Kastration Ja oder Nein?
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Also, ich versuch mal das wiederzugeben, wie ich es in meinem Kopf abgespeichert habe. Frühkastration bei der Hündin ist nicht gut, weil man dann, falls sie inkontinent würde, später nichts machen kann. Erst mit der ersten Läufigkeit passiert irgendwas in der Hündin, das dazu führt, dass man später evtl Inkontinenz (auch per Homöopathie) behandeln kann.
Mein TA rät dazu die Gebärmutter drin zu lassen, und nur die Eierstöcke zu entnehmen. Die Op ist nicht so groß, der Hund erholt sich schneller und die Gebärmutter bildet weiterhin etwas Östrogene. Die sind wiederum gut, damit die Hündin nicht so vermännlicht, sprich über dann zuviel Testosteron zu aggressiv wird, was bei manchen Hündinnen sehr heftig werden kann.
Außerdem sollte man eine Hündin nie vor der ersten Läufigkeit kastrieren, da das Knochenwachstum erst dann abgeschlossen wird. Eher sogar später. Es geht nicht alleine um die Größe, sondern auch um die Verknöcherung. Es passiert bis dahin noch sehr viel.
Auch gibt es Theorien, die besagen, dass das Gehirn in der Pubertät zur Reifung die Hormone braucht.
Wenn deine Hündin und du mit der Läufigkeit gut klar kommen, besteht meiner Meinung nach kein Grund sie kastrieren zu lassen.
Die Hündinnen, die ich mit Mammatumore kenne, wurden alle gedeckt und hatten Welpen. Finde ich zum Beispiel sehr seltsam.
Danke, dass du auf meinen Beitrag eingegangen bist!
Und gut, dann habe ich das richtig verstanden, auch mit der Inkontinenz.
Also kann man auch nach der ersten Läufigkeit noch kastrieren, ohne die Gebärmutter entfernen zu müssen?Und nein, ich werde meine Hündin ganz sicher nicht kastrieren lassen, wenn alles in Ordnung ist. Deshalb, wie gesagt, auf jeden Fall erstmal einmal läufig werden lassen und dann werde ich ja sehen, wie das so ist und wie sie und ich damit zurechtkommen. Auch wenn es blöd klingt, dass ich schreibe "wie ich damit klarkomme", aber ich hatte halt bisher nur einen Rüden (Dackel) in unserer Familie und auch sonst nur Rüden im Bekanntenkreis.
Also aber ich denke mir halt, dass ich das schon hinkriegen werde. Nur möchte ich mich halt dennoch informieren, denn falls ich es doch schrecklich finde und auch die Hündin Probleme während der Läufigkeit oder nachher eine Scheinträchtigkeit hat, dann möchte ich einfach wissen, welche Möglichkeiten ich habe und wie ich es am "angenehmsten" wie möglich machen kann. Also sprich Kastration, aber eben kleiner Schnitt - da Gebärmutter drinbleiben kann usw.Danke dir aber auf jeden Fall!
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Hallo,
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Aber ich habe auch mehrmals gelesen, dass diese von dir genannten Mammatumore schon deutlich reduziert werden können, wenn man seine Hündin früh kastrieren lässt.
Meine Frage wird hier aber offenbar leider nicht beantwortet und auch in anderen Themen werden meine Beiträge irgendwie z.T. ignoriert.[/size] :abschied:Die Mammatumore werden nicht deutlich reduziert, durch eine frühe Kastration.
Gesäugetumore sind erstmal zu ungefähr 85 % gutartig. Von den restlichen 15 %, welche bösartig sind, ist auch nur ein kleiner Prozentsatz hormonabhängig entstanden.
Der Unterschied von einer früh kastrierten Hündin zu einer nach der 1. Läufigkeit kastrierten Hündin bewegt sich in einem Bereich unter 1 %.Aus der Bielefelder Kastrationsstudie:
ZitatFrühkastrierte Hündinnen haben demgegenüber ein Risiko von 0,0093% nach der ersten Läufigkeit kastrierte Hündinnen tragen ein Risiko von 0,1488%.
http://www.kromfohrlaender-bremen.de/kastration/Die Kastration birgt außerdem ganz andere gesundheitliche Risiken, auch bei späterer Kastration:
ZitatAlles anzeigenNachteile der Kastration:
- wenn vor einem alter von 1 Jahr durchgeführt, steigt das Risiko für Osteosarkom (Knochenkrebs) erheblich an; dies ist ein häufiger Krebs bei mittelgroßen bis großen Rassen mit schlechter Prognose.
- sie erhöht das Risiko für Hämangiosarkom (Blutgefäßkrebs) in der Milz um das 2,2-fache und im Herz um das über 5-fache; dies ist ein häufiger Krebs und Haupttodesursache bei einigen Rassen
- verdreifacht das Risiko für Schilddrüsenunterfunktion
- erhöht das Risiko für Fettleibigkeit um das 1,6-2 -fache, ein häufiges Gesundheitsproblem bei Hunden, mit vielen damit zusammenhängenden anderen Gesundheitsproblemen (z.B. HD, aus einer anderen Studie)
- sie verursacht Inkontinenz bei 4-20% der Hündinnen
- sie erhöht das Risiko für ständige oder chronische Harnwegsinfekte um das 3-4 - fache
- sie erhöht das Risiko für eine nach innen Wölbung der Vulva, vaginaler Dermatitis und Vaginitis, besonders für Hündinnen, die vor der Pubertät kastriert werden
- sie verdoppelt das geringe Risiko (< 1%) für Blasenkrebs
- sie erhöht das Risiko für orthopädische Erkrankungen
- sie erhöht das Risiko für Impfnebenwirkungen (um 30%)http://www.naiaonline.org/pdfs/LongTermH…euterInDogs.pdf
Um auf Deine Frage zurück zu kommen: Man kann nicht generell sagen, dass die Hündin nicht inkontinent wird, wenn die Gebärmutter drin bleibt.
Oftmals wird eine Hündin inkontinent, weil die Hormone fehlen. Ob die Gebärmutter alleine ausreichend Hormone produziert, weiß ich nicht.Warum solltest Du nicht auf Deine Hündin aufpassen können, wenn sie läufig ist?
(Das habe ich in Deinem Beitrag gelesen.)
Das hat bisher noch jeder verantwortungsvolle Hundebesitzer hinbekommen. -
Gefühl
Eine Scheinschwangerschaft ist etwas völlig normales.
Auch erste Probleme mit der Läufigkeit und Unregelmässigkeiten sind ziemlich normal.
Genauso, wie sich bei einem jungen Mädchen der Zyklus erst einpendeln muss, ist das auch bei einer jungen Hündin.Man kann eigentlich alle Probleme während der Läufigkeit und Scheinschwangerschaft auf sanfte Weise mit Homöopathie behandeln.
Die Gebärmutter kann auch nach der 1. Läufigkeit drin bleiben.
Aber egal, ob kleiner oder großer Schnitt, eine Narkose birgt immer ein Risiko.
Auch die Gefahr von Wundheilungsstörungen und Nachblutungen bleibt. -
Danke für deine ausführliche Antwort, endlich mal etwas aufschlussreicheres (zuzüglich zu dem was ich sonst noch so hier im Forum in den alten Themen herausgefunden hatte) und zu meiner Frage speziell!
ZitatUm auf Deine Frage zurück zu kommen: Man kann nicht generell sagen, dass die Hündin nicht inkontinent wird, wenn die Gebärmutter drin bleibt.
Oftmals wird eine Hündin inkontinent, weil die Hormone fehlen. Ob die Gebärmutter alleine ausreichend Hormone produziert, weiß ich nicht.Warum solltest Du nicht auf Deine Hündin aufpassen können, wenn sie läufig ist?
(Das habe ich in Deinem Beitrag gelesen.)
Das hat bisher noch jeder verantwortungsvolle Hundebesitzer hinbekommen.Hmm.. wäre interessant zu wissen, wie das mit der Gebärmutter bezüglich der Hormonproduktion (Inkontinenz) aussieht - so statistisch gesehen. Aber leider findet man über sowas ja so gut wie nichts. Entweder gibt es Pro oder Contra Kastration. Und einfach mal eine objektive Sicht findet man selten, das ärgert mich so ein bisschen (wobei momentan noch nicht allzu sehr, weil mich das Thema ja [noch?] nicht betrifft).
Also es klingt nach dummer Ausrede, aber ich habe halt keinerlei Vorstellung davon, wie es mit einer läufigen Hündin ist und dazu kommt, dass ich mich dahingehend noch nicht einschätzen kann, ob ich beispielsweise Rüden einfach "abwehren" könnte. Wenn da so ein anderer Labrador, ein Rottweiler oder was ähnlich "schweres" ankommen würde, wüsste ich nicht, ob ich meine Hündin da schützen könnte, daher mache ich mir jetzt schonmal Gedanken dazu. Wahrscheinlich werde ich all das gar nicht benötigen, weil sich das dann schon einpendeln wird und meine Ängste unbegründet sind. Aber momentan ist bei mir einfach der Drang nach möglichst vielen Informationen da.
ZitatMan kann eigentlich alle Probleme während der Läufigkeit und Scheinschwangerschaft auf sanfte Weise mit Homöopathie behandeln.
Danke, das ist auch gut zu wissen. :2thumbs:
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Na ja, erstmal sind die gefährlichen Tage in der Läufigkeit im Schnitt 5 Tage.
Davor und danach würde die Hündin die Rüden selbst abwehren.Wenn ein Rüde aufsteigt, dann steht er auf 2 Beinen und ist somit leichter aus dem Gleichgewicht zu bringen. Meistens kommt dann ja auch der Halter des Hundes dazu.
Du machst Dir zuviele Sorgen.
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Na ja, erstmal sind die gefährlichen Tage in der Läufigkeit im Schnitt 5 Tage.
Davor und danach würde die Hündin die Rüden selbst abwehren.Wenn ein Rüde aufsteigt, dann steht er auf 2 Beinen und ist somit leichter aus dem Gleichgewicht zu bringen. Meistens kommt dann ja auch der Halter des Hundes dazu.
Du machst Dir zuviele Sorgen.
Eindeutig!!!

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Deinen Beiträgen ist nichts hinzuzufügen, danke.

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Also eine Gefahr ist es ganz sicher nicht
Durch die Kastration lässt sich aber die Aggressivität gegenüber männlichen Artgenossen eindämmen. Je älter der Hund aber ist, desto weniger Wirkung zeigt die Kastration, weil er dann sein Verhalten gegenüber Rüden schon gewohnt ist. Das Streunen und Markieren wird ebenfalls durch eine Kastration unterbunden.Und wenn der Hund einem doch mal auskommt, dann muss man keine Angst haben, dass er eine Hündin deckt. Außerdem sollte man einen Hund schon frei laufen lassen, sonst kann er ja nicht mit Artgenossen spielen.
MfG Switched
Irgendwie finde ich deine Beiträge im gesamten Forum sehr eigenartig. Du hast selbst keinen Hund, setzt aber Aussagen in die Welt, die einfach nicht stimmen.
Nicht jedes Streunen und Markieren wird unterbunden, woher hast du sowas?
Mein (gechippter) Kastrat markiert auch? ach ja.. -
Es ist wirklich schön, dass du jetzt meinen ersten Beitrag in diesem Thema wieder ausgräbst. Lies dir mal den gesamten Thread durch, dann wirst du merken, dass das Irrtum schon längst aus der Welt geräumt wurde

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Ich wollte es trotzdem kommentieren, weil deine Aussagen immer wieder aus Threads herausstechen

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