Der Aussie-Klönschnack Thread - Teil 2
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Was die Auslastung angeht ist Grisu auch unkompliziert. Wir gehen morgens 45-60 Minuten, nachmittags rund 1,5 Stunden und Abends Spiel und Spaß im Garten, Tricksen oder joggen mit Frank... Aber Grisu steckt auch einen Ruhetag weg und ist kein Hibbel, bzw. sehr anpassungsfähig.
Er ist ernsthaft, denkt sehr mit, sucht Aufgaben (und schießt auch mal übers Ziel hinaus), findet Fremde völlig überflüssig, ist zu Menschen aber nett und höflich und hat einen guten Wachtrieb (meldet nur ungewöhnliches und beobachtet mehr). Mit Fremdhunden ist er dagegen kaum verträglich. Er ist sehr an uns orientiert, trifft aber auch eigenständig Entscheidungen, wenn Mensch unsicher wird. Nicht im Sinne von "ich nutz das mal aus", sondern im Sinne von "oh, ein Problem und Mensch ist überfordert, ich "helfe" mal"
. Er lernt unheimlich schnell, liebt Zusammenarbeit und mag am liebsten Aufgaben, bei denen er eigene Ideen einbringen darf. Dabei bleibt er immer im Denken, er ist kein Clown und kein zum überdrehen neigender Hund, ganz im Gegenteil. Jagdtrieb ist kontrollierbar.
Als er jung war, war vor allem Frustrationstoleranz ein riesen Thema und dass er Dinge eben auch sehr "vorwärts orientiert" löst. Er hat kein Problem mit Konflikten, auch körperlichen. Ich glaub, er wäre auf einer Rinderranch echt glücklich. Stiere in die Schranken weisen, Fremde aufmerksam beäugen und allzeit bereit für jede Aufgabe.
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Vielen Dank für eure Antworten! Ihr macht mich alle gerade sehr glücklich
Das einzige was ich von alldem was ihr erzählt mit meinen beiden gerade gar nicht mache, sind Tricks üben. Ich habs mal versucht aber da haben sie irgendwie keinen Bock drauf. Wir sind mit den täglichen UO-Übungen schon gut bedient.
Und Hundewiese geht leider auch gar nicht, obwohl wir hier eine sehr nette Gruppe haben. Jodie stressen die anderen Hunde total und Humpi ist ein absoluter Balljunkie, hat aber HD... Das Ergebnis von einer Stunde Hundwiese neulich war, dass er abends kaum noch aus seinem Körbchen hoch kam und den nächsten Tag kaum laufen konnte
Das mit dem Ruhe lernen, verstehe ich gut. Das musste meine Jodie auch erstmal lernen, als ich sie bekam. Bzw. war sie sehr Kontroll-Freak-mäßig drauf und musste bei jedem Pups nachschauen gehen, bzw. mir folgen etc. Das haben wir aber gut in den Griff bekommen.
@Lara004 Das mit dem Schutztrieb und Büro ist ein guter Hinweis. Also ich hab schon einigermaßen Laufkundschaft. Bin halt das Sekretariat und es kommen oft Kollegen mit ihrem Anliegen zu mir... Kann man das auch trainieren, wenn er/sie von Welpe an mitkommt? Oder zeigt sich das dann erst später, wenn sie erwachsen sind?
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Was die @pardalisa sagt...so wie fast immer
Ich finde auch nicht, dass Aussies besonder schwierig auszulasten sind. Ganz im Gegenteil: Aussies sind so vielseitig! Die, die schwer auszulasten sind, wurden dazu gemacht und sind ein Produkt von Hektik im Alltag und Überbeschäftigung. Allerdings sind meine Aussies Hunde, die nicht nebenher laufen wollen und die Zeit mit mir aktiv verbringen wollen. Bliss will sich gerne einbringen und Tex bekommt gerne Zuspruch von mir und möchte hier mal kurz gestreichelt werden, sich da mal anlehnen und einfach nur merken, dass ich ihn gut finde. Einfach nebenher laufen wäre für beide nichts und ich denke generell, dass Aussies Hunde sind, die gerne mit ihrem Menschen aktiv sind. Wenn man das mag und dazu eben noch damit klar kommt, dass das je nach Ausprägung schon sehr zähe, harte Hunde sein können, wird man mit dem Aussie sehr glücklich.Unser Programm sieht so aus: Täglich geht es 1,5 bis 2 Stunden spazieren und wenn sie mögen, dürfen sie im Garten toben. Dazu täglich ein wenig Training von ner etwa einer halben Stunde über den Tag verteil. Allerdings fordern die Zwei das nicht. Ich bin da die treibende Kraft, weil es mir Spaß macht =). Jeder Hund hat seine eigenen Hobbies. Bliss macht Agility und Rally Obedience. Tex macht THS und mag Tricks. Außerdem longieren wir regelmäßig. Klingt jetzt viel, aber vermutlich wären meine Hunde auch mit weniger zufrieden. Tex wäre auch als "Spaziergangshund" glücklich, denke ich. Ich mag dieses Pensum aber einfach, weil es mir Spaß macht, mit meinen Hunden zu arbeiten und sie machen es ja gerne mit =). Dazu kommt, dass wir sehr abwechslungsreich und schwerpunktorientiert arbeiten. ZB wird gerade mehr Rally Obedience trainiert, als Agi, denn da gehen wir gerade in die Winterpause.
Wichtig ist mir allerdings, dass die Hunde sich außerhalb dieses Programms oder an Ruhetagen ruhig verhalten. Das tun sie. Ist sehr angenehm. Das macht für mich den Aussie auch irgendwie aus: Zuhause eine kuschelige Chillkröte, aber voll auf Touren, wenn man etwas mit ihm tun möchte.Dass Aussies Schutz,- und Wachtrieb haben, extrem schnell denken und auch reagieren und gerne mal körperlich werden, finden "Außenstehende" wohl schwierig. Für mich gehört das aber zu dieser Rasse dazu und ich schätze diese Eigenschaften alle und sehe auch viel Positives darin. Ist natürlich nichts für Leute, die gerne einen simpel gestrickten, genügsamen Hund ohne jegliches Aggressionspotenzial hätten. Aber die nehmen auch ganz schnell wieder Abstand vom Aussie, wenn sie sich ein wenig informieren.
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Ich habe Layla seit dem Welpenalter und mein größter Fehler war es, zu versuchen sie dazu zu bringen andere menschen nett zu finden. Ich habe mich da zu sehr reingehängt einen gesellschaftskonformen Hund zu haben, dass es alles noch schlimmer wurde.
Inzwischen haben wir beide uns gut eingespielt und über Gehorsam und Management ist das Leben mit ihr für mich kein Problem. Für kritische Situationen haben wir einen Maulkorb.
Es wäre mit ihr auf keinen Fall möglich sie in ein Büro mit Besucherverkehr mitzunehmen, wenn sie nicht permanent eingeknastet wäre. Das wäre für alle beteiligten nichts.
zum Thema Hundewiese: ich glaube, dass die wenigsten Aussies dabei glücklich werden.
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Es wäre mit ihr auf keinen Fall möglich sie in ein Büro mit Besucherverkehr mitzunehmen, wenn sie nicht permanent eingeknastet wäre
Also das wäre mit meinen vermutlich auch nur mit viel Management und massenweise Training möglich. Die würden sich zwar beide super ruhig verhalten, wenn wir alleine im Büro wären und die Zeit vermutlich einfach verpennen. Aber bei Besuchern hätte ich auch meine Bedenken. Tex ist zwar nett, wacht aber und Bliss ist eher reserviert und kann auf Fremde nun wirklich sehr gut verzichten. Meine erste Hündin wachte und war reserviert.
Ich denke, dass man beim Aussie super viel durch "Daumen drauf haben" und Management geregelt bekommt. Aber auch dafür muss man eben der Typ sein und sich 100% auf den Hund einlassen wollen.
Hundewiese...also ich kenne auch keinen Aussie, der das super findet...
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Gut, es wäre eventuell möglich, aber dann müsste ich wirklich den ganzen Tag Druck auf den Hund ausüben und vollste Konzentration und Gehorsam verlangen und das wäre einfach nicht fair.
Ich würde damit einen ihrer tief verankerten Instinkte unterdrücken und es wäre nur eine Frage der Zeit, wann das ganze zur Exlposion käme.
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Sehe ich auch so @Lara004
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Mit meinem wäre das zum momentanen Zeitpunkt sicherlich möglich, der freut sich über jeden aber bleibt liegen wenn ich es ihm sage.
Schutz- und Wachtrieb bisher null. -
zum Thema Hundewiese: ich glaube, dass die wenigsten Aussies dabei glücklich werden.
Weil sie einfach generell wenig bock auf andere Hunde haben? - Aber das ist mir auch nicht so wichtig. Auch wenn unsere Hundewiesegruppe ganz nett ist, ist mir das eine Stunde auf dem Fleck stehen und quatschen eh zu langweilig...
Tja, dass mit dem Büro wird dann wohl davon abhängig, wie der Hund charakterlich sein wird... Wie macht ihr das denn mit Arbeit und Hund(en)? Wenn ihr sie nicht mitnehmen könnt, wie sind sie dann untergebracht? Bei mir wären sie dann 2x3 h am Tag alleine (ich arbeite 6 h und habe 1 h stunde Mittagspause und wohne nur 5 min mit dem Fahrrad vom Büro weg)...
@Streichelmonster Das ist ja wahnsinn, was du alles mit deinen Hunden machst. Toll! Auf Agi hätte ich auch total Lust. Aber nur so just for fun, ohne Turniere...
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Das ist auch noch so etwas, was an Aussies zu beachten ist... Sie sind soooo unterschiedlich, das ist echt der Wahnsinn.
Rider z.B hält sich ja für einen Stöberhund (oder Jagdhund im Allgemeinen), findet dafür andere Menschen, auch Fremde, grundsätzlich erst mal gut. Zeigen diese dann noch freundliches Interesse an ihm, packt er seinen ganzen Charme aus und wird regelrecht aufdringlich.
Roonie ist Fremden gegenüber erst mal skeptisch eingestellt, das Eis bricht aber recht schnell und dann ist sie sehr freundlich und höflich. Aber sie würde niemals so aufdringlich werden wie Rider.
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