Kastration Ja oder Nein?

  • Zitat

    Natürlich gibt es Kastraten, die trotz reduzierter Fütterung und ausreichend Bewegung dick werden. Ich kenne persönlich einige Fälle.

    Allein durch die veränderte Stoffwechsellage kann der Hund nach der Kastration fett werden.

    Muss aber nicht! Jenny war kastriert und hat kein einziges Gramm zugenommen
    Baci ist kastriert und hat auch kein Gramm zugenommen und es sieht in keinster Weise danach aus, dass sich das ändern würde. Sie hat sich auch sonst keinen Deut im Verhalten verändert. Sie kam als mein Inferno ins Haus und mein Inferno ist sie immer noch.

  • Meine Hunde haben eher Untergewicht, sind schlank, die Kastra hat eher dazu geführt, dass sie nicht mehr zu dünn sind. Ja, sie fressen viel und sind dennoch schlank. Hat auch was mit Bewegung zu tun. Frau Niebel, jaja, die hat leider keine Vergleiche darüber, ob die Hunde ohne Kastration nicht auch zugenommen hätten. Ich kenne fast nur schlanke kastrierte Hunde, allesamt agil....

  • Kastration ja oder nein? Weder noch.

    Eine Kastration ist für mich immer dann angeraten, wenn durch das Sexualverhalten der Hunde in irgendeiner Form Leiden entsteht.

    Leiden Bevölkerung und Fauna einer Region unter einen hohen Aufkommen von Strassenhunden, so würde ich es für richtig halten, die Tiere zu kastrieren, so sie nicht vermittelbar sind und anschliessend wieder laufen zu lassen. Das Problem und das dadurch verursachte Leid von Mensch und Tier erledigt sich dann auf etwas längere Sicht von selbst.
    Auf jeden Fall scheint mir dieses Vorgehen nachhaltiger als eine unkontrollierbare Weitervermehrung und ethischer als Lösungsmethoden, wie sie in der Ukraine zum Einsatz kamen.

    Desweiteren ist einem Hund zu helfen, der unter seiner Sexualität leidet oder dessen Gesundheitszustand dies erforderlich macht.

    Wenn keine Notwendigkeit vorliegt, verhält es sich m. E. mit der Kastration nicht anders, als mit dem grundlosen Kupieren. Es werden Körperteile, die der Hund braucht, entfernt, damit dieser den Vorstellungen des Besitzers besser entspricht. Punkt. Keinem völlig gesunden Tier ist damit geholfen, dass man ihm Organe entnimmt oder Gliedmasssen abschneidet.

  • Zitat

    Also wolltest du tatsächlich nur von der Tatsache ablenken, dass ich Recht habe, indem du plötzlich komplett aus dem Zusammenhang gerissen über Übergewicht redest?

    Ich habe sehr wohl Ahnung. Alles was ich gesagt habe, entspricht der Wahrheit. Ich habe nie behauptet, dass ein kastrierter Hund dick wird, ganz im Gegenteil, ich habe es verneint. Das mit dem ruhigen Hund habe ich nur geschrieben, weil das die verbreitetste Verhaltensänderung von Kastrationen ist.

    MfG Switched

    Ich sage, es gibt noch mehr Ursachen für Krebs, vor allem Übergewicht im ersten Jahr. Es gibt viele Ursachen. Und eine Kastration birgt immer ein Risiko. Es ist eine OP mit Narkose. Hunde können dabei sterben, Folgeschäden bekommen. Das sollte man einfach wissen.

    Und dann denkst du, juhu, Hund ist kastriert, kein Krebs, und dann bekommt er lauter andere Sachen, die damit nichts zu tun haben. Wenn du einen Hund hast, brauchst du u.U. einen guten Geldbeutel. Alleine für die Kastration :hust:

  • Zitat

    Kastration ja oder nein? Weder noch.

    Eine Kastration ist für mich immer dann angeraten, wenn durch das Sexualverhalten der Hunde in irgendeiner Form Leiden entsteht.

    Leiden Bevölkerung und Fauna einer Region unter einen hohen Aufkommen von Strassenhunden, so würde ich es für richtig halten, die Tiere zu kastrieren, so sie nicht vermittelbar sind und anschliessend wieder laufen zu lassen. Das Problem und das dadurch verursachte Leid von Mensch und Tier erledigt sich dann auf etwas längere Sicht von selbst.
    Auf jeden Fall scheint mir dieses Vorgehen nachhaltiger als eine unkontrollierbare Weitervermehrung und ethischer als Lösungsmethoden, wie sie in der Ukraine zum Einsatz kamen.

    Desweiteren ist einem Hund zu helfen, der unter seiner Sexualität leidet oder dessen Gesundheitszustand dies erforderlich macht.

    Wenn keine Notwendigkeit vorliegt, verhält es sich m. E. mit der Kastration nicht anders, als mit dem grundlosen Kupieren. Es werden Körperteile, die der Hund braucht, entfernt, damit dieser den Vorstellungen des Besitzers besser entspricht. Punkt. Keinem völlig gesunden Tier ist damit geholfen, dass man ihm Organe entnimmt oder Gliedmasssen abschneidet.

    Tja, dann sterilisiere doch die Straßenhunde, dann bleibt alles, wie es ist und sie vermehren sich doch nicht.

  • Nein, es bleibt nicht, wie es ist. Das Problem erledigt sich, sofern sich auch ein Verständniswandel in der Bevölkerung vollzogen hat, der zu Anbeginn Wurzel des Übels gewesen sein dürfte, innerhalb einer Hundegeneration.

    Genaugenommen gibt es in der Situation nur drei Möglichkeiten: Die Bevölkerung lebt damit und das Problem vergrössert sich mit dem zu erwartenden Anstieg der Hundepopulation, Abmurksen, Kastrieren oder Sterilisieren.

    Für den Fall, dass ich persönlich eine Sterilisation durchführen sollte, wäre dies übrigens mit gleichbedeutend mit Abmurksen. Meine Anatomiekenntnisse sind äusserst begrenzt. ;)

  • NufNuf

    100%ige Zustimmung :gut:
    Alles was auf REINE Selbstgefälligkeit hinausläuft hat mit der Liebe zum Tier nichts zutun.

    Ich treffe manchmal Leute, die sagen:"...der hat nicht mehr gehört, da habe ich ihn kastrieren lassen...!"
    Oder:"...ich habe die Kastration lieber gleich mit 6 Monaten erledigt ...dann macht er erst gar keine Probleme ..." :headbash:
    Da fällt mir, ehrlich gesagt, nix mehr drauf ein und in solchen Fällen ist die Zeit eigentlich zu schade (...und der Hund ja sowieso schon kastriert) - was soll man einem erklären, der schon alles weiß?
    Wenn der Hund unter einem enormen Druck leidet, der eben von Hund zu Hund unterschiedlich empfunden wird - so wie alle Triebe je nach Hund unterschiedlich ausgeprägt sind - dann muss man im Sinne des Hundes überlegen ob eine Kastration IHM hilft. Und selbst dann wenn der Leidensdruck vom Hund durch eine Kastration genommen wird darf man die Gegenargumente und die evtl. Folgen nicht ignorieren. Ein Hund der mit 3 Jahren noch fit wie ein Turnschuh ist könnte in späteren Jahren durchaus Probleme mit seinem Skelett, womöglich der Wirbelsäule bekommen. Da der Muskelaufbau bei kastrierten Rüden aber nicht mehr so gut funktioniert wird ihm genau die schwächere bzw. fehlende Stützmuskulatur später Probleme bereiten.
    Wie ich vorher bereits geschrieben habe befinde ich mich jetzt genau vor der Frage:"...was mache ich bloß richtig...?"
    Einerseits glaube ich, dass der Hund in einem Dauerstress lebt wenn ich ihn unkastriert lasse, der ihn sicher ein bis zwei Jahre seines Lebens kosten wird (zumal die Lebensqualität unter solchen Umständen auch fraglich ist!). Andererseits würde ich mir große Vorwürfe machen, wenn er eben durch die Kastration - die ich ja zu verantworten habe - später mal gesundheitliche Probleme bekommt.
    Ich kann leider nicht in die Zukunft sehen und Erfahrungen macht man meistens kurz nachdem man sie gebraucht hätte.
    Nur einfach mal so od. aus Bequemlichkeit geht gar nicht, finde ich!

    Tschüss
    Ralf

  • Unsere Hunde leben in Häusern, fressen zusammen gepapptes Futter, bei dem man oft nicht weiß, was drin steckt, sie werden entwurmt, geimpft, gechipt, mit Zeckenmitteln bombardiert, mit Shampoo gebadet, bekommen beim Hundefriseur lächerliche Frisuren,werden zu Krüppeln verzüchtet, bekommen Krebs in unsere kranken, verseuchten Umwelt, dürfen nur dann mit Artgenossen Kontakt haben, wenn es uns gerade mal genehm ist, werden tausende Kilometer weg von ihrer Heimat gebracht, bekommen ihre Triebe ausgetrieben, dürfen im Grunde fast nie das, wonach ihnen spontan ist, weil sie nun einmal dafür da sind, ein Teil von uns und kein autarkes Lebewesen zu sein,und selbst den Zeitpunkt des Sterbens legen wir für sie fest. Die Kastration ist nur ein Teil dessen, was wir diesen Lebewesen antun und dass viele Menschen sie für notwendig erachten, wundert mich nicht. Es ist einfach die vorletzte Konsequenz unseres Handelns. Nicht, dass ich dafür bin, aber dieses hysterische Verurteilen von Haltern, die ihre Tiere kastrieren lassen piept mich weit mehr an.

  • Zitat

    Ich sage, es gibt noch mehr Ursachen für Krebs, vor allem Übergewicht im ersten Jahr. Es gibt viele Ursachen. Und eine Kastration birgt immer ein Risiko. Es ist eine OP mit Narkose. Hunde können dabei sterben, Folgeschäden bekommen. Das sollte man einfach wissen.

    Und dann denkst du, juhu, Hund ist kastriert, kein Krebs, und dann bekommt er lauter andere Sachen, die damit nichts zu tun haben. Wenn du einen Hund hast, brauchst du u.U. einen guten Geldbeutel. Alleine für die Kastration :hust:

    Wir wissen wohl alle, dass eine OP Risiken birgt. Allerdings liegt die Chance auf solche Risiken so verdammt niedrig, dass man sie vernachlässigen kann. Nach deinem Gedankengang sollte man gar keine Operationen durchführen, auch nicht beim Menschen. Es existiert bei fast allem im Leben ein Risiko. Ich gehe lieber ein vernachlässigbares Risiko ein, anstatt mit einem verdammt hohen Krebsrisiko für meine Hündin zu leben.

    MfG Switched

  • Zitat

    Wir wissen wohl alle, dass eine OP Risiken birgt. Allerdings liegt die Chance auf solche Risiken so verdammt niedrig, dass man sie vernachlässigen kann. Nach deinem Gedankengang sollte man gar keine Operationen durchführen, auch nicht beim Menschen. Es existiert bei fast allem im Leben ein Risiko. Ich gehe lieber ein vernachlässigbares Risiko ein, anstatt mit einem verdammt hohen Krebsrisiko für meine Hündin zu leben.

    MfG Switched


    Das Krebsrisiko ist nicht besonders hoch. Die Nachteile überwiegen deutlich. Wenn man ein Organ entfernt kann es nicht erkranken, klar. Aber deswegen würde man doch seinem Kind auch nicht vorsorglich den Blinddarm entfernen lassen (wobei hier das Risiko einer gefährlichen Entzündung deutlich höher liegt als das Krebsrisiko bei einer unkastrierten Hündin). Schau dir bitte Mal dieses Video an, der Tierarzt erläutert da ganz gut Pro und Contra.

    http://www.tiergesundheit-aktuell.de/videos/kleintiervideo-9.php

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