Beiträge von Sventje

    Eine meiner Hündinnen hatte Kaumuskelmyositis. Sie musste viele Wochen hochdosiert Kortison bekommen, niedrigdosiert im Anschluss noch ein paar Monate. Die Muskeln am Kopf sind deutlich zurückgegangen, den Fang konnte sie nie mehr weit öffnen und harte Dinge nicht mehr beissen.

    Sie hat diese Krankheit viele Jahre überlebt, bekam nie mehr einen erneuten Schub und wurde richtig alt.

    Das dachte ich genauso. Ich würde niemals auf die Idee kommen in einer solchen Situiation eine Weide mit Mutterkühen, überhaupt mit Kühen, zum Wolfsverscheuchen zu betreten. Schießen darf der Jäger nicht und Händeklatschen hilft nicht mehr.

    Die Aufnahme hätte bei einem Riss wenigstens bewiesen dass es ein Wolfsriss war.

    Was erhofft ihr euch von einem Züchter?

    einen gesunden, nervenstarken, langlebigen und lange leistungsfähig und leistungswillig bleibenden Hund

    Was geht garnicht?

    Viele Zuchthündinnen. Ein, höchstens zwei Würfe im Jahr.

    Wenn ich einen Welpen nehme ist es ein Jagdhund und für mehr Hündinnen hat nicht mal ein Berufsjäger Arbeit. Ich brauche keinen Meutehund.


    Welche Zuchtziel sind euch wichtig?

    Leistungsfähigkeit, Gesundheit und Wesensstärke


    Wie würdet ihr euch selbst für eure Rasse mit ein bringen?

    Notwendige Untersuchungen, Eignungsprüfung und Jugendprüfung


    Legt ihr mehr Wert auf einen Züchter der sich besonders für einen breiten Genpol einsetzt ( also bspw viele Hunde aus dem Ausland importiert und möglichst viele Hunde mit Fremdblut in die Zucht bringt)?

    Bei den von mir favorisierten Jagdhunden sind keine importierten Hunde nötig.


    Wie schauts aus mit Wurf-Wiederholungen - findet ihr das gut/sinnvoll ja oder nein? Kommt das für euch in Frage? Und warum (nicht) ?

    Mit Wurf-Wiederhoungen habe ich keine Probleme wenn es kein allseits beliebter Rüde ist.


    Als Welpe zieht hier nur ein Jagdgebrauchshund ein. Die Nicht-Jagdhunde sind immer Mischlinge unbekannter Abstammung und Abstammung.


    Wäre es für euch okay wenn der Züchter nicht alle Zuchthunde behält und irgendwann zur Rente weg gibt?

    Ist für mich eigentlich nicht in Ordnung, kommt allerdings auf den Einzelfall an.

    Ich fahre täglich mit den Hunden einmal zum großen Gassi aus der Stadt. Sind hin und zurück meistens 8 - 10 km. Alternative wäre für mich gewesen meinen Arbeitsplatz nicht mehr in fußläufiger Entfernung von der Wohnung zu haben.

    Ich denke nicht dass es für die Umwelt einen Unterschied macht ob ich das Auto für den Arbeitsweg oder die Hunderunde bewege.

    Ich hatte gestern Lust auf Experimente.

    Beim Hundespaziergang etwas trockenes Holz gesucht, auf einem improvisierten Gestell ähnlich Hobokocher Wasser, rote Linsen und kleingeschnippeltes Gemüse mit Gewürzen in einem Topf mit Deckel zum Kochen gebracht und den Topf gut eingepackt in ein ausrangiertes Steppbett gepackt.

    Nach einer Stunde hatte ich ein gut schmeckendes warmes Süppchen.

    Also die Wartelisten bei den renomierten Zwingern sind wohl mehrere Jahre lang. Das wäre mein Plan A. Ich bin da auch schon bei einer Züchterin auf einer Liste für 2025.

    Das glaubst du aber nicht wirklich.

    Ich kenne einige Jagdhundezüchter. Keiner würde einen kupierten Welpen an einen Nichtjäger abgeben. Es kommt (selten) vor dass bei einem Welpen frühzeitig ersichtlich wird dass er sich nicht zur Jagd eignet. Das wird aber schriftlich festgehalten und dieser Welpe eignet sich dann garantiert auch nicht für die Rettungshundearbeit.