Kastrationstermin...oder doch nicht.

  • Zitat

    Wenn dir DAS wichtig ist, würde ich es nicht tun. Auf gar keinen Fall.
    Ich musste meinen Rüden mit 8 1/2 Jahren wegen Hodenkrebs kastrieren lassen und von dem Hund ist eigentlich nichts mehr übrig, was er mal war.
    Er liegt den ganzen Tag auf dem Sofa, schläft. Hat keine Lust zum spazieren gehen, wenn es regnet. Er steht ständig in der Küche in der Hoffnung, es könne was für ihn abfallen.
    Er war ein sehr souveräner Rüde und selbst davon hat er einiges eingebüßt. Silvester war dieses Jahr die Katastrophe.
    Die einst sehr gute Bemuskelung ist deutlich schwammiger geworden...... nur zugenommen hat er nicht, obwohl ich die gleiche Ration füttere wie vorher.

    Ich würde ihm nochmal den Chip setzen lassen.

    Lolek ist -incl. Chip- seit Juni 2012 gechippt. Ende November war dann die "richtige" Kastration. Und bei ihm trifft NICHTS davon zu! Er ist so agil wie davor, gleich selbstbewusst etc.

    Achja, zur Mehrfachsetzung des Chips hat meine THP mir folgendes gesagt:
    Durch den Chip wird zu Anfang eine sehr hohe Menge Hormon freigesetzt, bis sich das eingepegelt hat. Diese hohe Hormonausschüttung und das damit verbundene "Chaos im Hormonhaushalt" kann das Risiko einer Krebserkrankung erhöhen. Ähnlich wie bei dem Verhütungsstäbchen für Frauen, dem das auch nachgesagt wird.
    Deshalb würde ich meinen Hund max. 2 x chippen lassen, aber auch nur, wenn ich einer Kastration zu 100% abgeneigt wäre.

    Viel Erfolg bei der Entscheidung! Ich finde, bei diesem Thema kann man es nie "richtig" machen. Natürlich frage ich mich immer wieder, ob es wirklich die richtige Entscheidung war, das Schaf kastrieren zu lassen. Momentan sage ich ganz klar "JA"! Und ich hoffe, das bleibt so. Aber ich denke, mir würde es genau so gehen, wenn ich ihn nicht kastrieren lassen hätte.

  • Hallo, also ich habe unsere Hunde immer kastrieren lassen, egal ob Rüde oder Hündin und es gab nie Probleme! Ich finde die Vorstellung schlimmer, immer sexuell frustriert durch die Gegend zu laufen als eine einmalige OP. Und bei den Hündinnen kommt noch die drastisch erhöhte Gefahr der Mamatumore und der Entzündung der Gebärmutter... Bei Rüden ist das echt kein größes Ding. Aber dass muss natürlich jeder für sich und seinen Hund selbst entscheiden, die Diskussionen haben wir auch ständig in unserer Hundetruppe. Ich würde es tun! Steht mir auch noch mit meiner 7- Monate alten Hündin bevor...aber was soll sie mit dem Sexualtrieb wenn sie ihn nicht nutzen kann und dann davon auch noch krank wird? Lg jen

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    Achja, zur Mehrfachsetzung des Chips hat meine THP mir folgendes gesagt:
    Durch den Chip wird zu Anfang eine sehr hohe Menge Hormon freigesetzt, bis sich das eingepegelt hat. Diese hohe Hormonausschüttung und das damit verbundene "Chaos im Hormonhaushalt" kann das Risiko einer Krebserkrankung erhöhen

    Genau zu dem Thema hat die Gynäkologin der Uni-TK, wo ich Paul habe kastrieren lassen, fast das Gegenteil gesagt: Sie habe ihren eigenen Rüden schon seit ein paar Jahren "gechipt".
    Auf meine Nachfrage, ob das denn nicht schädlich sei, meinte sie, man müsse nur rechtzeitig nachchippen, so dass die Hormone nicht erst runterfahren. Und Chaos im Hormonhaushalt gibt es durch die Kastration ja auch zur Genüge mit nicht unerheblichen Nebenwirkungen....
    Naja, ich hab nicht weiter nachgefragt, da es meinen Hund ja nicht betraf. Es gibt zu dem Thema sicher sehr viele unterschiedliche Meinungen und welche denn nun richtig ist? Wer weiß das schon :???:

  • Zitat

    Hmm.. welcher Satz mir zu denken gibt ist dieser hier:


    Ist es denn wirklich so, dass er sexuell übermotiviert ist.. oder dominiert er nur? Versucht er Stress zu kompensieren? Ist es eine Übersprungshandlung? Wie wird reagiert, wenn er in einer "sexuell überdurchschnittlichen" Stimmung ist? Ist er einfach nur gelangweiligt oder vielleicht sogar überfordert? Wie groß ist die Gruppe in der Huta?

    Guten Morgen und vielen Dank für die vielen Antworten, leider hatte ich gestern abend kein Netz mehr. Ich arbeite mich jetzt mal nach und nach durch die Beiträge.

    Ich habe ehrlichgesagt nicht genauer nachgehakt. Werde nächste Woche genauer nachfragen. Die Gruppe liegt so bei ca 30- 40 Hunden auf einem großem Gelände. Hunde die sich nicht vertragen können aber auch separiert werden. Hein ist seit der 10. Woche dort im Rudel und liebt es. Ich vertraue den Mitarbeitern dort sehr, bisher haben sie auch bei kleineren Krankheitsanzeichen immer sofort richtig reagiert.

  • Hallo Bubuka,

    ich muss gestehen mit einem Heilpraktiker bzw. einem Tierarzt der angeblich spezialisiert war auf Homöopathie hab ich sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Wir waren wegen der Entzündung und einiger kleineren Pöckchen dort. Das Ergebnis. ca. 12 Termine diverse unterschiedliche Shampoos in Kombi mit Globolis und Ausschlussdiäten.
    Als dann ein OP-Termin gemacht werden sollte um Hautteilchen nach England zu einem Spezialisten zu schicken habe ich die Notbremse gezogen. Mittlerweile grenzten die Tierarztkosten für einen sonst gesunden Hund langsam an die 2.000 €. Unsere folgende Tierärztin hat alle Medis gestrichen das tägliche Baden mit dieser Tinktur verboten und einfach immer die Vorhaut mit Wasserstoffperoxid behandelt. Seit dem Chip war das in den letzten 3 Monaten bisher nur noch einmal notwendig. Seine Pöckchen verschwanden ganz von alleine.

    Deine Artikel machen mir schon Angst. :/

  • Zitat

    Hallo Bubuka,

    ich muss gestehen mit einem Heilpraktiker bzw. einem Tierarzt der angeblich spezialisiert war auf Homöopathie hab ich sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Wir waren wegen der Entzündung und einiger kleineren Pöckchen dort. Das Ergebnis. ca. 12 Termine diverse unterschiedliche Shampoos in Kombi mit Globolis und Ausschlussdiäten.
    Als dann ein OP-Termin gemacht werden sollte um Hautteilchen nach England zu einem Spezialisten zu schicken habe ich die Notbremse gezogen. Mittlerweile grenzten die Tierarztkosten für einen sonst gesunden Hund langsam an die 2.000 €. Unsere folgende Tierärztin hat alle Medis gestrichen das tägliche Baden mit dieser Tinktur verboten und einfach immer die Vorhaut mit Wasserstoffperoxid behandelt. Seit dem Chip war das in den letzten 3 Monaten bisher nur noch einmal notwendig. Seine Pöckchen verschwanden ganz von alleine.

    Deine Artikel machen mir schon Angst. :/

    Da hast Du aber einen Abzocker erwischt, befürchte ich. Ich glaube auch, dass Tierärzte meistens nicht die Ausbildung haben, wie eine Tierheilpraktikerin. Oft machen TÄ mal ein Seminar mit in Homöopathie, das wars dann auch schon.
    Meine Heilpraktikerin ist echt günstig.

    Angst machen wollte ich Dir nicht, aber zum Nachdenken anregen schon.
    Ich habe durch meine Tierschutzarbeit sooo viele Hunde kennengelernt und empfinde mittlerweile kastrierte Hunde als arme Invaliden. Irgendwie sind sie anders......

  • Zitat


    Ich habe durch meine Tierschutzarbeit sooo viele Hunde kennengelernt und empfinde mittlerweile kastrierte Hunde als arme Invaliden. Irgendwie sind sie anders......

    Ich kenn halt hauptsächlich die Hunde hier in der Stadt. Da finde ich, dass die kastrierten meist das "einfachere" Leben haben. Aber ist mein subjektiver Eindruck.

  • Hallo!

    Ich hab meinem Rüden chippen lassen und werde ihn wohl auch kastrieren lassen.

    Aussschlaggebener Punkt warm das wir in keine Hundegruppe konnten, wo Hündinnen waren, dort ist er andauernd aufgeritten, in reinen Rüdengruppen war alles kein Problem! Das Zähneklappern, was bei uns in der Stadt fast an der Tagesordnung war, ist auch zurückgegangen, aber makieren tut er noch immer, aber nicht mehr so intensiv.

    Ich habe auch lange mit mir gerungen und deshalb erstmal einen Chip setzen lassen, aber seitdem ist es einfacher für uns geworden und mein Hund kann toben und spielen mit anderen Hunden. Ich finde Sozialkontakte wichtiger wie einen ganzen Rüden.

  • Fuer mich klingen die Probleme ohne Kastra bei der TS nicht so als ob sie dem Hund das Leben schwer machen, eher so als ob es fuer die Menschen leichter ist.
    Das ist ja leider haeufig der Grund fuer eine Kastra.
    Ein Hund ist nicht gluecklicher nur weil er sich nun pletzlich mit jedem anderen Hund vertraegt, die Menschen schon. ;)

    Ich finde es gut dass du dir so viele Gedanken darum machst, am Ende musst du es selber wissen.
    Ich wuerd aber mal objektiv ueberlegen ob der Hund wirklich drunter leidet (das und gesundheitliche Probleme sind fuer mich der einzige Grund fuer eine Kastra).
    Ich habe hier einen Kastraten, ein ewiges Kind.
    Klar, fuer mich ist das super, er vertraegt sich mit jedem, ist albern und Welpig, ich haette ihm aber dennoch gewuenscht dass er "Kerl" bleiben darf.
    Dank der TS Orga war er aber kastriert als er kam.

    Arbeitet daran dass er sich beherrscht wenn Huendinnen laeufig sind.
    Dass er sich nicht mit allen vertraegt ist einfach normales huendisches Verhalten, ich finde es auch nicht gut (persoenliche meinung) in einer Tagesstaette so viele Hunde zusammenzulassen. Aber das ist meine persoenliche Moege. :smile:

  • Zitat


    Ich habe auch lange mit mir gerungen und deshalb erstmal einen Chip setzen lassen, aber seitdem ist es einfacher für uns geworden und mein Hund kann toben und spielen mit anderen Hunden. Ich finde Sozialkontakte wichtiger wie einen ganzen Rüden.


    Sozialkontakte = Spielen?
    Ich glaube nicht, dass erwachsene Hunde darauf reduziert werden wollen.

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