Echte Wölfe und blöde Fragen

  • Weil man den Hund beim Langlauf so schön auspowern kann und ansonsten nochmal extra mit ihm raus müsste :mute:

    Genau das. Ich fänds auch unsagbar nervig meinen Hund nicht mitnehmen zu dürfen, weil der da sicherlcih Spaß dran hätte, aber ich bin ein Mensch, der sich immer sagt, dass es einen guten Grund für das Verbot gibt.

    Hachja, immer wieder frustrierend hier in den Thread zu schauen.

  • Das Problem an solchen Kontrollfahrten ist leider, dass sich die Wölfe daran anpassen können.

    Wenn die wirklich an diese Pferde wollen, warten sie einfach in etwas Entfernung ab, bis das Auto wieder weg ist.

    Weidetiere können, müssen es aber nicht, auf Wolfsanwesenheit nervös reagieren - das scheint diversen Erfahrungsberichten zufolge sehr, sehr unterschiedlich zu sein.

  • In dem Artikel steht 30.000 Euro für eine ordentlich wolfssichere Weide. Und das in Vorkasse und ohne zu wissen wann der Zuschuss kommt. Wie soll das ein Betrieb mit vielen Großtieren und dementsprechend vielen großen Weideflächen stemmen? Mal von den Arbeitskosten abgesehen die notwendig sind um die Funktionsfähigkeit der Anlagen zu erhalten. Die kommen noch dazu.

  • Oder ein Privatmensch der für seine 5Kühe oder drei Pferde zwei oder drei Weideflächen betreibt...

    Das ist ja sozusagen meine Liga.

    Ich hab 2015 angefangen mit Aufrüstung in Sachen Herdenschutz und nach und nach erweitert.

    Das war im Stadium "einzelne Durchzieher" und in diesem Stadium sind wir, wundersamerweise, wenn man die Schnelligkeit der Wolfsverbreitung in anderen BL so sieht, immer noch. Heisst, ich hab meine Kosten auf mehrere Jahre verteilen können. Glück hatte ich dahingehend, dass die Rinder schon hinter einem dreireihigem Pferdezaun standen, so musste ich nicht auch noch Pfosten austauschen.

    Damals war an Herdenschutzförderung in BY noch gar nicht zu denken, die 1. konkrete Gefahr für uns hier, war ein Durchzieher kurz vor der Abkalbung. Deshalb wurde die Abkalbekoppel notfallmäßig aufgerüstet. Ich war und bins immer noch nämlich der Ansicht, dass Wölfe "wissen", dass da eine Geburt bevorsteht.

    Die Option "es drauf ankommen zu lassen" und zu warten, bis es vllt. irgendwann mal Herdenschutzförderung gäbe, kam damals für mich nicht in Frage. Die kommt in meinen Hirnwindungen überhaupt nicht vor. :ka:

  • Ich war und bins immer noch nämlich der Ansicht, dass Wölfe "wissen", dass da eine Geburt bevorsteht.

    Kann ich mir sehr gut vorstellen. Die Kuh riecht sicherlich anders durch die Hormone!

    Bekannte halten auch Rinder, aber im größeren Maßstab (Barnim, Brandenburg). Vor den Wölfen haben die Kühe oft für sich gekalbt. Mittlerweile fast nur noch im Schutz vieler anderer Rinder. Finde ich mega interessant! Auch die "Kälber-Kindergärten" sind ihrer Meinung nach besser geschützt. Haben die kleinen sich damals oftmals noch an der Weidegrenze bewegt, befinden sie sich meist nun in der Mitte.

  • Kann man sich mal angeschaut haben - ich seh das auch so, dass die besten Herdenschutz-Berater erfahrene Tierhalter sind, die sehen den Herdenschutz nämlich nochmal aus einem anderen Blickwinkel als die typischen Wolfsberater, die oft von Tierhaltung keine Ahnung haben.

    Wieder einmal hat die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe ausgeholfen, wenn die staatlichen Hilfen nicht funktionieren.

    https://www.ardmediathek.de/mdr/video/mdr-…zFiOWJkZWJhYjI/

  • Ich habe gerade Probleme aufgrund einer im Vergleich zu sonstigen Jahren veränderten Loipen-Führung.

    Die liegt viel näher an unseren Flächen als üblich und auch der Verlauf ist so geändert, dass wir keinen Quadratzentimeter Fläche haben, an dem die Loipe nicht langgeht.

    Die Abstände liegen so zwischen 70 (das ist unproblematisch) und 20 Metern. Letzteres ist unglaublich dicht - noch dazu, wenn man berücksichtigt, dass hier die Loipe nicht allein von Langläufern genutzt wird, sondern auch von Spaziergängern, auch mit freilaufenden Hunden. Unsere Hunde kennen das so dicht am Zaun nicht - es ist nicht ihr Alltag.

    In sonstigen Jahren haben wir die Tiere an Tagen, an denen sehr viel los war, nur im Kleinstauslauf gelassen - das nützt heuer aber nix, weil dort unterhalb der neue Loipenverlauf ist.

    Auch gibt es neu eingebaute schwierige Ecken, aus denen die Skifahrer sozusagen "ausgespuckt" werden, weil sie hinter Büschen und Bäumen hervorgeschossen kommen und das dann noch sehr nah am Zaun.

    Ein MITEINANDER wäre schön.

    Also etwas, das nicht nur bedeutet, dass wir einen Teil unserer Fläche für die Loipe zur Verfügung stellen, sondern dass beim Loipenverlauf auch ein wenig (!) Rücksicht auf den Einsatz von Herdenschutzhunden genommen wird. Der bisher 13 Jahre lang ziemlich einheitliche Loipenverlauf war unproblematisch, warum musste das geändert werden?

  • Ist vielleicht in dem Verein, der die Loipen betreut und spurt, jemand, der Euch nicht wohlgesonnen ist und es darauf anlegt, dass die Hunde häufiger anschlagen und somit vielleicht mehr Ärger provozieren möchte ?

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