Dummy-Talk
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Ernalie Mein Rüde hat ebenfalls keine Freude am Aufnehmen, Halten und Tragen von Gegenständen. Er macht dennoch total gerne Dummyarbeit, weil er das Suchen des Dummys und die Futterbelohnung bei der Abgabe so liebt. Aufnehmen und Apportieren musste ich kleinschrittig aufbauen. Dafür habe ich einen Futterdummy verwendet, vielleicht wäre der bei euch ja auch einen Versuch wert? Bei meinem Hund empfand ich als großen Vorteil, dass der gefüllte Dummy an sich schon interessant ist, da war er gleich mit viel mehr Eifer dabei bzw. überhaupt motiviert, sich mit dem Dummy zu beschäftigen.
Bei uns war außerdem noch hilfreich,
- anfangs schon jede Zuwendung zum Dummy damit zu belohnen, dass der Dummy geöffnet wird
- wirklich sehr kleinschrittig vorzugehen (Schnauze zum Dummy -> den am Boden liegenden Dummy kurz zwischen die Zähne nehmen -> Dummy ganz kurz hochheben -> hochheben und sich mir zuwenden usw.) und gerade ganz am Anfang sehr viele Erfolgserlebnisse mit Belohnung zu schaffen
- relativ früh bereits das Suchen mit einzubauen und dabei mitzulaufen, damit der Hund noch nicht den ganzen Weg zurück apportieren muss, sondern anfangs nur eine ganz kurze Strecke
- immer eine Leine am Hund zu haben, um zu verhindern, dass er sich mit dem Dummy verselbstständigt.Außerdem war ich anfangs auch noch nicht so streng bei der Abgabe. Er durfte den Dummy auch vor mir fallen lassen, Hauptsache, er hat schnell ein Erfolgserlebnis und es kommt kein Frust auf. Das In-die-Hand-Geben haben wir später draufgesetzt, als die Grundlagen schon saßen, das war gar kein Problem.
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Hallo,
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Vielen Dank für die tollen Tipps. 😊
Streng bin ich sowieso bei noch gar nichts. Am Ende soll es mir Spaß machen und Karla auch. Streng muss ich bei anderen Themen mit ihr genug sein. Hier bin ich auf der Suche nach einer Freizeitbeschäftigung zum Ausgleich für uns beide.
Ich glaube, ich habe vorhin ein bisschen Eis gebrochen. Am Ende hat mich der Vorschlag mit dem Futterdummy drauf gebracht. Den habe ich nämlich schon benutzt, in dem Glauben, dass das sicher viel attraktiver für sie ist. Ich hab die ganze Zeit nicht drüber nachgedacht, dass sie vielleicht einfach das Material des Futterdummys nicht mag. Und habs Mal mit einer Art Tau ausprobiert, den wir noch nie benutzt haben, also nicht mit Spiel und Kauen verbunden war. Und: ich kam innerhalb von 5 Minuten so weit, wie vorher noch nie: ich konnte das Ding kurz loslassen, während sie es im Maul hatte. 😲 Ich habs dann bei dieser Premiumausführung heute beendet und hoffe, dass das reproduzierbar ist.
Vorher hab ich noch ausprobiert, was sie macht, wenn ich den Dummy mit mehr Bewegung verbinde, interessant mache und minimal weit werfe. Sie ist auch hin, hat's angestupst und sich gerne ihr Leckerlie bei mir abgeholt. Aber ins Maul nehmen wollte sie ihn weiterhin nicht. Wenn die gemerkt hat, dass anstupsen nicht reicht, hat sie nicht weiter ausprobiert, sondern ist.. weg gegangen 🙈 ich glaub, das Ding kann ich aussortieren. 😄 Und dann beschäftige ich mich parallel Mal mit ZOS und baue währenddessen separat das Tragen erstmal sehr kleinschrittig und weniger Frustration weiter aus.
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Man muss Dummytraining nicht mit 'langweiligem' Halte Training beginnen.
Es gibt z.B. auch Hunde für die ist das zu viel Mentalerdruck. Oder eben einfach langweilig. Heißt ja nicht das die alles andere am Dummytraining auch langweilig finden.
Meine Springerhündin mag vor allem das Suchen. Darüber kannst du mit Ihr alles aufbauen. Mein Boxer-Mix fand apportieren langweilig bis wir am Ende ein Zerrspiel daraus gemacht haben. Gab für ihn anfangs eben kein Dummy sondern ne Zergel.
Ich würde das mit viel mehr Spaß aufbauen. :)
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hach was hab ich eine Freude. Der Knoten ist geplatzt, er weiss was er mit dem Ding machen soll und wohin er damit soll.j
es apportiert, und apportiert, und apportiert - und schnüffelt den Wildschweinen nach - und apportiert, und apportiert

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Ich bin auch sicher, wenn's erstmal darum geht, das Ding zu suchen und mir zu bringen wird sie Feuer und Flamme sein. Aber das weiß sie ja noch nicht. Im Moment glaubt sie ja, ihre Aufgabe soll sein, dass sie das Ding im Maul hält. Und das findet sie Anschriften recht öde. 🙈
Deswegen war mein Ansatz zuerst, dass ich den Aufbau irgendwie ansprechender gestalten könnte. Aber da hab ich gerade wenige Ideen.
Tatsächlich mache ich das mit den eigenen und auch vielen Kundehunden etwas "unorthodox" sage ich mal. Die Retriever-Fraktion würde da vermutlich die Krise bekommen, wenn sie mir zuschaut. Da die Leute, die zu mir ins Training kommen "bloß" Beschäftigung wollen, greife ich auf, womit man den Hund zu packen bekommt. Viele haben so gut wie keine genetische Veranlagung zum Apportieren. Ich habe vor vielen Jahren geglaubt, man müsse erst mühsam das Abgeben, Halten, Tragen, Aufnehmen ... ordentlich trainiert haben bevor man überhaupt richtig loslegen kann. Mittlerweile mache ich es bei solchen Hunden genau andersherum. Ich habe mit meiner Fleek zum Beispiel schon Freiverlorensuche gemacht als sie null apportieren konnte. Ich habe sie gefeiert, wenn sie am Dummy geschnuppert hat, bin hin, habe ein Spiel mit ihr gemacht inkl. Zerren, Werfen und so ... Parallel habe ich mit freiem Formen in einem Tricktrainingskontext jede Maulaktion am Dummy belohnt.
Ich trainiere einmal die Woche im Kontext meines eigenen Kurses, dazwischen gar nicht, weil wir so viel anderes haben. Manchmal fällt der Kurs sogar noch aus. Würde ich das noch zwei, drei Mal die Woche machen, wären wir schneller. Ich habe von dem Punkt, den ich oben nannte rausgearbeitet, dass sie jetzt mit dem Dummy zu ca. 60 bis 70% im wilden Galopp auf mich zu brettert. Abgabe in die Hand ist mir immer noch wurscht, wenn sie dabei ist, gibt's noch bessere Belohnung, aber sie ist kein Muss. Den Punkt werde ich erst aufgreifen, wenn sie mit mindestens 90% im Galopp angebrettert kommt. Dazwischen gab es natürlich noch zig andere Schritte wie Dummy beim Auffinden anlecken, Dummy beim Auffinden kurz ins Maul nehmen, Dummy ins Maul nehmen und einen Schritt in meine Richtung etc ...
Jetzt könnte man sagen: Jo, ist ja auch Hinformen und unterscheidet sich nicht vom anderen Aufbau. Doch, tut es für die Hunde sehr, weil ich sie schon zu Suchen, Voraus und auf Markierungen schicke, es also schon viel "Spaß" mit Fläche absuchen, Beobachten, rennen können etc. enthält. Das gerade Vorauslaufen auf kurze Strecke ins Blinde konnte sie schon bevor sie den Dummy in meine Richtung tragen konnte, weil sie das unheimlich schnell verstanden hatte.
Also nur Mut da mal rumzuprobieren. Viele Wege führen nach Rom!
(Ich habe übrigens auch Leute mit Retrievern, die richtig zu Prüfungen beim DRC gehen. Ich weiß also durchaus was das Ziel ist und wie man auch einen solchen Hund aufbaut.)
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Danke! Ich bin weder perfektionistisch veranlagt noch habe ich vor, irgendwelche Preise damit zu gewinnen, ich möchte ja eigentlich auch nur Freizeitspaß und Beschäftigung, entsprechend ihrer Neigungen, für Karla. Ich werde mir mal überlegen, wie ich das Ganze für sie spannender gestalten kann. Ich glaube, wie du es beschreibst, würde es ihr schon deutlich mehr Spaß machen. Vermutlich würde es mir schon reichen, wenn sie das Teil findet und anstupst. Und das kann sie auch. Da müsste ich nur die Distanz und den Schwierigkeitsgrad ausbauen.
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Ich würde auf Dauer schon gucken, dass das Dummy zu dir zurück kommt - nicht perfekt getragen und in die Hand, aber schon in deinen Dunstkreis. So hast du in Zukunft viel mehr Möglichkeiten, auch mit mehreren Dummys Suchen zu veranstalten, Kombinationen auszuprobieren etc. Daher fände ich den Futterdummy als Argument für deinen Hund in dem Fall auch echt sinnvoll.
Sonst wäre eine Form der Objektsuche mMn wirklich die bessere Wahl, da kannst du ein Anzeigeverhalten aufbauen und das Verharren am Objekt zum Trainingsziel machen - nicht den Kompromiss mit dem Dummy.
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Ich würde auf Dauer schon gucken, dass das Dummy zu dir zurück kommt - nicht perfekt getragen und in die Hand, aber schon in deinen Dunstkreis. So hast du in Zukunft viel mehr Möglichkeiten, auch mit mehreren Dummys Suchen zu veranstalten, Kombinationen auszuprobieren etc. Daher fände ich den Futterdummy als Argument für deinen Hund in dem Fall auch echt sinnvoll.
Ich hab den Futterdummy versucht. Den will sie noch viel weniger in den Mund nehmen als alles andere, was ich bisher versucht habe.

Dass sie ihn auf Dauer zurück bringen soll, sehe ich schon auch. Allerdings sehe ich auch, dass das Training, was wir bisher aufgebaut haben, frustrierend ist und mehr Spaß in die Sache muss. Irgendwie braucht sie eine Ahnung davon, auf was das hinaus laufen soll. Irgendwas in den Mund nehmen und es halten ist für sie jedenfalls offensichtlich nicht sehr spaßig. Vielleicht kann ich auch nochmal unsere Trainerin (wir machen ja die Therapie-Begleithundausbildung) um Ideen bitten, allerdings würd ich da langsam gern mal wieder mit der Ausbildung an sich weiter kommen und die Stunden lieber dafür nutzen.
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Vielleicht hast du ja Lust, mal zu filmen, was ihr da aktuell macht?
Wie auch immer du dich entscheidest: Die Sache mit dem Spaß sähe ich bei euch auch als allererste Priorität. Das haben ja schon einige weiter ausgeführt.
Es ist trotzdem hilfreich, eine Vorstellung davon zu haben, wie ein Endergebnis so grob mal aussehen soll. Sonst bastelt man ohne roten Faden vor sich hin.
Bei der Hundeschule Jagdfieber (online) gibt es einen netten Kurs zum Aufbau von Welpen und Hunden ganz ohne Dummyerfahrung. Das wäre auch noch eine Idee. Da geht es um alles mögliche, nur ganz bestimmt nicht ums korrekte Halten und Dienst nach Vorschrift. Ich fand den Kurs ganz gut. (weiß aber nicht, ob es den noch gibt ...)
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Den Kurs gibt es immer noch und ich finde ihn auch sehr, sehr gut. Er zeigt auch schön, in welche Richtung es gehen soll, was das Ziel ist. Wie lilactime sagt, das ist schon wichtig zu wissen, wohin die Reise gehen soll. Die Wege dahin sind vielfältig und müssen zum Hund passen.
Ich hab mit Junik zuerst den Rückwärtsaufbau probiert. Aber gemerkt, dass er da ein Thema drin hat, was alles komplett behindert.
Also habe ich mich zurück besinnt, wie ich das vor fast 20 Jahren mit Caron gemacht habe. Und genau so habe ich es mit Junik gemacht, gemischt mit Bausteinen aus dem grossen Jagdfieber Kurs, gemischt mit gezieltem shapen, markern etc. .Ein buntes "Durcheinander" an Bausteinen, die am Ende gemeinsam zusammengebaut zum Ziel geführt haben. Dieses Mal aber dank dem ganzen Wissen sehr zielgerichtet, klar, und schnell. Ich war sehr erstaunt, wie schnelll es plötzlich vorwärts ging.
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