Kastrationstermin...oder doch nicht.
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Liebe Forenmitglieder,
am Mittwoch habe ich mit hein einen Beratungstermin in der Stommelner Tierklinik.
Hein ist nun seit 3 Monaten mit Suprelion chemisch kastriert.Seit der chemischen Kastration ist er zu Hause aber auch in der Huta wesentlich entspannter es wird nicht mehr ständig nach potentiellen Sexualpartnern gesucht und selbst mit Rüden kann wieder fröhlich gespielt werden.
Kurzum eigentlich habe ich nun einen scheinbar glücklicheren Hund. Trotzdem fällt mir die Entscheidung für eine richtige Kastration schwer. Ich weiß es gibt hier x-Einträge zum Thema, habe auch schon sehr viel gelesen.
Irgendwie fühlt es sich für mich so unnatürlich an einem Tier was abschneiden zu lassen. Einfach so eine Vollnarkose, ohne dass er wirklich "krank" ist.
Was hat bei euch den Ausschlag gegeben zu sagen JA jetzt ab unters Messer oder eben nicht?
Ist bei euch alles gut verlaufen? Hat sich das Wesen eures Hundes verändert? Ich mag unser Energiebündel und wäre er danach eine lethargische Fressmaschine wäre das eine Katastrophe.Liebe Grüße
Sarah & Heinrich
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Hi,
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Meiner stand 2 Jahre unter Suprelorin (hat 2x je 1 Jahr gehalten).
Ja, er war deutlich entspannter und auch leichtführiger in der Zeit! Dennoch habe ich ihn danach nicht kastrieren lassen. Ich konnte mich nicht damit anfreunden, meinen Hund so "grundlos" operieren zu lassen. Da meine Zweithündin gesundheitlich Probleme hatte, war sie zwischenzeitlich kastriert worden und fiel als Grund auch weg.Das ist eine sehr schwierige Entscheidung, finde ich. Wie alt ist Dein Hund denn?
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Also, mein Hund kommt erst unters Messer, wenn es medizinisch notwendig wäre ( Gebärmutter etc.). Ansonsten bleibt sie so wie sie ist. Ich möchte das mein Hund richtig erwachsen wird und so sein kann wie er eben ist und nicht so früh wie möglich kastriert wird und ein ewiges Kind bleibt und soziale Fertigkeiten nicht richtig ausbauen kann ( das muss nicht passieren, aber ich habe viel davon gehört und gelesen) Also wenn Kastration, dann erst mit 3 Jahren.
Wenn es so funktioniert, wieso dann kastrieren lassen?, dann machst du es unwiderruflich. Ein Hund den ich hier kenne, wurde auch chemisch kastriert, ,selbst nach nachlassen der Wirkung war er entspannter und ruhiger und das alles ohne richtige Kastration.
Ich würde es an deiner Stelle nicht tun, solange du es umgehen kannst, es sei denn natürlich dein Rüde ist schon völlig fertig ausgewachsen.
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Ich persönlich würde die Entscheidung danach fällen, mit welchen Zustand ich und der Hund am besten klar kamen. Wie kommt der Hund besser klar im Sozialleben, mit Hormonen oder ohne? Und wie komme ich mit den jeweiligen Situationen klar...?
Ich meine, wie ließ sich der Hund vor der chemischen Kastration händeln und wie danach? Womit lebt ihr besser?
Ich würde den Hund dann kastrieren lassen, wenn ich mit dem unkastrierten Hund erhebliche Schwierigkeiten hätte und gar nix mehr ginge... -
Wenn ich richtig gerechnet hab und dein Hund irgendwas um die 2 Jahre alt ist, würde ich ihn nicht kastrieren lassen, "nur" weil er Hündinnen nachstellt und Rüden blöd findet. Gerade jetzt wäre die beste Zeit daran zu arbeiten, dass der Hund das abkann und lernt mit diesem Stress umzugehen.
Wenn sein Sexualverhalten ihn allerdings KRANK macht/kranke gemacht hat würde ich nachchippen lassen und in ein oder zwei Jahren nochmal die Lage ohne Chip checken.
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Zitat
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Wenn sein Sexualverhalten ihn allerdings KRANK macht/kranke gemacht hat würde ich nachchippen lassen und in ein oder zwei Jahren nochmal die Lage ohne Chip checken.
Ja, da stimme ich zu, das kommt zu meiner Antwort noch dazu
. Ich würde in der Ausgangssituation, die sich hier darstellt, erstmal noch nachchippen lassen, wenn überhaupt... -
Hi Sarah,
Ich war letzte Woche mit Dylan zum impfen und habe das Thema angesprochen. Ich denke so als Halbbrüder sind unsere Hunde nicht sehr unterschiedlich.

Mein Tierarzt hat mir definitiv abgeraten. Solange mein Hund nicht alles besteigen will was nicht bei drei auf den Bäumen ist und auch nicht jeden Rüden ermorden möchte, wäre es zum jetzigen Zeitpunkt nicht notwendig.
Das Geld könnte ich mir sparen

Wie sieht es denn mit Heinrich aus? Ist er denn wirklich so schlimm was Hündinnen betrifft?
Dylan ist an läufigen Hündinnen interessiert wenn sie vor uns laufen oder gelaufen sind. Aber er dreht nicht durch wie so manch anderer Rüde. Zankereien geht er aus dem Weg, wehrt sich aber wenn er attackiert wird.
Von daher ganz normales Rüdenverhalten.
Also ich würde es nicht machen. Und bin erleichtert das mein Tierarzt keine unnötigen OP´s macht nur um Kohle zu verdienen.
Hat Du mal mit Stefan oder Holger gesprochen? Tilmann ist doch auch kastriert.
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Huhu Corinna, danke für deine Antwort.
Heinrich ist jetzt 2 Jahre alt am 04.12.2011 kam der Frechdachs zur Welt.
Wenn ich es mit Pferden vergleiche, da ist es völlig normal Hengste werden gelegt. Bei einem Hund und dann noch bei MEINEM, da plagt mich das schlechte Gewissen.Meine Trainerin sagt es wäre gut für Ihn und würde ihm viel stress nehmen. Die Mitarbeiter der Huta formulieren es so: "Also er ist überdurchschnittlich sexual motiviert aber entscheiden müsst ihr das. Wir nehmen ihn wie er ist...aber besser wäre es für ihn vielleicht".

Ich freue mich gerade sehr, dass er wieder mit anderen Rüden spielen kann ohne den "großen Proll" raushängen zu lassen und er ist weniger hektisch draußen. Die dauerhafte Entzündung an seiner Vorhaut wäre nach dem Eingriff wohl auch endlich weg. Klingt an sich alles gut, trotzdem hab ich hier soviele Horrogeschichten gelesen, die mir Sorgen machen.
Ach menno
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Nun ja, es gibt viele Huschulen die relativ schnell mit ihren Kastrationsempfehlungen sind.... :/
Und Dein Kleiner ist noch nicht fertig - er ist ja gerade mal 13 Monate alt!
Von daher würde ich (!) noch warten - so das er wirklich erwachsen werden und sich entwickeln kann

Ich gebe zu, ich bin eher gegen die Kastra (es sei denn sie ist med. notwendig) - trotzdem stell ich Dir mal einen Link ein, vielleicht bringt er Dir ja was

http://www.homoeotherapie.de/tiergesundheit…kastration.html
Edit: ich finde man kann diesbezüglich Pferde nicht mit Hunden vergleichen!
Hengste können selten (in unseren beengten Breitengraden) artgerecht in gruppen leben - sondern sind nur allzu oft zu Einzelhaft verurteilt :/
Aus diesem Grund würde ich, wenn ich mir denn ein Hengstfohlen kaufen würde, dieses kastrieren lassen.Ein Hund ist jedoch dazu in der Lage mit anderen Rüden UND Hündinnen zusammenzuleben ohne nennenswert gestresst zu sein.
Klar, Ausnahmen gibt es immer wieder, aber bei den meisten ist es doch relativ problemlos möglich - von daher bin ich bei Hunden eher nicht für die Kastra! -
Wenn Du unsicher bist, dann bleib doch erstmal beim Suprelorin. Hab ich ja auch so gemacht. Dann hast Du Zeit, ihn weiter zu beobachten und mit ihm zu arbeiten. Er ist ja noch sehr jung.
Klar finden HuTas Kastraten immer besser, weil sie halt unkomplizierter sind. Aber das sollte nicht ausschlaggebend sein.Meiner ist jetzt 7 und als "Vollrüde" wieder deutlich schwieriger als unter Suprelorin. Allerdings konnte er in den 2 Jahren auch viel lernen, was sein Verhalten gegenüber anderen Rüden anbelangt. Denn für die war er ja gänzlich unspannend
Was mir damals nicht gefiel, war seine körperliiche Entwicklung. Er wurde eher schwammig in der Muskulatur. Und da wir Agility machen, störte mich das sehr. Es war eine schwierige Entscheidung. Einerseits war es als Kastrat natürlich auch auf Turnieren einfacher mit ihm. Andererseits hatte ich Sorge, dass er unter den sportlichen Belastungen ohne entsprechende Muskulatur doch leiden würde. Ich denke auch heute manchmal noch über Kastration nach, wenn er gerade wieder total nervt
Aber irgendwie möchte ich es auch ohne schaffen... - Vor einem Moment
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