Kastrationstermin...oder doch nicht.

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    Ich habe ehrlichgesagt nicht genauer nachgehakt. Werde nächste Woche genauer nachfragen. Die Gruppe liegt so bei ca 30- 40 Hunden auf einem großem Gelände. Hunde die sich nicht vertragen können aber auch separiert werden. Hein ist seit der 10. Woche dort im Rudel und liebt es.

    mal so aus Aussenstehender: für mich hört sich das nach einer Menge Stress an. Kann Heinrich´s Verhalten nicht daher kommen ?

    Ich weiß ja wo er hingeht und ehrlich gesagt höre ich nicht soviel positives. (wohne ja gleich um die Ecke)

    Dylan freut sich auch immer maßlos wenn wir auf den Hundeplatz fahren. Auf dem Platz selbst hat er aber tierischen Stress wegen der vielen anderen Hunde auf einem Haufen. Er reagiert dann auch völlig anders als in der "freien Wildbahn".

  • Huhu,
    ich bin nicht in Wesseling sondern in dem kleineren in Köln.
    Ich glaube die Huta tut ihm gut. Habe ihn schon öferst über längere Zeit beobachtet und er wirkt dort bisher nicht gestresst oder überdreht. Nur die ersten 5 Minuten wenn er rein geht ist immer Party, dann hüpft um seine Hundekumpels rum wie ein Wirbelwind. Danach verhält er sich wie zu Hause. Er sucht sich entweder einen gemütlichen Platz zum abhängen favorisiert sind das Klettergerüst oder die Hütte mit Blick auf den BARF-Shop (Es könnte ja was abfallen). Mit Lieblings-Hunden und Betreuern gibt es auch Kontaktliegen oder ankuscheln. Bis zu den Spielzeiten ist er dann auch relaxt. Wenn dann nachmittags Ballspiele oder Schwimen angesagt sind dreht wieder auf. Ich glaube aber auch es gibt viele Hunde die das stressen kann oder für die ein einzelner Sitter zu Hause einfach besser geeignet ist.

  • Zitat


    Sozialkontakte = Spielen?
    Ich glaube nicht, dass erwachsene Hunde darauf reduziert werden wollen
    .


    Sozialkontakte sind m.E. sehr wichtig fuer einen Hund, mit Spielen hat das aber nichts zu tun.

    Spielen ist klasse, mit ausgewaehlten Hunden die gut zusammenpassen ist das eine feine Sachen, mein Hund spielt wenig, hat aber trotzdem Sozialkontakte. Spielen hat eher damit zu tun dass die HH es toll finden wenn der Hund so schoen tobt, hat was von Kindern und nicht erwachsen sein und hinterher ist der Hund schoen muede. :D
    Ich rede da uebrigens auch von mir, ich finde es toll wenn mein Hund spielt, mir geht da das Herz auf, trotzdem sind Sozialkontakte etwas anderes.
    Mein Hund hat als Junghund mit allem und jedem gespielt, nun waehlt er aus, der Hund muss groessenmaessig und vom Spielcharakter zu ihm passen, sonst wird er ganz schoen zickig.
    und er ist kastriert. ;)

  • Der Grund weshalb ich mich für eine Kastra entschieden habe, war, dass mein kleiner Rüde sich extrem in die Hitze "seiner" Hündin reinsteigert. Sprich, noch Wochen, teils Monate danach nichts anderes im Sinn hatte, als die Dame zu besteigen. Unsere damalige Hündin war diesbezüglich gottseidank sehr freigiebig und hat das über sich ergehen lassen. Egal ob sie schlief, einfach lag oder stand, er hing dauernd auf ihr drauf. Einmal hat er sogar getroffen und sich das ganze Gehänge rausgerissen, als sie dann aufstand. Alles war dick und blau, aber selbst das hat ihn nicht davon abgehalten, weiter zu machen. Zudem fraß er nur noch mäßig und wurde natürlich noch dünner als er ohnehin schon war. Nach zwei solcher Läufigkeiten habe ich gesagt, er bekommt einen Chip. Der hat wunderbar gewirkt.
    Als wir dann im Frühjahr unsere junge Hündin bekommen haben, habe ich gesagt, er wird kastriert, weil ich dieses Theater nich mehr mitmachen will. Zumal unsere jetzige Hündin mit Sicherheit sehr deutlich sagen würde, dass sie es nicht wünscht, sich berammeln zu lassen. Also kam er im Herbst unters Messer, bevor meine Hündin das erste Mal läufig wird.

  • Wir hatten in meiner Familie immer intakte Rüden und intakte Hündinnen - und ja, die Rüden fanden die läufigen Damen schon "dufte" ;) - aber ehrlich rammeln, sogar bis zur Verletzung durfte keiner der Kerle! Da gab es ein paar klare Ansagen und zur Not räumliche Trennung.


    Ich würd mich bedanken wenn irgendein Rüde meine Hündin berammeln würde - GsD wehrt sich sich gegen aufdringliche Rüden!
    und genau das soll sie auch tun!
    Wenn sie es nicht tut, ist es an mir das zu unterbinden.

  • Heute ist das Beratungsgespräch in der Tieklinik.
    Werden uns heute noch nicht entscheiden nur beraten lassen.
    Herrchen hat natürlich auch noch ein Wort mitzureden ;-)
    Es ist eine schwierige Entscheidung für mich und gerade schwanke ich von Tag zu Tag komplett zwischen Pro und Contra hin und her.
    Danke für eure Beiträge und die Schilderung der Umstände, die bei euch für eine Entscheidung für oder gegen die Kastration geführt haben.

  • Natürlich durfte er das nicht, aber für ihn gab es nichts anderes mehr und ich habe nich 24 Std ein Auge drauf haben können. Räumlich zu trennen war keine Option, da beide Hunde stark aneinander hingen. Die klare ansage fruchtete solange, bis man ihm den Rücken zudrehte und sei es nur um aufs Klo zu gehen...

  • Guten Morgen,

    die Würfel sind gestern Abend gefallen. Heinrich wird nicht kastriert.
    Diese Entscheidung steht jetzt und ich/wir stehen dahinter.

    Die Beratung gestern war sehr gut und wir wurden erst Mal nur gefragt warum wir darüber nachdenken.
    Habe die Situation geschildert und auch ein paar Beispiele hier aus dem Forum kurz angerissen die mich nachdenken lassen.

    Hein bekommt im März einen Jahres-Chip. Danach werden wir die Wirkung 1 Jahr ausklingen lassen und schauen inwieweit sich unser Training auf ihn ausgewirkt hat. Erneut gechippt werden kann immer wieder und ist für den Hund keine Belastung.
    Ein erhöhtes Krebsrisiko ist bisher nicht bekannt, es gibt aber auch noch keine Langzeitstudien.
    Ab Heins 4. Lebensjahr werden wir regelmäßig seine Prostata untersuchen lassen. Die Tierärztin hält selbst einen Weimaraner und erzählte uns, dass Weimaraner-Rüden da etwas anfälliger sind. Ihr eigener wurde deswegen mit 6 kastriert. Sollten wir dann bei den regelmäßigen Untersuchungen auffällige Gewebe entdecken, haben wir immer noch die Möglichkeit einer Kastration.
    Die Beratung hat 20 Minuten gedauert und uns nur 8,-€ gekostet ;).

    Ich bin froh dass, wir eine für uns richtige Entscheidung gefunden haben. Diejenigen die Ihre Hunde hier kastriert haben hatten wirklich schlimmere Probleme mit Ihren Hunden und unter diesen Umständen kann ich es auch wirklich nachvollziehen.

    Die Beiträge von Bubuka, mittendrin und Zossel haben mich doch noch mal etwas kritischer überlegen lassen ob ich es mir nicht auch ein Stück weit „einfach machen will“. Mir ist auch das Risiko zu groß, dass ich nachher einen wie von Rittho beschriebenen vom Wesen komplett veränderten Hund hier zu haben.

    @ Zroadster es ist super Tipps von dir aus deinen Erfahrungen aus „der gleichen Familie“ zu bekommen. :gut: Auch jetzt hätte ich mir viel Grübelei ersparen können. Letztendlich hat uns die Ärztin ja fast die gleiche Botschaft nur ein wenig anders verpack übermittelt.

    Also nochmal vielen Dank an alle für die Entscheidungshilfe!!!

  • Ich gratuliere mal ausserdem noch zu Eurer tollen Tieraerztin, die auch wirklich beraet und nicht nickt und den OP-Kalender zueckt.

    Und dann erwaehne ich mal noch, dass ich es - ganz abgesehen von evtl. gesundheitlichen und womoeglich "gruseligen" verhaltenstechnischen Auswirkungen - total spannend finde, wie so ein Ruede erwachsen wird und seine Persoenlichkeit entwickelt.
    Das faellt mit einer Kastration ja oftmals weg. Pondi war ein Kindskopf bis Eddie hier eingezogen ist und da war er immerhin schon 11 Jahre alt. Von seinem neu gewonnenen "Erwachsensein" hatte er dann nicht mehr lange was.

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