Züchterin während der ersten LW des Welpen im Urlaub

  • Hallo,
    ich bin neu hier und habe direkt eine dringende Frage.
    Wir haben uns vor ca. 3 Wochen einen Welpen reserviert. Waren mehrere Stunden bei der Züchterin Zuhause und hatten auch ein super Gefühl. Hat alles gepasst, sie war sympathisch, kompetent und alle Hunde waren super gepflegt. Wir haben uns dann für ein kleines Mädchen entschieden, da wir einfach direkt komplett überzeugt waren.


    Nun zu der eigentlichen Frage:
    Wir haben uns für einen Welpen aus professioneller Züchterhand entschieden, da wir viel Wert auf gute Sozialisierung und einen gesunden Hunde legen. Der Welpe ist natürlich mit Papier und wir lassen sie uns auch ein kleines Vermögen kosten. Was natürlich in Hinsicht auf ein hoffentlich gesundes und langes Hundeleben kein Problem ist.
    Die Züchterin sagte uns schon dass sie einige Tage später für 14 Tage verreisen würde. Die Welpen waren zu diesem Zeitpunkt ca. 3 Wochen alt.
    Die Familie von ihr sprich erwachsene Söhne und Tochter/Freundin der Söhne?? sollten sich in der Zeit um die Hündinnen, den Deckrüden und die Welpen kümmern. Wir haben sie kennengelernt und sie waren auch sehr liebevoll und kannten sich auch gut aus.
    Gestern war der Tag an dem die Züchterin eigentlich zurückkommen wollte, wir haben heute angerufen um den Termin zu erfahren an dem wir unsere Kleinen abholen können.
    Nun kommt meine eigentliche Sorge, denn der Sohn war am Telefon und sagte dass seine Mutter gestern angerufen habe und sie er Ende dieser Woche wiederkommen würde.
    Wie gesagt lege ich sehr viel Wert auf einen gut sozialisierten Hund und bezahle dafür auch gerne viel Geld.
    So langsam mache ich mir allerdings doch Sorgen dass was schief laufen könnte, da sie nicht Zuhause ist um sich selbst um die Welpen zu kümmern.
    Mir stellt sich die Frage, ob es ein Problem sein könnte wenn die Aufzucht durch ihre Kinder nicht ganz so professionell ist wie durch sie selbst.
    Wie gesagt die Kleinen sind Ende Oktober ca. 8 Wochen alt und abgabebereit und nun seit 2 Wochen ohne Züchterin vor Ort und eine weitere Woche wird es auch noch werden.

    Seht ihr darin ein Problem?
    Wie würdet ihr euch verhalten? Am Ende vielleicht doch davon absehen aus dem Wurf einen Hund zu nehmen?
    Ich will den Leuten nichts vorwerfen die sich im Moment kümmern, aber ich bin keine Aufzüchterin und hatte meinen letzten Welpen vor 16 Jahren, somit würde ich mir gerne andere Meinungen dazu holen. Vielleicht reagiere ich ja auch einfach über.

    Danke für eure Antworten und Sorry für den langen Text.

  • Na, was es nicht alles gibt.

    Ein guter Wurf setzt eine gute Planung voraus und dann sollte der Züchter auch daran interessiert sein, was aus dieser Verpaarung wird.

    Dass dann ein Urlaub dazwischen kommt - nein, das geht meiner Meinung gar nicht. Selbst dann, wenn die Kinder und Schwiegertöchter/Söhne in Spe ihre Sache noch so gut machen.

    Ich würde - aufgrund solch eines Verhaltens der Züchterin - keinen Welpen nehmen!

  • Hi,
    Züchter in Deutschland sind in Vereinen organisiert. Der grösste Verein ist der VDH (ist nicht der einzigste, aber als Anfänger dann sehr gut recherchieren, wenns ein anderer ist, da jeder einen Verein gründen kann).

    Es gibt in Deutschland also nur 4 Kategorien (GANZ GROB)
    1. Züchter im Verein mit Zuchtordnung ect.
    2. Züchter ohne Verein oder "aus Versehen" mal Welpen (gerne auch jährlich)
    3. Kommerzielle Hundezucht.
    4. Vermehrer, die über Hundeleichen gehen

    Kommerzielle Hundezuchten gibt es glaube ich nur 2 in Deutschland, wenn ich recht informiert bin.

    Also was ich sagen will: Ein Hund von einem Züchter ist IMMER von einem Hobbyzüchter, der das PROFFESSIONELL!!
    betreibt.

    Die ganze deutsche Rassezucht ist über Vereine organisiert mit freiwilligen Kontrollorganen...ect....

    Ein Züchter, der verreist, wenn die Welpen 3 Wochen alt sind.....sorry....und wieder kommt, wenn sie 6 oder 7 Wochen alt sind...

    Ich weiss nicht. Ich wäre sehr skeptisch.

    Ich würde dort nicht kaufen.

  • Meiner Meinung nach macht kein guter Züchter Urlaub während die Welpen da sind. Die sind nur 8 Wochen da, da möchte ich mich doch bestmöglichst sebst mit all meinem Wissen um die Würmchen kümmern, um den zukünftigen Übernehmern Antwort und Rede stehen zu können. Für mich ganz persönlich wäre das ein Grund von dem Kauf/Reservierung zurückzutreten.
    Auch, dass Hündin und Rüde im selben Haushalt leben, würde mich aufhorchen machen - also wenn beide Hunde der Züchterin gehören. Da würde ich genauer Ahnentafeln, Zeugnisse, Prüfungen etc. pp. checken und nachfragen, warum der eigene Rüde verwendet wurde.

  • Als Züchter und absoluter Hundefreund, finde ich das Verhalten absolut daneben. Wenn sie die Züchterin ist, dann sollte sie auch da sein und sich um ihre Hündin und die Welpen kümmern. Es ist ja kein Notfall oder dass sie Mal einen Tag weg ist, sondern über 2 Wochen, ne was es alles gibt :/

  • Es gibt aber auch viele Zuchtstätten bei denen läuft das als Familienhobby (Zucht, Hundesport, Liebe zur Rasse etc.) und da hätte ich überhaupt kein Problem damit, wenn DIE ZÜCHTERIN in den Urlaub geht und die Familienangehörigen eben die Aufzucht des Wurfes übernehmen. Für mich wäre immer die Frage wie lange die Zuchtstätte schon besteht, wie viel Erfahrung bei den betreuenden Personen vorhanden ist etc. . Ich würde also nicht generell NEIN sagen, aber vorsichtig prüfen und gesunde Skepsis ist wohl angebracht...

  • Also Sie hat insgesamt um die 10 Hündinnen und 1 Deckrüden, dazu noch 2 Junghündinnen im Alter von 4 Monaten und einen "Nachwuchs-Deckrüden" Alter von einem Jahr. Die Abstammungen kann man sich alle auf der Internetseite ansehen. Hündinnen sind teils Geschwister, der /bzw. die Rüden kommen aus anderen Linien. Alle Hunde leben bei Ihr im Haus und sind wirklich gepflegt, aufgeschlossen, anhänglich ihr und ihrer Familie gegenüber. Sie hatte wirklich viel Ahnung meiner Meinung nach, wir hatten 16 Jahre lang einen Hund dieser Rasse, der leider verstorben ist und sind dann so bei ihr gelandet.
    Auf ihrer Homepage sind viele Einträge im Gästebuch die bestätigen dass so gut wie alle neuen Besitzer super zufrieden mit ihren Welpen sind. Was mich u.a. auch dazu bewegt hat von ihr einen zu nehmen.

    Ich bin auch kein Profi was den Hundekauf angeht, daher bin ich über jede Meinung froh.

  • Es kommt drauf an ob die Kinder auch die erforderliche Zuchtprüfung abgelegt haben. Ist das der Fall, wurden die Kleinen ja "professionell" aufgezogen. Sollte dies nicht gegeben sein, würde ich auf einen Welpen aus diesem Wurf verzichten, denn wir Du schon schreibst, bei einem anerkannten Züchter zahle ich auch für die Prägung und Sozialisierung in den ersten Lebenswochen.

    Ganz ehrlich? Wenn wirklich kein Züchter anwesend ist, sollte der Fall dem zuständigen Zuchtverband gemeldet werden. Das darf ja mit Sicherheit nicht sein.

  • Ich sehe darin kein Problem.

    Auch "meine" Züchterin ließ in der Welpenzeit, die Hunde von ihrem erwachsenen Sohn, der seit Jahren mit dem Zuchtgeschehen vertraut ist und Schwiegertochter, für 14 Tage betreuen.

    Warum sie nach den ersten kritischen 3 Wochen die Welpen ihrem Sohn überließ und in Urlaub fuhr?
    Ganz einfach, ihr Mann mußte in dieser Zeit Urlaub nehmen. Anderen Zeitpunkt gab es für ihn nicht, der Urlaub wäre verfallen.

    Auch den eigenen Deckrüden zur Zucht einsetzen, stimmt mich nicht bedenklich, wenn er nicht stets und ständig nur die Hündinnen der Züchterin deckt. Die meisten Züchter kaufen sich gezielt Rüden, von denen sie sich züchterisch etwas versprechen. Warum sollte er also nur Fremddecken und nicht auch die eigenen Hündinnen.

    Hellhörig würde ich erst, wenn es permanente Wurfwiederholungen des selben Paares gäbe.

    Gaby und ihre schweren Jungs

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