Welpenschule ohne Spielen??


  • Komischerweise klappt das bereits in der gut geführten Welpengruppe, und nicht "irgendwann" in ferner Zukunft.... Und warum seid ihr bloss alle der Meinung, dass sich Spiel mit gleichaltrigen Artgenossen und seinen Menschen toll finden ausschliessen müssen? Der Welpe kann problemlos beides, und sollte auch beides lernen dürfen.

  • Ich muß als konsequente Welpengruppen-Vermeiderin gerade ein bißchen lachen: das einzige, was mich inzwischen dazu verleiten könnte, mit dem nächsten Welpen doch mal in eine zu gehen, wäre nämlich die Chance, dem Nachwuchs in einer ruhigen Atmosphäre mal zu vermitteln, daß NICHT ständig und mit jedem Hund "Spielen" angesagt ist.

    Ist schon total witzig: Früher mußte man nach Spielkameraden echt suchen, inzwischen ist es hier soweit, daß ich mit meiner temperamentvollen und ablenkbaren Rakete mühsam einsame Wege gesucht habe, um mal nicht mit Gekasper und "Hallo-Sagen" überschüttet zu werden, bis der begeisterte Welpe hohl drehte. Und selbst da ist sie mir möglichst noch zu jedem Hund am Horizont durchgegangen, weil sie einfach gewohnt war, daß jeder seinen Fiffi auf eine Runde Toben zu ihr schickte - ob mir das nun paßte oder nicht.

    Insofern: eine Welpengruppe total ohne Spielen fände ich prinzipiell nicht schlecht. Im beschriebenen Fall wären mir aber 1.)die Arbeitszeit für ein kleines Erbsenhirn viel zu lang und 2.) die Übungen zu überflüssig für den Hundealltag.

  • Zitat

    Und warum seid ihr bloss alle der Meinung, dass sich Spiel mit gleichaltrigen Artgenossen und seinen Menschen toll finden ausschliessen müssen? Der Welpe kann problemlos beides, und sollte auch beides lernen dürfen.


    sagte doch niemand :???:

  • Die beste Lehrerin für meinen Berserker, die ihm zeigt, wie man sich einem anderen Hund nähert und sich ihm gegenüber verhält und sich entsprechend zurücknimmt, ist meine kleine Hündin mit unserer Hilfe. Da hat er jeden Tag 24 Std. Unterricht. Dort ist sein Hirn eingeschaltet, so dass er wahrnehmen kann, wenn sich ihre kleine Lefze hebt und er seine Pfoten unter Kontrolle behält.

    Das zufällige Begegnen mit anderen Hunden, immer von mir ausgewählt, oder aber mit mir verabredete Spaziergänge, ist die zweite und dritte Möglichkeit.

    Und das - unter kompetenter Anleitung - wäre mein Traum:

    Zitat

    das einzige, was mich inzwischen dazu verleiten könnte, mit dem nächsten Welpen doch mal in eine zu gehen, wäre nämlich die Chance, dem Nachwuchs in einer ruhigen Atmosphäre mal zu vermitteln, daß NICHT ständig und mit jedem Hund "Spielen" angesagt ist.

  • Bei uns war´s so, daß die Welpen gleich am Anfang der Stunde immer spielen durften, einfach, um sich auszupowern, damit sie sich hinterher konzentrieren können. Immerhin - der Hund, den ich eben kennengelernt habe, ist dann nimmer so interessant, und es fällt leichter, sich auf die Übungen zu konzentrieren.

    Aber man muß eben aufpassen, je nach Hund, daß es eben nicht dazu kommt, daß die Hunde auf den Platz kommen und erstmal nur toben wollen, weil sie das so kennengelernt haben - Hund sehen und hinrennen, ist dann eins....

    Andererseits fiele es so manchem Hund vielleicht einfacher, zu arbeiten, wenn er vorher nicht aufgeputscht ist durchs Spiel, oder wenn er ängstlich ist, und die anderen Hunde erstmal beim Arbeiten beobachten kann, bevor die auf ihn losgelassen werden.

    Vielleicht wär´s ideal, in dem Fall zu sagen, jeder Halter beschäftigt sich VOR dem Training mit seinem Hund (ne Runde laufen und ein kurzes Spiel - lösenlassen muß man sie ja eh vorher), dann kann konzentriert gearbeitet werden, aber mit Pausen (2 Std. halte ich selbst für erwachsene Hund für viel zu lang!), und im Anschluß dann können diejenigen, die Kontakt zu anderen Hunden üben möchten, noch bleiben und lassen sie unter Aufsicht laufen. Und die Hunde lernen nicht, daß andere Hunde dazu da sind, gleich hinzurennen oder -im Umkehrfall- von denen gemobbt zu werden...

    Und anfangs sollte man eben jedem Hundehalter erklären, was und warum wann gespielt wird, sodaß jeder selbst entscheiden kann, die seinem Hund entsprechende Variante zu wählen - zum Spielen dableiben, oder vorher selbst ne Runde spielen oder nur lösen lassen etc. - aber wahrscheinlich überfordert schon diese Entscheidung oft einen Ersthundehalter, könnt ich mir vorstellen.....

  • mir wäre es persönlich recht, wenn nicht nur gespielt, sondern tatsächlich gelernt würde. spielen kann und tut mein hund "in der freizeit" jede menge. wie bei vielen jungen hunden ist es so, dass er häufig von mir begrenzt werden muss, um nicht zu sehr hochzudrehen oder sich vollkommen zu verausgaben; gerade bei der hitze zuletzt.

    was nicht wenige (ausgewachsene) hunde eben nicht können, ist ruhig zu bleiben und pausen zu machen. laut hh waren diese schon als welpen/junghunde aufgedreht bis aufdringlich.

    erst gestern habe ich von einem hh gehört, seine hündin könne halt nicht stillhalten, weil sie ein border collie ist. auf die idee, z.b. die leine zu nutzen, kam er zwar, aber das sei ihm auch nicht lieb, weil sie eben ein bc ist...

    bitte nicht falsch verstehen, sie ist eine wundervolle hündin, die mein kleiner und ich sehr mögen. aber ruhig ist alles andere. und der halter bzw. die halterin haben schon ahnung von hunden, aber haben es halt versäumt, ihr einiges beizubringen, aber sie ärgern sich immer wieder über ihr verhalten.

  • Also bei uns war es so, dass in den Pausen so gut wie immer gespielt wurde, dann wurden die Hunde eingesammelt und an der Leine geübt.

    So entstand dieses: Oh Hunde! Da will ich hin! Leine ab? Auf gehts!

    Ich muss sagen, dass ich nicht weiß, ob ich mit meinem nächsten Welpen (wann auch immer der einzieht) überhaupt eine Welpenstunde besuchen möchte.
    Mein Problem ist, dass ich hier in der Umgebung fast keine Chance habe Gleichaltrige zu treffen und viele erwachsene Hunde gibt es hier auch nicht. Ich denke ich werde einfach abwarten und dann entscheiden.

    Da wäre mir die spielfreie Stunde eigentlich ganz lieb!

  • Im Grunde muss es doch jeder selber wissen und es fuer sich und seinen Welpen entscheiden. Keiner meiner Hunde war in einer Welpengruppe, eben weil es hier nur schlechte gibt. Und ob das nun vermenschlicht ist oder nicht: Meine Hunde lernen ganz sicher nicht, dass man den schwaechsten Hund der Gruppe verdreschen kann oder das sie (als schwaechster Hund) regelmaessig Dresche bekommen. Und genau DAS passiert hier in den Welpengruppen und eingreifen der HH ist untersagt. Noe..das brauchen meine Hunde nicht und ich brauch es auch nicht.

    Ansonsten: Ich wuerde in eine Welpengruppe gehen, in der nicht gespielt wird. Wenn dann am Ende, ausserhalb vom Platz. Was aber auch daran liegt, das ich andere Ansprueche an meine Hunde stelle und andere Ziele mit ihnen habe, als Frau Mueller von nebenan mit ihrem Familienhund. Was ich nie besuchen wuerde sind Gruppen in denen es im Sinne von 'Leine ab und lasst die Horde machen!' ablaeuft.

    Kalle hatte und hat keinen Bock auf andere (fremde) Hunde. Er will keinen Kontakt. Er wird nicht dumm. aber von sich aus, nimmt er mit fremden Hunden keinen Kontakt auf. Es scheint fuer ihn sinnlos/ueberfluessig zu sein. Und das wZar auch schon mit 8 Wochen so. Zusaetzlich duldete er keinerlei Beruehrung durch andere Hunde (das ist mittlerweile anders ;) ). Was sollte so ein Hund also in einer Welpengruppe? Wieso sollte ich ihm Kontakt zu anderen fremden Hunden aufzwingen (bei ihm waere es reines aufzwingen gewesen). Vorallem weil ich im Alltag ignorante Hunde (anderen Hunden gegenueber) haben moechte.

  • Zitat

    Im Grunde muss es doch jeder selber wissen und es fuer sich und seinen Welpen entscheiden. Keiner meiner Hunde war in einer Welpengruppe, eben weil es hier nur schlechte gibt. Und ob das nun vermenschlicht ist oder nicht: Meine Hunde lernen ganz sicher nicht, dass man den schwaechsten Hund der Gruppe verdreschen kann oder das sie (als schwaechster Hund) regelmaessig Dresche bekommen. Und genau DAS passiert hier in den Welpengruppen und eingreifen der HH ist untersagt. Noe..das brauchen meine Hunde nicht und ich brauch es auch nicht.

    Ansonsten: Ich wuerde in eine Welpengruppe gehen, in der nicht gespielt wird. Wenn dann am Ende, ausserhalb vom Platz. Was aber auch daran liegt, das ich andere Ansprueche an meine Hunde stelle und andere Ziele mit ihnen habe, als Frau Mueller von nebenan mit ihrem Familienhund. Was ich nie besuchen wuerde sind Gruppen in denen es im Sinne von 'Leine ab und lasst die Horde machen!' ablaeuft.

    Kalle hatte und hat keinen Bock auf andere (fremde) Hunde. Er will keinen Kontakt. Er wird nicht dumm. aber von sich aus, nimmt er mit fremden Hunden keinen Kontakt auf. Es scheint fuer ihn sinnlos/ueberfluessig zu sein. Und das wZar auch schon mit 8 Wochen so. Zusaetzlich duldete er keinerlei Beruehrung durch andere Hunde (das ist mittlerweile anders ;) ). Was sollte so ein Hund also in einer Welpengruppe? Wieso sollte ich ihm Kontakt zu anderen fremden Hunden aufzwingen (bei ihm waere es reines aufzwingen gewesen). Vorallem weil ich im Alltag ignorante Hunde (anderen Hunden gegenueber) haben moechte.

    Mit welcher Begründung sollten bei dir denn die Welpen nicht auf dem Platz spielen? Hast du etwa Angst, dass sie dann später dann da nicht mehr arbeiten?

  • Mit welcher Begruendung sollten sie es denn? Hat man als Leiter der Gruppe Angst, dass sie draussen nicht unter Kontrolle sind? :hust:
    Ja, Pan ist so ein Hund. Dem faellt es schwer dann zu arbeiten, wenn er einen Platz als 'Spielplatz' bzw. als 'Platz zum spielen und markieren' kennt/ansieht. Und nu? Er ist halt so.. Kalle war/ist nie so. So unterschiedlich sind die lieben Hunde.

    Die Begruendung 'weil ICH es so will und ausser mir keiner Entscheidungen fuer/ueber meine Hunde trifft' sollte eigentlich reichen ;D Aber gut...sind wir heute mal nicht so. Der Grund ist ganz einfach: Auf dem Platz gibt es Spiel und Spass mit mir und zwar nur mit mir (und dem Helfer). Als Arbeit sehen es die Hunde ja nicht an.
    Ob das nun jedem passt (egal ob hier im Forum oder in meinem Alltag) ist mir sowas von egal. Angst ist dabei so gar kein Thema. Wieso auch?

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