Wieso will niemand an Verträglichkeit seines Hundes arbeiten
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Hallo!
Ich stelle mir schon länger die Frage wieso anscheinend kaum jemand bereit ist an der Verträglichkeit seines Hundes zu arbeiten?Ich habe meinen Hund vor 1 1/4 Jahr bekommen und da mochte er Artgenossen überhaupt nicht. Habe dann angefangen nach Leuten zu suchen zum gemeinsamen spazierengehen, damit er sich an Artgenossen gewöhnt.
Heute bin ich immerhin so weit, dass er mit anderen Hunden ohne Leine spazieren gehen kann.
Nun bin ich aber immer noch ständig auf der Suche nach Leuten zum spazierengehen. Aber fast alle Leute die ich anschreibe/anspreche wollen nicht, weil ihr Hund nicht 100%ig verträglich ist. Entweder heisst es :
Mein Hund mag keine Rüde
Mein Hund mag keine Hündinnen
Mein Hund mag die Rasse X nicht
Mein Hund mag keine grossen Hunde
Mein Hund hat Angst vor grossen Hunden
Mein Hund hat Angst vor Rasse X
Wenn mein Hund Streit anfängt, kann ich ihn nicht halten
etc.Und anscheinend ist niemand bereit daran zu arbeiten. Man akzeptiert es dann lieber, dass man nie mit Rüden/Hündinnen oder grossen Hunden gemeinsam spazieren gehen kann. Da frage ich mich immer, was die Leute machen, wenn sie zur Hundeschule/Verein gehen wollen? Da sind doch auch Hunde, die der eigene Hund nicht mag?
Wie ist das bei euch? Habt ihr ebenfalls kein Interesse an der Verträglichkeit eurer Hunde zu arbeiten? Warum nimmt man das so hin?
Gruss
was heißt denn daran arbeiten?
mein Hund ist nicht mit unkastrierten Rüden verträglich.
Und dennoch gehe ich mit ihm auf den Hundeplatz, er ist sogar in einem Mannschaftssport aktiv (man höre und staune) und da sind ebenfalls unkastrierte Rüden zugegen. Man muss eben vor allem eins tun: AUFPASSEN!! Und das geht nur, wenn der andere Rüdenhalter das respektiert und entsprechend mitdenkt/mitmacht!!! Wir machen auch Obedience und sind sogar auf mehreren Turnieren gestartet, das hat auch geklappt, es gab keine Raufereien. Warum? Weil da die Hunde unter Kontrolle stehen.
Allerdings ist dieser o.g. Respekt bei uns auf den typischen Gassiwegen Mangelware. Da wird der Tutnix eben in meinen reinlaufen gelassen, und wenn meiner dann nicht so nett reagiert, bin ICH der Arsch und werde beschimpft! Daher gehe ich da entweder gar nicht oder, wenn mir fremde Hunde begegnen weiche ich aus, meinen Hund leine ich vorher an, in seltenen Fällen blocke ich sogar auch mal. Denn mein Hund macht sonst immer und immer wieder die Erfahrung: fremde Rüden, die einfach so zu mir herkommen, sind blöde Affen und deswegen mach ich da Theater und wehe ich erwische den dann im Freilauf!! An der Leine mag es gehen, denn da ist er kontrollierbar, aber im Freilauf siehts anders aus. Dumm nur, wenn einer angeleint ist und der andere nicht, bisschen unfair, oder? Darum: auf normalen Spaziergängen kann man sowas nicht trainieren! Dazu müssten andere beteiligte HHs ja Verständnis für meine Situation aufbringen, und DAS kann man nun wirklich nicht erwarten.
Ganz ehrlich, mein Spaziergang ist zur Erholung da und nicht dafür, dass die Hunde ANDERER Leute meinen belästigen dürfen wie es denen passt. Ich habe mir neulich eine ganze Litanei an Vorwürfen anhören müssen, warum mein Hund angeleint ist und ich nicht so scharf drauf bin, dass er beim Joggen (!!!!) Besuch von XYZ bekommt (der ihm dann TROTZDEM im Hintern hing). Wirklich, ich möchte einfach nur mit meinem Hund ne schöne Runde drehen und mich dabei a) nicht rechtfertigen müssen warum ich was wann wie mache und b) mir nicht irgendwas unterstellen lassen müssen, was nicht den Tatsachen entspricht und c) nicht ständig erklären müssen, warum mein Hund nicht mit fremden Hunden spielen will (er ist 5 Jahre alt und hat daran kein Interesse mehr) und ich es ihm daher auch nicht aufzwinge.
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Aus einem anderen Thread der TS:
ZitatAlles anzeigenHallo!
Ich habe folgendes Problem mit meinem Hund: Er kann fremde Hunde nicht ausstehen und würde diese am Liebsten angreifen. Zumindest tut er so. Wenn Hunde ohne Leine laufen und auf ihn zukommen, dann macht er zwar ein riesen Theater, aber sobald er an den anderen Hund ran kommt schnüffelt er nur, wenn der andere Hunde nett ist.
Teilweise rastet er schon aus, wenn er einen anderen Hund nur riecht oder irgendwo das Klappern einer Hundemarke hört.
Wenn er andere Hunde aber erstmal gut kennt ist er freundlich zu diesen. Es sei denn er trifft die Hunde in ungewohnter Umgebung. Dann tickt er wieder aus.
Bislang habe ich noch nicht herrausgefunden wie ich das abstellen kann.
Wer weiss woher sowas kommt oder was dagegen helfen könnte?
Gruss
https://www.dogforum.de/hund-kann-frem…en-t159847.htmlHat sich dieses Verhalten deines Hundes denn jetzt so stark gebessert ?
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Kommt ein wenig drauf an, was unter "verträglich" denn so verstanden wird.
Oftmals definiert der Durchschnittshundehalter "verträglich" ja als: Lässt sich alles in jeder Situation gefallen, darf keine spezifischen Sympathien/Antipathien zeigen, Aggressionsverhalten/aggressive Kommunikation ist generell unerwünscht.
Nach dieser Definition habe ich in der Tat "unverträgliche Hunde":
Skadi (Collie-Mix-Hündin, kastriert) mag keine in sie rein rasenden und wuselig aktive Unterwerfung zeigenden Welpen, und dort maßregelt schnell und grob. Das selbe passiert mit aufdringlichen, distanzlosen Junghunden.
Nemo (Aussie-Rüde, kastriert) mag einige spezielle Rüden nicht, motzt schonmal rum, wenn wir einen dieser konkreten Hunde treffen und würde auch Scheinattacken fahren, wenn ich ihn nicht hindern würde.
Ebenso lässt er sich nicht gern anmotzen (egal von welchem Geschlecht) und pöbelt dann zurück.Nun finde ich (auch wenn ich da sicher mit einem nicht geringen Teil meiner Mithundehalter übereinstimme), dass aber all diese Reaktionen völlig normales und natürliches Hundeverhalten ist.
Ich eben nicht der Meinung, dass sich ein Hund alles gefallen lassen muss, ich akzeptiere persönliche und individuelle Vorlieben und Abneigungen, ich respektiere rasse- und geschlechtsspezifische Eigenschaften.
Von daher sehe ich kein Problem darin, dass ich Leuten mit Welpen ausweiche und keinen Kontakt zulasse (da bin ich inzwischen sehr konsequent, denn das Trauma einer wütend über sie hinwegrollenden 40 kg Hündin erspare ich den unbedarften Welpen gern), oder Junghundbesitzer zumindest auf das Risiko hinweise, dass, wenn denn nun Kontakt unbedingt sein muss, sich der Hund bei entsprechend distanzlosem Verhalten auch eine saftige Packung einfangen kann.Genauso empfinde ich Nemos Verhalten völlig normal und in Ordnung. Ich bin nicht der Meinung, dass ein Rüde mit jedem "Konkurrenten" gut Freund sein muss, ja, ich gestehe ihm sogar den ein oder anderen Erzfeind zu.
Ebenso verstehe und respektiere ich, das beim Aussie gewisse Anlangen durchkommen, wenn er sich (oder mich) angemacht wähnt. Solange er dabei Kontrollierbar bleibt, ist das nichts, was ich krampfhaft weg therapieren wollen würde.
Meine Hunde müssen handelbar/kontrollierbar sein, sollten sauber kommunizieren und nicht von sich aus Streit anfangen.
Everybodys Darling, mit jedem gut Freund oder immer gut drauf zu sein verlange ich nicht.Von daher kann es also sein, dass ich nach außen hin manchmal durchaus wie jemand wirke, der nicht an "Problemen" arbeiten "will".
Das heißt allerdings nicht, dass ich bei (in meinen Augen) echten Problemen diese so hinnehme (n würde). -
Testbild:
Das mag auf manche Leute zutreffen, aber gerade bei kleinen Hunden sollte man doch wohl in der Lage sein den Hund zu händeln.Chickenbanicken:
Solche Einstellungen kann ich eben nicht nachvollziehen, dass man dann ganz auf Kontakt zu anderen Hunden verzichtet nur weil man meint der eigene Hund will das gar nicht. Vielleicht würde sich sein Verhalten ja ändern, wenn du dran arbeiten würdest? Wie schaffst du das denn in der Hundeschule ohne andere Hunde zu trainieren? Bzw. lassen sich doch im Alltag auch Hundebegegnungen nicht vermeiden oder drehst du immer um, wenn du andere Hunde triffst?Camillo09:
Was soll ein Trainer da grossartig helfen? Viel sinnvoller ist es doch andere Hunde zu treffen, wenn der Hund Probleme mit Artgenossen hat.AnjaNeleTeam:
Zum Beispiel durch gemeinsame Spaziergänge kann ein Hund lernen auch ungeliebte Hunde zu akzeptieren.jennja:
Ich treffe mich mit einigen wenigen Leuten, die bereit waren an der Unverträglichkeit ihrer Hunde zu arbeiten. Das haben sie durch möglichst viel Hundekontakt gemacht und damit gute Ergebnisse erzielt. Dass unverträgliche Hunde auf dem Hundeplatz gut funktionieren ist ja nicht ungewöhnlich, aber ich finde es genauso wichtig, dass ein Hund auch im Alltag in der Lage ist mit anderen Hunden auszukommen.
Ich habe hier auch nicht von normalen Einzelspaziergängen geredet, sondern von Gruppenspaziergängen. Dass man sich eben mit anderen Hundehaltern trifft. Da bin ich bislang auch noch nicht auf Unverständnis gestossen. Gerade, wenn dir Spaziergänge zur Erholung dienen solltest du doch Interesse an einer guten Verträglichkeit haben. Auch wenn man alleine geht trifft man doch andere Hunde.Emmakind:
Ja, ich habe ja daran gearbeitet und die Erfolge waren so gut, dass ich nicht verstehen kann, wieso andere Leute dazu eben nicht bereit sind. -
ich bin ein wenig erschrocken über einige beiträge hier
wie gleichgültig manche doch sind...
mein hund muß auch nicht jeden mögen,weder mensch noch andere hunde....
und auch ich bin gern allein mit hund unterwegs,dies ist für mich auftanken ...energiesammeln...aber
ich will es auch nicht einfach so hinnehmend as mein hund bei fremdbegegnungen jedesmal den aufstand probt.sam ist viel zu früh von seiner mutter getrennt worden(wußten wir damals nicht) und hat nie gelernt mit artgenossen zu kommunizieren,er ist viel mehr auf menschen geprägt....
das hat uns ,trotz herbeiführen von kontakt zu artgenossen schon im welpenalter,lange zeit große unannehmlichkeiten bereitet.....
aufgrund seiner unkenntnis vom ausdruck bei artgenossen und dadurch falsches benehmen,hat sam oft prügel bezogen.wir sind fast verzweifelt... weil irgendwann jeder andere hund ein feind für sam war u. dieser sich dementsprechend aufgeführt hat.
erst ein facharzt für verhalten konnte uns weiterhelfen.
was hätten wir sonst tun sollen???
es einfach so hinnehmen mit den lapidaren worten ... wie , mein hund mag keine rüden(unser macht keinen unterschied zwischen rüden,hündin o. kastriert).... mag keine schwarzen hunde,keine knautschgesichter u.u.ul.
ich kann seine abneigung inzwischen verstehen und weiß jetzt wo die ursache zu suchen ist...
trotzdem arbeiten wir daran,das sam sich auf unseren gängen zumindest zurückhält mit seinem aufstand machen.auch zu anderen hundehaltern muß ich nicht jeden tag kontakt haben,aber begegnungen lassen sich nun mal nicht immer vermeiden und dann kann man doch kurz absprechen ob man die hunde laufen läßt o. anleint u. ruhig aneinander vorbei geht.
veträglichkeit hin o. her,ein bischen benehmen sollte schon erarbeitet werden... macht doch auch uns menschen den alltag leichter
lg kirsten
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Hallo!
Ich stelle mir schon länger die Frage wieso anscheinend kaum jemand bereit ist an der Verträglichkeit seines Hundes zu arbeiten?Und anscheinend ist niemand bereit daran zu arbeiten. Man akzeptiert es dann lieber, dass man nie mit Rüden/Hündinnen oder grossen Hunden gemeinsam spazieren gehen kann. Da frage ich mich immer, was die Leute machen, wenn sie zur Hundeschule/Verein gehen wollen? Da sind doch auch Hunde, die der eigene Hund nicht mag?
Wie ist das bei euch? Habt ihr ebenfalls kein Interesse an der Verträglichkeit eurer Hunde zu arbeiten? Warum nimmt man das so hin?
Gruss
Hallo,
ich denke nicht das du einfach behaupten kannst das niemand bereit ist mit seinem Hund zu arbeiten.
Wer es nicht will, will eben nicht und solange der Hund keine anderen belästigt ist es doch egal.
Einige arbeiten bestimmt daran, haben halt ihre Probleme. Mir ist ein Fall bekannt wo es seit Jahren nicht funktioniert. Mir tuen Hund und Halter echt leid. Die verschiedenen Trainer haben bestimmt reichlich verdient und dem Hund gar nicht gut getan. Frauchen ist total verunsichert und macht alles schlimmer, eine Katastrophe, aber sie bemüht sich.
Mein Rüde hat überhaupt keinen Wert auf andere Rüden gelegt und gespielt hat er auch nicht, fertig. Er hat nie einen anderen Hund provoziert und ist seiner Wege gegangen. Gearbeitet hat er mit mir. Warum sollte er mit anderen, erwachsenen Rüden spielen??????? Hündinnen hat er begrüßt, sich umgedreht und sein Ding gemacht.
Meine Omi hat früher gerne gespielt. Nun ist sie über 16 Jahre alt und will einfach nur mal schnüffeln und ihre Ruhe haben auf Spaziergängen. Habe ich nicht das Recht andere von ihr fern zu halten oder den Halter zu bitten weiter zu gehen. Sie ist schwerhörig, sieht schlecht und ist ein wenig wackelig. Bekannte ruhige Hunde findet sie toll. Der Rest hat nichts bei ihr zu suchen.
Unsere Jüngste ist lieber für sich und macht einen Bogen um andere Hunde. Sie spielt nicht und jagt sie davon. So ist das nun mal und Schuld waren die vielen Tutnixe die sie als Welpe umgerannt und gemobbt haben. In der großen Gruppe geht sie mit und ist trotzdem für sich.
Da ich meine Hunde nicht vermenschliche akzeptiere ich das. Sie sind Hunde und keine Kinder.
Wer meint sein Hund muß mit allem und jedem verträglich sein soll das so leben. Vielleicht klappt es ja.
Ein wenig Rücksicht wäre aber angebracht und dann könnte auch jeder so mit seinem Hund umgehen wie er will. Eine paar Worte mit dem anderen Besitzer und schon wäre Vieles geklärt. Die Tierärzte hätten weniger zu tun und die Hunde hätten weniger Stress.Gruß Terrortöle
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Mir ist die Verträglichkeit auch sehr wichtig. Und ich gehe gerne in ner Gruppe spazieren. Auch ich als Rudeltier habe gerne Sozialkontakte.
Ich gestehe meinen beiden natürlich auch zu, dass es Hunde gibt, die sie nicht mögen. Aber dann können sie ausweichen oder bei mir bleiben oder was auch immer.... aber sie aben Ruhe zu geben und sich ordentlich zu benehmen.Ich habe ja Rüde & Hündin, die nicht immer nebeneinander laufen. Witzig finde ich dann, wenn Leute auf einen der beiden zeigen und sagen: "Ist das a Manderl oder a Weiberl?" - "Sowohl als auch!" -
und der andere Hund wird schnell an der Leine weitergezogen. 
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Chickenbanicken:
Solche Einstellungen kann ich eben nicht nachvollziehen, dass man dann ganz auf Kontakt zu anderen Hunden verzichtet nur weil man meint der eigene Hund will das gar nicht. Vielleicht würde sich sein Verhalten ja ändern, wenn du dran arbeiten würdest? Wie schaffst du das denn in der Hundeschule ohne andere Hunde zu trainieren? Bzw. lassen sich doch im Alltag auch Hundebegegnungen nicht vermeiden oder drehst du immer um, wenn du andere Hunde triffst?Wäre es nun mein Foto, könnte ich dir zeigen, wie das Training auf vielen Plätzen (die ich kenne) aussieht. Da sind zig Menschen und Hunde auf dem Platz und trotzdem konzentrieren sich alle Hunde auf ihren HF und nur auf den

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Terrortöle:
Darum geht es ja auch nicht, dass man seinem Hund unbedingt das Spielen beibringt. Aber ich finde schon, dass man doch in der Lage sein muss in einer Hundegruppe normal spazieren zu gehen. -
Gegenfrage: Warum muß das möglich sein? Ich meine die Frage ernst! Wieso sollte sowas zwingend machbar sein?
Und ja, ich kann das mit meinen Hunden.
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