Parvovirose beim Welpen
-
-
Gib doch einfach mal Parvovirose Hund in Deine Suchmaschine ein...da wirst Du fündig
Nur ein Beispiel:
" Aktuelle Untersuchungen in Deutschland haben gezeigt, dass das Parvovirus hierzulande weit verbreitet ist. 15 von 21 Kotproben (71,6 %) von Hunden mit Durchfall sind Parvovirose-positiv getestet worden (Decaro et al. 2009)." - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
Zitat
Gib doch einfach mal Parvovirose Hund in Deine Suchmaschine ein...da wirst Du fündig
Nur ein Beispiel:
" Aktuelle Untersuchungen in Deutschland haben gezeigt, dass das Parvovirus hierzulande weit verbreitet ist. 15 von 21 Kotproben (71,6 %) von Hunden mit Durchfall sind Parvovirose-positiv getestet worden (Decaro et al. 2009)."Du bist zu langsam und außerdem könnte ja auch DEIN Hund unter den 71,6 % sein

Lies hier:
ZitatNach überstandener Krankheit werden scheinbar keine Viren mehr ausgeschieden.
Quelle: http://www.tierklinik.de/medizin/infekt…ze-hundenseuche -
Liv,
ich bin schon wer,
ich muss nix mehr ´werden´,
ich bin ein vernünftiger Mensch,und wahrscheinlich trete ich hier (gerade deshalb) ab und an jemandem auf den Schlips...
-
So ein Quatsch. Parvovirus wird in den meisten Faellen NICHT lebenslang ausgeschieden, sondern nur ein paar Wochen nachdem die klinischen Symptome weg sind. Es wurde von mehreren Seiten vermutet, dass es Dauerausscheider geben koennte, eine handfeste Studie, die das beweist habe ich allerdings auch noch nie gesehen. Die Diagnostik wird dadurch erschwert, dass die Impfung eine modifizierte Lebendvakzine ist und deshalb auch Impfvirus ausgeschieden wird. Die von Dir zitierten Zeilen sagen gar nichts aus, weil 1) sind das ja Hunde mit klin. Symptomen (also keine symptomlosen "Dauerausscheider"), und 2) wird keine Unterscheidung zwischen Impf- und Feldvirus gemacht. Vielleicht erst informieren, dann Klappe aufmachen...

Was stimmt ist, dass Parvovirus in der UMGEBUNG monate- bis jahrelang infektioes bleiben kann. Parvo ist ein kleines, unbehuelltes DNA Virus und deshalb sehr stabil und schwer wegzudesinfizieren.
Deshalb ist es so kritisch, wenn ein Zuechter, der bereits Parvo im Bestand hatte, ungeschuetzte Welpen hat.Die Parvo-Impfung ist ja eine modifizierte Lebendvakzine, die wird auch nicht ein Leben lang ausgeschieden...
Rosenrot hat genau recht - ein ungeimpfter Hund kann sich fast ueberall, wo sich viele andere Hunde aufhalten, anstecken, weil die Viren in der Umgebung persistieren.
Wegen der Spaetschaeden: das kommt darauf an, wie schwer die klinische Erkrankung war. Es koennen Spaetschaeden auftreten, muessen aber nicht.
Die Darmschleimhaut ist zum Glueck recht gut regenerationsfaehig, da ist die Chance besser, dass der Hund nach Rekonvaleszenz wieder vollstaendig gesund wird. Es koennen aber Spaetschaeden entstehen durch die verminderte Aufnahme von Naehrstoffen, was z.B. zu Wachstumsstoerungen fuehren kann.
Die Herzform ist kritischer und kann sich auch nach mehreren Jahren als Herzinsuffizienz manifestieren.
Weitere moegliche Spaetschaeden sind z.B. Immunsuppression und gelegentlich Leber- und Nierenschaeden.
Ein Hund, der einmal eine Parvoinfektion durchgemacht hat ist ein Leben lang immun (kann aber z.B. durch Immunsuppression anfaelliger sein fuer andere Erreger).
-
Zitat
Ich erinnere mich daran, dass in einem Tierheim im Ausland vor wenigen Wochen sehr viele Tiere an Parvo erkrankten. Aber! Der Virus wurde von außen, also von Wildtieren eingeschleppt. Ich suche mal, ob ich dazu was finde ... denn die Frage ist, ob das in Deutschland auch möglich wäre.Auch die Wildtiergeschichte ist hoechstwahrscheinlich Quatsch. Der allergroesste Vektor fuer den Eintrag von Parvo in einen Bestand sind Menschen. Jedesmal wenn ein Mitarbeiter oder ein Interessent das TH betritt besteht die Gefahr dass der-/diejenige Parvo einschleppt. Jedes Mal wenn Interessenten zu einem Zuechter gehen besteht die Gefahr, dass Parvo eingeschleppt wird. Jedesmal, wenn jemand, dem ein Hund an Parvo gestorben ist, sich einen neuen Welpen ins Haus holt besteht die Gefahr, dass sich der neue Welpe (trotz Desinfektion) Parvo einfaengt. Das hat mit Dauerausscheidern rein gar nichts zu tun. Selbst wenn es Dauerausscheider geben sollte (was wie gesagt trotz mehrfachen "Vermutungen" meines Wissens nie bewiesen wurde) haben diese epidemiologisch keine Bedeutung.
-
-
Lisa, Du trittst niemandem auf den Schlips, sondern schreibst falsche Dinge und trittst aus Deiner Unwissenheit heraus anderen Leuten, insbesondere der TS, auf den Schlips. Nach Deinem Verständnis ist Dein massiv bekämpter "Dauerausscheider" jeder geimpfte Hund, der die überall vorhandenen Parvoviren aufnimmt und Dank seiner Impfung unbehelligt wieder ausscheidet. Also auch Dein Cookie.
Das Problem stellt sich doch bei jedem ungeimpften Hund. Für den ungeimpften Hund ist es dann egal, ob die von Regula erwähnten, nicht nachgewiesenen und unwahrscheinlichen Vermutungen zu Dauerausscheidern stimmen, oder ob er mit zB Cookies möglicherweise verseuchtem Kothaufen in Berührung kommt. Ein Parvo-Haufen ist ein Parvo-Haufen ist ein Parvo-Haufen. Unschädlich für die geimpften Hunde, nicht aber für ungeimpfte.
Ich bin kein Impf-Fan, aber wer seinen Hund nicht gegen Parvo impfen lässt, ist selbst Schuld. Wenn sich ein ungeimpfter Hund ansteckt, kann man dafür wohl schlechterdings Leute verantwortlich machen, die einen Hund zu sich nehmen, der mal Parvo hatte.
LG
-
ZitatAlles anzeigen
So ein Quatsch. Parvovirus wird in den meisten Faellen NICHT lebenslang ausgeschieden, sondern nur ein paar Wochen nachdem die klinischen Symptome weg sind. Es wurde von mehreren Seiten vermutet, dass es Dauerausscheider geben koennte, eine handfeste Studie, die das beweist habe ich allerdings auch noch nie gesehen. Die Diagnostik wird dadurch erschwert, dass die Impfung eine modifizierte Lebendvakzine ist und deshalb auch Impfvirus ausgeschieden wird. Die von Dir zitierten Zeilen sagen gar nichts aus, weil 1) sind das ja Hunde mit klin. Symptomen (also keine symptomlosen "Dauerausscheider"), und 2) wird keine Unterscheidung zwischen Impf- und Feldvirus gemacht. Vielleicht erst informieren, dann Klappe aufmachen...

Was stimmt ist, dass Parvovirus in der UMGEBUNG monate- bis jahrelang infektioes bleiben kann. Parvo ist ein kleines, unbehuelltes DNA Virus und deshalb sehr stabil und schwer wegzudesinfizieren.
Deshalb ist es so kritisch, wenn ein Zuechter, der bereits Parvo im Bestand hatte, ungeschuetzte Welpen hat.Die Parvo-Impfung ist ja eine modifizierte Lebendvakzine, die wird auch nicht ein Leben lang ausgeschieden...
Rosenrot hat genau recht - ein ungeimpfter Hund kann sich fast ueberall, wo sich viele andere Hunde aufhalten, anstecken, weil die Viren in der Umgebung persistieren.
Wegen der Spaetschaeden: das kommt darauf an, wie schwer die klinische Erkrankung war. Es koennen Spaetschaeden auftreten, muessen aber nicht.
Die Darmschleimhaut ist zum Glueck recht gut regenerationsfaehig, da ist die Chance besser, dass der Hund nach Rekonvaleszenz wieder vollstaendig gesund wird. Es koennen aber Spaetschaeden entstehen durch die verminderte Aufnahme von Naehrstoffen, was z.B. zu Wachstumsstoerungen fuehren kann.
Die Herzform ist kritischer und kann sich auch nach mehreren Jahren als Herzinsuffizienz manifestieren.
Weitere moegliche Spaetschaeden sind z.B. Immunsuppression und gelegentlich Leber- und Nierenschaeden.
Ein Hund, der einmal eine Parvoinfektion durchgemacht hat ist ein Leben lang immun (kann aber z.B. durch Immunsuppression anfaelliger sein fuer andere Erreger).
Das ist ja interessant, vielen Dank!
Ob ich so einen Welpen aufnehmen würde? Ich weiß es nicht... Grade die Herzform und die spätere Insuffienz würde mich abschrecken.
Einfach weil ich so eine Herzsache mit meiner voriger Hündin hatte und ich glaube nicht das ich einen Welpen holen würde bei dem ich von vornherein weiß das es eine hohe Chance gibt das er daran erkranken wird.
Das ist wirklich eine schwere Entscheidung.Cookie: Wer nicht impft ist selber schuld.
Die einzigen Gründe die gegen Impfen sprechen wäre ein kranker Hund der partout keine Impfung vertragen würde und ja, das ist selten. Ebenso wie bei uns Menschen, alle profitieren momentan noch vom "Herdenschutz". Aber da seit Jahren die Impfzahlen im menschlichen und tierischen Bereich zurückgehen werden bald Krankheiten wieder auf dem Vormarsch sein an die sich kaum jemand erinnert. -
Zitat
Auch die Wildtiergeschichte ist hoechstwahrscheinlich Quatsch.
Ich hatte es noch editiert, weil mir beim Suchen nach der Info einfiel, dass es sich dort nicht um Parvo, sondern um Staupe handelte.
-
Vielen Dank für eure Meinungen und die vielen interessanten Hinweise und Links.
Ich versuche mich möglichst umfassend zu informieren und eure Beiträge sind dabei sehr hilfreich.
Ich muss mich bald entscheiden, umso mehr ist es gut von mehreren Seiten schnell was dazu abrufen zu können.Liebe Grüße,
Friederike -
Aus eigener Erfahrung. Wir hatten vor 20 Jahren in unserer Ecke mal massiv Parvofälle. 2 Hunde in engster Umgebung von mir (Familie und Hund der besten Freundin) hatten auch Parvo und waren beide mehrere Tage stationär beim TA damals. Beide erkrankten im Alter von ca. 9 Wochen kurz nach der ersten Impfung. Hund Nummer 1 war 2 Tage vor Ausbruch noch bei mir in der Wohnung und auch zu Hund Nummer 2 hatten sowohl ich als auch meine Hunde engen Kontakt und wir sind innerhalb der Inkubationszeit mehrere Stunden zusammen gewesen. Bei mir hat sich kein Hund angesteckt und auch in den 14 bzw. 15 Jahren die diese beiden Hunden alt geworden sind haben sich weder weitere Hunde angesteckt noch hatten die Hunde Langzeitfolgen.
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!