Hund aus Erziehungsgründen in kleine Box sperren

  • Zitat

    Aus meiner Sicht stecken Leute ihre Hunde nur in die Box oder binden sie an, weil sie zu bequem sind, dem Hund auf verständlichem Weg zu verdeutlichen, was gewünscht ist oder nicht. Aber klar, wenn ich einen Hund mit dem entsprechend Hand-/Hörzeichen 187 x auf seinen Platz zurückbringen muss, ist das natürlich für den Menschen anstrengender, als ihn einfach irgendwo zu fixieren :mute:

    Einfach weils mich interessiert: wie machst du das zB nem Welpen klar? Der kann ja weder Hörzeichen, noch Sichtzeichen :???:

    Meistens stört es mich persönlich nicht, wenn mir meine Hunde im Haus "nachdackeln". Vor allem bei Welpen lasse ich das fast immer zu. Da unser Haus mit Kindergittern eingeteilt ist, kann ich, wenn ich die Hunde mal gar nicht brauchen kann, einfach das Gitter z.B. zum Wohnzimmer zumachen, wo sich die Hunde dann aufhalten. Gerade im Rudel finde ich eine Box am Anfang aber sehr praktisch (ja, das ist es - praktisch), wenn Welpi zu sehr aufdreht oder die Großen terrorisiert. Wenn der junge Hund dann aber in der Box ist, befinde ich mich am Anfang immer im Zimmer und sie wird durch Leckerein positiv belegt, Alleinbleiben wird stufenweise aufgebaut. Mit der Zeit lernen die Hunde dann, was "Pause" (= Einstellen sämtlicher spielerischer Interaktionen), "ins Wohnzimmer", "auf die Couch", "ins Betti", "raus aus der Küche" o.ä. bedeutet. Bis es aber soweit ist, erfüllen Box und Kindergitter ihren Zweck.

  • Ich hab den Cookie mit 6 Mo bekommen, und der lief mir auch ständig hinterher, mir wurde von der Trainerin empfohlen, ihn daheim anzubinden....

    kurz probiert. Er hat dann immer gottserbärmilch gejammert und gewinselt...war nicht so mein Ding...mich hat´s auch selber nicht gestört...der wollte mich garantiert nicht ´kontrollieren´, der wollte einfach bei mir sein und mitbekommen, was gerade so geschieht.

    Besonders die Küche hatte es ihm angetan, das ist heute noch so, liegt er dann ruhig und friedlich zwischen meinen Füssen, während ich so meditativ vor mich hin schnipsle und koche. ( Betteln war nicht angesagt)

    Ich hab´s einfach zugelassen, das ´Mir auf Schritt und Tritt folgen´

    . Inzwischen ist er ein Jahr älter, schon viel gelassener, und meine Erfahrung ist, vieles gibt sich mit dem Älter- Werden, auch ohne dass man ständig irgendwelche ´Erziehungsmaßnahmen´ergreift.

  • Das ist ja immer mein Reden "er tut nur seinen Job, wenn er mir hinterläuft" :smile:
    dafür ist er gezüchtet worden.
    Ich kann ja einfach die Wohnzimmertür zumachen, wenn ich mal nach oben gehe.
    Warum gleich die Box?
    Und seine Bewegungsfreude draußen wird vielleicht mit dem Alter und dem kommenden
    schlechten Wetter weniger.
    Man ist nur einmal jung, oder?
    Mein Gefühl sagt mir, Boxensperren ist nichts für uns.
    Viele scheinen es ja ähnlich zu sehen.

    Er ist draußen aber extreeeem fidel. Die meisten sagen, sowas hätten sie noch NIE
    gesehen. Er flitzt wie der Blitz. 2 Stunden.
    Vielleicht ist sein Herz wegen des Trainings schon etwas groß?

  • Also irgendwie ist es bei immer das gleiche..

    Hund macht abc, Trainer sagt du sollst xyz machen. Dann kritisieren das hier einige und ploetzlich bist du der Meinung der Mehrheit, die Idee des Trainers war eh nichts, usw.
    Heisst in diesem Fall: Du warst eh gegen den Einsatz einer Box, der Rat des Trainers war sinnlos und dennoch hast du deinen Hund in die Box gesperrt.


    Ich frage mich ernsthaft, wieso du nicht mal ueber einen Ratschlag nachdenkst, bevor du ihn probierst....

  • Ich habe ihn eingesperrt, er hat sich sehr unwohl gefühlt und geweint.
    Der Trainer hat das allgemein gesagt, nicht individuell auf die Hundepersönlichkeit
    von meinem.
    Ich habe ein schlechtes Gefühl dabei, es erschließt sich mir der Sinn
    nicht ganz, deshalb frage ich hier.

  • Ich bin keinen Hundetrainerin und wahrscheinlich einfach zu dämlich den Sinn und Zweck einer solchen Box zu verstehen.

    Wenn ich mir ein junges Tier ins Haus hole
    dann muss ich doch bereit sein mich auf die Tatsache - eine andere Spezies - einstellen.

    Wenn wir Menschen uns rühmen die Krone der Lebewesen zu sein,
    dann kann es doch nicht angehen, dass wir, wenn ein angeblich "unterlegene" Spezie diesen Ansprüchen nicht genügt,
    besagte Art in eine Box zu sperren ?

    Was bitte soll ein Tier aus solch einem Schwachsinn lernen ?

    Als Erziehungsmaßnahme ist solch eine Box als absolutes Versagen des Menschen einzustufen.

    Als Rückzugsort - aber sinnvoll antrainiert - kann solch eine Box für einen Hund ein toller Ruhepool sein.

  • Kurze Antwort von mir, ohne alles gelesen zu haben:

    In einigen Fällen halte ich persönlich solch eine Box für eine gute Lösung. Ich habe einen hyperaktiven Hund, der von sich aus nicht bzw. sehr sehr sehr schwer zur Ruhe kommt (Hündin, 11 Monate).
    Ja ich über seit sie mit 9 Wochen zu mir kam, dass sie Ruhe lernt. Sprich ich bringe sie jedes Mal auf den Platz, wenn sie aufsteht. Wenn man das am Tag und zwar jeden Tag alle 10 Sekunden machen muss, ja sorry, dann reißt bei mir irgendwann der Geduldspfaden :D und bevor meine Hündin das dann mitbekommt, kommt sie in die Box, und nach spätestens 5 Minuten ist Ruhe und die Hündin schläft und ICH habe auch meine Ruhe.

    Ich für mich habe entschieden, dass diese Lösung für das Wohl meines Hundes am Besten ist, denn auch dem Hund hilft es nicht, wenn sie stundenlang ziellos durch die Wohnung rennt.

    Die Box als Patentlösung für alle Probleme zu nutzen, davon halte ich allerdings nichts.

  • Zitat

    Lockenwolf, mein Hund kann "bleib" bis über 20 Meter (mehr habe ich noch nicht probiert),

    und warum bringst du ihm nicht auch bei auf seinem Platz im Haus zu bleiben? Dürfte ja für ein pfiffiges Kerlchen kein Problem sein.

  • Ich hoffe, ich habe es hier mit einem Troll zu tun... langsam reichts mit den Boxen!

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