Kastration Ja oder Nein?

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    Und nein, ich werde meine Hündin ganz sicher nicht kastrieren lassen, wenn alles in Ordnung ist. Deshalb, wie gesagt, auf jeden Fall erstmal einmal läufig werden lassen und dann werde ich ja sehen, wie das so ist und wie sie und ich damit zurechtkommen. Auch wenn es blöd klingt, dass ich schreibe "wie ich damit klarkomme", aber ich hatte halt bisher nur einen Rüden (Dackel) in unserer Familie und auch sonst nur Rüden im Bekanntenkreis. :roll: Also aber ich denke mir halt, dass ich das schon hinkriegen werde. Nur möchte ich mich halt dennoch informieren, denn falls ich es doch schrecklich finde und auch die Hündin Probleme während der Läufigkeit oder nachher eine Scheinträchtigkeit hat, dann möchte ich einfach wissen, welche Möglichkeiten ich habe und wie ich es am "angenehmsten" wie möglich machen kann. Also sprich Kastration, aber eben kleiner Schnitt - da Gebärmutter drinbleiben kann usw.

    Danke dir aber auf jeden Fall!

    Nochmal: Eine Scheinträchtigkeit ist vollkommen natürlich und kein Kastrationsgrund. Meine Hündin hatte bei den ersten Läufigkeiten schon "Probleme", würde es mal als Unwohlsein und Unlust deklarieren, wurde jedes mal weniger, ab der 4. kam sie viel besser damit klar, war nicht mehr so unmotiviert und nicht mehr so zickig. Das braucht auch seine Zeit, bis sich die Hündin dran gewöhnt.

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    Also es klingt nach dummer Ausrede, aber ich habe halt keinerlei Vorstellung davon, wie es mit einer läufigen Hündin ist und dazu kommt, dass ich mich dahingehend noch nicht einschätzen kann, ob ich beispielsweise Rüden einfach "abwehren" könnte. Wenn da so ein anderer Labrador, ein Rottweiler oder was ähnlich "schweres" ankommen würde, wüsste ich nicht, ob ich meine Hündin da schützen könnte, daher mache ich mir jetzt schonmal Gedanken dazu. Wahrscheinlich werde ich all das gar nicht benötigen, weil sich das dann schon einpendeln wird und meine Ängste unbegründet sind. Aber momentan ist bei mir einfach der Drang nach möglichst vielen Informationen da. :D


    Du hast da einige Möglichkeiten, wenn Deine Hündin mal läufig ist.

    Wenn Du schon in der Ferne einen Halter mit einem (freilaufenden) Hund siehst, kannst Du "vorwarnen". Es bringt oft viel, wenn man einfach ruft "meine Hündin ist gerade läufig". Viele Halter reagieren dann, und leinen ihren Hund an. Sind deren Hunde bereits angeleint, können sie reagieren, indem sie Bögen laufen, oder was sie auch immer tun wollen, um den direkten Kontakt mit einer läufigen Hündin zu vermeiden.


    In den Situationen, wo Euch ein Rüde direkt nähert, sei es denn, weil er irgendwo abgehauen ist, oder weil sein Halter ihn (nicht mehr) unter Kontrolle hat, oder wie auch immer, kannst Du Dich direkt vor Deiner Hündin stellen und den Rüden einfach abblocken. Bei vielen reicht es tatsächlich aus, wenn man denen die ausgestreckte Hand hinhält.
    Es gibt auch welche, denen das nicht interessiert. Aber, da sie ja erst an Dir vorbei müssen, kannst Du sie locker am Halsband festhalten (falls sie einen haben sollte).

    Was auch helfen könnte, wenn die Hündin dies mitmacht, laß sie einfach absitzen und stell Dich direkt hinter ihr.


    Du kannst es Dir selbst etwas "leichter" machen, indem Du an den Tagen, wo sie läufig ist, die Gassizeiten etwas änderst.
    Damit meine ich jetzt nicht, daß Du nur mitten in der Nacht raus darfst. Aber Du wirst schon an den "normalen Tagen" merken, zu welchen Zeiten Du relativ viele Hundehalter siehst, und wann weniger Halter mit ihren Vierbeinern unterwegs sind.
    Das gleiche kannst Du auch mit den Gassistrecken machen. Eventuell gibt es bei Dir Gebiete, wo viele Hundehalter unterwegs sind, und andere, wo Ihr "alleine in der Pampa" seid?


    Oft stellt man es sich als Hündinnenhalter etwas schlimmer vor, als es am Ende tatsächlich sein wird ;)


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

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    Nochmal: Eine Scheinträchtigkeit ist vollkommen natürlich und kein Kastrationsgrund. Meine Hündin hatte bei den ersten Läufigkeiten schon "Probleme", würde es mal als Unwohlsein und Unlust deklarieren, wurde jedes mal weniger, ab der 4. kam sie viel besser damit klar, war nicht mehr so unmotiviert und nicht mehr so zickig. Das braucht auch seine Zeit, bis sich die Hündin dran gewöhnt.

    Ok, wie gesagt, ich bin da auf totalem Neuland. :ops:
    Aber danke für deine Antwort!

    Was für eine schöne, ausführliche Antwort. Dankeschön! =)

    Es ist mit Sicherheit so, dass ich es mir schlimmer vorstelle, als es in Wirklichkeit ist. Immerhin ist eine Hündin ja nur ein paar Wochen läufig und nicht das ganze Jahr über. Also ich denke, ich bewerte das z.T. auch echt über.
    Trotzdem bin ich sehr dankbar für Antworten wie diese, denn dann kann ich mich zumindest gedanklich schonmal dahingehend beruhigen und mir auch nicht so viele Gedanken über eine Kastration machen, die ich vermutlich sowieso gar nicht brauche, weil meine Hündin und ich das schon gut hinkriegen werden und es ja Lösungen für meine (dämlichen) Probleme gibt. :gut:
    Ich möchte immer lieber etwas mehr informiert sein, als dass ich nachher da stehe und nicht weiß, wie ich es machen soll.

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