Hund beibringen sich NICHT anfassen zu lassen - aber WIE?

  • So langsam bin ich schon etwas enttäuscht, dass noch niemand Schara klauen wollte. Trotz etlicher Versuche sie vor dem Becker abzusetzen, aber auch Boris wollte sie nicht.
    Muss ich mir jetzt Gedanken machen, dass niemand meinen Hund so begehrenswert findet?

  • Ich verstehe deine Ängste durchaus (obwohl mir niemand meine Hunde klauen würde).

    Allerdings ist es wahrscheinlicher, dass dir dein Hund entzogen wird, weil er einen Menschen bedroht hat, als das er geklaut wird.

    In der Beißstatistik sind nicht nur Bisse aufgeführt, sondern auch "gefährdendes Anspringen".
    D.h. erschreckt sich jemand vor deinem Hund, kann eine Wesensüberprüfung erfolgen. Und in dieser Wesensüberprüfung ist es gut und immens wichtig, dass der Hund defensiv reagiert, sonst bist du ihn unter Umständen sogar los.

    Sei froh, dass dein Hund bis jetzt konfliktfrei mit seinem Umfeld umgeht. Konflikte hinsichtlich fremder Menschen bedeuten für einen solch sensiblen Hund, wie dem Collie, immensen Stress, der überhaupt nicht sein müsste.

    Umweltkonflikte können schnell zu unvermittelten und auch unerwünschten Reaktionen führen (Panikattacken, unkontrollierbare Aggression, Übersprungsverhalten).

    Was ist, wenn du einen Unfall hast und der Hund von fremden Menschen angefasst werden muss, damit er gerettet werden kann? Die Wahrscheinlichkeit einen Unfall zu haben/in der Öffentlichkeit umzukippen ist deutlich höher als die Wahrscheinlichkeit an der Leine geklaut zu werden.

    Wenn ich z.b. in der Öffentlichkeit umkippe, hab ich höchstwahrscheinlich ein großes Problem, weil niemand an meine Hunde oder an mich rankommt.
    Das ist doch Mist, oder?
    Willst du das?

    Zum Antrainierten Drohen: Ich finde das an sich super. Was aber noch besser wäre, wäre ein Kommando fürs "aus dem HB schlüpfen" bzw. ein Jogginggurt an deinem Körper. Du könntest auch ne Retrieverleine an deinem Körper befestigen, die ist aus einem Guss, lässt sich also nicht vom Hund lösen.
    Was Roxxy geschrieben hatte, fand ich auch gut.

    Aber was am Wichtigsten ist: Du solltest sicherer im Umgang mit deiner Umwelt werden.

    Viel Erfolg :)


    das Antrainieren

  • Kauf Dir ein Shirt auf dem steht: ich hab ein I-Phone 5 und 100 Euro in der Handtasche :hust:

    Dann ist das Problem gelöst. Mal im Ernst, wer entreißt einem einen Hund auf offener Straße?

    Ich gebs zu, hab nicht alles gelesen, aber gibts oder gab es irgendeinen Link zu einem entsprechenden Polizei- /Zeitungsbericht???

  • Ich weiss nicht, ob Du noch mitliest, aber ich versuchs auch noch mal ;)

    Mal abgesehen von den ganzen fuer mich stimmigen Antworten, dass Du froh sein solltest, dass Deine Huendin so menschenfreundlich ist, glaube ich nicht, dass Du "nur sichtbare Aggression" antrainieren kannst. Ich denke, man sieht, ob da Ernst hinter steckt oder ob es nur eine aufgesetzte Mimik ist. Als Anschauungsmaterial ;) empfehle ich da mal die alten Lassie-Folgen mit dem Ranger. Da gibt es Folgen mit Szenen, wo Lassie gegen einen Puma oder aehnliches Getier kaempft. Wenn man da mehrere Folgen in Reihe sieht (jaja, das laeuft bei uns unter Bildungsprogramm fuer die Collies ;)), erkennt man, dass dieser kaempfende Collie immer ein und der selbe und zwar ein ganz anderer ist.

    Das Einzige, was ich vielleicht trainieren wuerde, waere ein Gib Laut mit anderem Signal. Irgendein Signal, wo dem Hundeklauer (oder was auch immer fuer ner Type) nicht klar sein kann, dass Du das Bellen gerade per Befehl abrufst. Wenn also tatsaechlich am Bahnhof oder sonst einem belebtem Ort, Dein Hund geklaut werden soll, sollte Gebell schon sehr abschreckend sein. Kein Dieb moechte 50 Zeugen fuer sein Tun haben.

    Zu Maxe und Pondis Zeiten gab es bei uns mal einen Exhibitionisten. Der ist bevorzugt Frauen mit Hund regelrecht hinterher gefahren und hat sie belaestigt. Ich hab das damals mit den Beiden geuebt: Fingerzeig, kichern und "Wuerstchen!" Daraufhin haben beide dann angefangen aufgedreht zu bellen. So nach dem Motto: Party :)
    Als ich ihn tatsaechlich getroffen habe, hatte der schneller wieder eingepackt, als ich gucken konnte.

  • Lucanouk und mittendrin: Ihr braucht ihr keine Trainingstipps mehr geben, sie will antscheint nicht trainieren. Immerhin hat sie auf keinen der geposteten Trainingstipps geantwortet. Das mit dem Halsbandrausschlüpfen und Gib Laut auf Entfernung etc hatte ich ja schon 3 Seiten vorher geschrieben. Keine Reaktion ;) Lasst es lieber, ihr könntet die Tipps ner Wand geben, die würde es vllt noch versuchen umzusetzen...

  • Hab auch einen Collie und das gleiche Problem, sie rennt zu jedem und lässt sich betätscheln ohne Ende ohne nachzudenken ob die Person nett oder unfreundlich ist :D ich glaube, das haben Collies einfach an sich, sie sind aufgeschlossen für jeden, dennoch sind es ja Hütehunde und sie sollten immer wieder zurückkommen, wenn du deine flauschnase angeleint hast, stell dich einfach auf die Leine oder lass sie absitzen wenn sie zu jemandem hinwill oder du dich unterhältst, dann wichtig: loben wenn der Hund dich anguckt und erst auf Befehl aufstehen darf um gestreichelt zu werden, z.b. Mit dem Kommando: Lauf. :) aber Das ein Hund geklaut wird, kommt mir auch komisch vor, jeder Hund würde sich doch melden, wenn jemand sie schnappt und wegrennt, das wäre ihr nicht geheuer :lol: ;)

  • Hab nur die ersten vier Seiten gelesen, aber eins ist mir trotzdem klar: Du brauchst keinen Hund, der böse guckt, bellt oder sonstwas, du solltest vielleicht mal nen Therapeuten aufsuchen.

    Angst, dass einem der Hund beim Gassigehen weggeklaut werden könnte - das ist doch total paranoid. Hab ich noch nie von gehört/gelesen. Deswegen einen totlieben Collie "abrichten"? Für mich total gaga. 'Tschuldigung für die deutlichen Worte, aber sowas nervt total wenn man am anderen Ende des Verhaltensspektrums arbeiten muss.

    Ich habe eine Hündin, die Fremde angeht, wenn ihre Distanz unterschritten wird / Bewegungen unerwartet kommen / sie sich vor irgendwas erschreckt. Sie ist ein Tierschutzhund und hat gestern im Zug zwanzig Minuten lang ein trampelndes Kind fixiert und angeknurrt. Wegsetzen ging nicht, der Zug war proppenvoll. Wenn du dir einen "schärferen" Hund wünschst, hast du keine Ahnung wovon du redest. Ich würde das Verhalten von meiner jederzeit in freundliches-Draufzulaufen-und-sich-streicheln-lassen umprogrammieren, da würde ich dann auch lieber dran arbeiten. Kann ich mir aber nicht aussuchen.

    Im Übrigen nähert sich mir und meinem Hund niemand unbemerkt, wenn ich mich unterhalte. Das ist nämlich der grandiose Nebeneffekt von so ner verhuschten Knalltüte wie meiner - entspanntes Quasseln ist nicht. Vermutlich wurde mir deswegen mein Hund auch noch nicht gestohlen...!

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