Hab ich alles falsch gemacht?
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sina32 -
6. März 2013 um 11:04 -
Geschlossen
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Ich bin ja der Meinung, dass viele Hundehalter einfach die "richtige" Körpersprache besitzen und es aus dem gesunden Menschenverstand raus schon "richtig" machen. Außerdem muss ja auch nicht alles perfekt sein!
Ist bei der Erziehung der Kinder ja auch nicht anders. Und es hat jeder andere Ansprüche an sich und an den Hund. Wenn man übertreibt, dann geht es oft nach hinten los.Danke, besser hätte man es nicht sagen können.
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Hi,
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Ich hab mich (als Hundeanfänger) auch erst angemeldet, als Luna längst aus dem Gröbsten raus war. Davor hätt ich gar keine Zeit gehabt, mich hier rumzutreiben, mit Arbeit und meinem hyperaktiven Terrorknödel. Hier und da mal was gelesen hab ich damals zwar auch schon, das war aber eher zu Unterhaltungszwecken, zumal ich gar nicht die Geduld hab, ellenlange Beiträge zu erforschen oder seitenweise Diskussionen mitzuverfolgen, um rauszukriegen, was denn nun richtig ist.
Wirklich hilfreiche Tipps hab ich eh nur von Menschen bekommen, die Luna tatsächlich kennen.
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Toll, daß Du das alles so richtig gemacht hast und Deine Hunde so unproblematisch sind.
Meiner hat etliche Baustellen, ich frag dann hier nach und wenn ich Kritik kriege, weil ich was falsch mache, dann ist es eben so.
Wenn Hundi am Rad dreht, ist eh immer der Besi schuld. Gut, bin ich dann eben, kann nur fragen und versuchen, zu verändern.
Wie niemand perfekt geboren wird, bin ich halt auch kein perfekte Hundeerzieher. Den Anspruch hab ich auch gar nicht. Egal, wie gut ich etwas mache, es gibt immer jemand, der es noch besser kann.
In diesem Sinne... Beifall für Dich -
Ich gehöre zu der Fraktion: Viel Wissen sammeln und dann aus dem Bauch heraus entscheiden, was davon ich anwende.
Ich denke das machen sehr viele so und es spricht ja auch nichts dagegen. Ich habe solche Beitrage wie du ihn gemacht hast auch schon sehr oft hier gelesen und meine, dass sogar die ganz große Mehrheit es so handhabt.
Wenn allerdings jemand fragt, wie er den Hund stubenrein bekommt finde ich es sehr viel besser ihm dazu zu raten mit dem Hund alle 2 Stunden raus zu gehen, als zu sagen "lass ihn halt auf eine Unterlage machen". Ersteres ist einfach "sicherer". Beim zweiten kann (muss nicht!) der Hund später ein gestörtes Gefühl dafür bekommen, wo er hin machen darf/soll. Genauso mit Katzen- bzw. Hundeklos. (ich selber hatte beim ersten Hund btw. auch gegen alle Ratschläge ein "Hundeklo" auf dem Balkon - hatte ich aber auch schon irgendwo geschrieben und es hat auch keinerlei negativen Effekt gehabt. Er selber hat einfach irgendwann entschieden, dass er dort nicht mehr machen möchte).
Oder ein aktuelles Beispiel, was mich auch gerade schon mehrere Tage beschäftigt:
Ich habe zwei Hunde, die immer Essen von uns abbekommen. Beim Zubereiten, während dem Essen und am Schluss noch die Reste. Trotzdem betteln sie kein bisschen. Sie liegen unter dem Tisch und beachten uns nicht. Gibt es was, wird es gefressen und danach legen sie sich wieder hin und würdigen uns keines Blickes. Ich habe das niemals trainiert. Es hat sich so ergeben.
Trotzdem zeigt die Erfahrung, dass man Leuten eher raten sollte Hunde nicht beim Tisch zu füttern, wenn man nicht möchte, dass sie betteln.Verstehst du was ich meine?
Ich denke hier werden eben hauptsächlich die Ratschläge gegeben, die "sicherer" sind und/oder bei der Mehrheit funktionieren. Da spricht ja auch nichts dagegen. Ich finde das sogar gut.
Allerdings stimmt es schon, dass man bei manchen Beiträgen das Gefühl hat, dass es nur, und zwar wirklich ausschließlich so, zu machen ist. Das finde ich dann auch immer etwas übertrieben.Vor allem gibt es einfach nicht nur den einen Weg. Dafür sind Hunde und Menschen zu verschieden.
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Ja und von diesen Beiträgen gibt es jede Menge: das mußt du so und so machen. Da kann ich nur mit Not die Finger stillhalten.
Kann man nur hoffen dass es viele von der Fraktion: "viel Wissen ansammeln und dann aus dem Bauch heraus entscheiden" gibt. -
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Ich denke das kommt vor allen Dingen drauf an, an was für einen Hund man da gerät und wie viel Erfahrung und welche(!) man schon so gemacht hat.
Hätt ich den Labrador-Boxer von "damals" übernommen, hätt ich garantiert keine 2 Hundetrainer im Haus gehabt und nen deutlich einfacheren Hund. Hab ich aber leider nicht und, ja, mit dem Terrier hier stoß ich immer wieder an meine Grenzen und ich bin mir 100%ig sicher, dass es sehr vielen anderen Leuten auch so gegangen wäre.Easy-peasy kann man machen, wenn der Hund mit easy-peasy klarkommt, bei allem anderen muss man abstufen und sich neue Lösungswege ausdenken, bzw sich Anregungen von außen holen, ja.
Und bzgl der Treppen laufen und der 5 Min-Regel: das sind RICHTWERTE und leider Gottes kenne ich so einige Leute, denen ich diese Regeln liebend gern auf die Stirn tätowiert hätte, denn wenn ein 10 Wochen alter Welpe 2,5h Gewaltmärsche mitmachen muss, dann finde ich das nicht witzig. Und ich bin mir auch sicher, dass sich das im Alter rächen KANN.
Man bricht sich doch nichts ab, wenn man sich eher daran hält (ob jetzt vom Bauchgefühl her oder weil man irgendwo mal diese Richtwerte gehört hat) als dass man sagt "nö, brauch ich nicht, kann ich alles, Regeln sind zu starr und überhaupt!".Abgesehen davon finde ich jetzt durchaus auch einige Dinge, die du "DF-Konform" handhabst. Und das ist auch so ne Sache. Nen groben Konsens gibts schon, ja, aber hier sind doch trotzdem etliche Menschen mit verschiedenen Ansichten vertreten, "das DF" gibts doch so gar nicht.
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Ich hatte keine Ahnung von Hunden und hätte bestimmt viel falsch gemacht, wenn ich mich nicht informiert hätte, ich hatte auch gar kein Gefühl für Hundeverhalten und konnte die Aktionen meines Hundes gar nicht einordnen. Wenn ich "aus dem Bauch heraus" gehandelt hätte - oh je. Mein Bauch ist dafür ungeeignet.
Die wenigen Hundebesitzer, die ich besser kenne, haben fürchterlich verzogene und/oder gestörte Viecher, die habe ich lieber nicht um Rat gefragt.
Man muss sich halt die Sachen rausfiltern, die zu einem passen. Und Glückwunsch an alle Naturtalente, ich bin jedenfalls keins.
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Das DogForum ist.. wie der Name schon sagt, ein Forum. Hier melden sich allerhand Leute an. Vom absoluten Experte bis hin zum absoluten Neuling.
Und da Hunde Individuen sind und Ferndiagnosen schlecht bzw. gar nicht möglich sind, kann man eben nicht viel mehr machen, als ein "grobes Wissen" weiterzugeben.Diese Ratschläge sind kein allgemeingültiges Gesetz, an die sich jeder zu halten hat. Aber wenn ein Neuling noch keine Ahnung von Hunden hat (was nicht schlimm ist!), dann kann man ihm ja diese allgemeinen Ratschläge geben. Ebenso kann man auch als Experte mit Sicherheit immer wieder Dinge lesen, die den eigenen Horizont erweitern.
Leute, die ähnliche Probleme haben, mit denen jeder anders umgeht und jeder Hund unterschiedlich gut klar kommt. Und so findet ein Austausch statt "Hey, das ist ne gute Idee, darauf bin ich ja noch gar nicht gekommen". Und so weiter.
Die meisten werden diese Ratschläge auf ihren Hund, ihre Lebensituation individuell zurechtrücken.
Ich finde, wenn man von dem Ganzen :clairvoyance2: absieht, ist DF ein schöner Ort um sich auszutauschen.
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Es kommt immer auf den Hund an, auf Rasse, Charakter, Gesundheit, Vorgeschichte usw.
Einen Mali erziehe ich nicht gleich wie einen Mops.
Mit einer Dogge halte ich mich eher an die "5 min. Regel" als mit einem Pinscher.
Usw.Toll das es bei dir geklappt hat :) Aber wie bereits geschrieben wurde empfielt man eben am besten die Dinge welche oft funktionieren. Auf das eigene Bauchgefühl sollte man jedoch immer Rücksicht nehmen.
Nicht alle Hunde sind unkompliziert...und es ist doch toll wenn man sich hier bei Unsicherheiten Hilfe holen kann.
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Nicht alle Hunde sind unkompliziert...und es ist doch toll wenn man sich hier bei Unsicherheiten Hilfe holen kann.Genau :) Ich habe mit Baghira (trotz der Rasse :^^:) einfach ne Wiechflöte erwischt, oder einfach meine zu mir passende Rasse gefunden. Warum auch immer, sie ist ein Schaf mit wenig Baustellen.
Wenn ich hier an einige andere Exemplare denke bewundere ich die Leute!
Wäre ich unwissend an nen Vollblutjäger zb geraten, wäre ich wohl auch anders rangegangen, verzweifelt und/oder hätte hier mehr Hilfe gesucht /angenommen.
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