ und einen Trainer, der empfiehlt, einen Hund aus diesem Grund in eine Box zu sperren, bekommt von mir keinen Cent. Ganz sicher nicht!

    Genauso ist es mit dem Anbinden. Wozu soll das was bringen?

    Aus meiner Sicht stecken Leute ihre Hunde nur in die Box oder binden sie an, weil sie zu bequem sind, dem Hund auf verständlichem Weg zu verdeutlichen, was gewünscht ist oder nicht. Aber klar, wenn ich einen Hund mit dem entsprechend Hand-/Hörzeichen 187 x auf seinen Platz zurückbringen muss, ist das natürlich für den Menschen anstrengender, als ihn einfach irgendwo zu fixieren :mute:


  • Und weiter? Ich habe hier einen Malinois und einen Weimaraner-Mix. Beide mehr als aktiv. Pan musste Ruhe wirklich lernen. Das ging aber zu 90% ohne Box! Der Mali musste das nie lernen :p

  • vielleicht solltest du anstatt zu tricksen erstmal an der Grunderziehung arbeiten? Dazu zählen bei dir bleiben auch ohne Leine, Rückruf, Bleib (auch länger auf seinem Platz) und vielleicht noch Halt an der Strasse. Damit hat ein so junger Hund eigentlich genug zu tun.

    Er ist 8 Monate alt- natürlich ist der sehr agil. Und soll ich dir was sagen? Das wird sicher in den nächsten Wochen noch nen Zacken heftiger, wenn er so richtig pubertiert. Es ist ein junger Hund und die spielen, rennen und toben nun mal und wer das nicht will sollte keinen Hund haben.

    Zitat

    Die Box, weil er mir ständig hinterläuft und er nicht zur Ruhe kommt.


    und nochmals wenn es dich nervt dann bringe ihm bei auf seinem Platz zu bleiben oder in der offenen Box zu bleiben. Natürlich ist es einfacher einen unerzogenen Hund in eine Box zu sperren als wirklich mit ihm zu trainieren aber das kann ja dennoch keine Lösung sein. Bowentraining ist sicher sinnvoll- meine sind auch auf Ausstellungen oder Prüfungen gerne in ihrer Box aber es wurde eben trainiert und nicht einfach mal rein in die Box und Tür zu.
    Angefangen hat es mit Futter in der Box, dann gabs auch hin und wieder einen Knochen dort drinnen. Nach ca 4 Monaten hab ich die Türe dabei ganz nebenbei mal zufallen lassen, sie haben es gesehen und bevor sie sich aufregen konnten war die Tür wieder auf. Sie ntzen das Teil auch so zum Schlafen und marschieren auf Zuruf genauso gerne da rein wie andere Hunde in ihr Körbchen aber es erfolgt eben kein Einsperren.

    Er will doch nur bei dir sein, wo bitte ist das Problem??

  • Die meisten finden Boxentraining also in dem Fall nicht angebracht :klugscheisser:

    Mein Hund auch nicht.

    Lockenwolf, mein Hund kann "bleib" bis über 20 Meter (mehr habe ich noch nicht probiert),
    er bleibt im Auto bei geöffneten Türen bis ich komm rufe, er geht nicht über den Bordstein
    (auch wenn eine Katze auf der Straße ist), er kann schon sehr viel.
    Aber er läuft mir immer hinterher und er ist enorm agil draußen.

  • Ich denke es ist letztlich entscheidend, aus welchem Grund Du ihn in eine Box stecken willst! Wenn es Dir rein um die Verhinderung der Kontrolle geht, kannst Du ihm das auch über Konsequenz und das Kommando "Bleib" beibringen. Wenn der Hund allerdings sehr gestresst ist, ist es durchaus sinnvoll dem Hund die Ruhe in der Box zu verordnen! Manche Hunde kommen einfach nicht runter und durch 2 Stunden in der Box ist noch niemand umgekommen!

    Der erzieherische Wert der Maßnahme erschließt sich mir aber auch nicht, wie gesagt zum Ruhe finden ja, sonst nur im Ausnahmefall!

    Ich finde dennoch einige vermenschlichen bei diesem Thema wieder sehr stark!

  • Dann übe doch das Wechseln der Etage oder des Raumes ganz gezielt im Haus. Immer wieder Raum wechseln und die Tür hinter dir schließen, irgendwann merkt der Hund, dass es sich nicht "lohnt" immer auf Schritt und Tritt zu folgen.
    Wir sind da auch bei. Es ist mühsam, es ist Arbeit, aber für den Hund lohnt es sich, wenn er später dann auch einfach Ruhe finden kann, auch wenn man sich im Haus bewegt.
    Die Bleibübung kannst du ja auch so erweitern, dass er bleibt, wenn du außer Sicht bist.
    vom Handy gesendet

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